Geistlicher Tagesimpuls

Auf dieser Seite finden Sie einen geistlichen Impuls unserer pastoralen Mitarbeiter*innen für jeden Tag.

Schriftlesungen und Predigt am 5. Sonntag im Jahreskreis B 07.02.2021

Lesung aus dem Buch Ijob(Ijob 7,1-4.6-7)
Ist nicht Kriegsdienst des Menschen Leben auf der Erde? Sind nicht seine Tage die eines Tagelöhners? Wie ein Knecht ist er, der nach Schatten lechzt, wie ein Tagelöhner, der auf seinen Lohn wartet. So wurden Monde voll Enttäuschung mein Erbe und Nächte voller Mühsal teilte man mir zu. Lege ich mich nieder, sage ich: Wann darf ich aufstehn? Wird es Abend, bin ich gesättigt mit Unrast, bis es dämmert... Schneller als das Weberschiffchen eilen meine Tage, sie gehen zu Ende, ohne Hoffnung. Denk daran, dass mein Leben nur ein Hauch ist! Nie mehr schaut mein Auge Glück.

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth(1Kor 9,16-19.22-23)
Wenn ich nämlich das Evangelium verkünde, gebührt mir deswegen kein Ruhm; denn ein Zwang liegt auf mir. Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde! Wäre es mein freier Entschluss, so erhielte ich Lohn. Wenn es mir aber nicht freisteht, so ist es ein Dienst, der mir anvertraut wurde. Was ist nun mein Lohn? Dass ich unentgeltlich verkünde und so das Evangelium bringe und keinen Gebrauch von meinem Anrecht aus dem Evangelium mache. Obwohl ich also von niemandem abhängig bin, habe ich mich für alle zum Sklaven gemacht, um möglichst viele zu gewinnen... Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, um die Schwachen zu gewinnen. Allen bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten. Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um an seiner Verheißung teilzuhaben.


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"Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein."

Sagte einst Albert Einstein. Und ich muss gestehen, dieses Zitat fällt mir immer ein, wenn biblische Bilder von Schafen und Hirten die kirchliche Wirklichkeit beschreiben wollen. Es will niemand im einsteinschen treudoofen Sinne ein Schaf sein.

 

Und dann auch noch immer dieses Mitleid… Jesus hat Mitleid mit dieser Masse an Schafen, wenn im Tagesevangelium erzählt wird, wie die Jünger und er nicht mal Zeit zum Essen fanden und sich daher zur Erholung an einem einsamen Ort ausruhen wollten. Doch „man sah sie abfahren und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an. Als Jesus ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.“ Mk 6,33-34.

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Gedanken zum Tagesevangelium: Markus 6,14-29

Die Botschaft von Jesus breitet sich aus. Wer ist dieser Mann aus Nazareth? Ist etwa Johannes der Täufer auferstanden und legt sich neu mächtig ins Zeug? Fragen über Fragen. Mit Jesus kommt Schuld ans Licht. Herodes wird von seinem Gewissen geplagt, und plötzlich ist diese alte Geschichte wieder präsent. Er scheint zu spüren, dass dieses Kapitel seines Lebens, das durch den Namen Johannes gekennzeichnet war, durch den Tod des Täufers keineswegs zu Ende ist. Er weiß noch nicht, dass jetzt der Andere da ist, auf den das Wirken des Täufers von Anfang an bezogen war.

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Steh auf! Bewege dich…

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„Wie wunderbar habe ich Dich gemacht!“

Diesen Satz habe ich am Samstag während einer Meditation Gott zu mir innerlich sprechen hören. Er ist mir ganz nah, wie ein Freund mit gegenüber, weil er mir etwas Wichtiges von Angesicht zu Angesicht zu sagen hat.

 

„Es ist mir eine große Freude, Dich zu sehen, so wie Du bist!“

 

Und wie er es so zu mir sagt, kann ich mich auf einmal so sehen, mich so wahrnehmen. Ich bin mit mir und meinem Leben reich beschenkt!!!

 

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Fest der Begegnung des Herrn!

Fotoquelle: www.Pixabay.com
Fotoquelle: www.Pixabay.com

Tagesimpuls für Dienstag, den 2. Februar 2021

Das Zeugnis des Simeon und der Hanna über Jesus (siehe Lk 2,22-40) ist der Ausgangspunkt für das heutige Fest „Darstellung des Herrn im Tempel“, das die Kirche 40 Tage nach Christi Geburt feiert.

Es wird vielerorts auch „Mariä Lichtmess“ genannt, da in den Gottesdiensten alle Kerzen, die in der Kirche für das Jahr benötigt werden, gesegnet werden und auch Gläubige ihre Kerzen mitbringen und segnen lassen können.

Jesus kommt am heutigen Festtag in Sein Eigentum, er wird von Maria und Josef nach dem Gesetz des Moses in den Tempel von Jerusalem gebracht, um als „männliche Erstgeburt“ dem Herrn geweiht zu werden.

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Mein Bittgebet sei ein Räucheropfer

Immer wieder erlebe ich Diskussionen, wenn die Ministranten im Gottesdienst das Weihrauchfass geschwungen haben. „Mir wird schlecht!“ „Ich bekomme Kopfschmerzen“ sind so einige Bemerkungen. Die gleichen Menschen sprühen sich aber mit den neuesten Parfümkreationen ein, die Wäsche duftet nach Meeresbrise, diverse Duftkerzen, Aromaöle in Duftspendern und vieles mehr findet sich ohne Klagen dagegen zu Hause.

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Lesungen und Impuls am Sonntag (4. Sonntag im Jahreskreis B 31.01.2021)

Lesung aus dem Buch Deuteronomium (Dtn 18,15-20)

Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, aus deiner Mitte, unter deinen Brüdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören. Der HERR wird ihn als Erfüllung von allem erstehen lassen, worum du am Horeb, am Tag der Versammlung, den HERRN, deinen Gott, gebeten hast, als du sagtest: Ich kann die donnernde Stimme des HERRN, meines Gottes, nicht noch einmal hören und dieses große Feuer nicht noch einmal sehen, ohne dass ich sterbe. Damals sagte der HERR zu mir: Was sie von dir verlangen, ist recht. Einen Propheten wie dich will ich ihnen mitten unter ihren Brüdern erstehen lassen. Ich will ihm meine Worte in den Mund legen und er wird ihnen alles sagen, was ich ihm gebiete. Den aber, der nicht auf meine Worte hört, die der Prophet in meinem Namen verkünden wird, ziehe ich selbst zur Rechenschaft. Doch ein Prophet, der sich anmaßt, in meinem Namen ein Wort zu verkünden, dessen Verkündigung ich ihm nicht geboten habe, oder der im Namen anderer Götter spricht, ein solcher Prophet soll sterben.

Aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth (1Kor 7,32-35)

Ich wünschte aber, ihr wäret ohne Sorgen. Der Unverheiratete sorgt sich um die Sache des Herrn; er will dem Herrn gefallen. Der Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt; er will seiner Frau gefallen. So ist er geteilt. Die unverheiratete Frau aber und die Jungfrau sorgen sich um die Sache des Herrn, um heilig zu sein an Leib und Geist. Die Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt; sie will ihrem Mann gefallen. Dies sage ich zu eurem Nutzen: nicht um euch eine Fessel anzulegen, vielmehr, damit ihr euch in rechter Weise und ungestört immer an den Herrn haltet.


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Auf den zweiten Blick

Wenn man sich etwas mit christlicher Ikonographie auskennt, dann erkennt man sofort: Mittelalterliche Buchmalerei, Stillung des Sturmes auf dem See Gennesaret:

 

Die Jünger, die mit Jesus in der Nacht auf dem See Gennesaret unterwegs sind, geraten in einen Sturm. Sie bekommen es mit der Angst zu tun. Und mittendrin Jesus: er schläft. Als die Jünger ihn aufwecken, tadelt er ihren Kleinglauben und gebietet dem Sturm Einhalt. (Mk 4, 35-41)

 

Erst beim zweiten Blick auf dieses Bild, das vor etwa 1000 Jahren von einem Mönch der Insel Reichenau in das Hitda-Evangeliar gemalt wurde, fällt einem das Besondere auf:

 

Der Künstler hat die aufgewühlte, bedrohliche See gar nicht dargestellt. Sie kommt gar nicht vor. Vielmehr überrascht das Boot – es ist ein Seeungeheuer. Die eigentliche Gefahr geht also nicht von den Naturgewalten aus. Die Natur ist wie sie ist, schenkt und nimmt Leben

.

 

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Streiflicht

Gedanken zu Markus 4,26-34


Im Evangelium spricht Jesus von einem, der seine Saatkörner auf dem Feld ausbringt. Tag für Tag legt er sich des Abends schlafen und steht am nächsten Morgen wieder auf – und siehe da: „es keimt und sprosst“ (Mk 4,27). „Die Erde“, so sagt es Jesus, „bringt von selbst ihre Frucht.“ (Mk 4,28). Automatē steht hier im griechischen Originaltext: von selbst, automatisch, ohne das Zutun des Sämanns. Es ist wie in der Schöpfungsgeschichte: „Es wurde Abend und es wurde Morgen“ (Gen 1,5ff; vgl. Mk 4,27) – ein neuer Tag. Gott schafft und alles ist gut. Der Säende weiß: er hat das Seinige getan, nun müssen andere Kräfte wirken.

Wie der Sämann im Gleichnis Jesu müssen Menschen nur das Ihrige tun, mehr nicht. Gott braucht keine Übermenschen und schon gar keine Überchristen. Handle so, als ob alles von dir abhinge. Und vertraue so auf Gott, als ob alles von ihm abhängt. Im ersten bin ich, bis zum Beweis des Gegenteils, schon recht gut, im zweiten kann ich durchaus noch ein wenig wachsen.

Das Gleichnis von der selbstwachsenden Saat ist also eine gute Nachricht für alle Sämänner und Säfrauen des Evangeliums. Denn wie oft erscheint ihr Tun ihnen selbst als eine vergebliche Liebesmüh? Auch in Coronazeiten gilt: Wer beim Wesentlichen bleibt, bei der Reich-Gottes-Sorge um das umfassende Heil seines Nächsten, darf sich darauf verlassen, dass Gott selbst sich schon um die Details kümmern wird - nur tut er es möglicherweise ein wenig anders.

Michael Dederichs





Fenster in der St. Antoniuskirche von Franz Dewald (1911-1990)

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IMPULS ZUR LESUNG AM 28. JANUAR 2021 (GEDENKTAG DES HEILIGEN THOMAS VON AQUIN)

Ich liebte die Weisheit mehr als Gesundheit und Schönheit (Weish 7, 7-10.15-16)

7 Ich betete, und es wurde mir Klugheit gegeben; ich flehte, und der Geist der Weisheit kam zu mir.

8 Ich zog sie Zeptern und Thronen vor, Reichtum achtete ich für nichts im Vergleich mit ihr.

9 Keinen Edelstein stellte ich ihr gleich; denn alles Gold erscheint neben ihr wie ein wenig Sand, und Silber gilt ihr gegenüber so viel wie Lehm.

10 Ich liebte sie mehr als Gesundheit und Schönheit und zog ihren Besitz dem Lichte vor; denn niemals erlischt der Glanz, der von ihr ausstrahlt.

15 Mir aber gewähre Gott, nach meiner Einsicht zu sprechen und zu denken, wie die empfan- genen Gaben es wert sind; denn er ist der Führer der Weisheit und hält die Weisen auf dem rechten Weg.

16 Wir und unsere Worte sind in seiner Hand, auch alle Klugheit und praktische Erfahrung.

 

Unter Weisheit verstehen wir heute primär theoretisches, intellektuelles Wissen, Denken und Er- kennen und theoretische Vernunft. Weisheit wird als ein Instrument verstanden, die Ordnung der Welt rational in den Griff zu bekommen und beherrschen zu können.

In der Weisheitsliteratur der Bibel, zu der neben dem Buch der Weisheit die Bücher Ijob, Sprüche, Kohelet, Jesus Sirach, Tobit und Teile der Psalmen gezählt werden, findet sich jedoch ein anderes Verständnis von Weisheit. Lebenserfahrung, naturkundliches Wissen, handwerkliche, juristische oder politische Kenntnisse (vgl. V. 16) bilden zwar die Grundlage, zur Weisheit werden sie aber nur bei dem Menschen, der gut damit umzugehen weiß. Grundlage einer reflektierten Weisheit in die- sem Sinne ist die Gottesfurcht, d.h. das Wissen und die Einsicht in die Begrenztheit des Menschen, das Vertrauen auf die Macht Gottes und ein Verhalten, das seinen Geboten entspricht. Diese Weis- heit kann man nicht selbst erschaffen, sondern nur von Gott erbitten (vgl. V. 7); zugleich ist sie allen anderen Gaben vorzuziehe

n (vgl. VV. 8-10).

 

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Tagesimpuls am Mittwoch

„Ein andermal lehrte Jesus wieder am Ufer des Sees und sehr viele Menschen versammelten sich um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot auf dem See und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen und lehrte sie in Form von Gleichnissen. Bei dieser Belehrung sagte er zu ihnen: Hört! Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat und sie brachte keine Frucht. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach. Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre! Als er mit seinen Begleitern und den Zwölf allein war, fragten sie ihn nach dem Sinn seiner Gleichnisse. Da sagte er zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes anvertraut; denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen gesagt; denn sehen sollen sie, sehen, aber nicht erkennen; hören sollen sie, hören, aber nicht verstehen, damit sie sich nicht bekehren und ihnen nicht vergeben wird. Und er sagte zu ihnen: Wenn ihr schon dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? Der Sämann sät das Wort. Auf den Weg fällt das Wort bei denen, die es zwar hören, aber sofort kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät wurde. Ähnlich ist es bei den Menschen, bei denen das Wort auf felsigen Boden fällt: Sobald sie es hören, nehmen sie es freudig auf; aber sie haben keine Wurzeln, sondern sind unbeständig, und wenn sie dann um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt werden, kommen sie sofort zu Fall. Bei anderen fällt das Wort in die Dornen: sie hören es zwar, aber die Sorgen der Welt, der trügerische Reichtum und die Gier nach all den anderen Dingen machen sich breit und ersticken es und es bringt keine Frucht. Auf guten Boden ist das Wort bei denen gesät, die es hören und aufnehmen und Frucht bringen, dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.“ (Mk 4,1-20)

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Über die wahre Familie Jesu (Markus 3,31-35)

Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben draußen stehen und ließen ihn herausrufen. Es saßen viele Leute um ihn herum und man sagte zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich. Er erwiderte: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

Im Religionsunterricht thematisieren wir das gerne: Wenn wir Gott unseren Vater nennen, dann sind wir – logischer weise – alle seine Kinder. Wenn wir aber alle „einen Vater“ haben, dann sind wir alle Geschwister.


Das ist immer ein schöner Moment. Dann verändert sich im Unterricht etwas. Plötzlich sind da nicht mehr Schüler und Lehrer, sondern Bruder und Schwester. Irgendwie fühlt man sich als Familie viel enger verbunden.

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Post tenebras spero lucem … (nach der Dunkelheit sehne ich das Licht herbei)

 

Dunkle Wolken türmen sich

Kein Licht in Sicht, Trostlosigkeit macht sich breit

Düstere Tage ohne Aussicht auf Änderung

Die Hoffnung ist nur noch ein glimmender Docht

Meine Seele ist verzagt

 

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Lesungen und Impuls am Sonntag (3. Sonntag im Jahreskreis B 24.01.2021)

Lesung aus dem Buch Jona (Jona 3,1-5.10)

Das Wort des HERRN erging zum zweiten Mal an Jona: Mach dich auf den Weg und geh nach Ninive, der großen Stadt, und rufe ihr all das zu, was ich dir sagen werde! Jona machte sich auf den Weg und ging nach Ninive, wie der HERR es ihm befohlen hatte. Ninive war eine große Stadt vor Gott; man brauchte drei Tage, um sie zu durchqueren. Jona begann, in die Stadt hineinzugehen; er ging einen Tag lang und rief: Noch vierzig Tage und Ninive ist zerstört! 
Und die Leute von Ninive glaubten Gott. Sie riefen ein Fasten aus und alle, Groß und Klein, zogen Bußgewänder an. Und Gott sah ihr
Verhalten; er sah, dass sie umkehrten und sich

 

von ihren bösen Taten abwandten. Da reute Gott das Unheil, das er ihnen angedroht hatte, und er tat es nicht.

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth (1Kor 7,29-31)

Denn ich sage euch, Brüder: Die Zeit ist kurz. Daher soll, wer eine Frau hat, sich in Zukunft so verhalten, als habe er keine, wer weint, als weine er nicht, wer sich freut, als freue er sich nicht, wer kauft, als würde er nicht Eigentümer, wer sich die Welt zunutze macht, als nutze er sie nicht; denn die Gestalt dieser Welt vergeht.


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Adam und Eva als Heilige?

 Wussten Sie, dass Adam und Eva im Heiligenkalender der Katholischen Kirche einen eigenen Gedenktag haben?

Der heutige 23. Januar ist ihr Fest.

Adam und Eva als Heilige?

Wir bringen die ersten Menschen doch eher in Verbindung mit der Sündenfallerzählung im Buch Genesis. Dort laden sie durch ihr Verhalten die Last der Sünde auf das ganze Menschengeschlecht.

Es gibt wenig Erzählungen in der Bibel, die so missverständlich sind und missverstanden wurden: Was da alles hineininterpretiert wurde: die Frauen seien dem Mann untergeordnet, das (sexuelle) Begehren sei Ursprung der Erbsünde, der Mensch werde von Gott mit dem Verlust des Paradieses bestraft...

Wenn die Bibel in den Ursprungsgeschichten vom ersten Menschenpaar erzählt, dann erzählt sie Grundsätzliches über den Menschen, dann sind wir damit gemeint: Es geht um unsere Größe, unsere von Gott geschenkte Würde, unsere Versuchungen und Ängste, unsere Schuld, unsere Not.

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Etwas im Schilde führen

Das Wappen von Pforzheim-West

Bei der Erstellung der Wappen ging es in der ersten Phase darum, dass jede Gemeinde sich in einem Symbol wiedererkennt. So entstanden zunächst drei Wappenfahnen. Diese wurden auf ihre Kernaussage überprüft und in einem zweiten Schritt zu einem neuen Wappen zusammengefügt und nicht, wie sons tüblich, nur vereinigt. Alpha und Omega stehen für Christus. Der Buchstabe Omega erinnert in seiner Form an ein Hufeisen und ist dem Brötzinger Ortswappen entlehnt.Die Farben entsprechen ebenfalls diesem Wappen. Der springende Fisch erinnert an den Pfarrpatron, er findet sich auf den Haupttüren der Antoniuskirche. Der Legende nach fand der Heilige bei seiner Verkündigung der Botschaft Christi zuerst bei den Fischen Aufmerksamkeit. Die Rose steht für den Seligen Bernhard von Baden und die kleine Hl. Theresia. Das Andreaskreuz kann auch als Krippe gelesen werden. Diese Leseartfindet sich in den beiden Kirchenfenstern im Haupteingangsbereich der Kirche Hl. Familie nämlich in Krippe und Kreuz wieder, besonders betont ist das heimische „Herdfeuer“, das es zu schützen gilt, daher der Dachsparren.Farbe und Andreaskreuz sind dem Ortswappen von Dietlingen entnommen. Die Farben entsprechen dem Hauswappen des Seligen Bernhard von Baden.                   M.D.

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Heilsame Nähe

In das fröhliche, ausgelassene Toben auf dem Spielplatz mischt sich plötzlich herzzerreißendes Weinen. Ein Kind hat sich das Knie aufgeschlagen. Schnelles Handeln ist gefragt. Wunde säubern, Pflaster drauf und alles ist wieder gut. Was die Situation aber wirklich wieder gut macht, sind die tröstenden Worte und die Arme der Mutter, ihre liebevolle Zuwendung. Das heilt viel mehr als ein Pflaster.

Das haben auch die Menschen mit Jesus erlebt. Seine Nähe tut gut, baut auf, tröstet, ermutigt, heilt. Manchmal kamen sie scharenweise zu ihm: „Denn er heilte so viele, so dass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren“ (Mk 3,10), so lesen wir heute im Tagesevangelium.

Berührung ist heilsam!

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Tagesimpuls

Tagesimpuls (Mi, 20.01.21)„Als Jesus ein andermal in eine Synagoge ging, saß dort ein Mann, dessen Hand verdorrt war. Und die Pharisäer gaben Acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Da sagte er zudem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen. Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz, und sagte zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus und seine Hand war wieder gesund. Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten zusammen mit den Anhängern des Herodes den Beschluss, Jesus umzubringen.“ (Mk 3,1-6)

Jesus stellt einen Kranken in den Mittelpunkt. Damit demonstriert er, um was es ihm geht:

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Der Menschensohn ist Herr auch über den Sabbat!

Fotoquelle:www.Pixabay.com
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„An einem Sabbat ging Jesus durch die Kornfelder, und unterwegs rissen seine Jünger Ähren ab. Da sagten die Pharisäer zu ihm: Sieh dir an, was sie tun! Das ist doch am Sabbat verboten. Er antwortete: Habt ihr nie gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren und nichts zu essen hatten -

wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar in das Haus Gottes ging und die heiligen Brote aß, die außer den Priestern niemand essen darf, und auch seinen Begleitern davon gab? Und Jesus fügte hinzu: Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat. Deshalb ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.“ (Mk 2,23-28)

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Gottvertrauen – was heisst das?

Gottvertrauen – was heisst das?

Die Hoffnung, dass irgendwie durch Gottes Hilfe alles gut wird?

In jeder Situation?

Wenn jemand sagt, du musst Gottvertrauen haben, dann heißt das meistens: Jetzt kannst du nichts mehr tun. Vertrau auf Gott, er löst das Problem.

Mit dieser Einstellung bin ich auch schon Mitchristen begegnet für die Corona eben auch so was wie eine Prüfung ihres Glaubens ist.

Mir wurde folgende Geschichte erzählt:

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Lesungen und Impuls am Sonntag

Lesung aus dem Buch Jesus Sirach (Sir 24,1-2.8-12)
Die Weisheit lobt sich selbst und inmitten ihres Volkes rühmt sie sich. In der Versammlung des Höchsten öffnet sie ihren Mund und in Gegenwart seiner Macht rühmt sie sich.Da gebot mir der Schöpfer des Alls, der mich schuf, ließ mein Zelt einen Ruheplatz finden. Er sagte: In Jakob schlag dein Zelt auf und in Israel sei dein Erbteil! Vor der Ewigkeit, von Anfang an, hat er mich erschaffen und bis in Ewigkeit vergehe ich nicht. Im heiligen Zelt diente ich vor ihm, so wurde ich auf dem Zion fest eingesetzt.In der Stadt, die er ebenso geliebt hat, ließ er mich Ruhe finden, in Jerusalem ist mein Machtbereich,ich schlug Wurzeln in einem ruhmreichen Volk, im Anteil des Herrn, seines Erbteils.

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Ephesus(Eph 1,3-6.15-18)
Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, an die Heiligen in Ephesus, die Gläubigen in Christus Jesus, Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel. Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Grundlegung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor ihm. Er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus und zu ihm zu gelangen nach seinem gnädigen Willen, zum Lob seiner herrlichen Gnade.


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Z‘wem ghörsch Du?

„Z‘wem ghörsch du?“ war in meinem Heimatort immer die Frage von irgendwelchen Erwachsenen, wenn sie nicht wussten, was das für ein Kind ist, das da grad vor ihnen steht (und im ungünstigsten Fall irgendwas angestellt hatte). Manchmal habe ich es nicht gesagt, es klang nach einer Falle.

 

Einige Pharisäer und einige Anhänger des Herodes wurden zu Jesus geschickt, um ihn mit einer Frage in eine Falle zu locken. Sie kamen zu ihm und sagten: Meister, wir wissen, dass du die Wahrheit sagst und auf niemanden Rücksicht nimmst; denn du siehst nicht auf die Person, sondern lehrst wahrhaftig den Weg Gottes. Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? Sollen wir sie zahlen oder nicht zahlen? Er aber durchschaute ihre Heuchelei und sagte zu ihnen: Warum versucht ihr mich? Bringt mir einen Denar, ich will ihn sehen. Man brachte ihm einen. Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten ihm: Des Kaisers. Da sagte Jesus zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört! Und sie waren sehr erstaunt über ihn. Mk 12,13-17

 

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Tagesimpuls für Freitag, 15.01.2021


Eine Menschenmenge

vor Ort,

im Haus und draußen

vor der Tür.

Er, Jesus, ist da

Bei den Suchenden

und bei den Gelehrten.

Ein Gelähmter, vier Träger.

Sie tragen ihn.


Das Bett, zugleich Tragbahre

Es ist kein durch kommen.

Not macht erfinderisch.

Konkret: aufs Dach steigen

abtragen was hindert.

Durch ein Loch abseilen,

ihm zu Füßen.

Jesus sieht ihren Glauben,

spricht das erlösende Wort:

„deine Sünden sind dir vergeben“.

 


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Das warnende Beispiel der Wüstengeneration Israels (Hebr 3,7-21)

Foto: Stephan Rist ©
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7 Darum beherzigt, was der Heilige Geist sagt:

Heute, wenn ihr seine Stimme hört, 8 verhärtet nicht eure Herzen wie beim Aufruhr am Tag der Versuchung in der Wüste!

9 Dort haben eure Väter mich versucht, sie haben mich auf die Probe gestellt und hatten doch meine Taten gesehen, 10 vierzig Jahre lang. Darum war mir diese Generation zuwider und ich sagte: Immer geht ihr Herz in die Irre. Sie erkannten meine Wege nicht.

11 Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht in das Land meiner Ruhe kommen.

12 Gebt Acht, Brüder und Schwestern, dass keiner von euch ein böses, ungläubiges Herz hat, dass keiner vom lebendigen Gott abfällt, 13 sondern ermahnt einander jeden Tag, solange es noch heißt: Heute, damit niemand von euch durch den Betrug der Sünde verhärtet wird; 14 denn an Christus haben wir nur Anteil, wenn wir bis zum Ende an der Zuversicht festhalten, die wir am Anfang hatten.


Was hat die Schwarzriesling-Traube vom Dietlinger Klepberg wohl mit der Tageslesung aus dem Brief an die Hebräer zu tun? Das mag sich mancher denken, der diesen Impuls zur Hand nimmt. Aber genauso rätselhaft wie das Bild ist der Text selbst. Was ist mit dem Aufruhr am Tag der Versuchung in der Wüste gemeint? Und welche Generation ist es, die dem Heiligen Geist zuwider war?

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Traue ich Jesus zu, dass er auch mich heilt?

Aus dem Markus-Evangelium 1,29-39

29 Sie verließen sogleich die Synagoge und gingen zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. 30 Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie 31 und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.

32 Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. 33 Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt 34 und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war.

35 In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. 36 Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, 37 und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. 38 Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen. 39 Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.

 

Wenn ich von den Heilungen Jesu lese finde ich das faszinierend für die betreffende Person, aber mir kommt auch die Frage, warum dies nicht heute geschehen kann.

 

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Dienstag, den 12.Januar 2021

Liebe Mitchristen,

am Anfang des Jahres, möchte ich Ihnen ein kleines Gebet ans Herz legen.

Es ist von Janusz Korczak. Herr Korczak stammt aus Polen und war jüdischen Glaubens. Berühmt wurde er als Kinderarzt und als sehr inspirierender Pädagoge. 1942 ging er mit den Kinder aus dem Waisenhaus, das er geleitet hat, in das Vernichtungslager Treblinka, wo sie alle getötet wurden.

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Es gibt ein Vorher und ein Nachher.

Es gibt ein Vorher und ein Nachher.
Die Angst geht mit und freut sich auf die Weite.
Ich muss da durch, doch die Felsen sind bedrückend,
die Weite lockt und ist mir zugleich fremd.
Stehen bleiben kann ich zwar, aber nicht für immer.
Das Leben geht weiter und ich will mit.
So fasse ich Mut und lasse meine Füße frei,
sie tragen mich durch die Enge in die Freiheit ohne Zwänge.

 

Josef Fodor

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„...ein bisschen Wasser allein tut’s nicht...“

 

„...ein bisschen Wasser allein tut’s nicht...“, meint schont der alte Luther zum Thema „Taufe“. Obwohl Wasser ja unser Lebenselixier ist. Ohne Wasser kein Leben. Ohne Wasser verdursten wir. Ohne Wasser wir bekommen es in den letzten Jahren schmerzlich zu spüren sterben unsere Wälder, verdorren unsere Pflanzen, wird unser blauer Planet zur tödlichen Wüste. Deswegen: in der Bibel steht Wasser oft genug für Gott selbst. Lebendiges Wasser. Lebensnotwendig für uns. Ohne seine Nähe, ohne seine Liebe, ohne sein „Da-sein-für-uns“ können wir nicht wirklich leben.

Trotzdem: „...ein bisschen Wasser allein tut’s nicht...“. Johannes in der Wüste weiß das. Das mit dem Wasser ist ja gut und schön. Es ist gut und wichtig und richtig immer wieder den Dreck und Schmutz abzuwaschen, einzutauchen und unterzutauchen und alle Lüge, allen Hass, all unser Scheitern und Versagen hinter uns zu lassen und ganz neu anzufangen. Brauchen wir alle. Dennoch: „Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.“ Schön und gut, wenn ich wieder sauber bin. Schön und gut, wenn ich Altes hinter mir lasse. Aber das allein reicht eben nicht. Geist muss her! Heiliger Geist! Begeisterung, Esprit, der Funke der überspringt! Das was in mir lebt mich antreibt, mich motiviert. Das was meine Augen funkeln lässt und mein Herz schneller schlagen. Das, was mir Unmögliches möglich scheinen lässt. Das was mir Mut macht Unglaubliches zu glauben und Unmachbares trotzdem zu versuchen. Nein, ein bisschen Wasser allein tut’s nicht. Wir brauche den Geist, die Begeisterung, den göttlichen Funken, den Heiligen Geist...

 

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Impuls zum 9. Januar 2021

Einer der schönsten Räume in Pforzheim ist für mich der Innenraum der Schlosskirche – besonders, wenn an einem klaren Wintertag das Licht der niedrig stehenden Sonne durch die farbigen Glasfenster fällt und Wände und Böden in ein buntes Farbenspiel hüllt.

Mir ist dieses Bild vor Augen, wenn ich den zweiten Vers der heutigen Tageslesung lese:

Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns und seine Liebe ist in uns vollendet. (1 Joh 4, 11-18)

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Zwischenbilanz

Dort wo meine Wurzeln sind, feiert man weniger den Geburtstag eines Menschen, sondern vermehrt den Namenstag. Warum dem so ist möchte ich dahingestellt sein lassen. Heute nun ehrt die Kirche den heiligen Severin. Mein Großvater hieß Severin. Somit wäre dies sein Tag. Er hat ihn nicht oft feiern dürfen. Er und vier seine Brüder sind jung an Jahren im Krieg getötet worden. Ein Denkmal in dem kleinen Dorf wo er herkam erinnert an ihn und die vielen brutalen Opfer einer Schreckensherrschaft. Es war mir nie geschenkt mit ihm sein Namenfest am Tag des heiligen Severin zu feiern. Ich bin überdies der Einzige aus seinem Stamm der den Familien-Namen Dederichs noch trägt.

Das Elternhaus meines Großvaters stand ganz nahe dort, wo heute der Erweiterungsbau der kleinen Dorfkirche steht, in der er und viele unserer Vorfahren getauft wurden. Lang, lang ist`s her. Der Anbau der alten kleinen Kirche fristet inzwischen auch ein Schattendasein, nicht erst seit Corona-Zeiten.

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Zurück in die Kiste?

Kaum hat das Neue Jahr angefangen, fallen mir bei einem Spaziergang zwischen den Häusern die ersten ausgemusterten Christbäume in den Hofeinfahrten auf.

Aha – Zeit zum Aufräumen denke ich: weg mit den Christbaumkugeln, den vielen Kerzen, all den Sternen, der Krippe: alles zurück in die Weihnachtskiste.

So schnell geht das bei mir nicht, so direkt nach Dreikönig. Gerade gestern haben wir von den Weisen gehört, die dem Stern gefolgt sind, nicht wissend, wo sie ankommen, wen sie finden. „Als sie den Stern sahen, wurden sie von großer Freude erfüllt“ schreibt Matthäus im 2. Kapitel seines Evangeliums. Sie wurden von großer Freude erfüllt, weil dieser Stern sie zu dem geführt hat, von dem alle Freude und alle Hoffnung ausgeht: Jesus – Gottes Sohn – Mensch geworden als kleines Kind im Stall – Immanuel: Gott mit uns. Und auch heute hören wir von Matthäus ein weiteres Mal: Das Volk, das im Dunkeln lebte, hat ein helles Licht gesehen; (Mt 4, 16a).

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Tagesimpuls am 06. Januar 2021

Drei Gestalten stehen am heutigen Tag im Mittelpunkt. Die Bibel nennt sie „Sterndeuter“. Die christliche Tradition bezeichnet sie als „Könige“ oder „Weise aus dem Morgenland“. Was diese drei auszeichnet, lässt sich in drei Worten beschreiben: Gehen, aufbrechen, suchen. Das haben sie miteinander gemeinsam. Und so gehen sie einem gemeinsamen Ziel entgegen. Sie sind leidenschaftliche Sucher. Sie suchen den Himmel ab und erforschen die Sterne, um aus ihnen den Lauf der Weltgeschichte abzulesen. Deshalb heißen sie auch „Sterndeuter“. Eines Tages gibt ihnen eine Sternenkonstellation ein geheimnisvolles Zeichen. Nach den Regeln der Kunst kann sie so gedeutet werden: „Der König der kommenden Welt wird in Bethlehem in Judäa geboren!

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„Sende Arbeiter in die Ernte, Herr!“

Tagesevangelium Matthäus 9,35-10,1.6-8

In jener Zeit zog Jesus durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden. Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.

Jesus hatte Mitleid, das Leiden der damaligen Menschen ließ ihn nicht gleichgültig!

 

  • Habe auch ich ein einfühlsames Herz für die Not meiner Mitmenschen?

  • Wer ist in meiner Umgebung auf sich allein gestellt, unversorgt oder schutzlos?

  • Sehe ich die Not anderer - besonders in unserer aktuellen Lage?

 

 

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Johannnes 1, 35-42)

Der Täufer muss eine beeindruckende Persönlichkeit gewesen sein. Immerhin strömen die Menschen in Scharen in die Wüste, um ihn zu sehen, zu hören und sich taufen zu lassen.

Dabei war er alles andere als ein sanfter Schmeichler, der den Menschen nach dem Mund geredet hätte – eher im Gegenteil. Und er hat im Lauf der Zeit einen Kreis von Anhängern, Schülern und Jüngern um sich geschart.

Jetzt ist der Punkt gekommen, wo er sie auf Jesus hinweist und sie gehen lässt: „Seht, das Lamm Gottes.“ Er stellt sich in den Hintergrund, zeigt, wer oder was wichtig ist im Leben.

So sollten auch Seelsorger und Seelsorgerinnen handeln.

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...darum höre ich nicht auf, für euch zu danken..

Also ich kann ja über den heiligen Apostel Paulus sagen, was ich will. Dass er mir manchmal nur schwer verständlich ist. Dass er seinen Gemeinden damals ganz schön komplizierte Theologie zugemutet hat. Dass das, was er ab und zu so über die Frauen sagt, reichlich nach Macho klingt und nach reichlich antiquierten (was denn sonst?!) Rollenverständnis... Aber das fasziniert mich. Das finde ich absolut klasse: „Darum höre ich nicht auf, für euch zu danken...“ Das steht in seinen Briefen immer ziemlich am Anfang. Es hört sich für mich echt und ehrlich an. Das war ihm ernst und anscheinend ganz wichtig gleich mal zu Anfang zu sagen. Klare Ansage vor allem andern. Noch vor jeder Verkündigung, noch vor jeder Predigt, vor jeder Ermahnung: Ich bin dankbar für euch! Es ist toll, dass es euch gibt. Ich habe von Eurem Glauben gehört und dass euer Herz von Liebe überfließt und wie ihr füreinander da seid und für andere, die euch brauchen. Das ist super. Das tut mir gut! Das macht mir Mut! Danke!

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2021 weniger Torte?

„Ich bin ein Nichts. Ein wertloses Stück Dreck. Ein Abfallkübel, bis über den Rand angefüllt mit schlechten Gedanken, schlechten Gefühlen und schlechten Träumen. (…) Obendrein bin ich unansehnlich. Unschön. Ungustiös. Und dick.“ So beschreibt sich eine Patientin von Sigmund Freud in dem Roman von Robert Seethaler „Der Trafikant“.

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Neujahr

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Der rechte Glauben (1 Joh 2,18-21)

Impuls zur Lesung am 31. Dezember 2020 Hl. Silvester I (Jahreskreis I)

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„Prophetin Hanna“

Evangelium nach Lukas Kapitel 2, 36-40

36 Damals lebte auch Hanna, eine Prophetin, eine Tochter Penuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; 37 nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. 38 Zu derselben Stunde trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. 39 Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazareth zurück. 40 Das Kind wuchs heran und wurde stark, erfüllt mit Weisheit und Gottes Gnade ruhte auf ihm.

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