Berichte

Serenadenkonzert in St. Antonius - Eine musikalische Reise zur Nacht (24.07.2021)

Nachdem das traditionelle Serenadenkonzert im vergangenen Jahr Corona zum Opfer gefallen war, sollte das Konzert in diesem Jahr zum 10. Mal im Pfarrgarten stattfinden. Weil aber schwere Gewitter mit Starkregen und Hagel angekündigt waren und man im Jahr 2019 während der Pause vom Garten in die Kirche umziehen musste, entschied man sich, das Konzert gleich in die Kirche zu verlegen.


Zur Eröffnung spielten Antonia und Franziska Baur als Nachwuchspianistinnen am E-Piano die Klavierstücke ‚Trauriger Walzer‘ und ‚Rundtanz‘ von Anne Terzibaschitsch (*1955). Nachdem der Beifall verklungen war, begrüßte Karl-Heinz Renner, als Sprecher des Gemeindeteams, die Gäste, die zum Serenadenkonzert zugunsten bedürftiger Pforzheimerinnen und Pforzheimer gekommen waren - unter ihnen auch in diesem Jahr Pfarrer Thomas Müller von der Gemeinde an der evangelischen Christuskirche. Gleichzeitig kündigte er an, dass man sich entschieden habe, einen Teil der Spenden den Hochwasseropfern der vergangenen Tage zukommen zu lassen.

In diesem Jahr trugen die Künstlerinnen und Künstler ihre Moderation selbst vor, um den Kreis der Beteiligten klein zu halten: Beatrice Fuhr-Herz (Sopran), die Initiatorin der Konzertreihe, ist es wichtig, mit den Konzerten Gutes zu tun und ihr gelingt es auch immer wieder aufs Neue, Menschen für ihre Idee zu begeistern, so dass sie ihr Können gerne in die ‚musikalische Reise zur Nacht‘ einbringen. Lebhafter und unermüdlicher Beifall folgte auf jeden musikalischen Beitrag des Abends. Beatrice Fuhr-Herz, die von Stefan Baur am Piano begleitet wurde, sang zunächst das ‚Ave Maria‘ von Bach-Gounod (Charles Gounod 1818-1893; Johann Sebastian Bach 1685-1750), dann aus dem Liederzyklus ‚Myrthen‘ von Robert Schumann (1810-1856) die ‚Widmung‘. ‚Das Zauberlied‘ von Erik Meyer-Helmund (1861-1932) und ‚Verschwiegene Liebe‘ von Hugo Wolf (1860-1903) schlossen sich an. Dazwischen bereicherte Maria Schmalz den Konzertabend mit ihrer Violine durch das Stück ‚Andante Grazioso‘ von Gaston Dethier (1875-1958). Zofia Jadach spielte auf der Querflöte, begleitet von ihrem Mann Paul Jadach am Piano, von Georges Bizet (1838-1875) das ‚Menuett aus L’Arlésienne-Suite Nr. 2‘. Thomas Ruland (Tenor) sang ‚l’heure exquise‘ von Reynaldo Hahn (1874.1947). Beatrice Fuhr-Herz brachte im Anschluss ‚Nella Fantasia‘ von Ennio Moricone (1928-2020) zu Gehör. Maria Schmalz folgte mit ‚Chanson de Nuit’ von Edward Elgar (1857-1934). Dabei wurde sie von Stephan Baur am Piano begleitet. Wieder war Beatrce Fuhr-Herz an der Reihe mit ‘The Lord’s Prayer’, einer der schönsten Vertonungen des ‚Vater unser‘ von Albert Hay Malotte (1895-1964). Mikey Stevens (Bariton) folgte mit ‚La donna è mobile’ aus der Oper Rigoletto von Giuseppe Verdi (1813-1901): „Oft ist die Frau trügerisch, ein Narr, wer ihr vertraut.“ Auf diesen Ausspruch Franz I geht der Text zurück. ‘Nessun Dorma’ (‘niemand schlafe’) aus ‘Turandot’ von Giacomo Puccini (1858-1924) folgte auf ‚Addio del passato’ (‚alles aus und vorbei’) aus ‘la Traviata’ von Giuseppe Verdi (1813-1901) – vorgetragen von Beatrice Fuhr-Herz. Im Duett sangen die beiden dann ‚Barcarole aus Hoffmanns Erzählungen‘ von Jacques Offenbach (1819-1880). Ein Duett mit Thomas Ruland aus der ‚West-Side Story‘ von Leonard Bernstein (1918-1990) schloss sich an. Zofia Jadach spielte auf ihrer Querflöte ein Solo aus der Oper ‚Orpheus und Eurydike‘ Christoph Willibald Gluck (1714-1787). Dabei wurde sie von ihrem Mann Paul Jadach am Piano begleitet. Zum Abschluss des Programms sang Beatrice Fuhr-Herz eine der schönsten, wenn nicht die sogar die schönste und berühmteste Arie – ihre Lieblingsarie: ‚O mio babbino caro‘ (‚O mein lieber Papa‘) aus der Oper ‚Gianni Schicchi’ von Giacomo Puccini (1858-1924).

Lang anhaltender Beifall - vor und nach der Zugabe - waren Dank für diesen wieder sehr gelungenen und erfolgreichen Serenadenabend. In seinem Schlusswort dankte Karl-Heinz Renner den Mitwirkenden für das großartige Konzert und erinnerte an den Zweck des Abends und an die Körbchen am Ausgang der Kirche!

Jürgen Herz, war, wie gewohnt, für die Technik verantwortlich und wurde dabei von Raffael Pfohl unterstützt. Mitglieder der Radfahrer-Gruppe sorgten in der Pause für erfrischende Getränke.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Erstkommunion in St. Antonius – mal wieder! (04.07.2021)

Am gestrigen Sonntag wurde in St. Antonius das Fest der Erstkommunion mal wieder gefeiert. Es sind Kinder von diesem Jahrgang, die jetzt dieses Fest feierten, eigentlich wären sie am „Weißen Sonntag“ dran gewesen. Aber in diesem Jahr ist eben alles verschoben und so hat gestern der Reigen der Erstkommunionen in St. Antonius begonnen. Es folgen noch 3 weitere (zwei sonntags und eine am Samstag).

Zelebrant des Gottesdienstes war Pfarrer Dederichs, der in seiner Ansprache auf den Festtag des Apostels Thomas (3. Juli) einging, der den etwas unrühmlichen Beinamen „der Ungläubige“ trägt, was er eigentlich nicht ist. Er ist eher der Zweifler, der nachfragt und überprüfen will, um dann am Ende zu Jesus zu sagen „Mein Herr und mein Gott“. Das kürzeste Glaubensbekenntnis, das es gibt. Mit diesem Satz veränderte sich das Leben des Thomas radikal und er wurde ein eifriger Nachfolger Jesu.


Trotz der eingeschränkten Rahmenbedingungen war es ein schöner und festlicher Gottesdienst. Am Ende strahlten alle Kinder beim gemeinsamen Gruppenbild in die Kamera und Kinder und Eltern freuten sich auf das gemeinsame Fest im Anschluss.

Thomas Ruland

 

Vor dem Schlusssegen gratulierte Pfarrer Dederichs Herrn Ruland zum Namenstag, den dieser am Fest des hl. Thomas gefeiert hatte und bedankte sich für dessen Engagement bei der Vorbereitung der Erstkommunikanten auf ihr großes Fest mit einer Flasche Wein.

Fotos: Karl-Heinz Renner


Patrozinium in St. Antonius (13.06.2021)

Bereits zum zweiten Mal musste Patrozinium in einem kleineren Rahmen, ohne das sich üblicherweise anschließende Gemeindefest, gefeiert werden. Pater Maria Arokiadoss (SdC) war Zelebrant und hielt die Festpredigt. Sängerinnen und Sänger des Kirchenchors unter Leitung von Gwendolyn Phear sangen die Gemeindelieder; Petrit Hamiti spielte die Orgel. Zusätzlich gab es festliche Musik für Trompete und Orgel, wobei Holger Bronner die Trompete spielte und Gwendolyn Phear ihn an der Orgel begleitete.


Eine Kantorin, Lektoren und ein paar Ministranten versahen ihren Dienst. Pater Arokiadoss hielt die Festpredigt: Der hl. Antonius von Padua werde heute vor allem zum Wiederfinden verlorener Sachen angerufen und unter anderem als Patron der Liebenden und Patron einer Reihe von Städten verehrt, darunter Lissabon, Padua, Paderborn und Hildesheim. Man wolle nun aber auf den wirklichen Antonius schauen, der um 1195 in Lissabon geboren worden war. Dabei stellte er seine außergewöhnliche Begabung als Prediger in den Mittelpunkt und zeigte Antonius als geeignetes Vorbild - auch für unsere Zeit. Der Heilige brannte für Gottes Wort. Schon zu Lebzeiten rankten sich Legenden um ihn. Dargestellt wird er oft mit dem Jesuskind auf dem Arm, dem Mensch gewordenen Wort Gottes. Im Sterben rief er: „Ich sehe meinen Jesus!“ Bereits 11 Monate nach seinem Tod am 13. Juni 1131 wurde er von Papst Gregor IX. heilig gesprochen.

Am Ende der Eucharistiefeier, als die letzten Trompetentöne verklungen waren, bedankte sich die Gottesdienstgemeinde mit spontanem Beifall für den – trotz Corona – gelungenen Patroziniums-Gottesdienst.

Fotos: Helmut Jahn

Text: Karl-Heinz Renner


Erstkommunionfeier im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes zum 11. Sonntag im Jahreskreis in Heilige Familie, Keltern-Dietlingen (13.06.2021)

Die Eucharistiefeier zelebrierte Pfarrer Thomas Stricker; die Gemeindelieder, die zum ersten Mal nach Monaten - wenn auch nur mit der Maske - wieder mitgesungen werden durften, wurden von Bernhard Kaburek an der Orgel begleitet. Ein Mädchen durfte in diesem Gottesdienst zum ersten Mal die heilige Kommunion empfangen. Nach der Eröffnung entzündete sie ihre Taufkerze an der Osterkerze, bevor die Gottesdienstgemeinde gemeinsam mit ihr das Taufversprechen erneuerte. Der Ansprache war der Text des Tagesevangeliums nach Markus (Mk 4, 1-34) zugrunde gelegt. „Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn.


Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.“ Jesus lädt im Gleichnis ein, darauf zu vertrauen, dass in jedem Menschen etwas wachsen kann und will. Liebende Aufmerksamkeit ist da besser als dauerndes Eingreifen und Korrigieren. Gegen alle Versuchung des aktiven „Machens“ stellt Jesus das Vertrauen in den Vordergrund, Vertrauen darauf, dass die gute Saat im Menschen wächst.

Direkt wandte sich Pfarrer Stricker an die Erstkommunikantin und wünschte ihr und ihrer Familie einen gelingenden Festtag. Die Feier der Erstkommunion, eingebettet in den ‚normalen‘ Sonntagsgottesdienst, ist etwas sehr Schönes – ein Erlebnis für alle Mitfeiernden. Noch mehrmals in diesem Corona-Jahr wird die Gottesdienstgemeinde Kinder, die unter Federführung von Gemeindereferent Thomas Ruland auf die Erstkommunion vorbereitet wurden, beim Empfang ihrer ersten heiligen Kommunion begleiten dürfen.

Bevor der Priester am Ende des Gottesdienstes die Gemeinde in den Sonntag und in eine neue Woche verabschiedete, ließ er sie wissen, dass dies seine letzte Eucharistiefeier in Dietlingen gewesen sei. Seine Zeit als Kaplan in der Kirchengemeinde Pforzheim gehe zu Ende. Im September werde er seine neue Stelle als Kooperator in der Seelsorgeeinheit „Wald“ in der Nähe von Sigmaringen antreten. Er bedankte sich für viele Begegnungen und gute Gespräche vor oder auch nach gemeinsam gefeierten Gottesdiensten.

Fotos und Text: Karl-Heinz Renner


Erstkommunion in St. Bernhard (06.06.2021)

Am 10. Sonntag im Jahreskreis durften ein Mädchen und ein Junge, die gemeinsam mit anderen Kindern von Gemeindereferent Thomas Ruland auf ihre Erstkommunion vorbereitet worden waren, im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes zum ersten Mal die heilige Kommunion empfangen. Pater Maria Arokiadoss (SdC) war Zelebrant und Bernhard Kaburek an der Orgel gestaltete gemeinsam mit den Sängerinnen Beatrice Fuhr-Herz und Gabriele Giek den musikalischen Teil. Zu Beginn wurden die Kommunionkerzen an der Osterkerze entzündet; die Gottesdienstgemeinde erneuerte das Taufversprechen, und der Priester besprengte sie zur Erinnerung an die Taufe mit Weihwasser.


Die Erstkommunikanten durften in zwei Abschnitten die Lesung vortragen, eine Ministrantin die Fürbitten beten.

Der Priester entwickelte seine Ansprache vom Tagesevangelium (Mk 3,20-35) her. Zitate waren Ausgangspunkte seiner Überlegungen: „Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben.“ und „Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.“

Nach dem Schlusssegen gratulierte Pater Arokiadoss sehr herzlich und wünschte den Familien einen gesegneten Festtag. Im Anschluss gratulierte man nicht nur den beiden Erstkommunikanten, sondern zu ihrem 18. Geburtstag der Schwester der Erstkommunikantin, die normalerweise ministriert, heute aber inmitten ihrer Familie die hl. Messe mitfeierte.

Mit dieser beeindruckenden Eucharistiefeier ist der Reigen einer ganzen Reihe von Erstkommunionfeiern in Pforzheim West eröffnet, die an den Sonntagen, zum Teil auch samstags bis zu den großen Ferien stattfinden werden.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Erstkommunion in St. Bernhard - nachgeholt vom Jahr 2020 (17.04.2021)

Ein Junge, der von Gemeindereferent Thomas Ruland auf seine Erstkommunion vorbereitet worden war, durfte am Samstag in der 2. Osterwoche im Rahmen einer festlichen Eucharistiefeier zum ersten Mal die heilige Kommunion empfangen. Pater Maria Arokiadoss (SdC) war Zelebrant und Bernhard Kaburek gestaltete den musikalischen Teil. Zu Beginn wurde die Kommunionkerze an der Osterkerze entzündet; die Gottesdienstgemeinde erneuerte das Taufversprechen, und der Priester besprengte sie zur Erinnerung an die Taufe mit Weihwasser.


Während der Erstkommunikant - unterstützt von Herrn Ruland - die Kyrie-Rufe las, übernahmen Mitglieder der Familie die Lesung, die Fürbitten und das Dankgebet vor dem Schlusssegen.

Pater Arokiadoss hatte die Emmaus-Geschichte nach Lukas als Evangeliums-Text (Lk 24, 13-35) ausgewählt, in der Jesus Christus als der Auferstandene verkündigt wird. Zu Beginn seiner Ansprache kam er mit dem Erstkommunikanten ins Gespräch und fragte ihn, was er denn bei der Vorbereitung auf den heutigen Tag erfahren und gelernt habe. Dann kam er zurück zur Emmaus-Perikope, die erzählt, wie die Jünger nach dem Tod Jesu Christi die Erfahrung seiner Gegenwart machen konnten: in der Schrift, in der Eucharistie und in der Gemeinschaft. In gleicher Weise können auch heute Menschen dem Auferstandenen begegnen und ihn als den Lebendigen erfahren.

Nach dem Schlusssegen gratulierte Pater Arokiadoss sehr herzlich und wünschte der ganzen Familie einen gesegneten Festtag.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Feier der Erstkommunion von fünf Kindern von St. Antonius - nachgeholt vom Jahr 2020 (10. April 2021)

Seit über einem Jahr waren die fünf Kinder auf den Empfang der ersten heiligen Kommunion durch den Gemeindereferenten Thomas Ruland auf diesen großen Tag vorbereitet. Eigentlich wollte man warten, bis die Corona-Pandemie vorüber sein würde. Da aber noch immer kein Ende absehbar ist, entschied man sich dafür, das Fest am Vorabend des Weißen Sonntags im Jahr 2021 zu feiern. Getrennt nach Familien und den geltenden Hygieneregeln entsprechend setzte man sich in die vorderen Kirchenbänke.


Petrit Hamiti übernahm die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes, der von Pfarrer Michael Dederichs zelebriert wurde. Zu Beginn der Feier versammelten sich die Kinder um den Altar, entzündeten ihre Kerzen an der Osterkerze und erneuerten das Taufversprechen, das einst ihre Eltern und Paten stellvertretend für sie gegeben hatten. Kyrie-Rufe, Fürbitten und ein Dankgebet wurden – unterstützt von Herrn Ruland – durch die Kinder gesprochen, die Lesung von einem der Väter vorgetragen.

Auch Pfarrer Dederichs hatte eine Erstkommunionkerze, anhand derer er in der Predigt beschrieb, dass eine solche Kerze ihn sein ganzes Leben hindurch begleitet habe, von der Taufe über die Erstkommunion, die Firmung bis hin zur Priesterweihe. Dann nahm er Bezug zum Evangeliums-Text nach Lukas (Lk 24, 13-35), in dem die Emmaus-Geschichte als Erfahrung zweier Jünger mit dem auferstandenen Jesus erzählt wird. Und sie sagten zueinander, als sie ihn am Brechen des Brotes erkannt hatten: „Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete?“ „Wofür brennen wir?“ fragte der Prediger.

Zum ‚Vater unser‘ versammelten sich die Kinder erneut um den Altar, und hier empfingen sie zum ersten Mal die heilige Kommunion.

Vor dem Schlusssegen dankte Pfarrer Dederichs allen, die diesen Festtag ermöglicht hatten, vor allem Herrn Ruland für die Vorbereitung der Kinder und wünschte den Familien einen Festtag, wie er unter Corona-Bedingungen möglich ist. Er jedenfalls würde diese Erstkommunionfeier ganz bestimmt in Erinnerung behalten!

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner

 


Ostersonntag (04.04.2021)

Der Ostersonntag ist gewissermaßen der Sonntag schlechthin, weil an ihm in besonderer Weise die Auferstehung Jesu gefeiert wird. Die Feier des Ostersonntags schließt auch das österliche Triduum ab. Das Feiern und die österliche Freude zeigen sich aber auch an den kommenden Sonntagen der Osterzeit: In der Kirche brennt die Osterkerze, die in der Osternacht entzündet wurde. Sie soll die Gegenwart des Auferstandenen bewusst machen. Vor dem Evangelium findet sich außerdem das „Halleluja“.


Immer wird die Liturgie des Ostersonntags mit größter Feierlichkeit begangen, auch während der Corona-Epidemie, soweit es die notwendigen Einschränkungen erlauben. Zelebrant in St. Antonius war Pater Maria Arokiadoss (SdC). Seine Predigt entwickelte er vom Evangelium des Ostersonntags her. Es berichtet von der Entdeckung des leeren Grabes und der Begegnung Marias von Magdala mit dem auferstandenen Christus (Joh 20,1-18). „Das eigentliche Ostergeschehen ist das Erlebnis einer Beziehung. Maria wird angesprochen. Es ereignet sich etwas zwischen ihr, der Apostolin, und dem unbekannten Gärtner. Da ist sie getroffen und berührt. Die Stummheit des Todes verwandelt sich in die Lebendigkeit des Gesprächs und der Beziehung. Dort ist Leben. Da wird uns der Osterglaube geschenkt.“

Mitglieder des Kirchenchors sangen unter Leitung von Gwendolyn Phear Osterlieder. Petrit Hamiti spielte dabei die Orgel. Zwei Oboist/innen (Nigel Anthony Benbow Treherne und Rinko Sasaoki) – an der Orgel begleitet von Gwendolyn Phear - bereicherten außerdem den Festgottesdienst mit ihrer Musik.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner

 

 


Osternacht (03.04.2021)

„Die Osternacht, in der Christus auferstanden ist, gilt als ‚Mutter aller Vigilien‘. In ihr erwartet die Kirche - nächtlich Wache haltend - die Auferstehung des Herrn und feiert sie in heiligen Zeichen.“


Dem entspricht der Aufbau der durch vier Teile geprägten Feier der Osternacht: Am Beginn dieser Vigil, also der Nachtwache, wird die brennende Osterkerze, in der Christus als das Licht („Lumen Christi“) angekündigt wird, in einer Prozession in die dunkle Kirche getragen. An ihr entzündet die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde ihre Kerzen, in deren Schein sie die Heilstaten Gottes in den Lesungen hört und sich in Gesang und Gebet zu eigen macht.

Im Exsultet, dem großen Danklied für das Licht der Osterkerze, das den Lesungen vorausgeht, heißt es, dass Jesus Christus das in seiner Auferstehung neu aufstrahlende Licht ist, der neue Morgenstern. Dort wird davon gesungen, dass die Gemeinde mit ihm, ihrem Herrn, gemeinsam aus Knechtschaft und Sklaverei in die Freiheit, vom Tod ins Leben, von der Nacht in den Tag, von der Finsternis ins Licht zieht.

Nach der sich anschließenden Predigt empfängt sie durch die Taufe neue Mitglieder, erneuert ihr eigenes Taufversprechen im Glaubensbekenntnis und betet Fürbitten.

Dieses mündet schließlich ein in die Mitte der Feier des Pascha-Mysteriums, in die Eucharistie.

Die vier Teile - Lichtfeier, Liturgie des Wortes, Tauffeier und Eucharistie - folgen so, aufeinander aufbauend, nacheinander. Sie markieren zugleich einen großen Spannungsbogen: von der Dunkelheit zum Licht, vom Tod zum Leben. In dieser Weise feiert die Kirche in der Liturgie der Osternacht Tod und Auferstehung Jesu Christi und verkündet seine Wiederkunft.

Mit dem feierlichen Ostersegen werden auch mitgebrachte Ostereier und Speisen gesegnet.

Pfarrer Michael Dederichs war Zelebrant, Prediger und konnte ein Kind taufen und so in die Gemeinde St. Antonius aufnehmen; Lektoren wirkten mit; Mitglieder der Schola mit ihrem Leiter Gerhard Grimm und dem Organisten Petrit Hamiti gestalteten die Liturgie musikalisch. Sie sangen unter anderem „Allein Gott in der Höh sei Ehr“(GL 170), das österliche Halleluja (GL 175, 2), „Das ist der Tag“ (GL 329) und „Gelobt sei Gott im höchsten Thron“ (GL 328).

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner

 


Karfreitag (02.04.2021)

An die Kreuzigung und den Tod Jesu erinnern Kirche und Gläubige am Karfreitag: Um 15 Uhr – zur Sterbestunde Jesu – kommen sie zur Karfreitagsliturgie zusammen, um des Leidens und Sterbens Jesu zu gedenken – in einer Feier, die sich völlig von anderen Gottesdiensten unterscheidet:


Geistliche und Messdiener legen sich zu Anfang auf den Boden bzw. verneigen sich tief. Nach der Lesung der Passionsgeschichte und einer Predigt folgt eine weitere Besonderheit: die Großen Fürbitten. In zehn Fürbitten für die ganze Kirche, die christlichen Konfessionen, nicht-christlichen Religionen, Atheisten sowie für die gesamte Welt bringen die Gläubigen ihre Anliegen vor Gott – allerdings ausführlicher als in den üblichen Gottesdiensten. Jede Fürbitte besteht aus drei Teilen: Zunächst wird die Gemeinde eingeladen, in einem bestimmten Anliegen zu beten: „Lasset uns beten…“ Es folgt Stille, die eigentliche Zeit des Betens. Nach der Stille folgt der dritte und letzte Teil der jeweiligen Fürbitte: Der Priester fasst das stille Gebet der Gläubigen zusammen. In einer Schlussoration bringt er es vor Gott: „Allmächtiger, ewiger Gott,…“

Es folgt die Kreuzverehrung: Ein mit einem violetten Fastentuch bedecktes Kreuz wird enthüllt und durch Kniebeugen der Gläubigen verehrt. „Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen“, ruft der Priester dreimal. Die Gläubigen antworten: „Kommt, lasset uns anbeten!“ Durch das Knien und die Kniebeugen huldigen Priester und Gemeinde Jesus Christus als König und Sieger, der durch seinen Tod am Kreuz der Welt das Leben bringt.

Es gibt keine Eucharistiefeier. Die Gläubigen beten das Vaterunser und empfangen die heilige Kommunion, zu der die konsekrierten Hostien vom Gründonnerstag geholt werden.

Die Karfreitagsliturgie endet mit einem Segensgebet ohne Kreuzzeichen – schließlich ist sie nur ein Teil, denn „die heiligen drei Tage sind in Wirklichkeit nur ein einziger Tag – und ein einziger Gottesdienst („Triduum Paschale“).

Das Kreuz bleibt zur weiteren Verehrung in der Kirche aufgestellt.

Pater Maria Arokiadoss (SdC) war Zelebrant der Karfreitagsliturgie in St. Antonius. Gwendolyn Phear (Sopran), Franziska Pflüger (Alt) und Petrit Hamiti (Tenor) gestalteten durch eine Reihe von Liedern aus dem Gotteslob die Liturgie musikalisch (a capella) mit. Darunter war selbstverständlich „O Haupt voll Blut und Wunden“ (GL 289) von Paul Gerhardt (1607-1676). Etwas ganz Besonderes an diesem Karfreitag war das „Stabat mater“ von Giovanni Battista Pergolesi (1710-1736). Es ist die berühmte Vertonung des Textes: „Stabat mater dolorosa, juxta crucem lacrimosa, dum pendebat filius.“ Die Musik drückt in betörend schöner Weise aus, was der Text beschreibt, nämlich „die tränenreiche Mutter, die voll Kummer unterm Kreuz steht, während ihr Sohn dort hängt“.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner

 


Gründonnerstag (01.04.2021)

Bei diesem Mahl am Abend vor seiner Kreuzigung brach und reichte Jesus seinen Jüngern Brot: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“. Ebenso gab er ihnen einen Kelch mit Wein: „Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden“. Sein Auftrag lautete: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (vgl. 1 Kor 11,24f). Mit dieser Handlung stiftete Jesus das gemeinsame Mahl als Zeichen seiner fortdauernden Gegenwart und eines neuen Bundes mit Gott. Die Eucharistiefeier wurde somit zur zentralen liturgischen Feier der Kirche, in der sie des Todes und der Auferstehung Jesu gedenkt und sein Opfer vergegenwärtigt.


Da die Feier der Eucharistie spezifischer Dienst des Priesters ist, gilt der Gründonnerstag zugleich als Tag der Einsetzung des Priestertums.

Bei der Wandlung wird der Stellenwert des Abends deutlich hervorgehoben. Zum einzigen Mal im Kirchenjahr werden die Worte im Hochgebet verändert: Dann heißt es „Denn in der Nacht, da er verraten wurde – das ist heute –, nahm er das Brot und sagte Dank…“ bzw. „Denn am Abend, an dem er ausgeliefert wurde und sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf – das ist heute –...“.

Der Gottesdienst beginnt feierlich, endet jedoch schlicht und in Stille: Zum Gloria spielt die Orgel, alle Kirchenglocken läuten und die Ministranten klingeln mit ihren Schellen. Danach verstummt die Orgel und die Messdiener benutzen nur noch Holzklappern. Auch die Glocken schweigen von diesem Zeitpunkt an bis zur Osternacht. Bei der 2. Lesung rückt die Eucharistie ins Zentrum: Sie berichtet vom letzten Abendmahl Jesu (1 Kor 11,23-26). Das Evangelium behandelt die Fußwaschung, die Jesus an seinen Jüngern vorgenommen hat (Joh 13,1-15). Neben der Eucharistie ist dies das zweite Vermächtnis Jesu am Gründonnerstag: Christen sollen einander sowie allen Menschen in tätiger Nächstenliebe dienen.

Am Ende des Gottesdienstes werden Blumen und Kerzen sowie das Altartuch aus dem Altarraum entfernt. Das symbolisiert Trauer und erinnert zugleich an die Überlieferung, nach der Jesus die Kleider vom Leib gerissen wurden.

Pfarrer Michael Dederichs und Pater Maria Desmond Uche (SdC) konzelebrierten in St. Antonius; Mitglieder der Schola unter Leitung von Gerhard Grimm und mit Petrit Hamiti gestalteten diese ganz besondere Eucharistiefeier durch eine ganze Reihe von Liedern musikalisch mit. Nicht fehlen durfte dabei „Beim letzten Abendmahle, die Nacht vor seinem Tod, nahm Jesus in dem Saale, Gott dankend, Wein und Brot. „Nehmt“, sprach er, „trinket, esset, das ist mein Fleisch, mein Blut, damit ihr nie vergesset, was meine Liebe tut!“ Dann ging er hin, zu sterben aus liebevollem Sinn, gab, Heil uns zu erwerben, sich selbst zum Opfer hin (GL 282).

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner

 


Palmsonntag in St. Antonius (28.03.2021)

Mit dem Palmsonntag begann bereits die zweite Karwoche in der Corona-Pandemie. Im Unterschied zur ersten finden jetzt allerdings Gottesdienste statt, bei denen Menschen eingeladen sind, diese mitzufeiern. Leider konnte keine Palmprozession vom Gemeindezentrum zur Kirche stattfinden und die Kirchenbesucher waren gebeten worden, in diesem Jahr ihre eigenen Palmsträuße mitzubringen und in den Händen zu halten.


Pfarrer Michael Dederichs war Zelebrant und Prediger. Wieder gestalteten Sängerinnen und Sänger aus dem Chor unter Leitung von Gwendolyn Phear, an der Orgel begleitet von Petrit Hamiti, den Gottesdienst musikalisch mit. Lektoren und der Priester trugen die Lesungstexte und die Passion vor; die Kantorin sang Psalmverse, unterbrochen von einem Kehrvers.

Wohl an keinem Tag im Kirchenjahr liegen Freud und Leid so nah beisammen wie am Palmsonntag. Beim triumphalen Einzug in Jerusalem wird Jesus gefeiert wie ein König. Der Evangelist Matthäus (21,7-11) beschreibt, wie die Jünger Jesus eine Eselin brachten und ihn daraufsetzten. „Sehr viele aus der Volksmenge aber breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg“, die Menschen, die ihm vorausgingen und die ihm folgten, riefen: „Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!“

Nach der Segnung der Zweige verkündet der Priester gemeinsam mit Lektoren erstmals in der Karwoche die Botschaft vom nahen Leiden und Sterben Jesu. „Die Freude, die wir beim Einzug Jesu in Jerusalem verspüren, schlägt um in Schmerz, wenn wir sehen, wie er zum Tode verurteilt und gekreuzigt wird“ (Papst Franziskus am 28.03.2021).

Nach dem Schlusssegen nehmen die Menschen ihre gesegneten Palmzweige mit nach Hause und stecken sie etwa hinter ein Kreuz oder an ein Heiligenbild – dies soll einen besonderen Schutz für das Haus und seine Bewohner bewirken.

 

Fotos: Helmut Jahn; Text: Karl-Heinz Renner

 

 


Verabschiedung von Herrn Peter Katzmarek in der St. Antoniuskirche am 5. Fastensonntag (21.03.2021)

Herr Peter Katzmarek versieht den Dienst als Mesner und Hausmeister in St. Antonius seit nahezu 10 Jahren. Als er am 01. September 2011 die Stelle antrat, hatte er bereits mehr als zwei Jahre hindurch als Stellvertreter von Herrn Kynast viel Erfahrung sammeln und sich in den neuen Beruf einarbeiten können. Zum 30. April dieses Jahres tritt er in den Ruhestand. Da er noch Urlaub hat, ist sein aktiver Einsatz bereits zu Ende!

Zur Verabschiedung bot sich der 5. Fastensonntag an, denn der Leiter der Kirchengemeinde Pforzheim, Pfarrer Georg Lichtenberger, war als Zelebrant angekündigt. Leider war in Corona-Zeiten an einen Stehempfang im Gemeindesaal allerdings gar nicht zu denken.


In den vergangenen 10 Jahren, seit dem Dienstantritt von Herrn Katzmarek, hat sich etliches verändert. Damals gab es noch viel mehr Katholiken in Pforzheim und drei investierte Pfarrer, den verstorbenen Pfarrer und Dekan Bernhard Ihle, Pfarrer Dr. Johannes Mette, der mittlerweile Pfarrer in Lahr ist und Pfarrer Georg Lichtenberger. Aus vier Seelsorgeeinheiten mit 6 Pfarrgemeinden und 4 Filialen entstand die große Kirchengemeinde Pforzheim. Pfarrer Lichtenberger ist heute unser Leitender Pfarrer. Obwohl es zwar noch weitere Priester gibt, hat aber die Anzahl der Gottesdienste zwangsläufig abgenommen. Da unsere Kirchengemeinde gegenüber den Vorgaben der Diözese inzwischen im Verhältnis zur Katholikenzahl zu viel Nutzfläche in ihren Gebäuden hat, wird es auch da in den kommenden Jahren Veränderungen geben.

Kurzum nicht mehr jede bisherige Vollzeitstelle kann auch in Zukunft eine Vollzeitstelle bleiben! Einen Teil der bisherigen Aufgaben von Herrn Katzmarek wird künftig Herr Schübilla übernehmen, der bisher als Mesner und Hausmeister hauptsächlich in St. Bernhard und in Heilige Familie in Dietlingen tätig ist. Für St. Antonius suchen wir Personen, die ausschließlich den Mesnerdienst übernehmen sollen (vergl. Pfarrbrief Nr. 4).

 

Als Sprecher des Gemeindeteams und im Namen der Gemeinde St. Antonius wandte sich am Ende des Gottesdienstes Karl-Heinz Renner an Herrn Katzmarek und dankte ihm ganz herzlich für seinen Einsatz und das solide Arbeiten, was ihn in den Jahren seiner beruflichen Tätigkeit auszeichnete. Er drängte sich nie in den Vordergrund, sondern blieb meist bescheiden im Hintergrund! „Einen engagierten, zuverlässigen, hilfsbereiten und fachlich ausgewiesenen Mitarbeiter - natürlich auch mit Ecken und Kanten und eigenem Kopf - verliert man nicht gerne. Wir sind dankbar, dass wir Sie 10 Jahre als Mesner und Hausmeister haben durften. Für Ihren - bestimmt aktiven -Ruhestand wünschen wir Ihnen den Segen Gottes!“ Pfarrer Georg Lichtenberger dankte für die Kirchengemeinde und schloss sich den guten Wünschen an. Als Abschiedsgeschenk überreichte er einen Essensgutschein - denn irgendwann werden auch die Restaurants wieder öffnen - damit Herr Katzmarek bei einem gemeinsamen Mittagessen mit seiner Frau die Zeit als Mesner und Hausmeister in St. Antonius gedanklich noch einmal Revue passieren lassen kann!

Text: Karl-Heinz Renner; Fotos: Helmut Jahn


4. Fastensonntag in St. Antonius – „Offener Nachmittag“ (14.03.2021)

Der vierte Fastensonntag trägt den lateinischen Namen „Laetare“, was „Freue dich“ bedeutet. Aus welchem Grund ist das so? Ganz einfach: Die Mitte der Fastenzeit ist überschritten, und Ostern kommt näher. Dieser Tag hat einen fröhlicheren Charakter als die vorangegangenen Fastentage und kündet von der Freude auf das kommende Osterfest.

Pater Arokiadoss war Zelebrant und Prediger. „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat (vgl. Joh 3,14–21)“, ist einer der Kernsätze des Tagesevangeliums.


Unter Leitung von Gerhard Grimm, der auch die Orgel spielte, gestalteten Mitglieder der Schola diese Eucharistiefeier mit. Zu Beginn sangen sie die ersten beiden Strophen des Liedes „Bekehre uns, vergib die Sünde, schenke, Herr, uns neu dein Erbarmen“ (GL 266). Das Ordinarium, also Kyrie, Credo, Sanctus und Agnus Dei, stammte aus der vierten Choralmesse (GL 117 ff), die speziell für die Fasten- und die Adventszeit vorgesehen ist. Während der Gabenbereitung und zur Kommunion erklang Orgelmusik und als Schlusslied sangen die Sängerinnen und Sänger stellvertretend für die Gemeinde „Aus Herzensgrund ruf ich zu dir“ (GL 780). Die dritte Strophe lautet: „Auf Gott, du meine Zuversicht, auf dich will ich vertrauen, vom Morgen bis die Nacht anbricht, auf deine Güte bauen. Denn du bist stets zur Gnad bereit, am Ende voll Barmherzigkeit lässt du dein Heil mich schauen.“

Nach dem für die Corona-Zeit recht gut besuchten Gottesdienst trafen sich Mitglieder des Gemeindeteams und weitere ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, um im Pfarrsaal die Vespertüten für die Gäste des „Offenen Nachmittags“ vorzubereiten. Nach 2020 war in diesem Jahr erneut kein Zusammensein möglich. Für viele Menschen wäre aber genau das der Höhepunkt der Woche, könnten sie doch mit Freundinnen und Freunden einen geselligen, kurzweiligen Nachmittag verbringen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Waren es früher immer zwischen 120 und 130 Gäste, die an den Sonntagnachmittagen in die Gemeindehäuser oder Pfarrsäle kamen, so pendelten sich die Zahlen im Corona-Winter auf maximal 70 Besucher/innen ein.

Für die Zeit zwischen 14.00 und 15.00 Uhr war die Möglichkeit gegeben, sich eine Tüte für Zuhause abzuholen. Bereits eine Stunde zuvor standen die Ersten vor der Tür und warteten. Um 15.00 Uhr waren gut 70 Tüten ausgegeben. Weitere 15 Tüten durften die Menschen mitnehmen, die bis zum Schluss geduldig in der Kälte gewartet hatten, denn vielleicht würde es für sie noch eine der Reservetüten geben. Man wusste ganz genau, dass es bei uns in Pforzheim-West immer genug für alle gab!

Wie im vergangenen Jahr bedankten sich viele und gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass man 2022 wieder als Gast, aber dann für ein paar Stunden in den Pfarrsaal kommen dürfe!

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Klagemauer in der Herz Jesu Kirche

KLAGEMAUER


In diesen Coronazeiten ist es besonders schwer, von unseren Verstorbenen Abschied zu nehmen. So viele Begegnungen und viele der Halt gebenden Rituale sind nicht möglich. Mit einer Klagemauer in der Herz Jesu-Kirche möchten wir bewusst ein Zeichen setzen, das Raum für Trauer sein soll.


An der Mauer finden sich Psalmtexte oder auch unbeschriebene Zettel. Wer möchte, darf in der Mauer eine Notiz, eine Bitte, einen Namen hinterlassen. An der Mauer gibt es auch eine Liste mit Ansprechpersonen, mit denen Sie ein Gespräch am Telefon oder in der Sakristei vereinbaren können.

 

 


Zeichen auf dem Weg auf Ostern zu ...

In der Fastenzeit, der österlichen Bußzeit, in der wir uns auf das Fest der Auferstehung Jesu vorbereiten, sind unterschiedliche Zeichen in unseren Kirchen zu sehen.

In manchen Kirchen werden Kreuze, Bilder und der Altar mit violetten Tüchern verhüllt. Es gab ja auch Zeiten, in denen das Kreuz als Sieges- und Triumphzeichen vorausgetragen wurde. Der mittelalterliche Brauch bezieht sich auch auf Joh 8,59, wo es heißt „Jesus verbarg sich vor ihnen“. Damit wird die Erfahrung aufgegriffen, die uns manchmal plagt: Es gibt Momente, Situationen, Augenblicke, in denen wir von Gott überhaupt nichts sehen, spüren, erfahren. Ich frage mich dann schon ab und zu mal: „Ist er über- haupt (noch) da? In meinem Leben? In unserer Welt? In unserer Gesellschaft?“ Situationen der Abwesenheit Gottes, die zu unserem Glauben gehören. Auch diese wollen auf dem Weg auf Ostern zu miteinander durchgestanden werden. Gerade in diesen Erfah- rungen wollen wir uns nicht allein lassen.

In anderen Kirchen scheint gerade das Gegenteil der Fall: Das Kreuz ist offensichtlich. Es liegt, vielleicht auf violetten Tüchern, auf den Altarstufen. Der Mittelgang führt als Weg auf die- ses Kreuz zu. Oft finden sich dann Stifte und Zettel in den Kirchen. In St. Elisabeth und Liebfrauen sind es in diesem Jahr Fußspuren. Aus dem Gemeindeteam kam die Idee, damit eine Verbindung mit dem aktuellen Hungertuch herzustellen, auf dem das Röntgenbild eines verletzten Fußes zu sehen ist. Mit allem was unseren Schritt schwer macht, mit Wegen, die wir im Moment nicht gehen können, aber auch mit allem, wofür wir – manchmal auch mit Risiko und den entsprechenden Konsequenzen – ein- und aufstehen, kom- men wir zum Kreuz Jesu. Es lädt uns ein, dort alles abzulegen, was uns weh tut, traurig macht, worunter wir leiden. In all dem sind wir von Jesus getragen, der selbst sein Kreuz tragen musste...

In vielen unserer Kirchen ist in dieser Zeit das aktuelle Hungertuch aus Chile zu sehen. Es passt auch deswegen besonders gut zu uns, weil es auf die Bibelstelle Bezug nimmt, die auch im Leitsatz unserer Kirchengemeinde vorkommt: „Du stellst unsere Füße auf weiten Raum....“ (Ps 31,9). Flyer und Meditationsheftchen sollen helfen, einen persönlichen Zugang zum Hungertuch zu finden. Sie laden dazu ein, auch einfach mal ab und zu einige Augenbli- cke in unseren offenen Kirchen vor dem Hungertuch zu verweilen. Bestimmt wird auch immer wieder in unseren Gottesdiensten auf dieses Hungertuch Bezug genommen.

 

In der Herz Jesu-Kirche werden Sie vielleicht über eine Mauer staunen. Dazu kam die Idee aus einem Treffen des Arbeitskreises Trauerpastoral in unserem Dekanat. Abschiednehmen und trauern ist in dieser Zeit oft gar nicht so richtig möglich. Wir können unsere Kranken und Sterbenden in Kliniken, Heimen und zu Hause nicht so besuchen und begleiten, wie wir dies von Herzen wollen. Auch bei den Trauerfeiern ist ja die Anzahl der Teilnehmenden begrenzt. Die „Mauer“ in der Herz Jesu-Kirche möchte daher Gelegenheit bieten, Trauer, Klage, Schmerz und Abschied einen Raum zu geben und vor Gott hin zu tragen.

Ich finde eine ziemlich große Vielfalt von unterschiedlichen Zeichen, die uns in dieser Zeit begleiten und uns stärken können. Hoffentlich ist auch ein Zeichen für Sie dabei. Herzlichen Dank allen aus den Gemeindeteams und aus dem Kreis der Hauptamtlichen in der Pastoral, die mithelfen, dass wir in unserem Glauben lebendig und mutig miteinander unterwegs sein können – und dass wir dann auch froh und befreit miteinander feiern dürfen, dass die Liebe Gottes in Jesus stärker ist als der Tod!

 

Herzliche Grüße Georg Lichtenberger, Pfarrer


Ökumenische Passionsandachten im Westen von Pforzheim – März 2021 „Texte aus dem Lukasevangelium“ (02.03.2021)

Die erste Andacht dieser Reihe am 03. März in der St. Antoniuskirche hatte zum Thema: „Der Fischzug des Petrus“. Sängerinnen und Sänger aus dem Chor unter Leitung von Gwendolyn Phear und an der Orgel begleitet von Petrit Hamiti sangen zu Beginn das Lied: „Ich seh empor zu den Bergen“ (GL 847). Nach der Begrüßung durch Gemeindereferent Thomas Ruland betete man Psalm 118. Es folgte die Lesung aus dem Lukas-Evangelium (Lk 5,1-11): „Auf dein Wort hin werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie und sie fingen eine große Menge Fische.“


Der Pfarrer der evangelischen Gemeinde an der Christuskirche, Thomas Müller, betrachtete in seiner Ansprache die gehörten Verse aus dem Lukasevangelium und deutete sie für unsere Zeit.

Die ersten beiden Strophen des Liedes „Aus Herzensgrund ruf ich zu dir“ (GL 780) folgten durch die Sängerinnen und Sänger. In den Fürbitten wurde darum gebetet, dass sich junge Menschen unter dem Kreuz versammeln, um Jünger der Botschaft Jesu Christi zu werden, dass sie Einheit und Gemeinschaft erfahren und um den Geist Gottes, damit sie klar erkennen, welchen Weg sie gehen sollen.


Die ausgesprochenen und die nicht ausgesprochenen Bitten wurden im „Vater unser“ zusammengefasst. Bevor der Gottesdienst mit dem Segen und einem sehr behutsam vorgetragenen Orgelspiel zu Ende ging, wurde die dritte Strophe des Liedes (GL 780) gesungen: „O Gott, du meine Zuversicht, auf dich will ich vertrauen, vom Morgen bis die Nacht anbricht, auf deine Güte bauen. Denn du bist stets zur Gnad bereit, am Ende voll Barmherzigkeit lässt du dein Heil mich schauen“.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


2. Advent in St. Antonius (06.12.2020)

Wieder gab es eine musikalische Besonderheit in dieser Eucharistiefeier, die Pater Arokiadoss zelebrierte: Gerhard Grimm spielte die Orgel und Mitglieder der Schola, deren Leiter er ist, sangen zur Eröffnung aus ‚O Heiland, reiß die Himmel auf‘ (GL 231) die ersten beiden Strophen. Zum Kyrie folgte ‚Tau aus Himmelsöhn‘ (GL 158), zum Antwortpsalm ‚Seht, unser König kommt; er bringt seinem Volk den Frieden‘ (GL 263) und der ‚Halleluja-Ruf‘ (GL 175, 5). ‚Sanctus, sanctus, sanctus Dominus Deus Sabaoth‘ (GL 106) erklang vor der Wandlung und das ‚Vater unser‘ (GL 661, 8) wurde mehrstimmig gesungen. Aus ‚Wir sagen euch an den lieben Advent‘ (GL 223) rundeten die ersten beiden Liedstrophen den Gottesdienst ab.


In seiner Ansprache nahm Pater Arokiadoss Bezug auf den heutigen Evangeliumstext (Mk,1, 1-8): Johannes... verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

Nach dem Segen wünschte der Zelebrant der Gemeinde einen schönen Sonntag, eine gute Woche und „Bleiben Sie gesund!“

Text und Bilder: Karl-Heinz Renner


Der Nikolaus in Pforzheim-West (05.12.2020)

Im Pastoralen Raum Pforzheim-West (St. Antonius, St. Bernhard und Heilige Familie Dietlingen) ist es guter Brauch, dass alle Kinder am Fest des hl. Bischof Nikolaus zu einem Gottesdienst mit dem Gemeindereferenten Thomas Ruland in die St. Antoniuskirche eingeladen sind. Am Ende kommt der Nikolaus und bringt jedem Kind ein kleines Päckchen, von fleißigen Händen vorbereitet.
Im Corona-Jahr war dies natürlich so nicht möglich! Aber einfach ausfallen lassen wollte man das Fest des Heiligen nicht! Deshalb wurden alle Kinder durch Flyer, auf denen der ‚heilige Mann‘ mit Mundschutz abgebildet war, eingeladen, am Samstag, den 05. Dezember zwischen 14.00 und 16.00 Uhr in die Kirche zu kommen, wo der ‚heilige Nikolaus‘ mit eben diesem Mundschutz auf die Kinder wartete, mit ihnen ein paar Sätze wechselte, ihnen ihr Päckchen überreichte und sie wieder nach Hause entließ.


Auf diese Weise verteilte sich der Besuch von mehr als 110 Kindern gleichmäßig auf einen langen Zeitraum. Durch einen Eingang konnte die ständig durchlüftete Kirche betreten und durch einen anderen Eingang wieder verlassen werden. Die Mindestabstände wurden auf diese Weise gewahrt, und nicht nur die Kinder, auch der ‚heilige Nikolaus‘, für den ein Kind sogar ein selbstgemaltes Bild mitgebracht hatte, freuten sich über den ganz anderen, aber doch sehr gelungenen Nikolausabend.

Text und Bilder: Karl-Heinz Renner