Gebetsvorschläge und Geistliche Impulse

Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Epidemie, finden Sie hier Texte und Betrachtungen, mit denen Sie zuhause ins Gespräch mit Gott kommen können.



BUNTES LICHT

Tagesimpuls (FR, 10.07.20) von Margarete Hosbach

Gerade noch Gewitter, Platzregen und dann: die Sonne schiebt sich durch die Wolkendecke und malt einen leuchtenden Regenbogen an den Himmel. Was für ein Augenblick! Auf Hofeinfahrten, Gehwegen, manchmal über die ganze Straße mit Kreide gemalt oder als Bild ins Küchenfenster gehängt: bunte Regenbogen in allen Varianten. In der Zeit der Kontaktbeschränkungen habe ich mich immer über diese Kunstwerke gefreut. Ein kurzer Gruß von drinnen nach draußen, ein Mutmacher, ein Hoffnungs- und Freundschaftszeichen, ein „Sei- nicht-traurig“, wenn wir uns gerade nicht sehen können, wir sind trotzdem miteinander verbunden.


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„Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.“ (Mt 10,7)

Tagesimpuls (Do, 09.07.20) von Kaplan thomas striker

Mit diesen Worten beginnt das heutige Tagesevangelium. Jesus gibt den Jüngern eine Anweisung zur Mission. Und diese Anweisung gilt auch für uns heute. Im Grunde ist Mission ein Kerngeschäft von Kirche, das es immer wieder neu zu entdecken gilt. Es lässt sich zusammenfassen in den beiden Worten „gehen“ und „verkünden“. Darin spielt sich Mission ab.

 

Als Christen haben wir ständig unterwegs zu sein, also draußen in der Welt, im Alltag unseren Glauben zu leben und zu verkünden. Verkündigung des Glaubens geschieht letztlich nicht, ohne dass wir auf den Beinen sind und den Menschen das nahe bringen, was uns wichtig ist: die Botschaft Jesu. Sie will den Menschen Licht und Orientierung im Leben schenken. Und daher gilt es sie stets von neuem in die Welt hinauszutragen.

 

Christstein geschieht nicht drinnen, im stillen Kämmerlein! Die Worte Jesu rufen uns auf, hinauszugehen; aus unserem „Schneckenhaus“, in das wir uns oft gerne verkriechen, auszubrechen und unseren Glauben anderen nahe zu bringen und mit ihnen zu teilen. So geschieht Christsein draußen, bei den Menschen, die um uns herum sind.

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Zeit, den Herrn zu suchen

Impuls am Mittwoch, 8. Juli von Anita ketterl

In der heutigen Tageslesung sagt der Prophet Hosea:

"Es ist Zeit, den Herr zu suchen. Dann wird er kommen und euch

mit Heil überschütten."

Hos 10,12

Gott zu spüren oder zu erahnen ist eine Sehnsucht vieler Menschen - auch meine.

Dem heiligen Ignatius von Loyola haben wir eine wichtige Idee der christlichen Lebensweise zu verdanken: Gott ist nicht auf bestimmte Orte oder Menschen beschränkt. Gott, der Schöpfer der Welt, lässt sich "in allen Dingen" suchen und finden.

Da "überall" keine sehr präzise Angabe ist, möchte ich mit Ihnen ein paar Momente teilen, von denen ich glaube: Hier war Gottes Geist spürbar - vielleicht anders, als ich mir das vorgestellt habe:


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„Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!“ (Mt 9,38)

IMPULS VON ilona sgrÓ

Die Hirtenlosigkeit der Menschen damals, die im Tagesevangelium Mt 9,32-39 als Beweggrund für Jesu tieffühlendes Mitleiden genannt wird, ist ein sehr konkretes Bild, das auch unsere heutige Zeit kennzeichnet.

 

Jesu Erbarmen bezog sich dabei auf die Unwissenheit der Menschen, dass sie niemanden mehr hatten, der sie führte und ihnen die Wahrheit verkündete. Sie wussten nicht mehr, was der Sinn des Lebens ist, warum sie leben und wo es hingeht.

 

Geht es nicht auch vielen Menschen heute so? Suchen nicht immer mehr Menschen gerade in diesen Krisenzeiten auf unserer Welt nach Halt und Orientierung und sind auf der religiösen Suche bzw. auf der Suche nach Wahrheit und dem letzten Sinn von allem?

 

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Gott umwirbt mich!

Hosea 2, 16-22, IMPULS VON MARKUS SCHÜTZ

16 Darum will ich selbst sie verlocken. / Ich werde sie in die Wüste gehen lassen / und ihr zu Herzen reden. 17 Von dort aus werde ich ihr ihre Weinberge wiedergeben. / Das Achor-Tal werde ich für sie zum Tor der Hoffnung machen. Dort wird sie mir antworten / wie in den Tagen ihrer Jugend, / wie am Tag, als sie aus dem Land Ägypten heraufzog. 18 An jenem Tag - Spruch des HERRN - / wirst du zu mir sagen: Mein Mann! / Und du wirst nicht mehr zu mir sagen: Mein Baal. 19 Ich werde die Namen der Baale in ihrem Mund beseitigen, / sodass niemand mehr ihre Namen anruft. 20 Ich schließe zu ihren Gunsten an jenem Tag einen Bund / mit den Tieren des Feldes und den Vögeln des Himmels / und den Kriechtieren des Erdbodens. Bogen, Schwert und Krieg werde ich zerbrechen / und aus dem Land verbannen / und sie in Sicherheit schlafen lassen. 21 Ich verlobe dich mir auf ewig; / ich verlobe dich mir um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, / von Liebe und Erbarmen, 22 ich verlobe dich mir / um den Brautpreis der Treue: / Dann wirst du den HERRN erkennen.

Ich bin begeistert und fasziniert, dass Gott sein Volk so liebt, dass er um es wie um eine Braut wirbt!

 

 

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Impuls zu Mt 11,25-30 / Sach 8,9f

am 14. Sonntag im Jahreskreis A 05.07.2020

„Warum ist nur immer alles so furchtbar kompliziert“, seufzen nicht nur Schülerinnen und Schüler vor einer schwierigen Mathearbeit. Anderen geht es ähnlich. Oder noch viel schlimmer. Ich denke an jene, die eine schwere Diagnose bekommen haben. Unterschiedliche ärztliche Meinungen vielleicht. Entscheidungen müssen getroffen werden. Ältere Menschen, die Unterstützung, vielleicht Pflege brauchen und mit unserer überfrachteten Bürokratie überfordert sind. Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen, bei uns Schutz, Heimat, Arbeit einen neuen Anfang suchen und zwischen Zuständigkeiten und komplizierten Formularen unterzugehen drohen.

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„Das Leben kann Spuren von Müssen enthalten“

Impuls für Samstag, 4. Juli von tobias Gfell

Jetzt machen wir unser eigenes Ding – sagte Thomas Jefferson, schrieb es auf und da waren sie nun, die Vereinigten Staaten von Amerika, die immer am 4. Juli ihrer Unabhängigkeit von Großbritannien gedenken und munter picknicken oder andere Feiertraditionen pflegen. Gerne hätte Jefferson bei dieser Gelegenheit 1776 auch die Sklaverei verurteilt, aber da der Kontinental-kongress auch die Zustimmung der sklaven-haltenden Kolonien zu dieser Erklärung finden sollte, strich man diesen Passus wieder aus der Unabhängigkeitserklärung, die so beginnt:

„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, daß alle Menschen gleich erschaffen worden, daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freyheit und das Bestreben nach Glückseligkeit.“

 

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Gedanken zu Joh 20,24-31

Impuls für Freitag, 03.07. von Pfarrer Dederichs

Tot ist tot. Leichtgläubig macht der Wunsch die Menschen. So spricht der kritische Mensch zu jeder Zeit. So denkt Thomas, der Jünger Jesu. „Ich werde es nicht glauben…“, sagt er, als ihn die Botschaft das Jesus lebt durch die anderen Jünger erreicht. „Ich werde es nicht glauben ehe ich es selbst gesehen und betastet habe“. Am Abend im Kreis der Jünger, Thomas ist jetzt Anwesend. Jesus kommt, wiederum, wie acht Tage zuvor, trotz ver­schlossener Türen. Er spricht den Friedensgruß, der gilt allen, diesmal besonders dem Thomas. Jesus stillt das Verlangen von Thomas. Thomas darf hören, sehen und betasten. „Werde nicht ungläubig, sondern gläubig“

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Die Begegnung zwischen Maria und Elisabet (Lukas 1,39-56)

Impuls zum Evangelium am Fest Mariä Heimsuchung (2. Juli 2020)

In diesen Tagen machte sich Maria auf den Weg

und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.

Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Und es geschah, als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib.

Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt

und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.


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Ein frohes neues halbes Jahr!

Impuls am Mittwoch, 1. Juli - von anita ketterl

Der 1. Juli ist der 183. Tag des gregorianischen Kalenders in diesem Schaltjahr. Damit bleiben weitere 183 Tage bis zum Jahresende - das habe ich auf Wikipedia herausgefunden. Heute ist also der letzte Tag der ersten Jahreshälfte von 2020 - ein Jahr, das sich für alle anders entwickelt hat als gedacht. Es kommt mir vor, als wäre Silvester ewig her...

Morgen ist also so etwas wie ein Neujahr der zweiten Jahreshälfte. Natürlich wird sich das nicht so anfühlen wie am 1. Januar (sondern wärmer, ohne Raketen-Holzstäbe usw.).

Trotzdem ist es vielleicht eine gute Gelegenheit hier, mitten im Jahr, inne zu halten:

 

Wie erging es mir in den letzten Monaten?

Was habe ich in der Zeit über mich gelernt?

Was brauche ich jetzt, damit meine Seele zur Ruhe kommen kann? Was muss jetzt angegangen werden?


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Der Sturm auf dem See Matthaus 8, 23-27

Impuls von BARBARA ULMER zum Tagesevangelium, Dienstag, der 30. Juni 2020

Er stieg in das Boot und seine Jünger folgten ihm nach. Und siehe, es erhob sich auf dem See ein gewaltiger Sturm, sodass das Boot von den Wellen überflutet wurde. Jesus aber schlief. Da traten die Jünger zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Herr, rette uns, wir gehen zugrunde! Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein. Die Menschen aber staunten und sagten: Was für einer ist dieser, dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen?



Mit Jesus in einem Bot im Jahre „Corona“. Es schaukelt doch ganz gewaltig.: Wenn wir die Nachrichten ansehen, merken wir das der Sturm nicht mehr weit ist: Hunger in der Welt, Rassismus, Gewaltbereitschaft, Antisemitismus, Pandemie und die damit verbundene Angst um die Existenz, Kriege, Terror, ...


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Gutes im Herzen behalten

Impuls am MoNTAG 29.6. von Dr. Josef Fodor, Pastoralreferent

Zwei Freunde wanderten durch die Wüste. Während der Wanderung kam es zu einem Streit und der eine schlug dem anderen im Affekt ins Gesicht. Der Geschlagene war gekränkt. Ohne ein Wort zu sagen, kniete er nieder und schrieb folgende Worte in den Sand:
"Heute hat mich mein bester Freund ins Gesicht geschlagen."

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Impuls zu Mt 10,37-42

am 13. Sonntag A 28.06.2020

„Du bist würdig. Und wie.“ So endet der Impuls von Tobias Gfell zum Samstag. Und dann das: „…ist meiner nicht wert… ist meiner nicht wert… ist meiner nicht wert…“ Nein, nicht nur einmal. Würde ja reichen. Gleich dreimal hintereinander: „Ist meiner nicht wert…“ Ja, was jetzt: „Du bist würdig. Und wie.“ Oder: „…meiner nicht wert…“ Heftig. Dieser Jesus ist nicht pflegeleicht. Er fordert mich ganz schön heraus. Ist es ein „Hallo-aufwachen-Apell“, wenn ich mich zu sehr in meinem Glauben eingekuschelt habe? „Gott vergibt ja sowieso. Ich wenigstens gehe ja noch in die Kirche. Ich wenigstens bin ja noch gläubig. Ich wenigstens halte noch an dem fest, was mir schon als Kind beigebracht wurde…“ Ist das schon alles? Mehr nicht? Könnte schon was dran sein, denk ich mir, an diesem „Hallo-wach-Ruf“ Jesu.

 

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Nicht würdig, merk-würdig, hochwürdig

Zum 27. Juni 2020, Tobias Gfell

Thorsten feiert die Liturgie immer etwas anders als andere, hat er mir mal erzählt. Hier ein Wort weniger, dort ein Gedanke mehr. Die Antworten, die Gebete „des Volkes“ hat er nicht einfach so dahingesagt, sondern hinterfragt, überlegt, was sie in ihm auslösen.

 

So war der Herr nicht nur mit ihm, sondern auch ‚mit dir‘ und nicht „mit deinem Geiste“. Der Geist, den wir alle in der Taufe empfangen haben, macht keine Unterschiede.

 

Erhobenen Herzens erzählte er von dem Priester, der nicht sagte „Erhebet die Herzen“, worauf alle sagen „wir haben sie beim Herrn“, sondern „Wo habt ihr eure Herzen?“. Zum ersten Mal seit langem erlebte er das nicht als Floskel, während derer einer im Messbuch blättern konnte, um die nächste Floskel aufzuschlagen.

 

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Keine Berührungsängste

Jesus begegnet dem Aussätzigen (Matthäus 4, 1 – 4)

Letzte Woche im Stadtbus: Eine Frau bekommt plötzlich einen Hustenanfall. Erschrockene Blicke von den Leuten in Ihrer Nähe, alle gehen aus Angst vor Ansteckung reflexartig etwas mehr auf Abstand. Sie selbst schaut mit hochrotem Kopf um sich und stammelt vor sich hin: „Entschuldigung! Kein Corona, ist nur meine Allergie!“ Das Virus ist fies, weil es nicht sichtbar ist, nicht offensichtlich, nicht erkennbar und gerade darin liegt die Gefahr. Vorsicht ist angesagt.

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„Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.“ (Mt 7,24)

Impuls am donnerstag, 25. Juni von

Diese Worte Jesu hören wir im heutigen Tagesevangelium. Sie stehen am Ende der Bergpredigt. Darin legt Jesus umfassend das Gesetz Gottes aus. Seine Worte lehren uns, wie unser Leben vor Gott und den Menschen gelingen kann. Nun liegt es an uns, was wir daraus machen! Wer die Worte Jesu hört und sie befolgt, der hat sein Leben auf ein festes und zuverlässiges Fundament gebaut. Die Worte Jesu sind für uns Bausteine für ein gelingendes Leben. Doch worauf bauen wir wirklich in unserem täglichen Leben? Sind es die Worte Jesu, an denen wir uns messen, oder nicht doch andere Dinge, auf die wir uns fokussieren und nach denen wir uns gerne ausrichten? Was ist das Fundament unseres Lebens, was trägt und formt uns? Der oben genannte Vers aus dem heutigen Tagesevangelium lädt uns ein, mal darüber nachzudenken!

 

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Berufen und gerufen

Impuls am Mittwoch, 24. Juni von anita ketterl

"Der Herr hat mich schon im Mutterleib berufen; als ich noch im Schoß meiner Mutter war, hat er meinen Namen genannt."

aus der Tageslesung aus Jesaja 49

In der Bibel finden wir viele Berufungsgeschichten, beispielsweise die von Jesaja, Mose oder Jona zum Propheten, Simon und Andreas zu Jüngern, Maria zur Gottesmutter. Diese Geschichten erwecken den Anschein, dass es immer um eine bestimmte Aufgabe oder ein kirchliches Amt geht, wenn Gott einen Menschen beruft - quasi eine Stellenbeschreibung. Berufen zu sein bedeutet aber mehr als nur einen Auftrag zugewiesen zu bekommen.


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Der schmale Weg der Liebe – ein Weg auch für mich?!

Impuls von ILONA SGRÓ

Im heutigen Tagesevangelium (Mt 7,6.12-14) verbindet Jesus mit der „Goldenen Regel“ („Alles, was ihr also vom anderen erwartet, das tut auch ihnen!“ Mt 7,12) zwei Mahnungen:


Zum einen ruft Jesus - wie damals seine Jünger - auch uns heute dazu auf, das Heilige in unserem Leben besser zu schätzen und zu hüten. Doch was ist „das Heilige“?

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Warum zeigst du auf andere, wenn drei Finger auf dich selbst zeigen?

Impuls am Montag, 22.6.20 von markus schütz

Diese freie Übersetzung des heutigen Evangeliums aus der Bergpredigt, Mt 7,1-5 beschreibt sehr gut, das ich schnell auf andere zeige, ohne zu merken, was ich selbst nicht gut mache.

Mit dem Finger auf andere zeigen erhebt mich gleichzeitig über andere Menschen, fühle ich mich als etwas Besseres. Manche Menschen meinen sogar, der Menschheit oder Gott etwas Gutes zu tun, wenn sie andere erniedrigen und ausgrenzen.

Das Gegenteil ist aber der Fall:

  • Ich handle nicht aus der Liebe heraus.
  • Ich verletzte Menschen und grenze sie aus.
  • Ich erniedrige auch Gott, der mir im Anderen begegnen will.

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Matthäus 10,26-33

Darum fürchtet euch nicht vor ihnen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern! Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch eher vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann! Verkauft man nicht zwei Spatzen für einen Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.

Impuls zu Mt 10,26-33 am 12. Sonntag A 21.06.2020

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Lieben und Fressen?

Zum 20. Juni 2020, Tobias Gfell

Sie heißt Mila. Und sie tut, was Katzen so tun, kurz bevor die Menschen schlafen gehen oder mittendrin, wenn ich versuche, den Impuls für Samstag zu schreiben: sie fängt Mäuse. Nicht, dass in unserem Wohnzimmer diese frei herumlaufen würden. Sie fängt sich in der Regel eine Maus im Garten und bringt sie zum Spielen, zum Zeigen und irgendwann auch zum Fressen mit in die Wohnung.

Bei allem Verständnis für die Natur einer Katze: Gewöhnen kann ich mich nicht daran.


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Das Herz Jesu

Persönliches Statements von michael dederichs

Biographisch kenne ich die Herz-Jesu-Ver­ehrung aus den besonderen Got­tesdiensten am Herz-Jesu-Freitag, in denen ich ab meinem neunten Lebensjahr als Ministrant frühmorgens diente. Mit dabei in der Hauskapelle waren Schwestern aus dem Orden des Heiligen Franziskus, die Kinder- und Altenheim zu ihrer Lebensaufgabe gemacht hatten. Manchmal wurde ich auch ins Krankenhaus zum ministrieren einbestellt. Auch dieses Haus wurde von „Töchtern des Heiligen Franziskus“ geleitet. Der erste Freitag im Monat jedenfalls war bereits in meiner Kindheit aus dem Alltag herausgehoben. Bis heute erinnert mich der Freitag immer an die zentrale wie geheimnisvolle Botschaft unseres christlichen Glaubens: Gott ist leibhaftig Mensch geworden. Er ist nicht abstrakte Liebe geblieben, son­dern er hat in Jesus ein Herz aus Fleisch und Blut und mit diesem Freud und Leid bis hin zum Kreuz erlebt. Jesus war ein Mensch wie wir und gleichzeitig unendlich viel mehr. Das Herz Jesu ist für mich Symbol, mein Herz, mein Leben von Gott erfüllen zu las­sen, dabei fest im Hier und Jetzt zu stehen und gleichzeitig auf eine viel größere und weitere Wirklichkeit vertrauen zu dürfen.

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So sollt ihr beten (Matthäus 6,7-15)

Impuls zum Evangelium am Donnerstag der elften Woche im Jahreskreis II

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen.

Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet. So sollt ihr beten:

Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde.

Gib uns heute das Brot, das wir brauchen!

Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben!

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen!

Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben.

Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt,

dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.


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Impuls am Mittwoch, 17. Juni

von ANITA KETTERL

Im Tagesevangelium (Mk 6,1-6.16-18) geht es heute um die Frage, wie man seine Beziehung zu Gott angemessen gestaltet.

Dabei ist mir ein Halbsatz besonders aufgefallen - Jesus spricht dort von

Gott als

"Dein Vater, der auch das Verborgene sieht..."

 

Seit den biblischen Zeiten wurde unzähligen Menschen vom alles sehenden, alles kontrollierenden Gott erzählt. Mir selbst wurde das erspart - nur der Nikolaus mit seinem goldenen Buch hat mir etwas Bauchweh bereitet... Mit dem "Auge Gottes" verbinde ich daher folgendes:


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Zitate zum Tagesevangelium "Matthäus 5, 43-48"

IMPULS am 16. Juni 2020 von Barbara Ulmer

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.


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In welcher Zeit leben wir?

Impuls von  Josef Fodor am montag 15.06.2020

Liebe Schwestern und Brüder,

 

George Carlin, ein US-Schauspieler und Komiker verfasste anlässlich des Todes seiner Frau ein Gedicht mit dem Titel:

 

In welcher Zeit leben wir?

 

Es ist die Zeit des schnellen Essens und der schlechten Verdauung,

der großen Männer und der klein karierten Seelen.

 

Es ist die Zeit der Wegwerfwindeln und der Wegwerfmoral…

Es ist die Zeit der Pillen, die alles können:

sie erregen uns, sie beruhigen uns, sie töten uns.

 

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Impuls zu Ex 19,2-6a/Mt 9,36-10,8

von pfr. lichtenberger am 11. Sonntag im Jahreskreis A 14.06.2020

„Die Krankenhäuser sind überfüllt, es fehlt an Medikamenten und an Sauerstoff… Alle Unternehmen sind geschlossen. Es gibt keine Arbeit, die Menschen hungern und müssen sich der Ansteckungsgefahr aussetzen. Deshalb wurden von Codehica und von der Pfarrei aus Tüten mit Lebensmitteln in vielen besonders armen Gebieten verteilt…. Die einzige Tätigkeit in der Pfarrei ist die Verteilung dieser Tüten. Ansonsten keinerlei Zusammenkünfte, keine Gottesdienste…“, schreibt P. José Manuel. Und Cristina, die uns noch vor knapp einem Jahr besucht hat: „In Acomayo ist die Krankenstation in Betrieb. Wie ich hörte, arbeitet P. Antonio am Empfang, wenn die Labortechnikerin nicht da ist…“ – So sieht es aus in Acomayo Ica in Peru, in der Partnergemeinde von Liebfrauen. Die Briefe haben uns in der letzten Woche erreicht. Erschütternd. Peru wird im Moment sehr heftig vom Corona Virus heimgesucht. Dazu kommt noch das Dengue-Fieber. Die Ärmsten der Armen trifft es wieder mal besonders hart. Kein funktionierendes Gesundheitssystem. Keine Kurzarbeit mit entsprechender Vergütung. Kein Arbeitslosengeld. Wer nicht arbeiten kann muss hungern, wenn es ganz schlimm kommt verhungern.

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Ein Heiliger für heute - Antonius

Impuls von Schuldekan Georg Hauser

Seine Statue fehlt in fast keiner Kirche, er gehört zu den beliebtesten Heiligen – und auch hier in Pforzheim trägt eine Kirche seinen Namen: Der Franziskaner Antonius von Padua. Der 13. Juni ist sein Gedenktag.

Unter allen Heiligen ist Antonius ein ganz besonderer, ein ganz sympathischer und ein ganz aktueller Heiliger: Er ist Patron derer, die etwas verloren haben und auf der Suche sind...

Damit steht er uns ganz nahe: Wir haben alle schon einmal etwas Wichtiges verloren oder haben uns selbst verloren gefühlt, waren verzweifelt auf der Suche und es fehlte die Idee, wo die Erfüllung unserer Sehnsucht verborgen sein könnte. Dieses Gefühl von Panik, das nach vergeblichem Suchen langsam in einem hochsteigt, ist nichts, an das wir uns gerne erinnern.


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Überraschend ANDERS

Impuls am FreiTAG (12.06.2020) von Gemeindereferentin Margarete Hosbach


Mit Leidenschaft und Eifer hat der Prophet Elija für seinen Gott gekämpft. Alle seine Kräfte hat er aufgeboten, um das Volk daran zu hindern, von Gott abzufallen und sich anderen Göttern zuzuwenden. Nun ist er am Ende, er fühlt sich allein, verlassen von seinen Mitmenschen und sogar von Gott. Sein Tun erscheint ihm zwecklos und sinnlos. Eine depressive Welle erfasst ihn. Er mag nicht mehr. Er kann nicht mehr. Und er flieht weit weg bis zum Gottesberg Horeb.


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Zum Hochfest Fronleichnam

Impuls am DoNNERSTAG (11.06.2020) von Kaplan Thomas Stricker

Heute feiern wir Fronleichnam. Es ist das Fest des „heiligsten Leibes und Blutes Christi“. So stehen die eucharistischen Gestalten von Brot und Wein heute besonders im Mittelpunkt. In der kleinen, anspruchslosen Hostie begegnet uns Jesus als „das Brot des Lebens“. In dieser sichtbaren Brot-Gestalt scheint den Augen der Glaubenden auf, wer und wie Gott ist. In und durch Jesus Christus ist Gott für uns Menschen lebensspendend wie das Brot und Grund zur festlichen Freude wie der Wein. Brot und Wein werden auf dem Altar zu Leib und Blut Christi. Das wollen sie aber nicht für sich bleiben! Leib und Blut Christi werden für uns zur wahren Speise und zum wahren Trank, die uns zum Leben gereichen. Doch nicht nur in diesen kleinen Stücken von Brot und Wein allein will Gott gegenwärtig sein, sondern alles, was es gibt, soll immer mehr zum Zeichen, zur Verheißung und zum Ort seiner Gegenwart werden. Die Verwandlung von Brot und Wein zu Leib und Blut Christi auf dem Altar ist im Grunde nur ein Anfang. Die Verwandlung soll noch weitergehen! Alle Christen, die ganze Kirche und die ganze Welt sollen sich wandeln, auf dass – wie es bei Paulus heißt – Gott alles in allem sei (vgl. 1 Kor 15,28).

 

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Salz der Erde-Licht der Welt! (Mt 5,13-16)

Tagesimpuls für Dienstag, 9.6. 2020.

Jesus verwendet diese beiden ausdrucks-starken Symbole, um uns zu zeigen, wozu wir als Christen in dieser Welt berufen sind. Er betont, dass wir schon Salz und Licht sind, denn durch die Taufe sind wir ja Jesus Christus einverleibt worden, der selbst das Licht der Welt ist und uns Leben in Fülle schenkt.

Aber sind wir wirklich wie Salz?

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Gewaltfreie Kommunikation

Impuls am Montag, 8. Juni 2020

Neulich las ich ein Zitat von Mahatma Gandhi, das mich nachdenken ließ:

„Der berechtigte moralische Schluss, der aus der Bombe als schlimmster Katastrophe gezogen werden muss, ist, dass sie ebenso wenig durch Bomben vernichtet werden kann, wie Gewalt durch Gegengewalt. Die Menschheit kann und darf aus dem Gewaltkreislauf nur durch Gewaltfreiheit aussteigen. Hass kann nur durch Liebe überwunden werde. Mit Hass zu antworten, führt nur zu einer Ausweitung und Vertiefung des Hasses.“

Jesus ruft in der Bergpredigt zu Vergebung und zu Liebe zu den Feinden auf.

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit Gewaltfreier Kommunikation. Eigentlich dachte ich immer, dass ich in meiner Sprache keine Gewalt anwende, aber diese Methode, die ein den 1960er Jahren von Marshall B. Rosenberg entwickelt wurde, hat mich eines Besseren gelehrt.

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Impuls zu Joh 3,16-18/Ex 34bff

am Dreifaltigkeitssonntag 07.06.2020, von PFARRER LICHTENBERGER

In einem Text von Marie-Luise Lanwald wird der Dreifaltige Gott mit einem Taschentuch verglichen. Das kann ich ausfalten und erst, wenn ich es wirklich ganz entfaltet habe, kann ich es brauchen. Gott faltet sich aus als Schöpfer der Welt, in Jesus seinem Sohn, in seinem guten, schöpferischen Geist. Er entfaltet sich in diese Welt hinein – ähnlich vielleicht wie ich ein Taschentuch entfalten kann…

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Ungemütliche Gemütlichkeit

Zum 6. Juni 2020, Tobias Gfell

Wer kennt es nicht, das Lied von Balu dem Bären im ‚Dschungelbuch‘? Darin die überzeugenden Zeilen: „Probier's mal mit Gemütlichkeit. Mit Ruhe und Gemütlichkeit vertreibst du deinen ganzen Sorgenkram. Und wenn du stets gemütlich bist und etwas appetitlich ist, dann nimm es dir egal woher es kam. Denn mit Gemütlichkeit kommt auch das Glück zu dir! Es kommt zu dir!“

Dem gestressten Mitteleuropäer, der ständig immer wieder vergisst, dass er seine Balance verliert wegen des Stresses, wegen der Ansprüche, wegen der Schwere des unbeherrschbaren Lebens, dem tut es gut, von Leichtigkeit zu singen und davon, dass in der Ruhe auch das Glück kommt. Es gehört zu unserer Entschleunigungsspiritualität – und das ist in vielen Situationen nichts Schlechtes - dass doch alles da liegt am Wegesrand, oft sogar gemütlich zu erreichen.

Ein Sehnsuchtslied.


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Freundschaft - vernetzt

Impuls zum 05. Juni 2020

Was Freundschaften angeht, waren die letzten Wochen nicht gerade einfach. Und manche Freundschaft wurde vermutlich ganz schön auf die Probe gestellt oder zumindest auf Eis gelegt. Wenn Beziehungen und Freundschaften nicht gepflegt werden, drohen sie zu verkümmern – heißt es zumindest immer.

So richtig engen Kontakt halten konnten wir in der Coronakrise dank Telefon und sozialen Medien wenigstens zur Familie und einigen „Best Friends“. Und die andern, die etwas losen Freundeskreise in Vereinen, beim Sport, in unseren Gemeinden, die zwar nicht so persönlich, aber dennoch wichtig sind, weil sie das Leben auf ihre je eigene Art bereichern? Sind sie inzwischen vertrocknet, eingeschlafen? Aus, vorbei?


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Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden

Impuls zum Evangelium am Donnerstag der neunten Woche im Jahreskreis II

In jener Zeit

ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin

und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?

Jesus antwortete:

Das erste ist: Höre, Israel,

der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.

Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben

mit ganzem Herzen und ganzer Seele,

mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.

Als zweites kommt hinzu:

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.

 

Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister!

Ganz richtig hast du gesagt:

Er allein ist der Herr,

und es gibt keinen anderen außer ihm,

und ihn mit ganzem Herzen,

ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben

und den Nächsten zu lieben wie sich selbst,

ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.

Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte,

und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes.

Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.



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Der Gott der Lebenden

Impuls am Mittwoch, 3. Juni von Anita Ketterl

Im Tagesevangelium (Mk 12,18-27) wird Jesus mit der Frage konfrontiert, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Er sagt:

"Er ist doch nicht ein Gott von Toten, sondern von  Lebenden."

Damit könnte er meinen: Gott will Leben und Lebendigkeit für seine Geschöpfe - Gott sucht die Beziehung zu uns und kann kein Interesse daran haben, dass der Tod uns ihm nimmt.

Die Hoffnung auf ein "ewiges Leben" bedeutet nicht unbedingt, dass das Leben einfach ewig weitergehen soll. Es geht vielleicht mehr darum, dass ein verstorbener Mensch nicht einfach ausgelöscht sein soll, sondern dass seine Identität, seine Lebensgeschichte, seine Einzigartigkeit bei Gott aufgehoben sind. Und noch mehr: Dass es durch Gott Trost, Versöhnung, Gerechtigkeit und zweite Chancen geben kann - gerade, wenn wir an Menschen wie George Floyd denken, die dem Leben ungerecht und brutal entrissen wurden.


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Die Frage nach der kaiserlichen Steuer Markus 12,13-17

Gedanken zum Tagesevangelium, Dienstag 2. Juni 2020

Einige Pharisäer und einige Anhänger des Herodes wurden zu Jesus geschickt, um ihn mit einer Frage in eine Falle zu locken. Sie kamen zu ihm und sagten: Meister, wir wissen, dass du die Wahrheit sagst und auf niemanden Rücksicht nimmst; denn du siehst nicht auf die Person, sondern lehrst wahrhaftig den Weg Gottes. Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? Sollen wir sie zahlen oder nicht zahlen? Er aber durchschaute ihre Heuchelei und sagte zu ihnen: Warum versucht ihr mich? Bringt mir einen Denar, ich will ihn sehen. Man brachte ihm einen. Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten ihm: Des Kaisers. Da sagte Jesus zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört! Und sie waren sehr erstaunt über ihn.

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Geisterfahrungen durch Achtsamkeit auf den Atem

Impuls für Pfingstmontag, 1. Juni 2020

In der Bibel sind Erfahrungen des Heiligen Geistes sehr unterschiedlich beschrieben, nicht nur wie Feuerszungen, sondern auch wie der Atem, der dem Menschen innewohnt und kommt und geht, ohne dass wir etwas dazu tun.

So möchte ich Sie zu einzelnen Achtsamkeitsübungen einladen, in denen wir unseren Atem wahrnehmen:

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Impuls zu Joh 20,19-23/Apg 2,1-11

an Pfingstsonntag 31.05.2020

Es geht also um Beatmung an Pfingsten: „Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!“ Beatmung. Da klingeln uns die Ohren. Darum geht es nun schon mindestens die letzten 10 Wochen. Beatmung kann lebensrettend sein, wenn jemand sich mit Corona infiziert hat. Beatmungsplätze können knapp werden, wenn sich zu viele infizieren. Zuerst in Italien, dann auch in Frankreich, Spanien, New York, zuletzt in Brasilien und Indien – und an vielen anderen Orten von denen wir es gar nicht so genau wissen – sind die Beatmungsplätze so rar geworden, dass Ärzte gezwungen waren die fatale Entscheidung zu treffen: „Jene können wir beatmen, jene nicht“. – Und die müssen dann sterben. Eine grausame, unmenschliche Situation. Beatmung kann lebensrettend sein…

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Ein Ausreißer

Impuls zum 30. Mai 2020

Das Ende des heutigen Tagestextes steht beim Evangelisten Johannes. Das ist der letzte Satz der Evangelien.

Es gibt aber noch vieles andere, was Jesus getan hat. Wenn man alles einzeln aufschreiben wollte, so könnte, wie ich glaube, die ganze Welt die dann geschriebenen Bücher nicht fassen. (Joh 21,25)

Da sind unerschöpflich viele Geschichten über die Anwesenheit Gottes in der Welt. Über Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Gerade das Pfingstfest öffnet den weiten und reichen Schatz des Lebens, in dem wir das Wirken des Geistes Gottes erahnen und erleben.

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Wer bist Du, Maria?

Impuls zum 29. Mai 2020

Immer noch sind wir im Mai – in der Tradition der katholischen Kirche auch als Marienmonat bezeichnet. Vielerorts sind die Marienaltäre in dieser Zeit mehr als sonst geschmückt. Wenn es keine Versammlungsbeschränkungen wegen Corona gibt, treffen sich Gläubige zum Rosenkranz und zu Maiandachten. Viele Menschen fühlen sich von Maria besonders verstanden, weil sie als Frau und Mutter alle Facetten des Lebens durchlebt hat, die auch wir heute kennen: Unsicherheit, Angst, Freude und Leid. Die vielen Kerzen, die gerade täglich beim Marienaltar entzündet werden, singen ein Lied davon.

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Alle sollen eins sein!

IMPULS ZUR TAGESLESUNG AM DONNERSTAG DER SIEBTEN OSTERWOCHE (28. MAI 2020)

Divide et impera, auf Deutsch: „Teile und (be)herrsche“, war eines der tragenden Prin- zipien des Römischen Reiches. Durch zahlreiche Kriegszüge hatte das Imperium Ro- manum ab dem dritten Jahrhundert vor Christus von Italien ausgehend seinen Macht- bereich auf den ganzen Mittelmeerraum ausgedehnt. Der römische Senat und später die römischen Kaiser hätten das Reich nie zusammenhalten können, wenn sich alle eroberten Völker gemeinsam gegen Rom erhoben hätten. Also zielte die römische Po- litik darauf ab, Zwietracht unter den beherrschten Völkern zu fördern. Zum einen gab es nur Bündnisse zwischen Rom und den einzelnen Provinzen; Bündnisse zwischen den Provinzen waren verboten. Zum anderen konnten die Völker durch Wohlverhalten ihren Status von Unterworfenen zu Verbündeten oder sogar Bundesgenossen bis hin zum Erwerb des römischen Bürgerrechts verbessern, was natürlich den Neid und das Misstrauen der weniger privilegierten Nachbarn gefördert hat.

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Impuls am Mittwoch, 27. Mai 2020

In Psalm 68 betet jemand so:

Ich sage zum Herrn: Du bist mein Herr;

mein ganzes Glück bist du allein.

Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Becher; du hältst mein Los in deinen Händen.

Ich preise den Herrn, der mich beraten hat. Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht.

Ich habe den Herrn beständig vor Augen.

Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.

Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele; auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.

Denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis;

du lässt deinen Frommen das Grab nicht schauen.

Du zeigst mir den Pfad zum Leben.

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