Geistlicher Tagesimpuls

Auf dieser Seite finden Sie einen geistlichen Impuls unserer pastoralen Mitarbeiter*innen für jeden Tag.

Etwas im Schilde führen

Das Wappen von Pforzheim-West

Bei der Erstellung der Wappen ging es in der ersten Phase darum, dass jede Gemeinde sich in einem Symbol wiedererkennt. So entstanden zunächst drei Wappenfahnen. Diese wurden auf ihre Kernaussage überprüft und in einem zweiten Schritt zu einem neuen Wappen zusammengefügt und nicht, wie sons tüblich, nur vereinigt. Alpha und Omega stehen für Christus. Der Buchstabe Omega erinnert in seiner Form an ein Hufeisen und ist dem Brötzinger Ortswappen entlehnt.Die Farben entsprechen ebenfalls diesem Wappen. Der springende Fisch erinnert an den Pfarrpatron, er findet sich auf den Haupttüren der Antoniuskirche. Der Legende nach fand der Heilige bei seiner Verkündigung der Botschaft Christi zuerst bei den Fischen Aufmerksamkeit. Die Rose steht für den Seligen Bernhard von Baden und die kleine Hl. Theresia. Das Andreaskreuz kann auch als Krippe gelesen werden. Diese Leseartfindet sich in den beiden Kirchenfenstern im Haupteingangsbereich der Kirche Hl. Familie nämlich in Krippe und Kreuz wieder, besonders betont ist das heimische „Herdfeuer“, das es zu schützen gilt, daher der Dachsparren.Farbe und Andreaskreuz sind dem Ortswappen von Dietlingen entnommen. Die Farben entsprechen dem Hauswappen des Seligen Bernhard von Baden.                   M.D.

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Heilsame Nähe

In das fröhliche, ausgelassene Toben auf dem Spielplatz mischt sich plötzlich herzzerreißendes Weinen. Ein Kind hat sich das Knie aufgeschlagen. Schnelles Handeln ist gefragt. Wunde säubern, Pflaster drauf und alles ist wieder gut. Was die Situation aber wirklich wieder gut macht, sind die tröstenden Worte und die Arme der Mutter, ihre liebevolle Zuwendung. Das heilt viel mehr als ein Pflaster.

Das haben auch die Menschen mit Jesus erlebt. Seine Nähe tut gut, baut auf, tröstet, ermutigt, heilt. Manchmal kamen sie scharenweise zu ihm: „Denn er heilte so viele, so dass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren“ (Mk 3,10), so lesen wir heute im Tagesevangelium.

Berührung ist heilsam!

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Tagesimpuls

Tagesimpuls (Mi, 20.01.21)„Als Jesus ein andermal in eine Synagoge ging, saß dort ein Mann, dessen Hand verdorrt war. Und die Pharisäer gaben Acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Da sagte er zudem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen. Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz, und sagte zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus und seine Hand war wieder gesund. Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten zusammen mit den Anhängern des Herodes den Beschluss, Jesus umzubringen.“ (Mk 3,1-6)

Jesus stellt einen Kranken in den Mittelpunkt. Damit demonstriert er, um was es ihm geht:

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Der Menschensohn ist Herr auch über den Sabbat!

Fotoquelle:www.Pixabay.com
Fotoquelle:www.Pixabay.com

„An einem Sabbat ging Jesus durch die Kornfelder, und unterwegs rissen seine Jünger Ähren ab. Da sagten die Pharisäer zu ihm: Sieh dir an, was sie tun! Das ist doch am Sabbat verboten. Er antwortete: Habt ihr nie gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren und nichts zu essen hatten -

wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar in das Haus Gottes ging und die heiligen Brote aß, die außer den Priestern niemand essen darf, und auch seinen Begleitern davon gab? Und Jesus fügte hinzu: Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat. Deshalb ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.“ (Mk 2,23-28)

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Gottvertrauen – was heisst das?

Gottvertrauen – was heisst das?

Die Hoffnung, dass irgendwie durch Gottes Hilfe alles gut wird?

In jeder Situation?

Wenn jemand sagt, du musst Gottvertrauen haben, dann heißt das meistens: Jetzt kannst du nichts mehr tun. Vertrau auf Gott, er löst das Problem.

Mit dieser Einstellung bin ich auch schon Mitchristen begegnet für die Corona eben auch so was wie eine Prüfung ihres Glaubens ist.

Mir wurde folgende Geschichte erzählt:

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Lesungen und Impuls am Sonntag

Lesung aus dem Buch Jesus Sirach (Sir 24,1-2.8-12)
Die Weisheit lobt sich selbst und inmitten ihres Volkes rühmt sie sich. In der Versammlung des Höchsten öffnet sie ihren Mund und in Gegenwart seiner Macht rühmt sie sich.Da gebot mir der Schöpfer des Alls, der mich schuf, ließ mein Zelt einen Ruheplatz finden. Er sagte: In Jakob schlag dein Zelt auf und in Israel sei dein Erbteil! Vor der Ewigkeit, von Anfang an, hat er mich erschaffen und bis in Ewigkeit vergehe ich nicht. Im heiligen Zelt diente ich vor ihm, so wurde ich auf dem Zion fest eingesetzt.In der Stadt, die er ebenso geliebt hat, ließ er mich Ruhe finden, in Jerusalem ist mein Machtbereich,ich schlug Wurzeln in einem ruhmreichen Volk, im Anteil des Herrn, seines Erbteils.

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Ephesus(Eph 1,3-6.15-18)
Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, an die Heiligen in Ephesus, die Gläubigen in Christus Jesus, Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel. Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Grundlegung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor ihm. Er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus und zu ihm zu gelangen nach seinem gnädigen Willen, zum Lob seiner herrlichen Gnade.


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Z‘wem ghörsch Du?

„Z‘wem ghörsch du?“ war in meinem Heimatort immer die Frage von irgendwelchen Erwachsenen, wenn sie nicht wussten, was das für ein Kind ist, das da grad vor ihnen steht (und im ungünstigsten Fall irgendwas angestellt hatte). Manchmal habe ich es nicht gesagt, es klang nach einer Falle.

 

Einige Pharisäer und einige Anhänger des Herodes wurden zu Jesus geschickt, um ihn mit einer Frage in eine Falle zu locken. Sie kamen zu ihm und sagten: Meister, wir wissen, dass du die Wahrheit sagst und auf niemanden Rücksicht nimmst; denn du siehst nicht auf die Person, sondern lehrst wahrhaftig den Weg Gottes. Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? Sollen wir sie zahlen oder nicht zahlen? Er aber durchschaute ihre Heuchelei und sagte zu ihnen: Warum versucht ihr mich? Bringt mir einen Denar, ich will ihn sehen. Man brachte ihm einen. Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten ihm: Des Kaisers. Da sagte Jesus zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört! Und sie waren sehr erstaunt über ihn. Mk 12,13-17

 

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Tagesimpuls für Freitag, 15.01.2021


Eine Menschenmenge

vor Ort,

im Haus und draußen

vor der Tür.

Er, Jesus, ist da

Bei den Suchenden

und bei den Gelehrten.

Ein Gelähmter, vier Träger.

Sie tragen ihn.


Das Bett, zugleich Tragbahre

Es ist kein durch kommen.

Not macht erfinderisch.

Konkret: aufs Dach steigen

abtragen was hindert.

Durch ein Loch abseilen,

ihm zu Füßen.

Jesus sieht ihren Glauben,

spricht das erlösende Wort:

„deine Sünden sind dir vergeben“.

 


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Das warnende Beispiel der Wüstengeneration Israels (Hebr 3,7-21)

Foto: Stephan Rist ©
Foto: Stephan Rist ©

7 Darum beherzigt, was der Heilige Geist sagt:

Heute, wenn ihr seine Stimme hört, 8 verhärtet nicht eure Herzen wie beim Aufruhr am Tag der Versuchung in der Wüste!

9 Dort haben eure Väter mich versucht, sie haben mich auf die Probe gestellt und hatten doch meine Taten gesehen, 10 vierzig Jahre lang. Darum war mir diese Generation zuwider und ich sagte: Immer geht ihr Herz in die Irre. Sie erkannten meine Wege nicht.

11 Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht in das Land meiner Ruhe kommen.

12 Gebt Acht, Brüder und Schwestern, dass keiner von euch ein böses, ungläubiges Herz hat, dass keiner vom lebendigen Gott abfällt, 13 sondern ermahnt einander jeden Tag, solange es noch heißt: Heute, damit niemand von euch durch den Betrug der Sünde verhärtet wird; 14 denn an Christus haben wir nur Anteil, wenn wir bis zum Ende an der Zuversicht festhalten, die wir am Anfang hatten.


Was hat die Schwarzriesling-Traube vom Dietlinger Klepberg wohl mit der Tageslesung aus dem Brief an die Hebräer zu tun? Das mag sich mancher denken, der diesen Impuls zur Hand nimmt. Aber genauso rätselhaft wie das Bild ist der Text selbst. Was ist mit dem Aufruhr am Tag der Versuchung in der Wüste gemeint? Und welche Generation ist es, die dem Heiligen Geist zuwider war?

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Traue ich Jesus zu, dass er auch mich heilt?

Aus dem Markus-Evangelium 1,29-39

29 Sie verließen sogleich die Synagoge und gingen zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. 30 Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie 31 und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.

32 Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. 33 Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt 34 und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war.

35 In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. 36 Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, 37 und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. 38 Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen. 39 Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.

 

Wenn ich von den Heilungen Jesu lese finde ich das faszinierend für die betreffende Person, aber mir kommt auch die Frage, warum dies nicht heute geschehen kann.

 

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Dienstag, den 12.Januar 2021

Liebe Mitchristen,

am Anfang des Jahres, möchte ich Ihnen ein kleines Gebet ans Herz legen.

Es ist von Janusz Korczak. Herr Korczak stammt aus Polen und war jüdischen Glaubens. Berühmt wurde er als Kinderarzt und als sehr inspirierender Pädagoge. 1942 ging er mit den Kinder aus dem Waisenhaus, das er geleitet hat, in das Vernichtungslager Treblinka, wo sie alle getötet wurden.

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Es gibt ein Vorher und ein Nachher.

Es gibt ein Vorher und ein Nachher.
Die Angst geht mit und freut sich auf die Weite.
Ich muss da durch, doch die Felsen sind bedrückend,
die Weite lockt und ist mir zugleich fremd.
Stehen bleiben kann ich zwar, aber nicht für immer.
Das Leben geht weiter und ich will mit.
So fasse ich Mut und lasse meine Füße frei,
sie tragen mich durch die Enge in die Freiheit ohne Zwänge.

 

Josef Fodor

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„...ein bisschen Wasser allein tut’s nicht...“

 

„...ein bisschen Wasser allein tut’s nicht...“, meint schont der alte Luther zum Thema „Taufe“. Obwohl Wasser ja unser Lebenselixier ist. Ohne Wasser kein Leben. Ohne Wasser verdursten wir. Ohne Wasser wir bekommen es in den letzten Jahren schmerzlich zu spüren sterben unsere Wälder, verdorren unsere Pflanzen, wird unser blauer Planet zur tödlichen Wüste. Deswegen: in der Bibel steht Wasser oft genug für Gott selbst. Lebendiges Wasser. Lebensnotwendig für uns. Ohne seine Nähe, ohne seine Liebe, ohne sein „Da-sein-für-uns“ können wir nicht wirklich leben.

Trotzdem: „...ein bisschen Wasser allein tut’s nicht...“. Johannes in der Wüste weiß das. Das mit dem Wasser ist ja gut und schön. Es ist gut und wichtig und richtig immer wieder den Dreck und Schmutz abzuwaschen, einzutauchen und unterzutauchen und alle Lüge, allen Hass, all unser Scheitern und Versagen hinter uns zu lassen und ganz neu anzufangen. Brauchen wir alle. Dennoch: „Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.“ Schön und gut, wenn ich wieder sauber bin. Schön und gut, wenn ich Altes hinter mir lasse. Aber das allein reicht eben nicht. Geist muss her! Heiliger Geist! Begeisterung, Esprit, der Funke der überspringt! Das was in mir lebt mich antreibt, mich motiviert. Das was meine Augen funkeln lässt und mein Herz schneller schlagen. Das, was mir Unmögliches möglich scheinen lässt. Das was mir Mut macht Unglaubliches zu glauben und Unmachbares trotzdem zu versuchen. Nein, ein bisschen Wasser allein tut’s nicht. Wir brauche den Geist, die Begeisterung, den göttlichen Funken, den Heiligen Geist...

 

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Impuls zum 9. Januar 2021

Einer der schönsten Räume in Pforzheim ist für mich der Innenraum der Schlosskirche – besonders, wenn an einem klaren Wintertag das Licht der niedrig stehenden Sonne durch die farbigen Glasfenster fällt und Wände und Böden in ein buntes Farbenspiel hüllt.

Mir ist dieses Bild vor Augen, wenn ich den zweiten Vers der heutigen Tageslesung lese:

Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns und seine Liebe ist in uns vollendet. (1 Joh 4, 11-18)

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Zwischenbilanz

Dort wo meine Wurzeln sind, feiert man weniger den Geburtstag eines Menschen, sondern vermehrt den Namenstag. Warum dem so ist möchte ich dahingestellt sein lassen. Heute nun ehrt die Kirche den heiligen Severin. Mein Großvater hieß Severin. Somit wäre dies sein Tag. Er hat ihn nicht oft feiern dürfen. Er und vier seine Brüder sind jung an Jahren im Krieg getötet worden. Ein Denkmal in dem kleinen Dorf wo er herkam erinnert an ihn und die vielen brutalen Opfer einer Schreckensherrschaft. Es war mir nie geschenkt mit ihm sein Namenfest am Tag des heiligen Severin zu feiern. Ich bin überdies der Einzige aus seinem Stamm der den Familien-Namen Dederichs noch trägt.

Das Elternhaus meines Großvaters stand ganz nahe dort, wo heute der Erweiterungsbau der kleinen Dorfkirche steht, in der er und viele unserer Vorfahren getauft wurden. Lang, lang ist`s her. Der Anbau der alten kleinen Kirche fristet inzwischen auch ein Schattendasein, nicht erst seit Corona-Zeiten.

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Zurück in die Kiste?

Kaum hat das Neue Jahr angefangen, fallen mir bei einem Spaziergang zwischen den Häusern die ersten ausgemusterten Christbäume in den Hofeinfahrten auf.

Aha – Zeit zum Aufräumen denke ich: weg mit den Christbaumkugeln, den vielen Kerzen, all den Sternen, der Krippe: alles zurück in die Weihnachtskiste.

So schnell geht das bei mir nicht, so direkt nach Dreikönig. Gerade gestern haben wir von den Weisen gehört, die dem Stern gefolgt sind, nicht wissend, wo sie ankommen, wen sie finden. „Als sie den Stern sahen, wurden sie von großer Freude erfüllt“ schreibt Matthäus im 2. Kapitel seines Evangeliums. Sie wurden von großer Freude erfüllt, weil dieser Stern sie zu dem geführt hat, von dem alle Freude und alle Hoffnung ausgeht: Jesus – Gottes Sohn – Mensch geworden als kleines Kind im Stall – Immanuel: Gott mit uns. Und auch heute hören wir von Matthäus ein weiteres Mal: Das Volk, das im Dunkeln lebte, hat ein helles Licht gesehen; (Mt 4, 16a).

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Tagesimpuls am 06. Januar 2021

Drei Gestalten stehen am heutigen Tag im Mittelpunkt. Die Bibel nennt sie „Sterndeuter“. Die christliche Tradition bezeichnet sie als „Könige“ oder „Weise aus dem Morgenland“. Was diese drei auszeichnet, lässt sich in drei Worten beschreiben: Gehen, aufbrechen, suchen. Das haben sie miteinander gemeinsam. Und so gehen sie einem gemeinsamen Ziel entgegen. Sie sind leidenschaftliche Sucher. Sie suchen den Himmel ab und erforschen die Sterne, um aus ihnen den Lauf der Weltgeschichte abzulesen. Deshalb heißen sie auch „Sterndeuter“. Eines Tages gibt ihnen eine Sternenkonstellation ein geheimnisvolles Zeichen. Nach den Regeln der Kunst kann sie so gedeutet werden: „Der König der kommenden Welt wird in Bethlehem in Judäa geboren!

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„Sende Arbeiter in die Ernte, Herr!“

Tagesevangelium Matthäus 9,35-10,1.6-8

In jener Zeit zog Jesus durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden. Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.

Jesus hatte Mitleid, das Leiden der damaligen Menschen ließ ihn nicht gleichgültig!

 

  • Habe auch ich ein einfühlsames Herz für die Not meiner Mitmenschen?

  • Wer ist in meiner Umgebung auf sich allein gestellt, unversorgt oder schutzlos?

  • Sehe ich die Not anderer - besonders in unserer aktuellen Lage?

 

 

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Johannnes 1, 35-42)

Der Täufer muss eine beeindruckende Persönlichkeit gewesen sein. Immerhin strömen die Menschen in Scharen in die Wüste, um ihn zu sehen, zu hören und sich taufen zu lassen.

Dabei war er alles andere als ein sanfter Schmeichler, der den Menschen nach dem Mund geredet hätte – eher im Gegenteil. Und er hat im Lauf der Zeit einen Kreis von Anhängern, Schülern und Jüngern um sich geschart.

Jetzt ist der Punkt gekommen, wo er sie auf Jesus hinweist und sie gehen lässt: „Seht, das Lamm Gottes.“ Er stellt sich in den Hintergrund, zeigt, wer oder was wichtig ist im Leben.

So sollten auch Seelsorger und Seelsorgerinnen handeln.

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...darum höre ich nicht auf, für euch zu danken..

Also ich kann ja über den heiligen Apostel Paulus sagen, was ich will. Dass er mir manchmal nur schwer verständlich ist. Dass er seinen Gemeinden damals ganz schön komplizierte Theologie zugemutet hat. Dass das, was er ab und zu so über die Frauen sagt, reichlich nach Macho klingt und nach reichlich antiquierten (was denn sonst?!) Rollenverständnis... Aber das fasziniert mich. Das finde ich absolut klasse: „Darum höre ich nicht auf, für euch zu danken...“ Das steht in seinen Briefen immer ziemlich am Anfang. Es hört sich für mich echt und ehrlich an. Das war ihm ernst und anscheinend ganz wichtig gleich mal zu Anfang zu sagen. Klare Ansage vor allem andern. Noch vor jeder Verkündigung, noch vor jeder Predigt, vor jeder Ermahnung: Ich bin dankbar für euch! Es ist toll, dass es euch gibt. Ich habe von Eurem Glauben gehört und dass euer Herz von Liebe überfließt und wie ihr füreinander da seid und für andere, die euch brauchen. Das ist super. Das tut mir gut! Das macht mir Mut! Danke!

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2021 weniger Torte?

„Ich bin ein Nichts. Ein wertloses Stück Dreck. Ein Abfallkübel, bis über den Rand angefüllt mit schlechten Gedanken, schlechten Gefühlen und schlechten Träumen. (…) Obendrein bin ich unansehnlich. Unschön. Ungustiös. Und dick.“ So beschreibt sich eine Patientin von Sigmund Freud in dem Roman von Robert Seethaler „Der Trafikant“.

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Neujahr

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Der rechte Glauben (1 Joh 2,18-21)

Impuls zur Lesung am 31. Dezember 2020 Hl. Silvester I (Jahreskreis I)

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„Prophetin Hanna“

Evangelium nach Lukas Kapitel 2, 36-40

36 Damals lebte auch Hanna, eine Prophetin, eine Tochter Penuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; 37 nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. 38 Zu derselben Stunde trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. 39 Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazareth zurück. 40 Das Kind wuchs heran und wurde stark, erfüllt mit Weisheit und Gottes Gnade ruhte auf ihm.

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Fest der Unschuldigen Kinder

Mt 2,13-18

 

Josef träumt – und sein Traum hat Folgen. Er muss fliehen!

 

Träume spielen in der Bibel eine grosse Rolle. Jakob träumt von der Himmelsleiter. In der Josefsgeschichte träumen eine ganze Reihe von Leuten, der Bäcker, der Mundschenk und selbst der Pharao. Und im Neuen Testament träumt Josef – und nicht zum ersten Mal.

Erst wird ihm im Traum gesagt, dass er zu Maria stehen soll, später dann, dass er mit ihr und dem Kind nach Ägypten fliehen soll. Und die „Entwarnung“ wird auch im Traum übermittelt.

Alle Träume haben Folgen für die Menschen, wenn es auch manchmal anderer Menschen bedarf, die den Traum erklären.

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Impuls zum Evangelium am Fest der Heiligen Familie – Lesejahr B

Das Zeugnis des Simeon und der Hanna (Lk 2,22-40)

 

22 Als sich für sie die Tage der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung erfüllt hatten, brachten sie das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn darzustellen, 23 wie im Gesetz des Herrn geschrieben ist: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn heilig genannt werden. 24 Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.

 


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2. Weihnachtsfeiertag

Weihnachten hat im Grunde genommen zwei Seiten. Eine frohe und stimmungsvolle, die durch Lichtschein und Engelsgesang zum Ausdruck kommt. Daneben aber auch eine ernste. Das wird deutlich durch die Begleitumstände der Geburt Jesu, unter denen auch viel Hartes und Grausames dabei ist. Denn Gottes Sohn wird geboren mitten in den Sturm der Zeit hinein: nicht zu Hause, sondern in der Fremde, als Kind armer Leute. Und schon bald wird er verfolgt von den Mächtigen seiner Zeit, sodass die Familie mit dem Jesus-Kind ins Ausland, nach Ägypten fliehen muss (vgl. Mt 2,14). Der schweizerische Schriftsteller Kurt Marti dichtete einmal folgende Verse: „Nicht Ägypten ist der Fluchtpunkt der Flucht. Das Kind wird gerettet für härtere Tage. Fluchtpunkt der Flucht ist das Kreuz.“ Der Fluchtpunkt des Lebens Jesu, wo alle Linien zusammenlaufen, ist das Kreuz. Es ragt bereits über der Krippe empor. Auf vielen künstlerischen Darstellungen ist das bewusst so dargestellt. Krippe und Kreuz stehen in einem inneren Zusammenhang. Da machen sich die beiden Seiten von Weihnachten bemerkbar: die frohe und ernsthafte. Weihnachten bedeutet nicht nur Glück und Frohsinn, sondern es geht auch um den buchstäblich tödlichen Ernst der Nachfolge Jesu.

 

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…und das Licht leuchtet in der Finsternis

In Weihnachten steckt „Nacht“ drin. Wie so oft kommen mir Bilder und Gefühle aus der Kindheit in den Sinn. Ja, die Nacht hatte schon was Unheimliches. Im Dunkel in den Keller gehen müssen war nicht „vergnügungssteuerpflichtig“, auch wenn es natürlich elektrisches Licht gab. Aber manchmal war es da unten kaputt, oder halt einfach düster und unheimlich. Nachts allein im Wald. Das hatte auch eher etwas Beklemmendes und jedenfalls nicht viel Romantisches. Nacht – Dunkelheit – Angst, irgendwie gehört das für mich zusammen. Bis heute.

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