St. Elisabethenhaus und St. Theresienhaus

Kurat Otto Kern (1915-1925) konnte das „Haus Salem“ in der Westlichen 121 kaufen, und er erreichte, dass im November 1919 Freiburger Vinzentinerinnen ins „neue St. Elisabethenhaus“ einzogen. St. Antonius hatte endlich eine Schwesternstation mit Kindergarten, Nähschule und ambulanter Krankenpflege. Leider wurden die Schwestern vom 1. Dezember 1929 an im neu erbauten Theresienkrankenhaus in Mannheim gebraucht. Aber Kurat Karl Faller (1925-1963) erreichte, dass bereits am 11. Dezember 1929 Dominikanerinnen aus Neusatzeck/Bühl ihre Nachfolge antraten.

St. Elisabethenhaus (Schwesternstation mit Kindergarten und Nähschule), Westliche 121, zerstört am 23. Februar 1945
St. Elisabethenhaus (Schwesternstation mit Kindergarten und Nähschule), Westliche 121, zerstört am 23. Februar 1945


Das St. Theresienhaus im Arlinger, zugleich Kapelle und Schwesternstation mit Kindergarten, Nähschule und ambulanter Krankenpflege, wurde auf einem von Gärtnermeister Kamm erworbenen Grundstück nach Plänen der Architekten Theo Preckel und Eduard Wolf erbaut und am 18.04.1931 durch Herrn Dekan Gehrig von Neuhausen eingeweiht. Auch für die Menschen in den Siedlungen Arlinger und Brühl kamen Dominikanerinnen aus Neusatzeck.

Das St.Theresienhaus, 1931 Kinderschule mit Kapelle.
Das St.Theresienhaus, 1931 Kinderschule mit Kapelle.

Die Schwesternstationen werden aufgelöst

Der Nachwuchsmangel war für die Priorin von Neusatzeck so bedrückend, dass sie zum 1. November 1986 die Schwesternstation St. Elisabeth auflösen musste, weil sie die Schwestern dringend in einem klostereigenen Haus brauchte. Die vielen Aufgaben der Schwestern mussten von anderen Menschen übernommen und das Elisabethenhaus umgebaut werden. Am 9. September 1989 konnte der erweiterte Kindergarten wieder seiner Bestimmung übergeben werden. Seit Ostern 1991 schmücken Majolika-Platten die Fassade neben dem Haupteingang des St. Elisabethenhauses, auf denen Anina Gröger die Geschichte der hl. Elisabeth von Thüringen dargestellt hat.

St. Elisabethenhaus (Schwesternstation mit Kindergarten und Nähschule), Maximilianstraße 99, eingeweiht am 06. Juli 1952
St. Elisabethenhaus (Schwesternstation mit Kindergarten und Nähschule), Maximilianstraße 99, eingeweiht am 06. Juli 1952

Im Jahr 1989 musste auch die Schwesternstation in St. Bernhard geschlossen werden. In der Folge wurde auch das Theresienhaus umgebaut: aus der früheren Kapelle entstand der Theresiensaal, so dass heute für Feste – unabhängig vom Kirchenraum – ein Saal zur Verfügung steht.