Artikel mit dem Tag "Margarete Hosbach"



26. Juni 2020
Letzte Woche im Stadtbus: Eine Frau bekommt plötzlich einen Hustenanfall. Erschrockene Blicke von den Leuten in Ihrer Nähe, alle gehen aus Angst vor Ansteckung reflexartig etwas mehr auf Abstand. Sie selbst schaut mit hochrotem Kopf um sich und stammelt vor sich hin: „Entschuldigung! Kein Corona, ist nur meine Allergie!“ Das Virus ist fies, weil es nicht sichtbar ist, nicht offensichtlich, nicht erkennbar und gerade darin liegt die Gefahr. Vorsicht ist angesagt.
12. Juni 2020
Mit Leidenschaft und Eifer hat der Prophet Elija für seinen Gott gekämpft. Alle seine Kräfte hat er aufgeboten, um das Volk daran zu hindern, von Gott abzufallen und sich anderen Göttern zuzuwenden. Nun ist er am Ende, er fühlt sich allein, verlassen von seinen Mitmenschen und sogar von Gott. Sein Tun erscheint ihm zwecklos und sinnlos. Eine depressive Welle erfasst ihn. Er mag nicht mehr. Er kann nicht mehr. Und er flieht weit weg bis zum Gottesberg Horeb.
05. Juni 2020
Was Freundschaften angeht, waren die letzten Wochen nicht gerade einfach. Und manche Freundschaft wurde vermutlich ganz schön auf die Probe gestellt oder zumindest auf Eis gelegt. Wenn Beziehungen und Freundschaften nicht gepflegt werden, drohen sie zu verkümmern – heißt es zumindest immer. So richtig engen Kontakt halten konnten wir in der Coronakrise dank Telefon und sozialen Medien wenigstens zur Familie und einigen „Best Friends“. Und die andern, die etwas losen Freundeskreise in...
29. Mai 2020
Immer noch sind wir im Mai – in der Tradition der katholischen Kirche auch als Marienmonat bezeichnet. Vielerorts sind die Marienaltäre in dieser Zeit mehr als sonst geschmückt. Wenn es keine Versammlungsbeschränkungen wegen Corona gibt, treffen sich Gläubige zum Rosenkranz und zu Maiandachten. Viele Menschen fühlen sich von Maria besonders verstanden, weil sie als Frau und Mutter alle Facetten des Lebens durchlebt hat, die auch wir heute kennen: Unsicherheit, Angst, Freude und...
08. Mai 2020
Rein zufällig zappte ich am Dienstag in eine Sendung des ZDF mit dem Titel: „Deutschland von oben 1945“ (in der Mediathek noch abrufbar). In einer der ersten Szenen war im Überflug Pforzheim vor der Zerstörung mit der wunderschönen evangelischen Stadtkirche am Zusammenfluss von Enz und Nagold, sowie das frühere Rathaus zu erkennen, dann in etwa gleicher Perspektive die ausgebombte Stadt. Ganz ähnliche Bilder und Perspektiven von anderen Städten. Unfassbar, welche...
24. April 2020
Was für eine traumhafte Vorstellung: an einem schönen Frühlingstag inmitten einer Masse von hunderten, tausenden von Menschen auf einer Wiese sitzen. Einfach so, in Gruppen, eng zusammen, ohne Abstandsregeln, einfach sorglos... Dieses Bild kam mir in den Sinn, als ich Anfang der Woche die Tagestexte für den Freitag dieser Woche angeschaut und die Stelle von der Speisung der 5000 im Johannesevangelium gelesen habe.
10. April 2020
Es sind schwere Tage und Wochen, die wir alle gerade durchleben. Kaum jemand, der nicht von der Corona-Pandemie betroffen ist, kaum jemand der nicht voller Sorgen und voller Verunsicherung ist: Wege der Angst – Wege des Leids – Wege der Trauer. Wege, die auch Jesus auf seinem Leidensweg gegangen ist. Einige Gedanken zu drei Kreuzwegstationen aus der Elisabethkirche in der Corona-Zeit: