Berichte

Feier der Erstkommunion von fünf Kindern von St. Antonius - nachgeholt vom Jahr 2020 (10. April 2021)

Seit über einem Jahr waren die fünf Kinder auf den Empfang der ersten heiligen Kommunion durch den Gemeindereferenten Thomas Ruland auf diesen großen Tag vorbereitet. Eigentlich wollte man warten, bis die Corona-Pandemie vorüber sein würde. Da aber noch immer kein Ende absehbar ist, entschied man sich dafür, das Fest am Vorabend des Weißen Sonntags im Jahr 2021 zu feiern. Getrennt nach Familien und den geltenden Hygieneregeln entsprechend setzte man sich in die vorderen Kirchenbänke.


Petrit Hamiti übernahm die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes, der von Pfarrer Michael Dederichs zelebriert wurde. Zu Beginn der Feier versammelten sich die Kinder um den Altar, entzündeten ihre Kerzen an der Osterkerze und erneuerten das Taufversprechen, das einst ihre Eltern und Paten stellvertretend für sie gegeben hatten. Kyrie-Rufe, Fürbitten und ein Dankgebet wurden – unterstützt von Herrn Ruland – durch die Kinder gesprochen, die Lesung von einem der Väter vorgetragen.

Auch Pfarrer Dederichs hatte eine Erstkommunionkerze, anhand derer er in der Predigt beschrieb, dass eine solche Kerze ihn sein ganzes Leben hindurch begleitet habe, von der Taufe über die Erstkommunion, die Firmung bis hin zur Priesterweihe. Dann nahm er Bezug zum Evangeliums-Text nach Lukas (Lk 24, 13-35), in dem die Emmaus-Geschichte als Erfahrung zweier Jünger mit dem auferstandenen Jesus erzählt wird. Und sie sagten zueinander, als sie ihn am Brechen des Brotes erkannt hatten: „Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete?“ „Wofür brennen wir?“ fragte der Prediger.

Zum ‚Vater unser‘ versammelten sich die Kinder erneut um den Altar, und hier empfingen sie zum ersten Mal die heilige Kommunion.

Vor dem Schlusssegen dankte Pfarrer Dederichs allen, die diesen Festtag ermöglicht hatten, vor allem Herrn Ruland für die Vorbereitung der Kinder und wünschte den Familien einen Festtag, wie er unter Corona-Bedingungen möglich ist. Er jedenfalls würde diese Erstkommunionfeier ganz bestimmt in Erinnerung behalten!

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner

 


Ostersonntag (04.04.2021)

Der Ostersonntag ist gewissermaßen der Sonntag schlechthin, weil an ihm in besonderer Weise die Auferstehung Jesu gefeiert wird. Die Feier des Ostersonntags schließt auch das österliche Triduum ab. Das Feiern und die österliche Freude zeigen sich aber auch an den kommenden Sonntagen der Osterzeit: In der Kirche brennt die Osterkerze, die in der Osternacht entzündet wurde. Sie soll die Gegenwart des Auferstandenen bewusst machen. Vor dem Evangelium findet sich außerdem das „Halleluja“.


Immer wird die Liturgie des Ostersonntags mit größter Feierlichkeit begangen, auch während der Corona-Epidemie, soweit es die notwendigen Einschränkungen erlauben. Zelebrant in St. Antonius war Pater Maria Arokiadoss (SdC). Seine Predigt entwickelte er vom Evangelium des Ostersonntags her. Es berichtet von der Entdeckung des leeren Grabes und der Begegnung Marias von Magdala mit dem auferstandenen Christus (Joh 20,1-18). „Das eigentliche Ostergeschehen ist das Erlebnis einer Beziehung. Maria wird angesprochen. Es ereignet sich etwas zwischen ihr, der Apostolin, und dem unbekannten Gärtner. Da ist sie getroffen und berührt. Die Stummheit des Todes verwandelt sich in die Lebendigkeit des Gesprächs und der Beziehung. Dort ist Leben. Da wird uns der Osterglaube geschenkt.“

Mitglieder des Kirchenchors sangen unter Leitung von Gwendolyn Phear Osterlieder. Petrit Hamiti spielte dabei die Orgel. Zwei Oboist/innen (Nigel Anthony Benbow Treherne und Rinko Sasaoki) – an der Orgel begleitet von Gwendolyn Phear - bereicherten außerdem den Festgottesdienst mit ihrer Musik.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner

 

 


Osternacht (03.04.2021)

„Die Osternacht, in der Christus auferstanden ist, gilt als ‚Mutter aller Vigilien‘. In ihr erwartet die Kirche - nächtlich Wache haltend - die Auferstehung des Herrn und feiert sie in heiligen Zeichen.“


Dem entspricht der Aufbau der durch vier Teile geprägten Feier der Osternacht: Am Beginn dieser Vigil, also der Nachtwache, wird die brennende Osterkerze, in der Christus als das Licht („Lumen Christi“) angekündigt wird, in einer Prozession in die dunkle Kirche getragen. An ihr entzündet die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde ihre Kerzen, in deren Schein sie die Heilstaten Gottes in den Lesungen hört und sich in Gesang und Gebet zu eigen macht.

Im Exsultet, dem großen Danklied für das Licht der Osterkerze, das den Lesungen vorausgeht, heißt es, dass Jesus Christus das in seiner Auferstehung neu aufstrahlende Licht ist, der neue Morgenstern. Dort wird davon gesungen, dass die Gemeinde mit ihm, ihrem Herrn, gemeinsam aus Knechtschaft und Sklaverei in die Freiheit, vom Tod ins Leben, von der Nacht in den Tag, von der Finsternis ins Licht zieht.

Nach der sich anschließenden Predigt empfängt sie durch die Taufe neue Mitglieder, erneuert ihr eigenes Taufversprechen im Glaubensbekenntnis und betet Fürbitten.

Dieses mündet schließlich ein in die Mitte der Feier des Pascha-Mysteriums, in die Eucharistie.

Die vier Teile - Lichtfeier, Liturgie des Wortes, Tauffeier und Eucharistie - folgen so, aufeinander aufbauend, nacheinander. Sie markieren zugleich einen großen Spannungsbogen: von der Dunkelheit zum Licht, vom Tod zum Leben. In dieser Weise feiert die Kirche in der Liturgie der Osternacht Tod und Auferstehung Jesu Christi und verkündet seine Wiederkunft.

Mit dem feierlichen Ostersegen werden auch mitgebrachte Ostereier und Speisen gesegnet.

Pfarrer Michael Dederichs war Zelebrant, Prediger und konnte ein Kind taufen und so in die Gemeinde St. Antonius aufnehmen; Lektoren wirkten mit; Mitglieder der Schola mit ihrem Leiter Gerhard Grimm und dem Organisten Petrit Hamiti gestalteten die Liturgie musikalisch. Sie sangen unter anderem „Allein Gott in der Höh sei Ehr“(GL 170), das österliche Halleluja (GL 175, 2), „Das ist der Tag“ (GL 329) und „Gelobt sei Gott im höchsten Thron“ (GL 328).

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner

 


Karfreitag (02.04.2021)

An die Kreuzigung und den Tod Jesu erinnern Kirche und Gläubige am Karfreitag: Um 15 Uhr – zur Sterbestunde Jesu – kommen sie zur Karfreitagsliturgie zusammen, um des Leidens und Sterbens Jesu zu gedenken – in einer Feier, die sich völlig von anderen Gottesdiensten unterscheidet:


Geistliche und Messdiener legen sich zu Anfang auf den Boden bzw. verneigen sich tief. Nach der Lesung der Passionsgeschichte und einer Predigt folgt eine weitere Besonderheit: die Großen Fürbitten. In zehn Fürbitten für die ganze Kirche, die christlichen Konfessionen, nicht-christlichen Religionen, Atheisten sowie für die gesamte Welt bringen die Gläubigen ihre Anliegen vor Gott – allerdings ausführlicher als in den üblichen Gottesdiensten. Jede Fürbitte besteht aus drei Teilen: Zunächst wird die Gemeinde eingeladen, in einem bestimmten Anliegen zu beten: „Lasset uns beten…“ Es folgt Stille, die eigentliche Zeit des Betens. Nach der Stille folgt der dritte und letzte Teil der jeweiligen Fürbitte: Der Priester fasst das stille Gebet der Gläubigen zusammen. In einer Schlussoration bringt er es vor Gott: „Allmächtiger, ewiger Gott,…“

Es folgt die Kreuzverehrung: Ein mit einem violetten Fastentuch bedecktes Kreuz wird enthüllt und durch Kniebeugen der Gläubigen verehrt. „Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen“, ruft der Priester dreimal. Die Gläubigen antworten: „Kommt, lasset uns anbeten!“ Durch das Knien und die Kniebeugen huldigen Priester und Gemeinde Jesus Christus als König und Sieger, der durch seinen Tod am Kreuz der Welt das Leben bringt.

Es gibt keine Eucharistiefeier. Die Gläubigen beten das Vaterunser und empfangen die heilige Kommunion, zu der die konsekrierten Hostien vom Gründonnerstag geholt werden.

Die Karfreitagsliturgie endet mit einem Segensgebet ohne Kreuzzeichen – schließlich ist sie nur ein Teil, denn „die heiligen drei Tage sind in Wirklichkeit nur ein einziger Tag – und ein einziger Gottesdienst („Triduum Paschale“).

Das Kreuz bleibt zur weiteren Verehrung in der Kirche aufgestellt.

Pater Maria Arokiadoss (SdC) war Zelebrant der Karfreitagsliturgie in St. Antonius. Gwendolyn Phear (Sopran), Franziska Pflüger (Alt) und Petrit Hamiti (Tenor) gestalteten durch eine Reihe von Liedern aus dem Gotteslob die Liturgie musikalisch (a capella) mit. Darunter war selbstverständlich „O Haupt voll Blut und Wunden“ (GL 289) von Paul Gerhardt (1607-1676). Etwas ganz Besonderes an diesem Karfreitag war das „Stabat mater“ von Giovanni Battista Pergolesi (1710-1736). Es ist die berühmte Vertonung des Textes: „Stabat mater dolorosa, juxta crucem lacrimosa, dum pendebat filius.“ Die Musik drückt in betörend schöner Weise aus, was der Text beschreibt, nämlich „die tränenreiche Mutter, die voll Kummer unterm Kreuz steht, während ihr Sohn dort hängt“.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner

 


Gründonnerstag (01.04.2021)

Bei diesem Mahl am Abend vor seiner Kreuzigung brach und reichte Jesus seinen Jüngern Brot: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“. Ebenso gab er ihnen einen Kelch mit Wein: „Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden“. Sein Auftrag lautete: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (vgl. 1 Kor 11,24f). Mit dieser Handlung stiftete Jesus das gemeinsame Mahl als Zeichen seiner fortdauernden Gegenwart und eines neuen Bundes mit Gott. Die Eucharistiefeier wurde somit zur zentralen liturgischen Feier der Kirche, in der sie des Todes und der Auferstehung Jesu gedenkt und sein Opfer vergegenwärtigt.


Da die Feier der Eucharistie spezifischer Dienst des Priesters ist, gilt der Gründonnerstag zugleich als Tag der Einsetzung des Priestertums.

Bei der Wandlung wird der Stellenwert des Abends deutlich hervorgehoben. Zum einzigen Mal im Kirchenjahr werden die Worte im Hochgebet verändert: Dann heißt es „Denn in der Nacht, da er verraten wurde – das ist heute –, nahm er das Brot und sagte Dank…“ bzw. „Denn am Abend, an dem er ausgeliefert wurde und sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf – das ist heute –...“.

Der Gottesdienst beginnt feierlich, endet jedoch schlicht und in Stille: Zum Gloria spielt die Orgel, alle Kirchenglocken läuten und die Ministranten klingeln mit ihren Schellen. Danach verstummt die Orgel und die Messdiener benutzen nur noch Holzklappern. Auch die Glocken schweigen von diesem Zeitpunkt an bis zur Osternacht. Bei der 2. Lesung rückt die Eucharistie ins Zentrum: Sie berichtet vom letzten Abendmahl Jesu (1 Kor 11,23-26). Das Evangelium behandelt die Fußwaschung, die Jesus an seinen Jüngern vorgenommen hat (Joh 13,1-15). Neben der Eucharistie ist dies das zweite Vermächtnis Jesu am Gründonnerstag: Christen sollen einander sowie allen Menschen in tätiger Nächstenliebe dienen.

Am Ende des Gottesdienstes werden Blumen und Kerzen sowie das Altartuch aus dem Altarraum entfernt. Das symbolisiert Trauer und erinnert zugleich an die Überlieferung, nach der Jesus die Kleider vom Leib gerissen wurden.

Pfarrer Michael Dederichs und Pater Maria Desmond Uche (SdC) konzelebrierten in St. Antonius; Mitglieder der Schola unter Leitung von Gerhard Grimm und mit Petrit Hamiti gestalteten diese ganz besondere Eucharistiefeier durch eine ganze Reihe von Liedern musikalisch mit. Nicht fehlen durfte dabei „Beim letzten Abendmahle, die Nacht vor seinem Tod, nahm Jesus in dem Saale, Gott dankend, Wein und Brot. „Nehmt“, sprach er, „trinket, esset, das ist mein Fleisch, mein Blut, damit ihr nie vergesset, was meine Liebe tut!“ Dann ging er hin, zu sterben aus liebevollem Sinn, gab, Heil uns zu erwerben, sich selbst zum Opfer hin (GL 282).

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner

 


Palmsonntag in St. Antonius (28.03.2021)

Mit dem Palmsonntag begann bereits die zweite Karwoche in der Corona-Pandemie. Im Unterschied zur ersten finden jetzt allerdings Gottesdienste statt, bei denen Menschen eingeladen sind, diese mitzufeiern. Leider konnte keine Palmprozession vom Gemeindezentrum zur Kirche stattfinden und die Kirchenbesucher waren gebeten worden, in diesem Jahr ihre eigenen Palmsträuße mitzubringen und in den Händen zu halten.


Pfarrer Michael Dederichs war Zelebrant und Prediger. Wieder gestalteten Sängerinnen und Sänger aus dem Chor unter Leitung von Gwendolyn Phear, an der Orgel begleitet von Petrit Hamiti, den Gottesdienst musikalisch mit. Lektoren und der Priester trugen die Lesungstexte und die Passion vor; die Kantorin sang Psalmverse, unterbrochen von einem Kehrvers.

Wohl an keinem Tag im Kirchenjahr liegen Freud und Leid so nah beisammen wie am Palmsonntag. Beim triumphalen Einzug in Jerusalem wird Jesus gefeiert wie ein König. Der Evangelist Matthäus (21,7-11) beschreibt, wie die Jünger Jesus eine Eselin brachten und ihn daraufsetzten. „Sehr viele aus der Volksmenge aber breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg“, die Menschen, die ihm vorausgingen und die ihm folgten, riefen: „Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!“

Nach der Segnung der Zweige verkündet der Priester gemeinsam mit Lektoren erstmals in der Karwoche die Botschaft vom nahen Leiden und Sterben Jesu. „Die Freude, die wir beim Einzug Jesu in Jerusalem verspüren, schlägt um in Schmerz, wenn wir sehen, wie er zum Tode verurteilt und gekreuzigt wird“ (Papst Franziskus am 28.03.2021).

Nach dem Schlusssegen nehmen die Menschen ihre gesegneten Palmzweige mit nach Hause und stecken sie etwa hinter ein Kreuz oder an ein Heiligenbild – dies soll einen besonderen Schutz für das Haus und seine Bewohner bewirken.

 

Fotos: Helmut Jahn; Text: Karl-Heinz Renner

 

 


Verabschiedung von Herrn Peter Katzmarek in der St. Antoniuskirche am 5. Fastensonntag (21.03.2021)

Herr Peter Katzmarek versieht den Dienst als Mesner und Hausmeister in St. Antonius seit nahezu 10 Jahren. Als er am 01. September 2011 die Stelle antrat, hatte er bereits mehr als zwei Jahre hindurch als Stellvertreter von Herrn Kynast viel Erfahrung sammeln und sich in den neuen Beruf einarbeiten können. Zum 30. April dieses Jahres tritt er in den Ruhestand. Da er noch Urlaub hat, ist sein aktiver Einsatz bereits zu Ende!

Zur Verabschiedung bot sich der 5. Fastensonntag an, denn der Leiter der Kirchengemeinde Pforzheim, Pfarrer Georg Lichtenberger, war als Zelebrant angekündigt. Leider war in Corona-Zeiten an einen Stehempfang im Gemeindesaal allerdings gar nicht zu denken.


In den vergangenen 10 Jahren, seit dem Dienstantritt von Herrn Katzmarek, hat sich etliches verändert. Damals gab es noch viel mehr Katholiken in Pforzheim und drei investierte Pfarrer, den verstorbenen Pfarrer und Dekan Bernhard Ihle, Pfarrer Dr. Johannes Mette, der mittlerweile Pfarrer in Lahr ist und Pfarrer Georg Lichtenberger. Aus vier Seelsorgeeinheiten mit 6 Pfarrgemeinden und 4 Filialen entstand die große Kirchengemeinde Pforzheim. Pfarrer Lichtenberger ist heute unser Leitender Pfarrer. Obwohl es zwar noch weitere Priester gibt, hat aber die Anzahl der Gottesdienste zwangsläufig abgenommen. Da unsere Kirchengemeinde gegenüber den Vorgaben der Diözese inzwischen im Verhältnis zur Katholikenzahl zu viel Nutzfläche in ihren Gebäuden hat, wird es auch da in den kommenden Jahren Veränderungen geben.

Kurzum nicht mehr jede bisherige Vollzeitstelle kann auch in Zukunft eine Vollzeitstelle bleiben! Einen Teil der bisherigen Aufgaben von Herrn Katzmarek wird künftig Herr Schübilla übernehmen, der bisher als Mesner und Hausmeister hauptsächlich in St. Bernhard und in Heilige Familie in Dietlingen tätig ist. Für St. Antonius suchen wir Personen, die ausschließlich den Mesnerdienst übernehmen sollen (vergl. Pfarrbrief Nr. 4).

 

Als Sprecher des Gemeindeteams und im Namen der Gemeinde St. Antonius wandte sich am Ende des Gottesdienstes Karl-Heinz Renner an Herrn Katzmarek und dankte ihm ganz herzlich für seinen Einsatz und das solide Arbeiten, was ihn in den Jahren seiner beruflichen Tätigkeit auszeichnete. Er drängte sich nie in den Vordergrund, sondern blieb meist bescheiden im Hintergrund! „Einen engagierten, zuverlässigen, hilfsbereiten und fachlich ausgewiesenen Mitarbeiter - natürlich auch mit Ecken und Kanten und eigenem Kopf - verliert man nicht gerne. Wir sind dankbar, dass wir Sie 10 Jahre als Mesner und Hausmeister haben durften. Für Ihren - bestimmt aktiven -Ruhestand wünschen wir Ihnen den Segen Gottes!“ Pfarrer Georg Lichtenberger dankte für die Kirchengemeinde und schloss sich den guten Wünschen an. Als Abschiedsgeschenk überreichte er einen Essensgutschein - denn irgendwann werden auch die Restaurants wieder öffnen - damit Herr Katzmarek bei einem gemeinsamen Mittagessen mit seiner Frau die Zeit als Mesner und Hausmeister in St. Antonius gedanklich noch einmal Revue passieren lassen kann!

Text: Karl-Heinz Renner; Fotos: Helmut Jahn


4. Fastensonntag in St. Antonius – „Offener Nachmittag“ (14.03.2021)

Der vierte Fastensonntag trägt den lateinischen Namen „Laetare“, was „Freue dich“ bedeutet. Aus welchem Grund ist das so? Ganz einfach: Die Mitte der Fastenzeit ist überschritten, und Ostern kommt näher. Dieser Tag hat einen fröhlicheren Charakter als die vorangegangenen Fastentage und kündet von der Freude auf das kommende Osterfest.

Pater Arokiadoss war Zelebrant und Prediger. „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat (vgl. Joh 3,14–21)“, ist einer der Kernsätze des Tagesevangeliums.


Unter Leitung von Gerhard Grimm, der auch die Orgel spielte, gestalteten Mitglieder der Schola diese Eucharistiefeier mit. Zu Beginn sangen sie die ersten beiden Strophen des Liedes „Bekehre uns, vergib die Sünde, schenke, Herr, uns neu dein Erbarmen“ (GL 266). Das Ordinarium, also Kyrie, Credo, Sanctus und Agnus Dei, stammte aus der vierten Choralmesse (GL 117 ff), die speziell für die Fasten- und die Adventszeit vorgesehen ist. Während der Gabenbereitung und zur Kommunion erklang Orgelmusik und als Schlusslied sangen die Sängerinnen und Sänger stellvertretend für die Gemeinde „Aus Herzensgrund ruf ich zu dir“ (GL 780). Die dritte Strophe lautet: „Auf Gott, du meine Zuversicht, auf dich will ich vertrauen, vom Morgen bis die Nacht anbricht, auf deine Güte bauen. Denn du bist stets zur Gnad bereit, am Ende voll Barmherzigkeit lässt du dein Heil mich schauen.“

Nach dem für die Corona-Zeit recht gut besuchten Gottesdienst trafen sich Mitglieder des Gemeindeteams und weitere ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, um im Pfarrsaal die Vespertüten für die Gäste des „Offenen Nachmittags“ vorzubereiten. Nach 2020 war in diesem Jahr erneut kein Zusammensein möglich. Für viele Menschen wäre aber genau das der Höhepunkt der Woche, könnten sie doch mit Freundinnen und Freunden einen geselligen, kurzweiligen Nachmittag verbringen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Waren es früher immer zwischen 120 und 130 Gäste, die an den Sonntagnachmittagen in die Gemeindehäuser oder Pfarrsäle kamen, so pendelten sich die Zahlen im Corona-Winter auf maximal 70 Besucher/innen ein.

Für die Zeit zwischen 14.00 und 15.00 Uhr war die Möglichkeit gegeben, sich eine Tüte für Zuhause abzuholen. Bereits eine Stunde zuvor standen die Ersten vor der Tür und warteten. Um 15.00 Uhr waren gut 70 Tüten ausgegeben. Weitere 15 Tüten durften die Menschen mitnehmen, die bis zum Schluss geduldig in der Kälte gewartet hatten, denn vielleicht würde es für sie noch eine der Reservetüten geben. Man wusste ganz genau, dass es bei uns in Pforzheim-West immer genug für alle gab!

Wie im vergangenen Jahr bedankten sich viele und gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass man 2022 wieder als Gast, aber dann für ein paar Stunden in den Pfarrsaal kommen dürfe!

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Klagemauer in der Herz Jesu Kirche

KLAGEMAUER


In diesen Coronazeiten ist es besonders schwer, von unseren Verstorbenen Abschied zu nehmen. So viele Begegnungen und viele der Halt gebenden Rituale sind nicht möglich. Mit einer Klagemauer in der Herz Jesu-Kirche möchten wir bewusst ein Zeichen setzen, das Raum für Trauer sein soll.


An der Mauer finden sich Psalmtexte oder auch unbeschriebene Zettel. Wer möchte, darf in der Mauer eine Notiz, eine Bitte, einen Namen hinterlassen. An der Mauer gibt es auch eine Liste mit Ansprechpersonen, mit denen Sie ein Gespräch am Telefon oder in der Sakristei vereinbaren können.

 

 


Zeichen auf dem Weg auf Ostern zu ...

In der Fastenzeit, der österlichen Bußzeit, in der wir uns auf das Fest der Auferstehung Jesu vorbereiten, sind unterschiedliche Zeichen in unseren Kirchen zu sehen.

In manchen Kirchen werden Kreuze, Bilder und der Altar mit violetten Tüchern verhüllt. Es gab ja auch Zeiten, in denen das Kreuz als Sieges- und Triumphzeichen vorausgetragen wurde. Der mittelalterliche Brauch bezieht sich auch auf Joh 8,59, wo es heißt „Jesus verbarg sich vor ihnen“. Damit wird die Erfahrung aufgegriffen, die uns manchmal plagt: Es gibt Momente, Situationen, Augenblicke, in denen wir von Gott überhaupt nichts sehen, spüren, erfahren. Ich frage mich dann schon ab und zu mal: „Ist er über- haupt (noch) da? In meinem Leben? In unserer Welt? In unserer Gesellschaft?“ Situationen der Abwesenheit Gottes, die zu unserem Glauben gehören. Auch diese wollen auf dem Weg auf Ostern zu miteinander durchgestanden werden. Gerade in diesen Erfah- rungen wollen wir uns nicht allein lassen.

In anderen Kirchen scheint gerade das Gegenteil der Fall: Das Kreuz ist offensichtlich. Es liegt, vielleicht auf violetten Tüchern, auf den Altarstufen. Der Mittelgang führt als Weg auf die- ses Kreuz zu. Oft finden sich dann Stifte und Zettel in den Kirchen. In St. Elisabeth und Liebfrauen sind es in diesem Jahr Fußspuren. Aus dem Gemeindeteam kam die Idee, damit eine Verbindung mit dem aktuellen Hungertuch herzustellen, auf dem das Röntgenbild eines verletzten Fußes zu sehen ist. Mit allem was unseren Schritt schwer macht, mit Wegen, die wir im Moment nicht gehen können, aber auch mit allem, wofür wir – manchmal auch mit Risiko und den entsprechenden Konsequenzen – ein- und aufstehen, kom- men wir zum Kreuz Jesu. Es lädt uns ein, dort alles abzulegen, was uns weh tut, traurig macht, worunter wir leiden. In all dem sind wir von Jesus getragen, der selbst sein Kreuz tragen musste...

In vielen unserer Kirchen ist in dieser Zeit das aktuelle Hungertuch aus Chile zu sehen. Es passt auch deswegen besonders gut zu uns, weil es auf die Bibelstelle Bezug nimmt, die auch im Leitsatz unserer Kirchengemeinde vorkommt: „Du stellst unsere Füße auf weiten Raum....“ (Ps 31,9). Flyer und Meditationsheftchen sollen helfen, einen persönlichen Zugang zum Hungertuch zu finden. Sie laden dazu ein, auch einfach mal ab und zu einige Augenbli- cke in unseren offenen Kirchen vor dem Hungertuch zu verweilen. Bestimmt wird auch immer wieder in unseren Gottesdiensten auf dieses Hungertuch Bezug genommen.

 

In der Herz Jesu-Kirche werden Sie vielleicht über eine Mauer staunen. Dazu kam die Idee aus einem Treffen des Arbeitskreises Trauerpastoral in unserem Dekanat. Abschiednehmen und trauern ist in dieser Zeit oft gar nicht so richtig möglich. Wir können unsere Kranken und Sterbenden in Kliniken, Heimen und zu Hause nicht so besuchen und begleiten, wie wir dies von Herzen wollen. Auch bei den Trauerfeiern ist ja die Anzahl der Teilnehmenden begrenzt. Die „Mauer“ in der Herz Jesu-Kirche möchte daher Gelegenheit bieten, Trauer, Klage, Schmerz und Abschied einen Raum zu geben und vor Gott hin zu tragen.

Ich finde eine ziemlich große Vielfalt von unterschiedlichen Zeichen, die uns in dieser Zeit begleiten und uns stärken können. Hoffentlich ist auch ein Zeichen für Sie dabei. Herzlichen Dank allen aus den Gemeindeteams und aus dem Kreis der Hauptamtlichen in der Pastoral, die mithelfen, dass wir in unserem Glauben lebendig und mutig miteinander unterwegs sein können – und dass wir dann auch froh und befreit miteinander feiern dürfen, dass die Liebe Gottes in Jesus stärker ist als der Tod!

 

Herzliche Grüße Georg Lichtenberger, Pfarrer


Ökumenische Passionsandachten im Westen von Pforzheim – März 2021 „Texte aus dem Lukasevangelium“ (02.03.2021)

Die erste Andacht dieser Reihe am 03. März in der St. Antoniuskirche hatte zum Thema: „Der Fischzug des Petrus“. Sängerinnen und Sänger aus dem Chor unter Leitung von Gwendolyn Phear und an der Orgel begleitet von Petrit Hamiti sangen zu Beginn das Lied: „Ich seh empor zu den Bergen“ (GL 847). Nach der Begrüßung durch Gemeindereferent Thomas Ruland betete man Psalm 118. Es folgte die Lesung aus dem Lukas-Evangelium (Lk 5,1-11): „Auf dein Wort hin werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie und sie fingen eine große Menge Fische.“


Der Pfarrer der evangelischen Gemeinde an der Christuskirche, Thomas Müller, betrachtete in seiner Ansprache die gehörten Verse aus dem Lukasevangelium und deutete sie für unsere Zeit.

Die ersten beiden Strophen des Liedes „Aus Herzensgrund ruf ich zu dir“ (GL 780) folgten durch die Sängerinnen und Sänger. In den Fürbitten wurde darum gebetet, dass sich junge Menschen unter dem Kreuz versammeln, um Jünger der Botschaft Jesu Christi zu werden, dass sie Einheit und Gemeinschaft erfahren und um den Geist Gottes, damit sie klar erkennen, welchen Weg sie gehen sollen.


Die ausgesprochenen und die nicht ausgesprochenen Bitten wurden im „Vater unser“ zusammengefasst. Bevor der Gottesdienst mit dem Segen und einem sehr behutsam vorgetragenen Orgelspiel zu Ende ging, wurde die dritte Strophe des Liedes (GL 780) gesungen: „O Gott, du meine Zuversicht, auf dich will ich vertrauen, vom Morgen bis die Nacht anbricht, auf deine Güte bauen. Denn du bist stets zur Gnad bereit, am Ende voll Barmherzigkeit lässt du dein Heil mich schauen“.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


2. Advent in St. Antonius (06.12.2020)

Wieder gab es eine musikalische Besonderheit in dieser Eucharistiefeier, die Pater Arokiadoss zelebrierte: Gerhard Grimm spielte die Orgel und Mitglieder der Schola, deren Leiter er ist, sangen zur Eröffnung aus ‚O Heiland, reiß die Himmel auf‘ (GL 231) die ersten beiden Strophen. Zum Kyrie folgte ‚Tau aus Himmelsöhn‘ (GL 158), zum Antwortpsalm ‚Seht, unser König kommt; er bringt seinem Volk den Frieden‘ (GL 263) und der ‚Halleluja-Ruf‘ (GL 175, 5). ‚Sanctus, sanctus, sanctus Dominus Deus Sabaoth‘ (GL 106) erklang vor der Wandlung und das ‚Vater unser‘ (GL 661, 8) wurde mehrstimmig gesungen. Aus ‚Wir sagen euch an den lieben Advent‘ (GL 223) rundeten die ersten beiden Liedstrophen den Gottesdienst ab.


In seiner Ansprache nahm Pater Arokiadoss Bezug auf den heutigen Evangeliumstext (Mk,1, 1-8): Johannes... verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

Nach dem Segen wünschte der Zelebrant der Gemeinde einen schönen Sonntag, eine gute Woche und „Bleiben Sie gesund!“

Text und Bilder: Karl-Heinz Renner


Der Nikolaus in Pforzheim-West (05.12.2020)

Im Pastoralen Raum Pforzheim-West (St. Antonius, St. Bernhard und Heilige Familie Dietlingen) ist es guter Brauch, dass alle Kinder am Fest des hl. Bischof Nikolaus zu einem Gottesdienst mit dem Gemeindereferenten Thomas Ruland in die St. Antoniuskirche eingeladen sind. Am Ende kommt der Nikolaus und bringt jedem Kind ein kleines Päckchen, von fleißigen Händen vorbereitet.
Im Corona-Jahr war dies natürlich so nicht möglich! Aber einfach ausfallen lassen wollte man das Fest des Heiligen nicht! Deshalb wurden alle Kinder durch Flyer, auf denen der ‚heilige Mann‘ mit Mundschutz abgebildet war, eingeladen, am Samstag, den 05. Dezember zwischen 14.00 und 16.00 Uhr in die Kirche zu kommen, wo der ‚heilige Nikolaus‘ mit eben diesem Mundschutz auf die Kinder wartete, mit ihnen ein paar Sätze wechselte, ihnen ihr Päckchen überreichte und sie wieder nach Hause entließ.


Auf diese Weise verteilte sich der Besuch von mehr als 110 Kindern gleichmäßig auf einen langen Zeitraum. Durch einen Eingang konnte die ständig durchlüftete Kirche betreten und durch einen anderen Eingang wieder verlassen werden. Die Mindestabstände wurden auf diese Weise gewahrt, und nicht nur die Kinder, auch der ‚heilige Nikolaus‘, für den ein Kind sogar ein selbstgemaltes Bild mitgebracht hatte, freuten sich über den ganz anderen, aber doch sehr gelungenen Nikolausabend.

Text und Bilder: Karl-Heinz Renner


1. Advent in St. Antonius (29.11.2020)

Diese Eucharistiefeier zu Beginn des neuen Kirchenjahres sollte auch in Corona-Zeiten einen ganz besonderen Akzent bekommen. Frau Gwendolyn Phear, die Leiterin des Kirchenchors, hatte sich gemeinsam mit einer kleinen Gruppe aus dem Chor, die aus je zwei Frauen und zwei Männern bestand, vorbereitet. Sie selbst und Petrit Hamiti spielten die Orgel; außerdem wurde das Kammerkonzert-Ensemble ergänzt durch eine Oboe und eine Flöte. Nach der ersten Strophe des Liedes (GL 223, 1) "Wir sagen Euch an" entzündete einer der Ministranten die erste Kerze an der festlich geschmückten Wurzel, die als Symbol auf die "Wurzel Jesse" weisen soll.


Zum Gloria war das erste Instrumentalstück von Antonio Vivaldi (1678-1741) zu hören: Triosonate in g, 1. Satz: Allegro. Pater Arokiadoss zelebrierte die hl. Messe und nahm in seiner Ansprache Bezug auf die liturgischen Texte des Tages aus dem Buch Jesaja, dem ersten Korinther-Brief des Apostels Paulus und aus dem Evangelium nach Markus. Zur Gabenbereitung waren mehrere Strophen aus dem Lied ‚Macht hoch die Tür‘ (GL 218) und zum Sanctus das Lied ‚Heilig ist Gott, der Herr der Mächte‘ (GL 193) zu hören. Während der Kommunion folgten weitere Sätze aus der Triosonate von Vivaldi, bevor der Kammerchor nach dem Segen des Priesters als Schlusslied ‚O Heiland, reiß‘ die Himmel auf‘ (GL 231) sang. Spontaner Beifall bewies, wie dankbar die Gottesdienstgemeinde für diesen gelungenen Einstieg in die Corona-Adventszeit 2020 war.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner

 


Heilige Messe in St. Antonius am ‚Welttag der Armen‘

33. Sonntag im Jahreskreis (15.11.2020)

Pfarrer Georg Lichtenberger zelebrierte diese Eucharistiefeier; Petrit Hamiti spielte die Orgel und die Band ‚Cantus firmus‘ sang und musizierte stellvertretend für die Gottesdienstgemeinde von der Empore aus. Nach der Begrüßung überreichte Pfarrer Lichtenberger Frau Gabriele Steinhagen eine Urkunde von Erzbischof Stephan Burger, mit der sie zur Kommunionspendung im Gottesdienst und auch außerhalb beauftragt wird.


In seiner Predigt bezog der Zelebrant sich zunächst auf das Tagesevangelium nach Matthäus (Mt 25, 14-30): Hoffnung, ein gutes Wort, Glück, Frieden können ansteckend sein; die Talente nicht vergraben, sie weitergeben, was denn sonst? Jeder Mensch hat Gaben und Fähigkeiten, mit denen er arbeiten kann und für die er verantwortlich ist. Dann nahm er Bezug auf den ‚Welttag der Armen‘ und zitierte einen Artikel, der vor wenigen Tagen in einer Pforzheimer Zeitung zu lesen war: „Wer durch die City geht, sieht Schmuddel und Randgruppen.“ Ja, die Menschen am Rand der Gesellschaft sind da, und es sind immer mehr, die abstürzen. Sie sind durch Corona nicht bevorteilt. Bin ich besser, weil es mir besser geht; wenn ich andere fertig mache, statt sie aufzurichten? Gott kommt gerade da in unsere Welt bei den Hirten, Menschen, die am Rande sind. „Wuchere mit dem, was ich dir geschenkt habe! Nicht nur Viren sind ansteckend. Ich darf mich auch durch seine Liebe anstecken lassen.“ Am Ende der heiligen Messe bedankte sich Pfarrer Lichtenberger bei allen, die zum Gelingen dieses Gottesdienstes beigetragen hatten: dem Organisten, der Band, den Lektoren, der Kantorin, der Kommunionhelferin, dem Mesner, den Ministranten. Die Gemeinde bekräftige den Dank durch ihren Beifall.

Text und Bilder: Karl-Heinz Renner


Erntedank in St. Bernhard und in St. Antonius (04.10. und 11.10.2020)

Am Erntedankfest (04.10.2020) zelebrierte Pfarrer Georg Lichtenberger die Eucharistiefeier in St. Bernhard. Mitglieder des Gemeindeteams hatten in bewährter Weise den Altar aus Anlass des Festes wunderschön geschmückt.


Eine Woche später (am 11.10.2020) feierte Pfarrer Michael Dederichs das Fest in St. Antonius, wo Petrit Hamiti die Orgel spielte und Mitglieder des Kirchenchors die ausgewählten Gottesloblieder sangen. Frau Becker hatte gemeinsam mit ihrem Team im Chorraum Herbststräuße aufgestellt und den Erntedank-Altar mit Früchten, mit Broten und mit Wein wunderbar gestaltet.

Allen, die durch ihre Gaben, durch die Gestaltung der Altäre, durch ihren musikalischen Beitrag und durch ihr Mitfeiern zum Gelingen der Erntedanksonntage beitrugen, sei herzlich gedankt. Vergelt’s Gott!

Fotos: Arkadi Schübilla und Helmut Jahn



Eucharistiefeier zum Erntedank-Sonntag in Heilige Familie (03.10.2020)

Diese heilige Messe am Vorabend des Erntedank-Sonntags zelebrierte in Heilige Familie, Keltern-Dietlingen, Pater Arokiadoss. Bernhard Kaburek begleitete an der Orgel den Gemeindereferenten Thomas Ruland, der Lieder aus dem Gotteslob sang. Der überwiegende Beitrag zum Erntedankaltar stammte in diesem Jahr von der Kindertagesstätte (Kita) „Farbklecks“ Im Speiterling in Dietlingen.


Herzlichen Dank hierfür und für den sehr schönen Gottesdienst!

Text und Fotos: Martina Peter


Mal wieder Erstkommunion! (26.09.2020)

Am Samstag, den 26. September 2020 feierten sechs Kinder in der St. Antoniuskirche ihre Erstkommunion. Wie die Feiern davor, fand sie im kleinen Rahmen statt, aber nicht weniger feierlich. Vikar Thomas Stricker stand dem Gottesdienst vor; die Kinder brachten sich durch Vortragen kleiner Texte in den Gottesdienst ein.


Damit sind die Erstkommunionen in St. Antonius in diesem Jahr erst einmal abgeschlossen, beendet sind sie jedoch nicht. Sechs Familien haben sie auf das kommende Jahr verschoben.

Eine Erstkommunion findet noch in St. Bernhard statt.

Gleichzeitig laufen aber auch schon die Vorbereitungen für den neuen Erstkommunionkurs an: Die Planung läuft unter besonderen Bedingungen und sozusagen „ohne Gewähr“, da sämtliche Termine zwar geplant, aber eben nicht sicher sind, so lange die Pandemie unser aller Leben beeinflusst.

Text: Thomas Ruland, Gemeindereferent Kirchengemeinde Pforzheim

Fotos: Helmut Jahn


Erstkommunion St. Antonius (18.07. und 26.07.2020)

Eigentlich hätte das Fest vor etwas mehr als drei Monaten stattfinden sollen….

Eigentlich hätten 40 Kinder gemeinsam dieses Fest feiern sollen…..

Eigentlich hätten Familien zusammen kommen wollen….

Eigentlich hätte die Pfarrgemeinde einen großen Festgottesdienst auszurichten gehabt…

Eigentlich……

 

Am Wochenende fanden die ersten beiden Erstkommuniongottesdienste in diesem Jahr statt.

Am Samstag feierten neun Kinder in zwei kleinen Gottesdiensten das Fest der Erstkommunion, begleitet von den Geschwistern, den Eltern und Großeltern.

Der Gottesdienst war ein wenig reduziert, statt Band spielte die Orgel; Gesang gab es auch keinen.

Und doch waren es schöne, feierliche Gottesdienste, denen Vikar Thomas Stricker vorstand. Den Kindern sah man die Freude an; manche waren auch sehr aufgeregt.

Es waren die ersten beiden Gottesdienste. Am kommenden Wochenende folgen die nächsten beiden Gruppen parallel in St. Antonius und St. Bernhard. Nach den großen Ferien gibt es noch zwei Gruppen, die ihre Erstkommunion feiern. Daneben gibt es fünf Familien, die sich entschlossen haben, die Erstkommunion im Gemeindegottesdienst zu feiern.

Damit ist die Erstkommunion 2020 noch nicht abgeschlossen, denn einige Familien haben sich entschlossen, die Feier im nächsten Jahr nachzuholen.

 

Text: Thomas Ruland, Gemeindereferent

Fotos: Helmut Jahn

Am Sonntag, den 26. Juli feierte Pater Arokiadoss wiederum einen sehr feierlichen und schönen Gottesdienst mit zwei Erstkommunikantinnen und ihren Familien. Seine Ansprache entfaltete er vom Tagesevangelium nach Matthäus (Mt 13,44-46) her: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war.“ Die Lieder aus dem Gotteslob sangen Mitglieder des Kirchenchors unter Leitung von Frau Gwendolyn Phear; Petrit Hamiti begleitete sie an der Orgel. Thomas Ruland hatte die Kinder, auf diesen großen Tag vorbereit und damit man sie in der Kirche gut hören konnte, hielt er ihnen das Mikrophon, als sie die Fürbitten beteten. Während die beiden vor Freude strahlenden Mädchen zum ersten Mal den Leib des Herrn empfingen, sang die gemischte Chorgruppe „Meine Seele ist stille in Dir!“ von Klaus Heizmann.

Im Namen der Gemeindeteams von Pforzheim-West bedanke ich mich sehr herzlich bei Herrn Ruland und seinem Team für die Vorbereitung der Erstkommunikanten auf den großen Festtag und bei den verschiedenen Priestern für die Eucharistiefeiern mit jeweils unterschiedlich großen Gruppen von Erstkommunikanten.

Karl-Heinz Renner (Fotos und Text)



Patrozinium in St. Bernhard (12.07.2020)


Auch in St. Bernhard sorgte die Corona-Pandemie dafür, dass das Patrozinium nicht in gewohnter Weise gefeiert werden konnte. Da die Gemeinde nach wie vor nicht singen soll, sangen Beatrice Fuhr-Herz und Thomas Ruland stellvertretend die ausgesuchten Lieder. Bernhard Kaburek an der Orgel und Markus Clemens an der Bratsche begleiteten die Gesänge. Kaplan Thomas Stricker zelebrierte die festliche Eucharistiefeier.


Seiner Ansprache legte er das Tagesevangelium nach Matthäus

(Mt 13, 1–23) zugrunde, in dem Jesus das Gleichnis vom Sämann erzählt: „Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt Frucht – hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.“ Der Priester verglich die Gottesdienstgemeinde oder besser jede und jeden Zuhörer mit dem Boden, dem Sämann und dem Reifen der Frucht. Ebenso interpretierte er das Handeln des seligen Bernhard von Baden von diesem Gleichnis her. Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Kaplan Stricker bei der Musikgruppe und bei allen, die diese heilige Messe mitgefeiert hatten und entließ sie mit guten Wünschen in die neue Woche.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Patrozinium in Zeiten von Covid-19 (28.06.2020)

Am Sonntag, den 28.06.2020, feierte die Pfarrgemeinde St. Antonius ihr diesjähriges Patrozinium, ist ihre Kirche doch dem hl. Antonius von Padua geweiht, dessen eigentlicher Gedenktag am 13. Juni begangen wird.

Antonius ist nicht nur der Heilige, dessen Statue in fast jeder Kirche steht, den man anruft, wenn man etwas verloren hat, er ist auch Schutzpatron von Padua, der Stadt, in der er gestorben ist (13. Juni 1231), und Schutzpatron seiner Geburtsstadt Lissabon (*1195).


Außerdem wird er - um nur einiges zu nennen - als Patron der Armen, der Liebenden und der Ehe, der Frauen und Kinder, der Bäcker, der Bergleute und Sozialarbeiter verehrt.

Trotz Corona: Es war ein würdiger und feierlicher Festgottesdienst, den Pfarrer Georg Lichtenberger mit der Gemeinde unter Corona-Bedingungen feiern konnte.

Unter der Leitung von Gwendolyn Phear sorgten vier Sängerinnen des Kirchenchores, begleitet von Petrit Hamiti an der Orgel und unterstützt von Nigel Treherne, dem Mann der Chorleiterin, an der Oboe, für eine festliche musikalische Umrahmung der Eucharistiefeier.

Natürlich gab es anschließend kein Fest im und am Pfarrzentrum. Auch mussten sich dieses Jahr alle selbst verköstigen und auf die schon liebgewonnenen Begegnungen und Unterhaltungen verzichten. Aber wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder ein Pfarrfest feiern können, im Bewusstsein, dass wir nicht alles, auch im Gemeindeleben, für selbstverständlich halten können.

Herzlichen Dank an alle, die diesen Gottesdienst mitgestaltet und mitgefeiert haben.

Text und Fotos: Helmut Jahn


Der neue Pfarrgemeinderat hat sich konstituiert! (24.06.2020)

Zunächst traf man sich zur Eucharistiefeier in der St. Antonius-Kirche. Der feierliche Gottesdienst am Hochfest der Geburt des hl. Johannes des Täufers wurde musikalisch gestaltet von Bernhard Kaburek an der Orgel und durch den Gesang von Beatrice Fuhr-Herz und Thomas Ruland. Pfarrer Georg Lichtenberger erinnerte in seiner Ansprache an den unerwarteten Tod von Pfarrer Bernhard Ihle, legte einen Schwerpunkt auf das Fest der Geburt Johannes des Täufers und spannte den Bogen bis zur Geburt Jesu Christi, die wir in genau einem halben Jahr an Weihnachten feiern werden. Nicht zuletzt wandte er sich den neu gewählten Pfarrgemeinderäten zu, die gemeinsam mit dem Seelsorgeteam Verantwortung für die Zukunft der Kirchengemeinde haben.


Im Pfarrsaal waren die Fenster weit geöffnet und an den vorgesehenen Plätzen - gemäß der Corona-Verordnung mit dem notwendigen Sicherheitsabstand - bereits Namenskarten für die Pfarrgemeinderäte aufgestellt, so dass man seinen Platz auf dem kürzesten Weg erreichen konnte.

Frau Isabel Odenthal wurde erneut zur Vorsitzenden, Karl-Heinz Renner zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neben Pfarrer Georg Lichtenberger sind die weiteren Mitglieder des Vorstandes: Gabriele Weber (Pastoraler Raum Pforzheim-Innenstadt), Bianca Flachenecker (Pastoraler Raum Pforzheim-West), Gerlinde Bangert (Pastoraler Raum Buckenberg) und Andreas Weber (Pastoraler Raum Dillweißenstein).

Dem Stiftungsrat gehören neben Pfarrer Georg Lichtenberger als Vorsitzender und Karl-Heinz Renner für den Vorstand des PGR diese Mitglieder an: Georg Kleiner und Dominik Singer (St. Franziskus), Manitra Rakotomahefa und Gabriele Weber (Herz Jesu), Ralph Breunig und Helmut Jahn (St. Antonius), Petra Muche und Marko Smolčić (St. Bernhard mit Heilige Familie), Cornelia De Wallace, Andreas Weber und Konrad Weber (Liebfrauen mit hl. Kreuz, Büchenbronn und St. Ulrich,

Huchenfeld), Robert Feil und Joachim Palm (St. Elisabeth mit vom Hl. Geist, Würm).

In den Dekanatsrat des Dekanates Pforzheim wurden gewählt: Dominik Singer (Pastoraler Raum Pforzheim-Innenstadt), Karl- Heinz Renner (Pastoraler Raum Pforzheim-West), Robert Feil (Pastoraler Raum Buckenberg), Veronika Warzecha (Pastoraler Raum Dillweißenstein).

Mit der Bekanntgabe wichtiger Termine und einem kurzen Rückblick auf die während des Corona-Lockdown gemachten Erfahrungen mit den geöffneten Kirchen und den ersten Eucharistiefeiern mit einer beschränkten Anzahl von Gläubigen seit dem 10. Mai ging der Abend zu Ende.

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Helmut Jahn und Karl-Heinz Renner

 


Fronleichnam in Pforzheim-West (11.06.2020)

Auch dieses Fest wurde aufgrund der Corona-Pandemie ganz anders gefeiert als geplant. Eigentlich war in diesem Jahr St. Elisabeth an der Reihe, das Fronleichnamsfest für die Kirchengemeinde Pforzheim zu gestaltet. Der Festgottesdienst sollte beim Bürgerhaus auf dem Haidach gefeiert werden, die Prozession sollte sich anschließen – verschoben auf 2021!.

In Heilige Familie, Keltern-Dietlingen zelebrierte Pater Arokiadoss den festlichen Gottesdienst. In einer Prozession mit der Monstranz durch die Kirche zum blumengeschmückten Altar, vom Mesner mit dem Weihrauchfass begleitet, schloss sich an. Zum Abschluss spendete der Priester den eucharistischen Segen.


In St. Antonius feierte Pfarrer Michael Dederichs die Eucharistie. Seine Ansprache stellte er unter das Motto „Brot, das die Hoffnung nährt“. Nach der zweiten Lesung wurden im Wechsel Verse aus den Hymnen zum Fronleichnamsfest von Thomas von Aquin (1224-1274) vorgetragen: ... „Doch wie uns der Glaube kündet, der Gestalten Wesen schwindet, Fleisch und Blut wird Brot und Wein. Was das Auge nicht kann sehen, der Verstand nicht kann verstehen, sieht der feste Glaube ein.“ ...

 

Auch diese hl. Messe endete mit dem eucharistischen Segen für alle Mitfeiernden, für alle Kranken und von der Pandemie direkt oder indirekt Betroffenen.

Fotos: Martina Peter und Karl-Heinz Renner

Text: Karl-Heinz Renner



Eucharistiefeier am 5. Sonntag der Osterzeit (10.05.2020)

Nach mehreren Wochen ohne öffentliche Gottesdienste und nach der Lockerung des Kontaktverbotes hat unsere Erzdiözese Freiburg die Liturgien wieder für die Gläubigen geöffnet. Dabei gelten umfangreiche Abstands- und Sicherheitsregeln, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu minimieren. Entsprechend der Schutzkonzepte und Regelungen, die in unserem Bistum gelten, fanden auch in Pforzheim-West wieder die ersten Sonntagsgottesdienste statt.


Pfarrer Michael Dederichs zelebrierte in St. Antonius. Petrit Hamiti an der Orgel und Gwendolyn Phear, die Dirigentin unseres Kirchechors mit den von ihr gesungenen Liedern, gestalteten diese Eucharistiefeier musikalisch mit. Lektoren trugen die Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 6,1-7) und aktuelle Fürbitten vor, in denen auch für Dekan Bernhard Ihle, der in seinem 70. Lebensjahr und im 43. Jahr seines priesterlichen Wirkens überraschend verstorben war, für die Kranken und die Verstorbenen der Corona-Pandemie und für alle Verstorbenen, aber auch für die an anderen Krankheiten Leidenden gebetet.

Nach dem Evangelium (Joh 14,1-12) gedachte Pfarrer Dederichs in seiner Ansprache des verstorbenen Dekans und schilderte, wie er ihn am Samstag vor dem „Guten Hirten Sonntag“ noch besucht und an seiner Stelle in der Herz Jesu Kirche einen Gottesdienst für den YOUTUBE-Kanal der Kirchengemeinde zelebriert hatte.

An der Seitenwand vor dem Zugang zur Sakristei war eine Bilderwand zum Gedenken an Dekan Bernhard Ihle aufgestellt und ein Kondolenzbuch bereit gelegt.

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Helmut Jahn und Karl-Heinz Renner

 

 

 

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Eucharistiefeier anlässlich des Todes von Dekan Bernhard Ihle in St. Antonius (04.05.2020)

Pfarrer Michael Dederichs und Pater Arokiadoss konzelebrierten am Tag nach dem unerwarteten Tod von Dekan Bernhard Ihle für ihn eine Eucharistiefeier in der St. Antoniuskirche. Gemeindereferent Thomas Ruland trug die Lesung vor. Die Fürbitten wurden im Wechsel vom Sprecher des Gemeindeteams und den Sekretärinnen gebetet.


Es waren die Fürbitten, die Bernhard Ihle für einen Gottesdienst vorbereitet hatte, der für den 4. Sonntag der Osterzeit, den Sonntag des „Guten Hirten“ aufgezeichnet werden sollte. „Jesus Christus ist der gute Hirte. Er sammelt und führt die Menschen an und verheißt uns und allen Leben in Fülle.“ waren die einleitenden Worte.

Pater Arokiadoss verkündete das Evangelium und beschrieb in seinem Predigtwort Bernhard Ihle als einen „guten Hirten“ für seine Gemeinde und für ihn selbst, der seine Berufung lebte und mit seiner immer offenen, freundlichen und gewinnenden Art Zeugnis für die Frohe Botschaft Jesu ablegte.

Wir sind gewiss, dass für ihn die Botschaft seines Sterbesonntags zur Wirklichkeit geworden ist: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben – und es in Fülle haben.“

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Eucharistiefeier zum 3. Sonntag in der Osterzeit in St. Bernhard (26.04.2020)

Am Vorabend zum 3. Sonntag in der Osterzeit zelebrierte Dekan Bernhard Ihle in St. Bernhard eine Eucharistiefeier, die Dominik Singer filmte und die vom Sonntag an auf dem YOUTUBE-KANAL der Kirchengemeinde zum Mitfeiern und Mitsingen zu Hause vor dem Bildschirm einlud.


Bernhard Kaburek begleitete die Lieder an der Orgel. Gabi Fieß trug die Lesung vor und betete die Fürbitten. Pfarrer Ihle verkündete das Evangelium nach Johannes (Joh 21,1-14):

„In jener Zeit offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal am See von Tiberias...Aber in dieser Nacht fingen sie nichts...Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen? Sie antworteten ihm: Nein...Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas finden... und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her...Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot liegen.“ Von diesem Text her entfaltete der Zelebrant seine Predigtgedanken.

Nach dem feierlichen Ostersegen wandte sich Pfarrer Ihle an die Mitfeiernden und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass schon bald mit ersten Gottesdiensten zu rechnen sei, die wieder mit kleineren Gruppen in den Kirchen gefeiert werden könnten. Er bat, die entsprechenden Meldungen in den Zeitungen und auf der Homepage der einzelnen Pastoralen Räume zu verfolgen.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Eucharistiefeier zum Weißen Sonntag in Heilige Familie (18.04.2020)

Bekanntlich sind seit viele Wochen - bedingt durch die Corona-Krise - keine öffentlichen Gottesdienste möglich. Wie andere Seelsorgeeinheiten zeichnet auch die Kirchengemeinde Pforzheim heilige Messen und andere Gottesdienste auf und stellt die Videos auf einem YOUTUBE-KANAL bereit, der von den Homepages aus angeklickt werden kann.


Am Vorabend zum Weißen Sonntag zelebrierte Dekan Bernhard Ihle in Heilige Familie eine Eucharistiefeier, die Dominik Singer filmte und die vom Sonntag an zum Mitfeiern einlud. Bernhard Kaburek begleitete die Lieder an der Orgel. Arabella Huber trug die Lesung vor, und Martina Peter betete die Fürbitten. Pfarrer Ihle verkündete das Evangelium nach Johannes (Joh 20, 19–31) und predigte zu diesem uns allen wohl vertrauten Text: „Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“

Nach dem feierlichen Ostersegen wandte sich Pfarrer Ihle mit tröstenden Worten an die Mädchen und Buben, die an diesem oder an einem der kommenden Sonntage eigentlich ihre Erstkommunion feiern sollten, und an ihre Familien. Er versprach, sobald Termine feststehen, diese frühzeitig mitzuteilen, damit das Familienfest entsprechend gefeiert werden kann.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Offener Nachmittag in Pforzheim-West (15.03.2020)

Bereits seit Jahrzehnten, also schon lange bevor es die ökumenische Vesperkirche in der Stadtkirche gab, laden evangelische, freikirchliche und katholische Gemeinden im Winterhalbjahr im Rahmen der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden“ (ACG) in Pforzheim an den Sonntagen zu einem Offenen Nachmittag in ihre Räume ein. Dies ist ein Angebot, das sich an Menschen richtet, die einsam und alleine sind, denen zu Hause die Decke auf den Kopf fallen könnte, die ein geringes Einkommen haben, die am Rand der Gesellschaft leben und und...

Am 15. März 2020 sollte es in Pforzheim-West wieder soweit sein, aber das Corona-Virus machte uns einen Strich durch die Rechnung und alles kam anders. Wie bei uns üblich sollte der Nachmittag mit Kaffee und Kuchen beginnen und mit dem Abendessen enden. Gespräche an den Tischen, auch mit Haupt- und Ehrenamtlichen des Pastoralen Raumes Pforzheim-West, sowie Brett- und Kartenspiele sollten willkommene Abwechslung in einem eher tristen Alltag werden - für viele der Höhepunkt der Woche. Daran war in diesem Jahr leider nicht zu denken – deutlich mehr als 100 Menschen auf engem Raum im Saal ließ das Corona-Virus leider nicht zu!

Der Kuchen war gebacken, das Abendessen eingekauft. Viele Helferinnen und Helfer aus Pforzheim-West, unter ihnen auch Mütter von Erstkommunikanten zusammen mit Gemeindereferent Thomas Ruland, packten Kuchen und Abendessen in große Tüten. Die Gäste konnten kommen; bereits im Eingangsbereich wurden ihnen die Pakete gegeben und ihnen Gottes Segen für die kommenden Tage und Wochen gewünscht. Bei dem herrlichen Sonnenschein ging man natürlich nicht sofort auseinander. Vielmehr nutzte der eine und die andere die Gelegenheit zum Gespräch und setzte sich auf die Bank vor dem Außengelände des Kindergartens.

Dankbar verabschiedete sich mancher der Gäste beim frühen Nachhausegehen: Natürlich wird man auch im nächsten Jahr wieder kommen, wurde dabei immer wieder betont, und man freut sich schon jetzt auf den Offenen Nachmittag 2021 im Pastoralen Raum Pforzheim West – hoffentlich dann auch wieder im Pfarrsaal.

Diese Aktion war so nur möglich, weil wir die selbstverständliche Mitarbeit vieler Menschen aus unseren Gemeinden hatten. Hierfür herzlichen Dank: Vergelt’s Gott!

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Ökumenische Passionsandachten im Westen von Pforzheim – März 2020 „Lieder auf dem Weg zum Kreuz“ (10.03.2020)

Die zweite Andacht dieser Reihe am 10. März in der St. Antoniuskirche hatte zum Thema: „O Haupt voll Blut und Wunden“. Der Chor unter Leitung von Gwendolyn Phear und an der Orgel begleitet von Petrit Hamiti sang zu Beginn die ersten beiden Strophen des Liedes: „O Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voller Hohn,o Haupt, zum Spott gebunden mit einer Dornenkron...“ Nach der Begrüßung durch Gemeindereferent Thomas Ruland betete man Psalm 22 und sang die fünfte Strophe „Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht...“. Auf die Lesung aus dem Jakobus-Brief (Jak 2,14.17.18b) folgten zwei Strophen aus der deutschen Messe von Franz Schubert (1797-1828) „Wohin soll ich mich wenden?“ (Kyrie) – wiederum vorgetragen durch den Kirchenchor.

Der Pfarrer der evangelisch-lutherischen Gemeinde, Andreas Schwarz, betrachtete in seiner Ansprache - ausgehend vom Autor des Liedes und seiner Geschichte - das von allen Konfessionen gesungene Kirchenlied „O Haupt voll Blut und Wunden“, das der evangelisch-lutherische Pfarrer und Kirchenlieddichter Paul Gerhardt (1607-1676) im Jahr 1656 als Übersetzung des lateinischen Hymnus „Salve caput cruentatum“  geschrieben hatte. Die Strophen 7 und schließlich 8 folgten als Abschluss durch den Chor: ... Ich danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund, für deines Todes Schmerzen, da du’s so gut gemeint. Ach gib, dass ich mich halte zu dir und deiner Treu und, wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sei.

 

Die an den Gekreuzigten gerichteten Fürbitten wurden im „Vater unser“ zusammengefasst, bevor der Gottesdienst mit dem Segen und einem sehr behutsam vorgetragenen Orgelspiel zu Ende ging.

 

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner

 


Besinnungswochenende der Gemeindeteams von Pforzheim-West in St. Bernhard in Rastatt (06./07.03.2020)

„Verrückt vor Liebe nach Gott und den Menschen - Warum Christsein mit der Kirche so attraktiv ist“

Unter dieser Überschrift und mit diesen Sätzen hatte Bruder Paulus, Guardian im Kapuzinerkloster Liebfrauen in Franfurt am Main, sein Programm für das Besinnungswochenende präsentiert: „Nein, so hatte sich das keiner vorgestellt: Ein Messias aus einem Handwerkerbetrieb, einer, der nicht ohne fehlbare Menschen unterwegs sein wollte, einer, der Familien auseinanderriss und am Ende festgenagelt wurde von denen, denen die Bewegung zu viel wurde.

Der ‚Gottesbilddurcheinanderbringer’, der ‚Menschenbildaufbrecher’, der ‚LeidinLebenwandler’, der Verrückte, dem kein Standpunkt zu extrem war, um darin nicht nicht noch Reich Gottes am Werk zu sehen. Einer, der nicht aufgab. Und der nicht aufgibt. Niemanden. Dem zu folgen die Kirche nach sich zieht, und noch viel mehr.“

Pfarrer Bernhard Ihle, Pater Arokiadoss und Gemeindereferent Thomas Ruland, der für den Samstag das Morgenlob vorbereitet hatte, waren mit Mitgliedern der drei Gemeindeteams nach Rastatt gekommen und freuten sich auf Bruder Paulus und das, was man mit ihm erleben würde.

Der Kapuziner-Pater ging auf die Selbstvorstellung Gottes im brennenden Dornbusch auf dem Berg Horeb dem Mose gegenüber ein und zeigte mit unterschiedlichen Methoden, dass zu allen Zeiten Menschen für Jesus Christus brannten und brennen. Als Beispiele nannte er: Alexamenos, ein Soldat um 100 nach Christus in Rom, der auf einem Graffiti mit einem ‚Spottkreuz’ dargestellt ist, auf dem der Gekreuzigte einen Eselskopf hat, der hl. Franziskus von Assisi im 13. Jahrhundert, der Mathematiker Blaise Pascal im 17. Jahrhundert, der Franziskaner Maximilian Kolbe - ermordet im KZ Auschwitz, der UNO-Generalsekretär Dag Hammarskjöld und Mutter Theresa von Kalkutta im 20. Jahrhundert, die „koptischen Märtyrer Libyens“ im 21. Jahrhundert und Rimsha, die von fanatischen Muslimen in Pakistan mit dem Tod bedroht wird, in unseren Tagen.

Es war immer wieder offensichtlich und jeder konnte spüren und sich dem Eindruck nicht entziehen, wie sehr Bruder Paulus selbst für Christus brennt, ja geradezu lodert. Mancher Funke konnte da überspringen.

In guter Tradition saß man am Abend noch lange zusammen, um sich auszutauschen und ‚über Gott und die Welt’ zu reden.

Höhepunkt des Nachmittags war die Feier der Eucharistie in der wunderschön gestalteten Kapelle des Hauses.

Im Anschluss machte Frau Ihle von der kfd Bruchsal ein Gruppenfoto, und Martina Peter bedankte sich im Namen aller beim Referenten für dessen engagierten Einsatz für das gelungene Besinnungswochenende und überreichte ein Weinpräsent aus Keltern.

Nach dem Nachmittagskaffee verabschiedete man sich voneinander. Die Mehrzahl der Teilnehmer/innen fuhr nach Pforzheim-West zurück; eine Gruppe von Frauen verbrachte - in guter Tradition - eine weitere Nacht im gastfreundlichen Haus St. Bernhard.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Gegen das Vergessen (23.02.2020)

Die Erinnerungen der Großtanten - Zeitzeugenberichte von der Zerstorung Pforzheims vor 75 Jahren bei einer Gedenkveranstaltung in der Antoniuskirche

Mit freundlicher Genehmigung des Pforzheimer Kurier (BNN) - Mitarbeiterin Susanne Roth

Sogar der Höllenfürst habe seine Augen vor dem Treiben seiner Untertanen verschlossen: Bei der Gedenkveranstaltung anlässlich der Zerstörung Pforzheims in den Abendstunden des 23. Februar vor 75 Jahren ist die Rede von einem gefräßigen Ungeheuer, das sich als Feuersbrunst durch die Stadt frisst, von „stummer Pein", von Hilferufen, die ,,im krachenden Getöse der fallenden Bomben" untergehen.

Die “Triumphnacht der Hölle“ beschreibt Gisela Grob in ihren Gedichten, die glutrot die Schrecken und die Todesangst der Nacht angesichts der Feuersbrunst und tödlichen Flüssigkeit der Phosphorbomben widerhallen - in jedem einzelnen der etwa 80 Besucher, die sich kurz vor dem abschließenden Lichtermeer auf dem Rathausplatz in der Antoniuskirche im Westen der Stadt eingefunden haben.

Die Gedichte werden vorgelesen von Gisela Grobs Großnichte Gisela Gläser. Und sie ist nicht die Einzig,e, die an diesem Abend eine Gedenkveranstaltung der ruhigen, aber eindringlichen und umso beeindruckenderen Art gestaltet. Musikalisch von der Geigerin Maria Schmalz und Stefan Baur am Piano so­ wie mit Gesang von Beatrice Fuhr-Herz umrahmt, gelingt eine rührende, berührende Stunde.

Gabi Pfohl hat die Erinnerungen ihrer Großtante Luise Wolf sortiert und geordnet; das Gleiche hat Beatrice Fuhr­ Herz mit den Notizen ihrer Großtante Katharina Lamberty getan. Zusammen ergibt diese eine besondere Lesung, denn die beiden Frauen fügen die Erinnerungen ihrer Großtanten zeitlich zusammen. So entsteht ein Bild, was an dem Schreckenstag passierte.

Die Frauen kannten sich, die diese Bombardierung überlebten. „Und es ist ihnen erst viel später gelungen, das aufzuschreiben. Meine Großtante bekam irgendwann zu Weihnachten ein Buch über den 23. Februar 1945, erst dann konnte sie aufschreiben, was sie erlebt hat", erzählt Beatrice Fuhr-Herz .

Den Angriff hat die eine der Frauen zunächst in einem Keller in der Zerrennerstraße erlebt, während die andere gerade noch - nichts ahnend vom Angriff - entkommen ist, weil sie ihre Arbeit in der Stadtmitte verlasst und nach Hause Richtung Sonnenhof geht. Luise Wolf dachte wie alle anderen im Keller auch „das ist das Ende“. Das Phosphor der Brandbomben entzündet die Kohlen, die Kellertür brennt, man entkommt über die brennende Straße. Selbst am nächsten Tag ist ein Betreten der Stadt wegen der Hitze nicht möglich. Was die Frauen dann erblicken ist Folgendes: „Eine Frau lag da, ihr Kind noch in den Armen haltend. Alle waren aufgedunsen und halb verbrannt. Plötzlich stieg ich Uber verbranntes Holz. Da bemerkte ich, dass es verbrannte Leichen waren", wie Katharina Lamberty notierte.

(Foto: Roth) RUHIGES GEDENKEN: Gabi Pfohl und Beatrice Fuhr-Herz lesen Erinnerungen vor; Martina Gläser Gedichte und Maria Schmalz steuert die musikalische Untermalung bei.

Fotos: Thomas Ruland