Berichte

Serenadenkonzert im "Pfarrgarten von St. Antonius" - Eine musikalische Reise zur Nacht (14.07.2018)

Karl-Heinz Renner, Sprecher des Gemeindeteams, begrüßte die Gäste, die zum 8. Serenadenkonzert zugunsten bedürftiger Pforzheimerinnen und Pforzheimer in den Pfarrgarten gekommen waren - unter ihnen auch in diesem Jahr Pfarrer Thomas Müller von der Gemeinde an der Christuskirche. Alexandra-Tatjana Baur und Andreas Renner führten in bewährter Weise durch das anspruchsvolle Programm. Ganz nebenbei erfuhren die Besucherinnen und Besucher Interessantes über die Komponisten und ihre Werke. Beatrice Fuhr-Herz (Sopran), die ‚Erfinderin’ der Serenadenkonzerte zugunsten Bedürftiger in unserer Stadt, eröffnete mit ‚l’heure exquise’ – ‚die besondere Stunde’ von Raynaldo Hahn (1875-1947) die ‚musikalischen Reise zur Nacht’. In bewährter Weise wurde sie von Stefan Baur am E-Piano begleitet. Als typisches Beispiel für Robert Schumanns (1810-1856) Stil folgte ‚Deine Stimme’. ‚Ich stand in dunklen Träumen’ von Schumanns Ehefrau Clara Schumann (1819-1896) schloss sich an.

Das Programm bot eine bunte Mischung vom Kunstlied bis zum Gute-Laune-Hit; so war wirklich für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Auch Maria Schmalz mit ihrer Violine bereicherte erneut den Konzertabend; mit ihr gemeinsam musizierte am E-Piano Adrian Herz. Die beiden hatten für das Konzert drei Musikstücke vorbereitet.

Fanny Hensel geborene Mendelssohn-Bartholdy (1805-1847) war von ihrer Familie strengstens untersagt worden, ihre Kompositionen zu veröffentlichen. Aus ihrem später dennoch publizierten Werk trug Beatrice Fuhr-Herz mit ihrer schönen Sopranstimme ‚Schwanenlied’ vor, dann von Franz Liszt (1811-1886) ‚Es muss ein Wunderbares sein’ und von Hugo Wolf (1860-1903) ‚Morgentau’.

Mikey Stevens sorgte - von Klaus Beffert am Akkordeon begleitet - mit seiner erfrischenden Art dafür, dass das Publikum ganz entspannt in die Pause gehen konnte, in der Mitglieder der Radfahrer-Gruppe zugunsten der Arbeit von Monsignore Karl Binder in Brasilien diverse Getränke anboten. Pfarrer Michael Dederichs hatte Brotkonfekt gebacken.

Nach der Pause sang Beatrice Fuhr-Herz zunächst ein Lied von dem Liedkomponisten schlechthin, nämlich von Franz Schubert (1797-1828), ‚Nacht und Träume’, dann von Richard Wagner (1813-1883) ‚Träume’ und von Eduard Künneke (1885-1953) aus der Operette ‚Der Vetter aus Dingsda’ das Lied ‚Strahlender Mond’. Damit leitete sie über zu gemeinsam mit Mikey gesungenen Liedern. Mit Chansons von Édith Piaf (1915-1963) beendete Frau Fuhr-Herz das Programm.

Lang anhaltender Beifall – vor und nach der Zugabe – und das Mitsingen des einen oder anderen Liedes waren Dank für diesen wieder sehr gelungenen Serenadenabend. In seinem Schlusswort dankte Karl-Heinz Renner den Mitwirkenden, Jürgen Herz, der, wie gewohnt, für die Technik verantwortlich war und dabei von Raffael Pfohl unterstützt wurde, der Radfahrer-Gruppe, den Moderatoren und Stefan Baur, der die Moderations-Texte geschrieben hatte, und dem Publikum, das mit 317 € das Anliegen des Abends unterstützte.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Die Frauengemeinschaft St. Antonius beim Spargelessen und auf dem Michaelsberg (14.06.2018)

Die Frauengemeinschaft hatte auf Donnerstag, den 14. Juni zu einem Ausflug nach Bruchsal eingeladen, wo zunächst das traditionelle Spargelessen auf dem Programm stand.

Danach ging die Fahrt mit dem Bus nach Untergrombach auf den Michaelsberg, wo Gemeindereferent Thomas Ruland mit der Gruppe eine Andacht in der Michaelskapelle feierte. Bei Kaffee und Kuchen ließ man den gelungenen Tag ausklingen, bevor man dankbar wieder zurück nach Pforzheim fuhr.

Frauengemeinschaft St. Antonius


"Wer glaubt, ist nie allein!" - Patrozinium und Pfarrfest in St. Antonius (24.06.2018)

Pfarrer Bernhard Ihle war Hauptzelebrant; Pfarrer Michael Dederichs und Kaplan Philipp Ostertag konzelebrierten. „Heilige sind Modelle des Glaubens“ stellte Pfarrer Ihle in seiner Festpredigt fest. In Antonius von Padua (1195-1231), dem bekanntesten Franziskaner der damaligen Zeit, der mit seinen Predigten die Massen anzog und durch seine Verkündigung des Evangeliums bei vielen einen Aufbruch zur Versöhnung bewirkte, hat Gott uns einen Heiligen zur Seite gegeben, der uns tragen kann, aufrichtet und zur wahren Gemeinschaft zusammenführt: „Wer glaubt ist nie allein!“

Der Kirchenchor sang unter Leitung von Carl Burger. An der Orgel begleitete ihn Petrit Hamiti. Zum Einzug und beim Auszug spielte er gemeinsam mit der Harfenistin Birke Falkenroth (auf dem Gruppenbild dritte von links). Zum Kyrie waren (von links) Carl Burger, Bass, Marnie Reckenberg, Sopran und Götz Thumm, Tenor mit ‚Te cum Principium’ zu hören, Marnie Reckenberg und Götz Thumm nochmals mit dem ‚Benedictus’.

Nach der Kommunion berichteten Mädchen und Buben aus der Kinderkirche. Mit dem „Antoniuslied“ endete das festliche Hochamt. Karl-Heinz Renner lud als Sprecher des Gemeindeteams ein, im und ums Gemeindezentrum weiter zu feiern. ‚Wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn’, hieß es im Tagesevangelium, sagte er und meinte, es sei doch der schönste Lohn für alle, die sich für das Patrozinium und das Pfarrfest engagiert hatten, wenn möglichst viele die Einladung annehmen würden.

Der Saal füllte sich allmählich, und auch an den außen aufgestellten Tischen nahm so mancher Gast Platz. Tombola-Lose wurden verkauft, die Gewinne ausgegeben. Passend zum Thema des Tages eröffnete der Kindergarten nach dem Mittagessen das Programm mit ausgewählten Liedern (‚Körperteilblues’, ‚Gott mag Kinder große oder kleine’, ‚Ich zeige dir meine offene Hand’), die einen Eindruck von der Arbeit der Erzieherinnen mit den Kindern ermöglichten. Zum Schluss wurden als Erinnerung Lesezeichen verteilt mit dem Text „Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ Danach waren die Kinder in den Kindergartenhof zum Spiel eingeladen, wo auch Waffeln gebacken wurden. Die Ministranten ließen in einem Ratespiel Tischmannschaften gegeneinander antreten und Helmut Jahn hatte sich ein nicht ganz leichtes Rätsel rund um das ‚Gotteslob’ einfallen lassen. Auch Pfarrer Thomas Müller von der Gemeinde an der Christuskirche war wieder unter den Gästen. Er wurde sehr herzlich begrüßt, wie auch Philipp Ostertag, der bis zum 04. September Ferienvertretung in der Kirchengemeinde mit Schwerpunkt Pforzheim-West machen wird. Karl-Heinz Renner gab mit einer Powerpoint-Präsentation einen Überblick über die Ereignisse in St. Antonius seit dem ‚Patrozinium und Pfarrfest’ des Jahres 2017. Am Ende des Nachmittags bedankte er sich bei allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten: bei den Priestern, beim Gemeindereferenten, bei der Kirchenmusik, bei den Ministranten und beim Mesner, bei allen die die Kirche und den Saal geschmückt hatten - insbesondere bei der Bastelgruppe -, bei denen, die die Tische, Stühle und Bänke aufgestellt hatten, beim Küchenteam und den fleißigen Menschen am Grill und bei der Getränkeausgabe, am Salat- und am Kuchenbuffet, bei allen, die das Essen gekocht, die Salate vorbereitet und Kuchen gebacken hatten, bei allen Spendern, bei allen, die zum Programm beitrugen - vor allem beim Kindergarten -, bei allen, die an irgend einer Stelle zum Gelingen des Festes ihren Beitrag leisteten – ob genannt oder nicht genannt und bei allen die da waren – denn, was wäre ein Fest ohne die Menschen, die mitfeiern!

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Helmut Jahn und Karl-Heinz Renner


Diakonenweihe von Manuel Gärtner in Gengenbach (17. Juni 2018)

Begleitet von Ministranten, Priestern und Diakonen zogen die acht Weihekandidaten gemeinsam mit Erzbischof Stephan Burger in die Stadtkirche St. Marien in Gengenbach ein, wo sich schon eine große Gottesdienstgemeinde versammelt hatte.

In seiner Predigt knüpfte der Erzbischof an Erfahrungen an, die er vor kurzem auf der Pilgerfahrt der Erzdiözese nach Lourdes gemacht hatte. „Zu erleben, wie die Kranken auf ihren Wagen oder Rollstühlen bei den Prozessionen gezogen oder auch geschoben werden, zeigt eindrücklich, um was es auch bei der Aufgabe, bei diesem Dienst geht, den Sie heute durch Handauflegung und Gebet übertragen bekommen.“

„Durch Ihr Engagement wird deutlich werden, ob Kirche vor Ort erlebbar, für andere erfahrbar wird.“ Genährt werde der Dienst der Diakone, so Erzbischof Stephan weiter, durch Wort und Sakrament, das den Weihekandidaten mit der Diakonenweihe auf besondere Weise anvertraut werde: „Sie werden berufen, den Menschen das Evangelium Jesu Christi nahezubringen.“

Nach der Anrufung des Heiligen Geistes versprachen die Weihekandidaten ihrem Bischof und seinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam. Bei der eigentlichen Weihe legte Erzbischof Stephan jedem der vor ihm knienden jungen Männern schweigend die Hände auf. Es folgten das Anlegen von Stola und Dalmatik, der liturgischen Kleidung des Diakons und die Überreichung des Evangeliars: „Empfange das Evangelium Christi: Zu seiner Verkündigung bist du bestellt. Was du liest, ergreife im Glauben; was du glaubst, das verkünde, und was du verkündest, erfülle im Leben.“ Zum Abschluss tauschte der Bischof als Zeichen der besonderen Verbundenheit und Gemeinschaft mit jedem neugeweihten Diakon den Friedensgruß.

Im ehemaligen Klostergarten rund um die Kirche war ein Empfang vorbereitet. Dabei wurde den Diakonen von ihren Gästen sehr herzlich gratuliert und Geschenke überreicht. Martina Peter und Karl-Heinz Renner, die Sprecher der Gemeindeteams von Heilige Familie und St. Antonius überreichten dem ehemaligen Praktikanten in Pforzheim-West (September 2014 bis Ostern 2015) Manuel Gärtner ein Buch zur Erinnerung an seine Zeit in Pforzheim. Natürlich wurden als Andenken auch Fotos mit den Gästen aus Pforzheim-West - unter ihnen auch Kaplan Philipp Ostertag - aufgenommen, die diesen Festtag mitfeierten.

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Ralf Peter und Karl-Heinz Renner

 


Auf Rädern unterwegs im Elsass (22.- 26.05.2018)

Am Dienstag nach Pfingsten startete die Radgruppe Pforzheim-West zu ihrer diesjährigen Radtour. Die erste Etappe über 120 Kilometer führte nach Lahr, wo die Gruppe herzlich im Pfarrhaus begrüßt wurde.

Am nächsten Morgen starteten die Radfahrer unterstützt von Dekan Johannes Mette ins Elsass zum Odilienberg. Nach der Besichtigung des Klosters, in dem die Heilige Odilia ab 680 Äbtissin war, und der Kapelle Johannes des Täufers, in der Odilia begraben wurde, wurde die Gruppe mit einer tollen Aussicht über das Elsass und die Vogesen belohnt. Übernachtet wurde im mittelalterlichen Örtchen Barr.

Am nächsten Tag führte die Route wieder bei strahlendem Sonnenschein entlang der Elsässischen Weinstraße durch die Weinberge. Natürlich durfte auch das tägliche Morgenlob nicht fehlen, das in einer der vielen schönen Kirchen am Radweg gebetet wurde. In Colmar angekommen war ein ausgiebiger Spaziergang durch die Altstadt und „Klein-Venedig“ angesagt.

Die nächste Etappe führte von Colmar über Neuf-Brisach mit seiner Festungsanlage, die Weltkulturerbe ist, nach Breisach zum St. Stephans-Münster. Ein toller Blick über den Rhein belohnte die Gruppe für die steile Auffahrt. Am Abend beendete man den Tag in Lahr in einem griechischen Restaurant unter freiem Himmel.

Am Samstagmorgen hieß es Abschied nehmen von Dekan Mette. Danach machte sich die Gruppe mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck auf den Heimweg nach Pforzheim. Alle waren sich nach über 400 geradelten Kilometern einig, dass es wieder ein tolles Erlebnis war.

Text: Beatrice Fuhr-Herz und Gabriele Pfohl

Bilder: Radgruppe


"Brot das die Hoffnung nährt!" - Fronleichnam in St. Antonius (31.05.2018)

Liturgieausschuss und Gemeindeteam hatten sich für den Leitspruch entschieden, Pfarrer Michael Dederichs das Symbol zum Fest entworfen. Erstmals trafen sich Pforzheims Katholiken unter den Linden auf dem Platz an der evangelischen Christuskirche in Brötzingen. In guter Tradition feierten die Gemeinden St. Bernhard mit Heilige Familie, St. Elisabeth, St. Franziskus, Herz Jesu, Liebfrauen, die Missionen anderer Muttersprachen und St. Antonius gemeinsam Fronleichnam. Die Kommunion konnte am ‚Hochfest des Leibes und Blutes Christi’ unter beiden Gestalten empfangen werden.

Zum Leitspruch passend brachten Vertreter/innen der Gemeinden und Missionen zur Gabenbereitung Brot unterschiedlicher Sorten und legten sie vor den Altartisch. Später, zum Mittagessen, sollten die Brote gemeinsam verzehrt werden. Priester und Ministranten hatten sich in der Sakristei der Christuskirche angekleidet und zogen vom Hauptportal der Kirche zum Altar; Thomas Müller, Pfarrer der Gemeinden an der Christuskirche feierte den Festgottesdienst mit, dem Pfarrer Bernhard Ihle als Hauptzelebrant vorstand und bei dem die anderen Priester konzelebrierten. Während des Gottesdienstes lag die musikalische Gestaltung bei ‚Cantus firmus’ und Bernhard Kaburek; der Posaunenchor an der Christuskirche spielte unter Leitung von Axel Pfrommer; der Kirchenchor mit Bernhard Kaburek sang in der St. Antonius-Kirche, wo Petrit Hamiti die Orgel spielte.

Pfarrer Ihle dankte in seiner Predigt Pfarrer Müller für die ökumenische Gastfreundschaft und ging auf die aktuelle Diskussion in der Eucharistiefrage ein. Pfarrer Müller nahm den Faden auf, lobte seinerseits das gute Miteinander und wies auf das ökumenische Lied hin ‚Nun danket alle Gott’ am Ende der Messe, das der Posaunenchor begleitete und damit zur Prozession überleitete, bei der Pfarrer Müller ‚selbstverständlich’ mitging. Zunächst begleiteten die Glocken der Christuskirche den Prozessionszug, der von Ministranten mit Kreuz und Fahne angeführt wurde, dem Erstkommunikanten, weitere Ministranten, die Priester, die Sakramentsgruppe und schließlich die Gottesdienstgemeinde folgten. Bevor man die Antoniuskirche erreichte, übernahm deren Geläut die Begleitung.

Pfarrer Bernhard Ihle und Karl-Heinz Renner als Sprecher des Gemeindeteams, bedankten sich bei allen, die den Tag seit langem vorbereitet und heute mitgefeiert hatten. Alle wurden eingeladen, in und um das Gemeindezentrum noch beieinander zu bleiben, zu Mittag zu essen, miteinander ins Gespräch zu kommen, den Tag gemeinsam zu feiern, bevor die Feier mit dem Eucharistischen Segen mit der Monstranz endete und dem Te Deum, „Großer Gott, wir loben dich“, dessen Zauber sich niemand entziehen konnte.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Nachprimiz von Philipp Ostertag am Fest der Heiligsten Dreifaltigkeit in St. Antonius (27.05.2018)

Nach seiner Priesterweihe durch Erzbischof Stephan Burger am 13. Mai 2018 im Freiburger Münster und seiner Heimatprimiz eine Woche später, feierte der Neupriester am Dreifaltigkeitssonntag mit den Gemeinden von Pforzheim-West seine Nachprimiz in St. Antonius.

Obwohl der Termin mitten in den Pfingstferien lag, war der Gottesdienst sehr gut besucht. Pfarrer Michael Dederichs begrüßte den Neupriester und konzelebrierte zusammen mit Pater Rocky (Italienische Mission). Die musikalische Gestaltung lag mit der Preis-Messe ‚Salve Regina’ von J.G.E. Stehle (1839-1915) und dem ‚Großer Gott’ von K.N. Schmid (1926 - 1995) beim Kirchenchor unter Leitung von Petrit Hamiti (in Vertretung von Carl Burger); die Orgel wurde im Wechsel von Thomas Habermaier und Petrit Hamiti gespielt. ­­­

In seiner Predigt deutete der Neupriester das Geheimnis dieses Festtags und ging dabei vom ‚Gnadenstuhl’ und vom gleichschenkligen Dreieck aus - beides Bilder, die aus der christlichen Kunst zur Darstellung der Trinität bekannt sind. Selbstverständlich ging er auch auf den Priesterberuf ein.

In den Fürbitten wurde für den Papst und die Bischöfe gebetet, die als Nachfolger der Apostel große Verantwortung für Kirche und Welt tragen, aber auch für die acht Neupriester der Kirche von Freiburg - unter ihnen Philipp Ostertag -, dass sie das, was sie in ihrer eigenen Berufung empfangen haben, in Wort und Sakrament den Menschen weitergeben können.

Nach dem Schlussgebet berichtete Karl-Heinz Renner, dass im Anschluss an die Priesterweihe in Freiburg, die Sprecher der Gemeindeteams von Heilige Familie und St. Antonius, Martina Peter und Karl-Heinz Renner, im Rahmen eines Empfangs als Geschenk von Pforzheim-West ein Madonnenbild überreicht hatten. Da man auch heute nicht mit leeren Händen dastehen wolle, habe man ein Fotobuch zusammengestellt mit Bildern aus der Zeit (2016-2018), als der Primiziant Praktikant und Diakon in Pforzheim-West war. Dann lud er zu einem kleinen Sektempfang in den Gemeindesaal ein, wohin auch Dekan Bernhard Ihle und die PGR-Vorsitzende Isabel Odenthal kamen.

Herr Ostertag bedankte sich bei allen, die den Kirchenschmuck besorgt hatten, den Gottesdienst vorbereitet und gestaltet hatten und auch bei denen, die durch ihr Engagement zu Hause und im Saal den Empfang möglich machten.

Nach dem ‚Te Deum’ spendete der Neupriester der Gemeinde den Primizsegen, und allen Mitfeiernden wurde das Primizbild mit seinem Primizspruch ausgeteilt: „Wie kann ich dem Herrn all das vergelten, was er mir Gutes getan hat? Ich will den Kelch des Heils erheben und anrufen den Namen des Herrn“ (Ps 116,12-13).

Am Abend, im Anschluss an den von Herrn Ostertag zelebrierten feierlichen Abschluss der Maiandachten, konnten die Kirchenbesucher einzeln den Primizsegen empfangen.

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Helmut Jahn und Karl-Heinz Renner


Erzbischof Stephan Burger hat Diakon Philipp Ostertag zum Priester geweiht (13.05.2018)

Erzbischof Stephan Burger hat am 7. Sonntag der Osterzeit im Freiburger Münster acht junge Männer zu Priestern geweiht - unter ihnen Georg Henn, der im Jahr 2012 für einige Monate als Praktikant in Pforzheim-West war (auf dem Gruppenfoto rechts vor dem Erzbischof) und Philipp Ostertag, der seit April 2016 - zunächst als Praktikant und von Christi Himmelfahrt 2017 an als Diakon - angeleitet von Pfarrer Dr. Johannes Mette - in St. Antonius und St. Bernhard mit Heilige Familie in der Seelsorge arbeitete. Auch die Diakonenweihe in Walldürn empfing er aus der Hand von Erzbischof Stephan Burger. Seit Januar 2018 bereitete er sich gemeinsam mit den anderen Kandidaten in Freiburg auf die Priesterweihe vor.

In einem feierlichen Gottesdienst wurden die Weihekandidaten zunächst vorgestellt und aufgerufen. Sie traten einzeln vor den Bischof und sagten „ich bin bereit“. So bekundeten sie vor der Gemeinde ihre Bereitschaft zur Übernahme des Priesteramtes. Der Bischof vergewisserte sich durch Nachfrage außerdem, ob die Kandidaten für würdig befunden werden und ob auch das Volk die Weihe wünscht.

In seiner Predigt scheute sich Erzbischof Burger nicht, die aktuellen Konflikte und Probleme in Kirche, Gesellschaft und Politik anzusprechen: „So vieles, was in der Vergangenheit in der Kirche aufgebaut, gepflegt und bewahrt wurde, scheint uns urplötzlich zwischen den Fingern zu zerrinnen. Die Länder Europas verfolgen zunehmend wieder ihre Eigeninteressen und auch weltpolitisch scheint immer mehr ins Wanken zu geraten.“ Vor diesem Hintergrund würdigte er die Entscheidung der Neupriester, sich von Christus in Dienst nehmen und sich von ihm senden zu lassen: „Jesus sprach: Wie Du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. Wer sein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes stellt, weiß, dass in diesem Zeichen uns das Heil geschenkt ist, dass sich in diesem Zeichen die unüberwindliche Liebe Gottes geoffenbart hat, eine Liebe, die eben nicht vernichtet werden kann und die nicht zugrunde geht!“

Er forderte die Kandidaten auf, mit dieser Liebe, die Gott zu den Menschen hat und die sie weiterschenken dürfen, nicht zu geizen. „Schenken Sie diese Liebe vorbehaltlos und großzügig weiter, denn das, was Sie heute empfangen, ist nicht für den Eigennutz bestimmt, sondern zur Weitergabe.“

Nach der Herabrufung des Heiligen Geistes bat die versammelte Gemeinde in der Allerheiligen-Litanei die Heiligen um Beistand für die Kandidaten. Dabei legten sich diese ausgestreckt mit dem Gesicht zum Boden vor den Altar. Diese Handlung zeigt, dass der Kandidat sich ganz in Gottes Hände gibt.

Die Diakone versprachen dem Bischof und seinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam.

Schließlich vollzog der Erzbischof durch Handauflegung auf das Haupt der Kandidaten die eigentliche Weihe. Nach ihm legten alle anwesenden Priester den Kandidaten ebenfalls in Stille die Hände auf. Unter ihnen waren Pfarrer Dr. Johannes Mette, Pfarrer Michael Dederichs und Pfarrer Klaus Bundschuh. Erzbischof Stephan sprach das Weihegebet und salbte die Hände der Männer mit Chrisam. Die Neupriester wurden mit dem Messgewand bekleidet – Philipp Ostertag von Pfarrer Mette. Dann überreichte der Erzbischof ihnen die Gaben des Volkes, Brot in der Hostienschale und Wein im Kelch als Zeichen für ihren Auftrag, die Eucharistie zu feiern.

Schließlich besiegelte der Bischof die Weihehandlung jeweils mit einer abschließenden Umarmung als Friedensgruß. Nach dem Weiheritus feierten die Neugeweihten als Konzelebranten mit dem Bischof die Messe am Altar.

Nach dem feierlichen Auszug vom Münster zum Collegium Borromaeum gab es dort zu Ehren jedes Neupriesters einen Empfang für die Familie, die Heimatgemeinde, die Praktikums- und Diakonatsgemeinden und die Freunde. In diesem Rahmen überreichten die Sprecher der Gemeindeteams von Heilige Familie und St. Antonius, Martina Peter und Karl-Heinz Renner, ein Madonnenbild als Geschenk von Pforzheim-West.

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Annette Markowis, Martina und Ralf Peter, Karl-Heinz Renner


Christi Himmelfahrt in Heilige Familie, Keltern-Dietlingen mit traditionellem Grillfest (10.05.2018)

In diesem Jahr versammelte sich die Gottesdienstgemeinde - nicht nur des schlechten Wetters wegen - gleich in der Kirche zur Festtagsmesse. Pfarrer Michael Dederichs stand der Liturgie vor und hielt die Predigt, in der er das Fest für unsere Zeit deutete. Bernhard Kaburek begleitete die Lieder an der Orgel. Herbert Böhm trug die Lesung vor und lud namens des Gemeindeteams und der Pfarrgemeinderäte am Ende des Gottesdienstes alle Besucher/innen sehr herzlich zum anschließenden Grillfest ein, das in diesem Jahr im Gemeindehaus stattfinden musste.

Fleißige Hände hatten zwar alles vorbereitet, natürlich auch Kuchen gebacken. Leider war aber an eine Begegnung auf dem Kirchplatz unter den Platanen nicht zu denken. Nach dem Gottesdienst, den er in einer anderen Kirche der großen Seelsorgeeinheit zelebriert hatte, kam auch Dekan Bernhard Ihle und reihte sich in die Schar der Feiernden ein.

Allen, die durch Mithilfe oder Mitfeiern zum Gelingen beigetragen haben, ein herzliches Vergelt’s Gott.

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Martina Peter und Karl-Heinz Renner


Lange Nacht der Kirchen (05.05.2018)

Nach der Begrüßung durch den Gemeindereferenten von Pforzheim-West, Thomas Ruland, war im ersten Teil von 20.00 Uhr an ‚Harfenmusik aus Lateinamerika’ zu hören. Der prämierte Harfenist Angel Dario González Nuñez aus Paraguay, der auch in den ersten ‚ Langen Nächten der Kirchen’ in St. Antonius gespielt hatte, führte seine Zuhörer/innen vor allem mit eigenen Kompositionen und vertrauten Liedern nach Lateinamerika.

Der zweite Teil um 21.00 Uhr stand unter der Überschrift: „Träume – Offenbarungen Gottes in der Seele“. Die von Ullrich Glatthaar vorgetragenen Texte wurden umrahmt von passenden klassischen Liedern, die Beatrice Fuhr-Herz - Sopran, sang. Stefan Baur begleitete sie dabei am Piano.

 

 

 

Text: Karl-Heinz Renner
Fotos: Seliester Schwarz

 


Besinnungswochenende der Gemeindeteams des Pastoralen Raums Pforzheim-West im "Herz-Jesu-Kloster" in Neustadt an der Weinstraße (27./28.04.2018).

Das Wochenende stand unter dem Thema „Heute Christ sein - heute Kirche sein“. Referent war Dipl. Theol. Tobias Licht, Leiter des Bildungszentrums Karlsruhe der Erzdiözese Freiburg.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und dem Gebet des Psalm 63 betrachtete man in der ersten Einheit am Freitagabend das geistliche Testament des am 11. März 2018 verstorbenen Mainzer Bischofs Karl Kardinal Lehmann: ‚Mein Testament als Bischof’ – mit dem Datum vom 15. März 2009. Der Abend klang mit dem gemütlichen Beisammensein im Pfalzkeller aus.

Nach dem vom Gemeindereferenten Thomas Ruland gestalteten Morgenlob, das mit dem Lied ‚Behutsam leise nimmst du fort die Dämmerung von der Erde’ eröffnet und mit ‚Da wohnt ein Sehnen tief in uns’ abgeschlossen wurde, und dem gemeinsamen Frühstück folgten am Samstag drei weitere thematische Einheiten, unterbrochen von der gemeinsamen Eucharistiefeier und dem Mittagessen. Der Referent zeigte, wie die Texte der Bibel zu lesen und wie aktuell sie sind. Hierzu verglich er beispielsweise Abschnitte des Lukasevangeliums mit Abschnitten der Apostelgeschichte des selben Verfassers. Dem biblischen Liebesgebot „Wie dich selbst“ (Mk 12,31) spürte man an unterschiedlichen Stellen des Alten und des Neuen Testaments nach. Im kürzlich von Papst Franziskus vorgelegten Apostolischen Schreiben ‚Gaudete et exultate’ über den Ruf zur Heiligkeit in der Welt von heute machte Herr Licht auf einzelne Abschnitte wie beispielsweise ‚Die Heiligen von nebenan’ aufmerksam, empfahl aber, auf jeden Fall dieses Schreiben zu Hause vollständig zu lesen. In der Diskussion zu jedem einzelnen Punkt konnte der Referent wertvolle Antworten und Anregungen geben: Zur Begründung sittlicher Normen hat das Prinzip Freiheit einen sehr hohen Stellenwert. Ein von Jorge Mario Bergoglio (Papst Franziskus) verfasstes, sehr persönliches ‚Glaubensbekenntnis’ rundete den sehr dichten dritten Vortrag des Tages ab.

Martina Peter bedankte sich im Namen aller beim Referenten für dessen kompetente und engagierte Begleitung und überreichte ein Weinpräsent aus Keltern. Alle Teilnehmer/innen waren sich einig, dass dieses Besinnungswochenende im kommenden Jahr unbedingt eine Fortsetzung – wiederum mit Herrn Licht – haben muss!

Da Pfarrer Bernhard Ihle und Pfarrer Michael Dederichs noch vor dem Mittagessen nach Pforzheim zurückfahren mussten, stellte man sich auf der Kirchentreppe zum obligatorischen Gruppenbild auf, bevor man in der Krypta Eucharistie feierte. Pfarrer Ihle war Zelebrant und griff in seiner Ansprache den einen oder anderen Punkt aus den Referaten und der Diskussion auf, Pfarrer Dederichs verkündete das Evangelium, die heilige Kommunion konnte unter beiden Gestalten empfangen werden. Karl-Heinz Renner dankte für die Feier der Eucharistie und wünschte eine gute Heimfahrt.

Nach dem Nachmittagskaffee verabschiedete man sich voneinander. Die Mehrzahl der Teilnehmer/innen fuhr nach Keltern und Pforzheim zurück.

Eine Gruppe von sieben Frauen aus den Gemeindeteams von St. Bernhard und Heilige Familie machten am Spätnachmittag einen geführten Stadtrundgang durch Neustadt mit seiner sehenswerten Simultankirche. Auf eigene Kosten verbrachten sie den Abend und die Nacht zum Sonntag im gastlichen Haus der Herz-Jesu-Priester. Dabei entwickelten sie Lösungsideen für Bauliches in St. Bernhard.

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Karl-Heinz Renner u.a.


Ausflug der Erstkommunionkinder ins Kloster Lichtenthal, Baden-Baden (19.04.2018)

Schon seit einigen Jahren fahren die Erstkommunionkinder von St. Antonius, St. Bernhard und Hl. Familie zum Abschluss der Vorbereitung in das Kloster Lichtenthal. Organisiert wird der Ausflug von Gemeindereferent Thomas Ruland.

Dieses Mal feierten wir die Hl. Messe mit Pfarrer Benno Gerstner, Spiritual der Cistercienserinnengemeinschaft. Spontan stellten sich zwei Erstkommunionkinder von Hl. Familie als Ministranten zur Verfügung und erledigten gewissenhaft den Altardienst. Während des Gottesdienstes und der Predigt zum Thema "Jeden Tag Hunger auf Gott" ging Pfarrer Gerstner sehr herzlich auf die Kinder ein. Anschließend führte er uns durch die Fürstenkapelle. Dabei hatte er die Aufmerksamkeit der gesamten Reisegruppe auf sich gezogen, angefangen von unserer "Versammlung" am Taufstein, über die Gräber der badischen Fürstenfamilie und den vielen Heiligenabbildungen, die auf den Altarbildern dargestellt sind. Die Altarbilder kann man aufklappen oder raffiniert umdrehen. Besondere Aufmerksamkeit lenkte er auf den Hochaltar mit einer Darstellung der "Heiligen Sippe". Die Kinder wurden befragt, wer alles abgebildet sei. Die Hl. Familie wurde schnell erkannt. Doch wie hieß noch die Großmutter Jesu, wurde gefragt. Darauf kam prompt aus dem Kindermund: "Oma!" So wurde aller Familienmitglieder Jesu gedacht. Einzigartig an dem Hochaltar ist die Darstellung der Jünger und spätere Apostel als Kinder mit Heiligenschein.

Anschließend konnten die Kinder ihre Fragen loswerden und Bitten an die "Schlüssel Mutter Gottes" formulieren. Zum Abschluss erhielten wir noch den Wallfahrtssegen. Es war wieder ein wunderschöner Ausflug bei sonnigstem Frühlingswetter.

Text und Fotos: Irmgard Büche-Hans


Erstkommunion in St. Antonius (Weißer Sonntag - Sonntag der Barmherzigkeit - 08.04.2018)

Die Erstkommunikanten versammelten sich mit dem Gemeindereferenten, Thomas Ruland, im Pfarrsaal, von wo sie Pfarrer Michael Dederichs gemeinsam mit den Ministranten zum Gottesdienst abholte.

In einer Prozession zog die Gruppe zur St. Antonius-Kirche, wo Petrit Hamiti die Orgel spielte und die Band ‚Cantus Firmus’ den Gesang der Kinder und der ganzen Festgemeinde begleitete.

Seine Predigt entwickelte Pfarrer Dederichs vom heutigen Evangelium (Joh 20,19-31) her, in dem Thomas nur dann glauben will, wenn er Jesus selbst sehen kann und seine Finger in die Wunden und seine Hand in seine Seite legen darf. „Bei der hl. Kommunion empfangen wir ein kleines Stück Brot, in dem Jesus selbst gegenwärtig ist. Das Entscheidende im Leben ist eben oft nicht sichtbar!“

Erstkommunikanten lasen die Kyrie-Rufe, brachten die Gaben zum Altar und sprachen gemeinsam mit Eltern die Fürbitten. In Reihen vor den Altarstufen stehend empfingen die Mädchen und Buben aus der Hand des Priesters zum ersten Mal die heilige Kommunion.

Am Ende des Gottesdienstes gratulierte Karl-Heinz Renner als Sprecher des Gemeindeteams den Erstkommunikanten und ihren Angehörigen zu diesem großen Festtag und bedankte sich bei allen, die die heilige Messe mitfeierten, bei der Band, beim Organisten, bei den Frauen, die für den Kirchenschmuck sorgen, bei den Ministranten, beim Mesner, bei Thomas Ruland und den Menschen, die die Kinder gemeinsam mit ihm auf den heutigen Tag vorbereitet hatten, einfach bei allen, ob genannt oder nicht genannt – nicht zuletzt auch bei Pfarrer Dederichs für die Feier dieses Festgottesdienstes und für sein Predigtwort.

Von den Kindern und ihren Eltern wünschte er sich, dass die Kinder auch künftig immer wieder den Sonntagsgottesdienst als Ministranten oder in der Kinderkirche mitfeiern und dass die Eltern selbst das Gemeindeleben von St. Antonius bereichern.

Nach dem festlichen Auszug stellten sich Erstkommunikanten, Priester und Ministranten vor der Kirche zum traditionellen Gruppenfoto auf, bevor man sich auf den Weg machte, um den Tag im Kreis der Familie und der Freunde zu feiern. Zum Abschluss des Festtags traf man sich noch einmal am Abend zur Dankandacht.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Osternacht in St. Antonius (31.03.2018)

Zu Beginn versammelten sich die St. Antonius- und die kroatische Gemeinde auf dem Platz vor der Kirche um das Osterfeuer. Wie am Gründonnerstag konzelebrierten Pfarrer Michael Dederichs und Pater Dr. Vinko Kraljević SDB.

Nach der Segnung des Feuers und der Osterkerze zog man mit dem dreimaligen „Lumen Christi" in die dunkle Kirche ein. Nach und nach wurden alle Kerzen von der Flamme der Osterkerze her entzündet. Herr Eckert begann den Jubelgesang der Osternacht zu singen, und Pfarrer Dederichs sang die zweite Hälfte des „Exsultet" über Christus, das Licht. Die eindrucksvolle Osterkerze hatten - wie die beiden anderen Osterkerzen in Pforzheim-West (in St. Bernhard und in Heilige Familie, Dietlingen) - auch in diesem Jahr wieder Frauen aus Keltern gestaltet.

Drei Lesungen aus dem Alten Testament - unter anderem über die Erschaffung der Welt (im Wechsel in deutscher und in kroatischer Sprache) und den Durchzug durch das Meer beim Auszug aus Ägypten - wurden von verschiedenen Lektoren vorgetragen. Zum Gloria erstrahlte die Kirche wieder in hellem Licht, die Orgel setzte ein, die Kirchenglocken läuteten und Ministranten ließen ihre Schellen erklingen.

Die Lesung aus dem Römerbrief wurde in kroatischer Sprache gelesen, und erstmals seit Aschermittwoch wurde auch wieder das „Halleluja“ gesungen.

Pfarrer Dederichs thematisierte in seiner Ansprache den zentralen Punkt unseres Glaubens, die Auferstehung Jesu, die wir in dieser Nacht feiern und wandte sich dann den Menschen zu, die getauft werden sollten.

Nach der Anrufung aller Heiligen, der Segnung des Osterwassers und dem Bekenntnis unseres Glaubens spendete Pfarrer Dederichs zwei Erwachsenen die Sakramente der Taufe und der Firmung und taufte außerdem zwei Kinder. Dann besprengte er die Gemeinde mit dem gesegneten Wasser. Die erwachsenen Neugetauften und -gefirmten empfingen in dieser Nacht auch erstmals den Leib des Herrn.

Am Ende der Feier der Osternacht bedankte sich Pfarrer Dederichs bei den Ministranten, bei allen die die Fastenzeit und diesen Gottesdienst vorbereitet und gestaltet hatten, beim kroatischen Chor mit seinen Solisten und der Schola unter Leitung von Gerhard Grimm für die musikalische Gestaltung, und bei allen, die diesen Gottesdienst mitgefeiert hatten.

Ministranten verteilten am Ausgang der Kirche die traditionellen Ostereier; die Kirchenbesucher aßen zuvor gesegnetes Gebäck und tranken Tee oder Glühwein, jedenfalls blieben noch viele am Osterfeuer beieinander in dieser hochheiligen Nacht, in der die Kirche feiert, dass Christus wahrhaft von den Toten erstanden ist.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Liturgie am Karfreitag in St. Antonius (30.03.2018)

Nach einer kurzen Einführung in die Liturgie und der stillen Eröffnung durch Pfarrer Bernhard Ihle hörte die Gemeinde im Wortgottesdienst die Lesungen aus dem Propheten Jesaja (Jes 52, 13 - 53, 12) über den "Knecht Gottes" und aus dem Brief an die Hebräer (Hebr 4, 14-16; 5, 7-9) über den"erhabenen Hohenpriester Jesus". Den Abschluss bildete ‚das Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach Johannes' (Joh 18, 1 - 19, 42).

Seine Ansprache zum Geschehen am Karfreitag beendete Pfarrer Ihle mit Worten aus dem ‚Ostergruß’ von Bischof Klaus Hemmerle aus dem Jahr 1993:

„Ich wünsche uns Osteraugen,

die im Tod bis zum Leben,

in der Schuld bis zur Vergebung,

in der Trennung bis zur Einheit,

in den Wunden bis zur Herrlichkeit,

im Menschen bis zu Gott,

in Gott bis zum Menschen,

im Ich bis zum Du

Und dazu alle österliche Kraft.“

In den ‚großen Fürbitten' beteten Priester und Gemeinde für die Kirche, für Papst Franziskus, für Erzbischof Stephan, für alle Stände der Kirche, für die Taufbewerber, für die Einheit der Christen, für die Juden, für alle, die nicht an Christus und die nicht an Gott glauben, für die Regierenden und für alle Not leidenden Menschen.

Es schloss sich die Kreuzverehrung an, bei der das Kreuz zunächst durch den Mittelgang getragen wurde: „Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen“! Danach verehrten Priester, Ministranten und Gläubige das vor dem Chorraum aufgerichtete Kreuz und schmückten es mit Blumen.

Zur Entlassung betete der Priester über die Gottesdienstgemeinde: „Herr unser Gott, reicher Segen komme herab auf dein Volk, das den Tod deines Sohnes gefeiert hat und die Auferstehung erwartet. Schenke ihm Verzeihung und Trost, Wachstum im Glauben und die ewige Erlösung. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn."

Wie schon am Palmsonntag gestaltete der Kirchenchor unter Leitung von Carl Burger auch die Karfreitagsliturgie mit.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Abendmahlsamt am Gründonnerstag in St. Antonius (29.03.2018)

Die St. Antonius- und die kroatische Gemeinde feierten auch in diesem Jahr wieder gemeinsam das Abendmahlsamt am Gründonnerstag.

Pfarrer Michael Dederichs und Pater Dr. Vinko Kraljević SDB konzelebrierten.

Die Schola gestaltete den Gottesdienst mit. Zum Gloria erklang noch einmal die Orgel, und Ministranten stimmten mit ihren Schellen ins Geläut der Turmglocken ein. Bei der Wandlung und der Übertragung des Allerheiligsten kamen ihre Klappern zum Einsatz. Erst zum Gloria in der Osternacht werden Glocken und Orgel wieder zu hören sein. Die Lesungen und die Fürbitten wurden in deutscher und in kroatischer Sprache vorgetragen. Pfarrer Dederichs deutete das Geschehen dieser Nacht mit dem letzten Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, dem Verrat durch Judas und der Gefangennahme für unsere Zeit.

Im Anschluss trugen die Priester und Kommunionhelfer in einer Prozession die konsekrierten Hostien in die Krypta, wo sie bis zur Osternacht in einem Tabernakel aufbewahrt werden. Der Tabernakel in der Kirche bleibt bis zu dieser Nacht offen und leer.

Gebetsstunden der Frauen und Männer schlossen sich an, und die Krypta blieb zum betrachtenden Gebet der Ereignisse dieser Nacht bis ein Uhr geöffnet.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Palmsonntag in St. Antonius (25. März 2018)

In diesem Jahr begann die Feier des Palmsonntags und damit der Karwoche auf dem Platz vor der Kirche, wo Pfarrer Michael Dederichs die „Palmzweige“ segnete.

Nach dem Evangelium vom Einzug in Jerusalem zog die Palmprozession in die Kirche ein. Sie wurde angeführt von einer Ministrantengruppe mit dem Vortragekreuz und den Kindern mit ihren Palmstecken.

Der Kirchenchor sang unter Leitung von Carl Burger; Petrit Hamiti spielte die Orgel; das Team zur Erstkommunionvorbereitung hatte mit den Erstkommunikanten die Palmstecken gebastelt und mit den Mädchen und Buben eine speziell für sie ausgearbeitete Passion vorbereitet, die sie nun im Gottesdienst lesen durften. Vor dem Segen bedankte sich Pfarrer Dederichs bei allen sehr herzlich, die diese beeindruckende Eröffnung der ‚Heiligen Woche' vorbereitet hatten und jetzt mitfeierten, und lud zu den weiteren Gottesdiensten in der Karwoche und an Ostern ein.

Die Bastelgruppe bot vor der Kirche Osterschmuck zum Kauf an. Hiervon wurde wieder gerne Gebrauch gemacht, zumal die Gruppe den Erlös regelmäßig für Missions-Projekte zur Verfügung stellt.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Eucharistiefeier am Misereor-Sonntag in St. Antonius mit anschließendem Fastenessen (18.03.2018)

Pfarrer Bernhard Ihle feierte den Gottesdienst in Conzelebration mit Pater Rocky.

Pfarrer Bernhard Ihle feierte den Gottesdienst in Conzelebration mit Pater Rocky.

Die Misereor-Aktion steht in diesem Jahr unter dem Thema „Heute schon die Welt verändert?“ mit Indien als Beispielland. Pater Rocky (OSC), der aus Indien stammende Seelsorger für die Italiener in Pforzheim, hielt die Predigt. Dabei ging er vom Tagesevangelium (Joh 12, 20-33) aus, um sich dann seinem Heimatland zuzuwenden. Nach der Kommunion berichteten Kinder, was sie in der Kinderkirche parallel zum Wortgottesdienst gemacht hatten.

Im Anschluss war die Gottesdienstgemeinde zum traditionellen Fastenessen am Misereor-Sonntag eingeladen.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Kultur und Geselligkeit - Kirchenchor St. Antonius mit informativem Frühjahrsausflug (03.03.2018)

In die Gottlob-Frick-Gedächtnisstätte Ölbronn-Dürrn führte das Frühjahrsevent 2018 den Pforzheimer Kirchenchor St. Antonius. Die aktiven und passiven Mitglieder des Kirchenchors trafen sich in der Gedächtnisstätte Gottlob Frick im Rathaus Ölbronn.

In der Förderstätte für junge Nachwuchssängerinnen und -sänger empfingen Matthias Kieselmann und Renate Werthwein die fast 30 Personen umfassende Sängerschar. Beide Fachleute konnten im Rahmen ihrer Führung durch das musikalische Leben des 1906 in Ölbronn geborenen, weltbekannten ‚Schwarzen Bass-Sängers’ Gottlob Frick zahlreiche interessante Einzelheiten vermitteln. Seine Wirkungsstätten lagen nicht nur hier im Ländle. Nach großen Auftritten bei den Bayreuther Festspielen reiste Gottlob Frick in die ganze Welt: New York, London, Wien, Salzburg, Dresden, Berlin, München, Hamburg und viele weitere Orte.

An der Wand im Ratssaal und im Treppenaufgang des Ölbronner Rathauses hängen zahlreiche Tonfliesen mit den Handabdrücken berühmter Opernsängerinnen und -sänger, welche die interessante Gedenkstätte bereits besucht haben. Sie hinterließen damit ein originelles Gästebuch. Auf großen Schautafeln können Auftritte und Begegnungen Gottlob Fricks mit Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Kunst und Politik nachvollzogen werden. Matthias Kieselmann ließ die Pforzheimer Gäste über CD und Video die Stimme Gottlob Fricks nochmals hören und Passagen seiner großen Auftritte erleben. Gottlob Fricks künstlerisches Schaffen erstreckte sich von der Opernbühne bis in den Konzertsaal, vom Lied bis hin zum Oratorium. Ihm wurden hochrangige Ehrungen zuteil. Die Stimme des Ausnahmesängers war nicht nur ein mächtiges Organ, sondern viel mehr voller Ausdruckskraft, Wärme und gesungener Zartheit. Es war sein Herz, das in Fricks Stimme mitschwang und ihn befähigte, neben der großen Opernszene auch das einfache Volkslied ergreifend zu gestalten.

Voll neuen Eindrücken über die Person und das Wirken dieses großen Sängers zogen die musikalischen Gäste in den Ölbronner Landgasthof Bahnhöfle, wo bei guten Speisen und Getränken alle Informationen verarbeitet werden konnten.

Text und Fotos: Kirchenchor St. Antonius

 


Jahreshauptversammlung des Kirchenchors St. Antonius (19.01.2018)

Fleißige Chorsänger von St. Antonius auch 2018 aktiv

Im Rahmen der jüngsten Hauptversammlung des Kirchenchors St. Antonius Pforzheim konnte Vorsitzender Wolfgang Pehnelt neben den zahlreichen Chormitgliedern auch Chorleiter Carl Burger und Dekan Bernhard Ihle als neuen Präses begrüßen. Er hat das Amt des Präses vom inzwischen nach Lahr versetzten Antonius-Pfarrer Dr. Johannes Mette übernommen.

Die Schatzmeisterin Gudrun Deißler berichtete über die finanziellen Aktivitäten des Chors. Ihr wurde durch die Kassenprüfer eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt.

Die durch Schriftführerin Ursula Remer vorgetragene Chor-Chronik rief die zahlreichen Aktivitäten der rund 50 aktiven Sängerinnen und Säger im Jahr 2017 in Erinnerung.

Nach insgesamt 44 Chorproben standen 12 Aufführungen, die teilweise in Gottesdiensten mit Orchester und Solisten dargeboten wurden, auf dem Chorprogramm.

Einer der Höhepunkte des Chorjahrs 2017 war die Begleitung des Madrigalchors Vollmer bei dessen Jubiläumskonzert, aus Anlass seines 30-jährigen Bestehens, das im Oktober in Brackenheim stattfand. Dabei kamen u.a. Ausschnitte aus Mozarts Krönungsmesse, dem Schlusschor der Zauberflöte, Mendelssohn-Bartholdy‘s „Wie der Hirsch schreit“ und Joseph Haydns „Schöpfung – Die Himmel erzählen“ zur Aufführung. Als Abschluss und besonderes Glanzlicht wurde die wieder entdeckte „Première Messe“ von Charles René Bibard dargeboten.

Als Urgestein des Kirchenchors St. Antonius wurde Konrad Haas für seine 65-jährige Mitgliedschaft durch Präses Dekan Bernhard Ihle mit einer Urkunde des Cäcilienverbands der Erzdiözese Freiburg geehrt. Bernhard Ihle betonte, dass „wer singt – doppelt betet“.

Bereits jetzt steht ein weiterer musikalischer Höhepunkt für den Kirchenchor St. Antonius fest:

Am Ostersonntag, 1. April 2018, wird unter Carl Burgers Leitung im Rahmen des Ostergottesdienstes in der St.-Antonius-Kirche Wolfgang Amadeus Mozarts „Missa Brevis in G“ aufgeführt.

 

Text und Fotos: Kirchenchor St. Antonius


Investitur von Pfarrer Dr. Johannes Mette - Katholische Kirche an der Schutter (Lahr) (04.03.2018)

Pfarrer Dr. Johannes Mette, bis zum 07. Januar 2018 Pfarrer in Pforzheim-West, wurde am 04. März 2018 in seine neue Kirchengemeinde ‚an der Schutter’ in Lahr investiert.

Mit einem Bus und vielen Pkws hatten sich nach einer kalten Nacht viele Menschen aus Pforzheim-West auf den Weg gemacht. Auf der Autobahn fuhr man in eine Nebelwand, aber in Lahr schien die Sonne. Eine Ministrantengruppe aus St. Antonius hatte sich bereits am Vorabend auf den Weg gemacht und ministrierte gemeinsam mit den Lahrer Ministranten. Die Investitur in der Kirche Sancta Maria nahm im Auftrag von Erzbischof Stephan Burger der stellvertretende Dekan, Pfarrer Steffen Jelic, vor. Nach den Grußworten seitens der Landespolitik, der Stadt Lahr und der evangelischen Kirchengemeinde im Anschluss an den festlichen Gottesdienst lud der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Stefan Allgaier, zum Stehempfang in den benachbarten Pfarrsaal. Danach war für die auswärtigen Gäste der Tisch im Pfarrheim von St. Stephan in Reichenbach gedeckt. Nach dem Mittagessen scharte sich die große Gruppe aus Pforzheim-West gemeinsam mit seiner Familie ein letztes Mal zum Gruppenbild um ihren ehemaligen Pfarrer Johannes Mette.

Wir wünschen ihm und seinen neuen Gemeinden Gottes Segen für viele gemeinsame Jahre!

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Karl-Heinz Renner u.a.


Offener Nachmittag im Pfarrsaal St. Antonius (25.02.2018)

Bereits seit Jahrzehnten, also schon lange bevor es die ökumenische Vesperkirche in der evangelischen Stadtkirche gab, laden evangelische, freikirchliche und katholische Gemeinden im Winterhalbjahr im Rahmen der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden“ (ACG) in Pforzheim an den Sonntagen Menschen zu einem Offenen Nachmittag in ihre Räume ein. Dies ist ein Angebot, das sich an alle Menschen richtet, die einsam und alleine sind, denen zu Hause die Decke auf den Kopf fallen könnte, die ein geringes Einkommen haben, die am Rand der Gesellschaft leben, die nichtsesshaft sind und und...

Nach der Begrüßung durch den Sprecher des Gemeindeteams Karl-Heinz Renner begann der Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und endete mit einem Abendessen. Gespräche an den Tischen, auch mit Haupt- und Ehrenamtlichen des Pastoralen Raumes Pforzheim-West - unter ihnen Pfarrer Bernhard Ihle -, sowie Brett- und Kartenspiele waren willkommene Abwechslung in einem eher tristen Alltag - für viele der Höhepunkt der Woche. Unter den vielen Helferinnen und Helfern aus St. Antonius, St. Bernhard und Heilige Familie, Keltern-Dietlingen waren künftige Firmanden zusammen mit Gemeindereferent Thomas Ruland. Mit ihrem dezenten Klavierspiel im Hintergrund erfreute Frau Wollmann die Gäste. Auch das Angebot, sich das eine oder andere Kleindungsstück zum Mitnehmen auszusuchen, wurde gerne angenommen. Das Engagement der zahlreichen Mitarbeiter/innen war beachtlich und wurde entsprechend gelobt!

Dankbar für den schönen Nachmittag verabschiedete sich mancher der etwa 120 Gäste beim Nachhausegehen: Natürlich wird man im nächsten Jahr wieder kommen, wurde dabei immer wieder gesagt, und man freut sich schon jetzt auf den Offenen Nachmittag 2019 im Pastoralen Raum Pforzheim West.

Diese Stunden waren so nur möglich, weil wir Kuchenspenden und die selbstverständliche Mitarbeit vieler Menschen aus unseren Gemeinden - auch zur Vorbereitung des Nachmittags und zum Aufräumen danach - hatten. Hierfür herzlichen Dank!

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


"Ökumenische Passionsandachten im Westen Pforzheims" - 1. Abend zur Reihe "Merk-würdig" (20.02.2018)

In den evangelischen und katholischen Gemeinden im Westen Pforzheims finden auch in der Passions- und Fastenzeit 2018 immer dienstags um 19.00 Uhr (20.02. – 20.03.2018) ökumenische Andachten statt.

Der erste Abend in der evangelisch-lutherischen Kirche stand unter dem Symbol „Hahn“. Pfarrer Andreas Schwarz begrüßte die Gottesdienstgemeinde, führte durch die Liturgie und lud am Ende zu den weiteren Andachten – insbesondere zur 2. Andacht am 27.02.2018 in die Christuskirche ein. Für die Kirchenmusik war der Kirchenchor der Gemeinde unter Leitung von Raphael Rausch zuständig. Pfarrer Michael Dederichs (Kooperator in Pforzheim-West mit St. Antonius und St. Bernhard) hielt die Predigt zum Thema: ‚Noch ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen!’ Nach dieser Szene ‚verschwindet’ Petrus aus der Passion und kommt erst wieder ins Bild nach der Auferstehung des Herrn. Jesus stellt ihm dreimal die Frage: ‚Liebst du mich?’ und der geläuterte Petrus erhält den Auftrag seines Lebens. (Joh 21,15-17). Nach den Fürbitten und dem gemeinsam gebeteten ‚Vater unser’ entließ Pfarrer Schwarz die Gottesdienstgemeinde mit dem abschließenden Segen in den Abend.

 

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


"Bunte Welt der Bibel" - Faschingsveranstaltung im Pastoralen Raum Pforzheim-West (St. Antonius, St. Bernhard mit Heilige Familie Keltern) (02.02.2018)

In der ‚bunten Welt der Bibel’ trafen sich biblische Gestalten, die Tiere der Arche, Pharaonen, Soldaten, Propheten und Narren aller Art zur Faschingsveranstaltung im ‚Pastoralen Raum Pforzheim-West’, wo die Dekoration den Pfarrsaal von St. Antonius in einen Wüstenstrich verwandelt hatte, an dessen Horizont Pyramiden und Palmen zu sehen waren. Beatrice Fuhr-Herz und Andreas Renner schlüpften für ihre Moderation in diesem Jahr in die Rollen zweier Engel, die mit dem Schöpfungsbericht den Abend begannen.

Mit der Erschaffung der Narren war Gott da etwas sehr gutes gelungen, und die Krönung waren die Tanzmariechen. Mit anhaltendem Applaus wurden die beiden Tanzmariechen der Pforzheimer Faschingsgesellschaft Mia Kapfer und Fabienne Pamer, die von Svea Allgeier und Tatjana Becht trainiert werden, am Ende ihrer tollen Vorführung verabschiedet, bevor die ‚Dance Kids’ – begleitet von ihren Trainerinnen Jana Scharnofske und Tanja Staffe - mit ihrem Showtanz auftraten und in gleicher Weise gefeiert wurden.

Auf der Bühne waren zwischenzeitlich die Ministranten aus Keltern-Dietlingen. Sie holten sich verschiedene Narren aus dem Publikum, um gemeinsam mit ihnen das Geschehen um die Arche Noah in Szene zu setzen. Danach führten die Menschen und Tiere aus der Arche eine Polonaise durch den Saal an.

Anita Pehnelt gab die „Vertreibung“ aus dem Paradies zum besten und erzählte sie genau mit dem Akzent, wie es ein französischer Pfarrer getan hätte.

Danach kommentierten „Ochs und Esel“ aus Heilige Familie in Keltern-Dietlingen (Annette Markowis und Martina Peter) in ihrem ‚Rückblick’ Ereignisse des vergangenen Jahres aus ‚tierischer’ Sicht direkt an der Krippe. Höhepunkte waren dabei Priesterweihe und Primiz von Georg Seelmann, die Diakonenweihe von Philipp Ostertag und Georg Henn und die Verabschiedung von Pfarrer Johannes Mette am 07. Januar 2018.

Pfarrer Thomas Müller von der benachbarten Christuskirche gestaltete als biblischer Bote einen tollen Auftritt, an den sich eine Schunkelrunde anschloss. Mit Herbert Böhm suchte sich nun ein Bäuerle vom Markt seinen Weg zur Bühne, und schließlich gab Dekan Bernhard Ihle einen Mann, der bei ALDI einkauft und riss damit das närrische Publikum zu Lachsalven hin.

Schließlich erzählten die Moderationsengel noch wie es mit der Erschaffung verschiedener Tiere im Einzelnen war, bevor Pfarrer Dr. Johannes Mette in einer Videoschaltung an einem stillen Örtchen zu sehen und zu hören war. Auch hierfür bedankte sich das närrische Publikum mit viel Beifall.

Die Mitwirkenden wurden vom Moderatorenpaar eingeladen, noch einmal auf die Bühne zu kommen. Dann dankten die Engel allen Beteiligten für die Gestaltung des gelungenen Faschingsabends: dem Küchenteam für die Bewirtung, den Pfadfindern für die Cocktailbar, den Menschen an der Kasse, Anita und Wolfgang Pehnelt, sowie dem Bastelkreis für die sehr gelungene Dekoration im Raum und auf den Tischen, dem Publikum des heutigen Abends. Ein großes Dankeschön galt schließlich all denen, die sie bei ihrer Aufzählung vergessen hatten, auch dem Alleinunterhalter Udo Pflästerer aus Weinheim, der den musikalischen Part übernommen hatte und nun zum Tanz aufspielte.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Patrozinium mit Pfarrfest Hl. Familie (21.01.2018)

Am Sonntag, den 21.01.2018 fand ein besonderer Gottesdienst statt: Neben der Feier des Patroziniums der Heiligen Familie war dies eine “Primiz“ für Pfarrer Dekan Ihle, der erstmals als neu eingesetzter Pfarrer in Pforzheim West einem Gottesdienst in Dietlingen zelebrierte. Bereits mit dem Einzug in die Kirche im Rahmen einer Prozession mit zahlreichen Ministranten demonstrierte der neue theologisch Verantwortliche seinen Willen Präsenz zu zeigen und sich soweit möglich auch vor Ort einzubringen. Dies betonte er ausdrücklich in den Eröffnungsworten des Gottesdienstes, durch welchen er allen körperlichen Hemmnissen zum Trotz kraftvoll und empathisch führte.

In der Predigt wandelte Herr Ihle ausdrucksstark das Bild vom Menschenfischer in ein Netz von Gläubigen und Glauben, Fäden in viele Richtungen spannend, stets vernetzt und aufgefangen. Ein Bild, welches die Veränderungen in Pfarrgemeinden und auch die Einflüsse neuer Technischer Entwicklungen als Chance und Möglichkeiten spiegelt.

Einen besonders festlichen Rahmen gaben die musikalischen Beiträge des Kirchenchors von St. Antonius unter der Leitung von Carl Burger.

Wie nahe Beginn und Abschied beieinanderliegen zeigte sich am Ende der Feier. Der bisherige Praktikant Diakon Philipp Ostertag erhielt als Abschiedsgeschenk unter Worten des Danks und mit besten Wünschen für die Zukunft ein Weinpräsent aus Keltern überreicht. Daraufhin nutzte auch er die Gelegenheit Dank zu sagen für die vielen Begegnungen und Erfahrungen, welche er insbesondere in dieser Gemeinde machen durfte; er wird sich nun mit letzten Schritten auf seine Weihe zum Priester im Mai dieses Jahres vorbereiten. Danach lud Gemeindeteamsprecherin Martina Peter und auch nochmals Herr Pfarrer Ihle herzlich zum anschließenden Pfarrfest ins Gemeindehaus ein.

So füllte sich das gesamt Gemeindehaus sowohl im Saal als auch im Obergeschoss inclusive der Galerie bis auf den letzten Platz. Ein reichhaltiges Mittagessensangebot incl. Salatbuffet mit anschließender Kuchenauswahl legte gute Grundlage, um einen geselligen Nachmittag mit vielfältigen Begegnungen verbringen zu können. Zunächst konnte dem reichhaltigen Repertoire der C-Punkt Band mit einer sechsköpfigen Besetzung gelauscht werden. Danach spielten Herr Ostertag alias Petrus mit zwei Engeln (Martina Peter/Annette Markowis) in einem Sketch, in dem die Erde als Planet des Gleichgewichts das Badisch-Schwäbische Verhältnis auf die Schippe nahm. Einmütig stimmte der gefüllte Saal daraufhin das Badner-Lied an. Die Bühne wurde danach von über einem Dutzend Kinder der Kindertagesstätte FarbKlecks unter der Leitung von Sabine Reister mit Unterstützung einiger Erzieherinnen besetzt. Sie trugen mehreren Lieder vor, was mit tosendem Applaus (und einigen Süßigkeiten) belohnt wurde. Anschließend gaben Herbert Böhm und nochmals Philipp Ostertag den „Badewannensketch“ von Loriot zum Besten, inclusive Badeente und Badeschaum . Als musikalisches Highlight trug das Dietlinger Chörle stimmgewaltig brillante Beiträge vor. Der traditionelle Jahresrückblick in Bildern – zusammengestellt von Karl-Heinz Renner und erläutert von Herbert Böhm – beschloss das bunte Programm dieses Pfarrfestes, das im Ortsgeschehen von Keltern seinen festen Platz hat. Jung und älter, konfessionsübergreifend haben eine sehr harmonische und rundum gelungene Feier zusammen mit dem neu verantwortlichen Pfarrer – der bis Abschluss des Programms dem Fest beiwohnte – erleben können.

Allen Mitwirkenden und Mitfeiernden hierfür ein herzliches Dankeschön.


Verabschiedungsgottesdienst für Herrn Diakon Philipp Ostertag in St. Antonius (14.01.2018)

Pfarrer Michael Dederichs zelebrierte diesen Gottesdienst, bei dem Diakon Philipp Ostertag assistierte. Nach der Begrüßung fand Pfarrer Dederichs sehr persönliche Worte der Würdigung und des Abschieds für Diakon Ostertag, der seit dem 21. April 2016 - zunächst als Praktikant - in Pforzheim-West war.

An Christi Himmelfahrt (25. Mai 2017) wurde er von Erzbischof Stephan Burger in Walldürn zum Diakon geweiht, und nun wird er nach dem Patrozinium und Gemeindefest in Heilige Familie, Keltern am kommenden Sonntag (21.01.2018) Pforzheim-West verlassen, um sich auf die Priesterweihe vorzubereiten. Diese wird Erzbischof Stephan am 13. Mai 2018 im Freiburger Münster vornehmen. Eine Woche später wird die Heimatprimiz sein und am 27. Mai 2018, am Dreifaltigkeitssonntag, wird der Neupriester hier in St. Antonius mit uns seine Nachprimiz feiern. Leider liegt der Termin mitten in den Pfingstferien.

 

Diakon Ostertag verkündete das Evangelium zum 2. Sonntag im Jahreskreis (Joh 1,35-42) und legte diesen Text seiner Predigt zugrunde: Der Evangelist Johannes erzählt von der Berufung der ersten Jesus-Jünger, die aus dem Jüngerkreis Johannes des Täufers stammen und von diesem selbst auf Jesus aufmerksam gemacht werden. Jesus fragte sie: „Was wollt ihr?“ Sie stellen die Gegenfrage: „Wo wohnst du?“ und er antwortet ihnen: „Kommt und seht“. Was will uns dieser Text heute sagen?  Nachfolge geht jeden an. Es braucht Menschen, die für den Glauben werben durch das Wort oder durch das Tun. Wir alle sind Werbeträger des Evangeliums.

 

Mit Worten aus Psalm 116 „Wie kann ich dem Herrn all das vergelten, was er mir Gutes getan hat“ bedankte sich Herr Ostertag am Ende der Predigt für die Zeit in Pforzheim-West und bat, ihn im Gebet auf seinem weiteren Weg zu begleiten. Dass er sich in Pforzheim wohlgefühlt hat, brachte er mit Goethes Worten aus Faust 1 zum Ausdruck: „Ach Augenblick verweile doch, du bist so schön.“, um mit einem weiteren Goethe-Wort zu schließen.: „Der Worte sind genug gewechselt.“

 

Nach der Kommunion stellte die Kinderkirche vor, was man sich zum Tagesevangelium und zum Abschied von Herrn Ostertag überlegt hatte.

 

Nach dem von Petrit Hamiti an der Orgel begleiteten Schlusslied „Gib Herr uns deinen Segen“ sprach Karl-Heinz Renner für das Gemeindeteam: Eigentlich hatte man einen kleinen Sektempfang vorbereiten wollen,  bei dem persönliche Abschiedsworte möglich gewesen wären. Da aber Herr Ostertag im Anschluss an diesen Gottesdienst in St. Bernhard das Sakrament der Taufe spenden werde, verschiebe man den Empfang auf die Nachprimiz. Als Erinnerung an Pforzheim-West überreichte er eine Festschrift, die Ende 2017 mit einem Grußwort des emeritierten Papstes Benedikt XVI. bei Herder erschienen war. Anlass war der 70. Geburtstag von Gerhard Kardinal Müller. Der Titel des Buches, in dem namhafte Theologen zu Wort kommen, ist: „Der dreifaltige Gott: Christlicher Glaube im säkularen Zeitalter“. Bis er dieses umfangreiche Werk gelesen habe, müsse er jedenfalls ziemlich lange an Pforzheim-West denken.

 

Am Ende des Gottesdienstes sprach Pfarrer Dederichs im Wechsel mit Herrn Renner ein Segensgebet und rief dann den Segen Gottes auf Diakon Philipp Ostertag und die ganze Gottesdienstgemeinde herab. Mit „Gehet hin in Frieden“ hatte der Diakon das letzte Wort in diesem Gottesdienst.

 

 

Text: Karl-Heinz Renner

 

Fotos: Ivica Pavlic und Karl-Heinz Renner

 


Gottesdienst mit anschließendem Neujahrsempfang für die Mitarbeiter/innen im Pastoralen Raum Pforzheim-West (12. 01. 2018)

Bereits zum achten Mal feierten die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen im Pastoralen Raum Pforzheim-West zu Beginn des neuen Jahres, am ersten Freitag nach den Weihnachtsferien, gemeinsam Eucharistie in St. Bernhard.

Pfarrer Bernhard Ihle, Leiter der Kirchengemeinde Pforzheim und seit dem 08.01.2018 auch Pfarrer von Pforzheim-West konzelebrierte mit Pfarrer Michael Dederichs. Die liturgische Einführung, in der er auf die immer weniger werdenden Priester hinwies, übernahm Pfarrer Dederichs; Diakon Philipp Ostertag verkündete das für den Freitag der ersten Woche im Jahreskreis vorgesehene Evangelium nach dem Evangelisten Markus (Mk 2, 1-12).

Seiner Ansprache legte Pfarrer Ihle diesen Text zugrunde. „Da brachte man einen Gelähmten zu ihm; er wurde von vier Männern getragen. Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen die Decke durch und ließen den Gelähmten auf seiner Tragbahre durch die Öffnung hinab.“ Er zeigte Parallelen zum Engagement der Mitarbeiter/innen in den Gemeinden, dankte hierfür mit herzlichen Worten und wünschte ein gutes Miteinander auf dem Weg des Glaubens.

Die Fürbitten wurden von verschiedenen Gottesdienstmitfeiernden frei formuliert und jeweils mit dem Ruf „Christus, höre uns!“ abgeschlossen. In bewährter Weise spielte Bernhard Kaburek auch in diesem Jahr wieder die Orgel.

Am Ende der Messe bedankte sich Karl-Heinz Renner als Sprecher der drei Gemeindeteams dafür, dass Pfarrer Ihle die Tradition der Gottesdienste mit anschließendem Neujahrsempfang für die Mitarbeiter/innen im Pastoralen Raum Pforzheim-West weiter führt. Man hatte diesen Gottesdienst nämlich über den 01.01.2015 hinaus, als die Kirchengemeinde Pforzheim errichtet wurde, beibehalten, um auch weiterhin das Gemeinsame zu pflegen, das in Pforzheim-West mit Gründung der Seelsorgeeinheit entstanden war. Zudem dankte er allen, die den Gottesdienst und den anschließenden Empfang vorbereitet hatten und mitfeierten, insbesondere dem Gemeindeteam von St. Bernhard. Zugleich lud er dazu ein, noch zu bleiben und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünschte Pfarrer Ihle für das Neue Jahr den Segen Gottes und viel Gesundheit! Gerne wurde auch in diesem Jahr die Einladung zum anschließenden Neujahrsempfang angenommen.

 

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Pforzheim-West verabschiedet Pfarrer Dr. Johannes Mette (07.01.2018)

Beim feierlichen Einzug in die vollbesetzte St. Antoniuskirche folgten den Ministranten aus St. Antonius, St. Bernhard und Heilige Familie, Keltern die beiden Diakone Clemens Graffy (ständiger Diakon) und Philipp Ostertag (Diakon in Pforzheim-West auf dem Weg zur Priesterweihe) und die Priester, die mit Pfarrer Dr. Johannes Mette bei diesem festlichen Gottesdienst konzelebrierten: Pfarrer Bernhard Ihle (Leiter der Kirchengemeinde Pforzheim), Pfarrer Klaus Bundschuh (Vorgänger von Pfarrer Mette), Pfarrer Joachim Grunwald (früher Pfarrer von St. Elisabeth), Pfarrer Michael Dederichs (Kooperator in Pforzheim-West), Abbé Gaston Bindélé (häufig Ferienvertretung in Pforzheim-West) und Pater Rocky (Italienische Mission). Sie wurden bereits von den Mädchen und Buben aus den Kindergärten St. Elisabeth und St. Theresia und von der Kinderkirche mit ihren Erzieherinnen und Katechetinnen auf den Stufen zum Chorraum erwartet, wo sie für Pfarrer Mette das Lied sangen: „Einfach Spitze, dass du dar warst“.

Nach der Begrüßung und der liturgischen Eröffnung des Gottesdienstes besprengte der Hauptzelebrant aus Anlass des Festes der Taufe des Herrn die Gemeinde mit Weihwasser, während sie das Lied sang: „Ich bin getauft und Gott geweiht“. Die Lesungen vom Festtag, den Antwortgesang, die Halleluja-Rufe und die Fürbitten, in denen für Pfarrer Mette und seine neue Kirchengemeinde in Lahr, aber auch für die Menschen in Pforzheim und für die Verstorbenen gebetet wurde, trugen Lektorinnen und Lektoren und eine Kantorin aus den Gemeinden von Pforzheim-West vor. Neben dem Kirchenchor unter Leitung von Carl Burger, der mit den Liedern „Lobt den Herrn der Welt“ (nach H. Purcell's „Trumpet voluntary“) und „Aller Augen warten auf dich“ (Heinrich Schütz) zu hören war, gestalteten weitere Gruppen den Gottesdienst mit: „Cantus firmus“ mit „Ein Licht in dir geborgen“ und „Salz sein, Licht sein, Christ sein“, sowie die Sopran-Solistinnen Beatrice Fuhr-Herz und Karin Schott mit dem „Ave Maria-Duett“ ( Saents – Saints). Die Orgel wurde im Wechsel von Bernhard Kaburek und Petrit Hamiti gespielt.

In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Mette an die Schatzkiste des Glaubens, aus der er vier Gedanken entfaltete: „Geht und macht alle zu meinen Jüngern“ – Von diesem Satz Jesu ausgehend verwies er auf die Sendung aller Gläubigen. „Jesus ging am Sabbat in die Synagoge“ – Die Christen kommen in der Eucharistiefeier am Sonntag nicht mehr aus Pflichtgefühl zusammen, sondern weil da für sie Heimat ist. „Jesus ging hinauf nach Jerusalem“ – Wenn Menschen sich gemeinsam auf den Weg machen in Wallfahrten und in Tagesfahrten, entsteht Gemeinschaft und es entwickeln sich Freundschaften. „Jesus sah – bei der Taufe durch Johannes - den Geist wie eine Taube auf sich herab kommen“ – So viele Gaben des Heiliges Geistes sind auf jeden von uns in Taufe und Firmung herabgekommen, die es in den Gemeinden zu nutzen gilt. Die Kirche hat Zukunft, entwickelt sich wieder biblischer, wird kleiner, aber kraftvoller.

Am Ende des Gottesdienstes überreichten die Sprecher der Gemeindeteams Markus Clemens, Martina Peter und Karl-Heinz Renner zur Erinnerung eine Armbanduhr, auf deren Gehäuseboden neben „Pforzheim-West“ das Datum der Investitur (01.02.2009) und das Datum des Abschieds (07.01.2018) eingraviert sind und ein Geldgeschenk in Höhe von 760,00 Euro für die Aufgaben des „Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“. Bis zum Ende der Begegnung im Pfarrsaal wuchs die Summe sogar auf 1.365,50 Euro an. Der Ritterorden unterstützt vor allem Einrichtungen des lateinischen Patriarchats von Jerusalem vom Kindergarten, über die Schule bis zum Pflegeheim. Dieser Spendenzweck wurde deshalb ausgesucht, weil Pfarrer Mette sich für die Mitgliedschaft im Orden entschieden hatte, im Bewusstsein des bedeutenden Engagements der Grabesritter zu Jerusalem.

Danach dankte Pfarrer Mette in sehr persönlichen Worten allen, die den Gottesdienst mitgestaltet und mitgefeiert hatten und allen für das gute Miteinander, denen er in seiner Zeit in Pforzheim – ob haupt- oder ehrenamtlich - begegnet war. Bevor man zur Begegnung in den Pfarrsaal wechselte, gab es zum Abschied noch ein Gruppenfoto mit den Ministranten.

Im Gemeindezentrum ging es eng zu, weil sehr viele Kirchenbesucher/innen die Einladung angenommen hatten. Fleißige Hände hatten ein tolles „Finger Food Buffet“ vorbereitet und aufgebaut, und verschiedene Getränke waren bereit gestellt. Nach einer ersten Stärkung begrüßte Karl-Heinz Renner die Gäste. Stellvertretend nannte er als Vertreter der Kirchen das Pfarrerehepaar Nicola und Hartmut Friedrich von der evangelischen Matthäusgemeinde im Arlinger, Pfarrer Thomas Müller und seine Frau von der Gemeinde an der Christuskirche, Pfarrer Günther Wacker aus Ellmendingen und den Leiter der Kirchengemeinde Pforzheim, Pfarrer und Dekan Bernhard Ihle sowie Isabel Odenthal, die Vorsitzende des Pfarrgemeindrates, als Vertreter des öffentlichen Lebens Rolf Constantin, den ersten gemeinderätlichen Vertreter von Oberbürgermeister Peter Boch, der aus dem Urlaub Grüße übermittelt hatte und Steffen Bochinger, den Bürgermeister von Keltern und natürlich den Herrn, für dessen Verabschiedung man zusammengekommen war, Pfarrer Dr. Johannes Mette.

Bevor Pfarrer Mette nach Pforzheim gekommen war, war er Sekretär mehrerer Bischöfe und wurde am 06. Februar 2009 - wenige Tage nach seiner Investitur - in Freiburg zum Doktor der Theologie promoviert. Seine Arbeit trug den Titel: „Heilung durch Gottesdienst? Ein liturgietheologischer Beitrag“.

In seinen Gemeinden hatte Johannes Mette neben der Seelsorge zahlreiche Aufgaben übernommen, als Kurat des Pfadfinderstammes Arnulf, als Präses für die Frauengemeinschaften, den Männerverein und den Kirchenchor. Darüber hinaus war er Mitglied des ökumenischen Westadtkonvents, Vorsitzender des Stiftungsrates der Kirchengemeinde sowie Ansprechpartner für die Diakone im Dekanat. Daneben ist er Ansprechpartner der Malteser und Mitglied der „Ökumene Kommission“ der Erzdiözese Freiburg.

Im Namen der Gemeinden Heilige Familie, St. Bernhard und St. Antonius sagte Karl-Heinz Renner einfach: Vielen Dank – ein herzliches „Vergelt’s Gott“ für den Dienst hier bei uns! Ein bekanntes Segensgebet aus dem 5. Jahrhundert von Sedulius Caelius gab er ihm mit auf den Weg nach Lahr.

An alle Mitglieder der drei Gemeinden appellierte er, den Weggang als Aufgabe zu begreifen, als Aufgabe, die Verantwortung, die jeder Gläubige, aufgrund von Taufe und Firmung in und für die Kirche hat, künftig noch stärker wahrzunehmen. Jetzt sei nämlich nicht die Zeit, sich frustriert abzuwenden und sich eine neue Gemeinde zu suchen, oder sich aus der Kirche ganz zu verabschieden – nein jetzt erst recht!

Ein buntes und vielfältiges Programm der unterschiedlichsten Gruppierungen schloss sich an: Beiträge der Erzieherinnen aus den Kindergärten, Beiträge der Pfadfinder, der Ministranten, der Frauengemeinschaft von St. Antonius, der Radfahrergruppe, des Gemeindeteams von St. Bernhard und der „Schutzengel Seraphina und Cerubine“ aus Dietlingen. Dazwischen gab es Geschenke und Grußworte von Pfarrerin Friedrich, Bürgermeister Bochinger und Pfarrer Wacker. Der künftige Pfarrer der Gemeinden, Bernhard Ihle, wünschte Johannes Mette Gottes Segen für seine schwierige Aufgabe in Lahr und bat die Gemeinde mit ihm den Weg weiter zu gehen. Bevor Pfarrer Mette Dankes- und Abschiedsworte sprach, beendete die Schola unter Leitung von Gerhard Grimm mit einem irischen Segenslied das Programm.

In einer langen Schlange warteten im Anschluss die Menschen geduldig, um sich persönlich zu verabschieden, um ihrem Pfarrer zu danken und ihm Gottes Segen für seine neue Aufgabe zu wünschen.

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Helmut Jahn und Karl-Heinz Renner


Segen bringen – Segen sein: Die Sternsinger waren auch in Keltern unterwegs (06.01.2018)

Auch in diesem Jahr beteiligte sich die Heilige Familie Keltern an der Sternsingeraktion. Schon im von Pfarrer Michael Dederichs gestalteten Gottesdienst standen die sechs Gruppen – jeweils Caspar, Melchior, Balthasar und ein Sternträger – im Mittelpunkt. Sie stellten die Sternsingeraktion mit einem Video vor und sangen gemeinsam mit der Gemeinde das diesjährige Sternsingerlied „Licht sein für die Welt“. Diesen Gedanken machte auch Pfarrer Dederichs zum Thema seiner Predigt: Wer sich für Gott und für andere Menschen einsetze, der werde damit zu einem Licht für die Welt. Anschließend erhielten alle Sternsinger und Helfer die diesjährigen Segensbänder als äußeres Zeichen der Aktion und wurden mit dem Segen entsandt.

Nach dem Gottesdienst machten sich die Sternsinger auf den Weg in alle Kelterner Ortsteile, um den Segen in die Häuser zu bringen und gleichzeitig Spenden für die Aktion „Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit“ zu sammeln. Zur Mittagspause trafen sich alle Gruppen wieder in Dietlingen, um sich für den zweiten Teil zu stärken. Hier wurden Sie vom stellvertretenden Bürgermeister Dr. Alfred Schweitzer begrüßt, der sich bei allen Teilnehmern für ihr Engagement und den Segen für die Rathäuser in den Ortsteilen bedankte. Außerdem übergab der die Spende der Gemeinde Keltern.

Wir bedanken uns bei allen Sternsingern und Sternträgern, den Helferinnen und Helfern im Fahrdienst, in der Küche und in der Vorbereitung und Durchführung der diesjährigen Sternsingeraktion und natürlich bei allen Spenderinnen und Spendern für ihre Gaben.

Der Erlös der diesjährigen Sternsingeraktion beträgt € 2.743,--

Petra Kern


Aussendung der Sternsinger in St. Bernhard und in St. Antonius (06.01.2018)

Die Eucharistiefeier in beiden Kirchen und die Predigt am Fest der Erscheinung des Herrn hielt Pfarrer Dr. Johannes Mette. Diakon Philipp Ostertag assistierte und sang das festliche Evangelium.

In St. Bernhard stellten sich die „Könige“ zu Beginn des Gottesdienstes vor, sagten ihre Texte und sangen unter Begleitung von Beatrice Fuhr-Herz ihre Lieder.

Nach guter Tradition segnete der Priester im Gottesdienst auch Wasser und Salz - Wasser zur Erinnerung an die Taufe und zum Segnen der Häuser, Salz, das in das Wasser gestreut wird, zur Erinnerung an den Propheten Elischa, der schal gewordenes Wasser mit Salz wieder trinkbar gemacht hatte (2. Könige 2,11).

In St. Antonius stellten die Sternsinger die Texte und Lieder, die sie beim Besuch in den Häusern und Wohnungen sprechen und singen, am Ende des Gottesdienstes vor; Pfarrer Mette segnete die „Könige“, die Kreide und den Weihrauch, bevor einer der Sternsinger über die Sakristeitür schrieb - so wie er es auch an die Wohnungstüren schreiben wird: „20 * C + M + B + 18“ - „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus).

Am Ende des jeweiligen Gottesdienstes würdigte Pfarrer Mette die wieder sehr gelungene Vorbereitung der Sternsinger durch ihre Leiter und bedankte sich bei ihnen und bei allen, die zur Gestaltung der hl. Messe beigetragen hatten. Mit dem Schlusssegen sandte er die Sternsinger aus auf ihren Weg durch die Gemeinde mit dem Wunsch, den Menschen „Freude und Segen zu bringen“! Caspar, Melchior und Balthasar sammelten bereits an den Kirchtüren Spenden für die Sternsingeraktion 2018, die in diesem Jahr unter dem Motto steht „ Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit “.

Fotos: Helmut Jahn und Karl-Heinz Renner

Text: Karl-Heinz Renner


Weihnachten 2017 in St. Antonius (24./25. Dezember 2017)

Mit der traditionell von Gemeindereferent Thomas Ruland gestalteten Kinderkrippenfeier begann der Heilige Abend in St. Antonius.

Die Christmette und das Hochamt wurden von Pfarrer Dr. Johannes Mette zelebriert, der am Morgen auch die Fest-Predigt hielt, während in der Christmette Diakon Philipp Ostertag das Geschehen der Heiligen Nacht deutete, nachdem er an der Krippe das Weihnachtsevangelium nach Lukas (Lk,2,1-14) verkündet hatte.

Die musikalische Gestaltung in der Nacht lag bei der Männerschola, bei Petrit Hamiti an der Orgel und Michael Werner an der Trompete, die u.a. mit „Jesus bleibet meine Freude“ (Johann Sebastian Bach 1685-1750) und „Trumpet Voluntary“ (Jeremiah Clarke 1674-1707) gemeinsam spielten. Auch die klassischen Weihnachtslieder ‚Stille Nacht’ und ‚O du fröhliche’ wurden nach dem Evangelium bzw. als Schlusslied gesungen.

Im Hochamt am ersten Weihnachtstag sang der Kirchenchor unter Leitung von Carl Burger - begleitet von Streichern des Orchesters ‚Camerata Juvenalis’ die Messe in C - „Krönungsmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). Als Solisten wirkten dabei mit: Bettina Horsch - Sopran, Götz Thumm - Tenor, Carl Burger - Bass und Franziska Pflüger – Alt; die Orgel spielte Petrit Hamiti. Zur Kommunion war Ludwig van Beethovens (1770-1827) „Romance Nr. 2 in F major op. 50“ für Violine und Streichorchester zu hören.

Die feierliche Vesper mit sakramentalem Segen beendete den ersten Feiertag.

Zelebrant am Fest des hl. Stephanus war Pfarrer Michael Dederichs.

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Helmut Jahn und Karl-Heinz Renner


Familienkrippenfeier am Heiligabend (24.12.2017)

Traditionell fand um 16.30 Uhr eine gut besuchte Krippenfeier in Dietlingen statt. Halina Hauser begleitete auf der Orgel. Lennart Dührkop trug mit zwei Gitarrensoli zur musikalischen Umrahmung bei. Durch den Gottesdienst führte Tobias Eckert, angehender Diakon.

Im Krippenspiel zeigten Kinder die Ereignisse der Heiligen Nacht.

In der folgenden Predigt wurde ein ausgelegtes Falt-Bild betrachtet: von der Verkündung durch den Engel, bis zur Geburt Jesu und die Aufforderung, den Glauben zu verkünden und zu leben.

Erstmals erfolgte in Anschluss an das gemeinsame Vaterunser eine Kindersegnung. Das Friedenslicht wurde geteilt und die gesamte Gottesdienstgemeinde zog in einer Prozession auf den Gemeindehausvorplatz.

Mit den Klängen von „Stille Nacht…“ endete der Nachmittag und alle nahmen den Weihnachtlichem Segen mit nach Hause.

 

Herzlicher Dank gilt Halina Hauser und Lennort Dührkop (Musik), Sigrid Sommer (Kulisse, Krippenspieltext), Alexandra Peter (Fotos), Tobias Eckert als Zelebrant sowie allen Kindern und Ministranten, die mit Ihrem Engagement diese Feier ermöglicht haben sowie allen Mitfeiernden.

 

Im Namens des Familiengottesdienstteams

Martina Peter


9. Arlinger Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz St. Bernhard (16.12.2017)

Auch in diesem Jahr bot der Weihnachtsmarkt von St. Bernhard wieder ein sehr ansprechendes Programm.

Zur Eröffnung spielte der Posaunenchor unter Leitung von Axel Pfrommer. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Dr. Johannes Mette sang der ‚Ungerer Werkschor’ zur Weihnacht. Die Kindergärten St. Theresia (St. Bernhard) und St. Elisabeth (St. Antonius) hatten ihren Auftritt vor dem Einzug des Bischofs Nikolaus. Den Abschluss bildeten in der Kirche die Weihnachtslieder, die von einer Kindergruppe und von Mikey Stevens unter Leitung und Mitwirkung von Beatrice Fuhr-Herz gesungen wurden.

 

Im Foyer der Kirche und auf dem Kirchplatz waren Stände aufgebaut, an denen Essbares und Getränke ebenso angeboten wurden wie Strickwaren, Eine-Welt-Artikel, Peru-Artikel, Weihnachtsgebäck, Weihnachtskarten und kleine Aufmerksamkeiten zum Fest.... Die Kinder konnten Baumwolltaschen bemalen und Sterne basteln.

 

Die Gemeinde St. Bernhard bedankte sich bei diesen Teilnehmern für ihre Unterstützung: Arlinger Gartenstadtgemeinschaft; Peru-Gruppe der Gemeinde St. Antonius; Kindergärten St. Elisabeth und St. Theresia; Ministranten und Pfadfinder von St. Bernhard; MGV Arlinger; Familien Sommer und Müller aus Keltern; Frauengemeinschaft; Ungerer Werkschor.

 

Fotos: Luis Beltran-Ramos


Pfarrer Dr. Johannes Mette verabschiedet sich vom Pastoralen Raum Pforzheim-West, um die Seelsorgeeinheit Lahr zu übernehmen!

Uns würden bestimmt tausend Gründe einfallen, die ihn zum Bleiben überreden sollten, aber wir sehen ein, dass es richtig und wichtig ist, dem Wunsch unseres Erzbischofs zu entsprechen!

In seinem Gedicht „Stufen“ schreibt Hermann Hesse: „Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“

 

Dennoch werden Sie uns fehlen, wir werden Sie vermissen!

 

Mit einem ganz herzlichen Dank für neun wichtige, gute Jahre dürfen wir im Namen von St. Antonius, St. Bernhard und Heilige Familie in Pforzheim-West, aber auch ganz persönlich gute Wünsche übermitteln für Ihren weiteren Weg!

 

Sie sind an der Jahreswende 2008/2009 in die damalige Seelsorgeeinheit mit drei grundverschiedenen Gemeinden und ihren Gruppen gekommen und haben Menschen angetroffen, die hier seit Generationen zu Hause sind und Menschen, die erst kurz in Pforzheim-West leben. Sie haben mit diesen Menschen die Grenzen der Seelsorgeeinheit erwandert, und Sie haben ihnen auf dem starken Fundament Ihres Glaubens Antworten gegeben auf die Fragen in ihren unterschiedlichen Lebenslagen und dabei Seelsorge gelebt, den Glauben mit ihnen geteilt: in der Schule, in Glaubenskursen und in der ‚Werkstatt Bibel‘. Kinder und Erwachsene haben Sie auf den Empfang der Sakramente vorbereitet und die Sakramente mit ihnen gefeiert, Kranke besucht und die Toten auf ihrem letzten Weg begleitet.

 

Sie haben Eucharistie als die zentrale Mitte der Gemeinden verstanden, aber auch andere Gottesdienstformen nicht vernachlässigt. Kirchenchor, Schola, Chörle und Band bereicherten - von Ihnen unterstützt – diese Feiern. Die Jugendgruppen haben Sie gerne auf ihren Freizeiten besucht, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und Gottesdienst zu feiern. Sie gingen zu den Treffen der Senioren und zu ihren Ausflügen. Besuche in den Kindergärten und Familiengottesdienste mit den Kindern und ihren Erzieherinnen waren Ihnen wichtig, Besinnungstage für Frauen und Männer, Besinnungs-wochenenden für Pfarrgemeinderäte und Gemeindeteams wurden von Ihnen

 

gestaltet. Wallfahrten und Studienfahrten - eintägig oder mehrtägig - sahen Sie als Chance, dass Menschen besondere Orte unseres Glaubens erleben, die Teilnehmer/innen auf andere Menschen treffen, sie kennenlernen und ihren Weg dann gemeinsam weitergehen: Rom und Freiburg, Israel und Palästina, Piemont und Aostatal, Thüringen und Altötting, Walldürn und Konstanz, Reichenau und Maria Laach sind Beispiele. Im Sommer 2016 überquerten Sie gemeinsam mit einer Gruppe die Alpen auf dem Fahrrad. Offensichtlich war dieses neue Format so überzeugend, dass sich die Gruppe im vergangenen Sommer erneut auf den Weg machte, um dieses Mal die Dolomiten zu umrunden!

 

Regelmäßige Treffen mit den evangelischen und freikirchlichen Pfarrern und ihren Gemeinden sind für Sie selbstverständlich, Ökumenische Andachten, Gottesdienste und Begegnungen nicht wegzudenken. Der gemeinsame Beginn der Feier der Osternacht am Feuer vor der evangelischen Matthäuskirche betont beispielhaft das Gemeinsame unseres christlichen Glaubens.

Die Eucharistiefeier am Anfang des neuen Jahres mit dem anschließenden Empfang, die Patrozinien und Gemeindefeste, der Offene Nachmittag für Menschen am Rand der Gesellschaft, das Serenadenkonzert in ‚Pfarrer Mettes Garten’, Christi Himmelfahrt in Heilige Familie und der jährliche Ausflug der Mitarbeiter/innen mit dem abschließenden Abendessen sind wichtige Elemente im Jahresablauf von Pforzheim-West.

 

Investitionen zur Pflege und zum Erhalt der Kirchen, Gemeindehäuser, Kindergärten und als notwendige Voraussetzung für eine zeitgemäße Verwaltung wurden von Ihnen nie vernachlässigt.

Sie übernahmen selbstverständlich Verantwortung in der neuen Kirchengemeinde Pforzheim, indem Sie im Stiftungsrat Vorsitz führten.

 

Sie haben auch Ihren zutiefst menschlichen Sinn für Humor bewiesen als Reimprediger am Faschingssonntag, in der Bütt und immer wieder als Darsteller bei Sketchen oder mit gekonnten Stimmparodien.

Wir wünschen Ihnen zum Abschied für die Zukunft Freude, Erfüllung und Gottes Segen und hoffen dabei gleichzeitig auf manche Gelegenheit zur Begegnung. In diesem Sinn: Herzlichen Dank – und ‚Auf Wiedersehen’!

 

Für die Gemeindeteams

St. Antonius: St. Bernhard: Heilige Familie:

Karl-Heinz Renner Markus Clemens Martina Peter


Die Verabschiedung findet am Sonntag, den 07. Januar, um 10.00 Uhr mit einem Gottesdienst in St. Antonius statt. Anschließend Begegnung im Pfarrsaal von St. Antonius.

Liebe Mitchristen unserer Kirchengemeinde Pforzheim,

meine Zeit als Pfarrer von St. Antonius, St. Bernhard und Heilige Familie neigt sich dem Ende zu. Am 7. Januar ist meine Verabschiedung und dann steht schon die neue Stelle vor der Türe, die mich dann als Pfarrer und Leiter der Kirchengemeinde „An der Schutter“ nach Lahr führt.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen herzlich bedanken, mit denen ich seit Advent 2008 Gemeindeleben und Christsein hier vor Ort erleben und gestalten durfte. Der Rückblick auf die vergangenen neun Jahre eröffnet mir eine dicht gefüllte Zeit mit vielen schönen Gottesdiensten, unzähligen tiefen Erfahrungen in der Seelsorge, in Einzelgesprächen wie gemeinsamen Treffen,
Sitzungen und Veranstaltungen. Ich habe sehr oft eine große Herzlichkeit und auch Dankbarkeit erfahren, viel Unterstützung, Wohlwollen und freundschaftliche Verbundenheit. Dafür möchte
ich mich herzlich bedanken, sowohl bei meinen „Schäfchen“ in Pforzheim-West als auch bei allen anderen Pforzheimer Katholiken, denen ich in dieser Zeit begegnet bin und mit denen ich zusammengearbeitet habe.
Für meinen Dienst als Priester und als Pfarrer war und ist mir vieles wichtig geworden. Besonders wichtig ist mir, dass der Sonntagsgottesdienst das Herzstück unseres Christseins und
Gemeindelebens bleibt. Eine der größten Freuden war für mich immer zu sehen, wenn Menschen sich neu engagiert haben oder wenn z.B. durch Gemeindefahrten Freundschaften entstanden
sind, die das Gemeindeleben neu bereicherten. So verstehe ich meinen priesterlichen Dienst: einen Nährboden zu schaffen, auf dem Menschen sich gerne engagieren und etwas zum Blühen
bringen, weil sie Gemeinde ein Stückweit als Heimat erleben.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und Gottes Segen für die Zukunft und freue mich, wenn wir – auch über das Gebet – einander verbunden bleiben.


Ihr Johannes Mette


Die Verabschiedung findet am Sonntag, den 07. Januar, um 10.00 Uhr mit einem Gottesdienst in St. Antonius statt. Anschließend Begegnung im Pfarrsaal von St. Antonius.

Kindergottesdienst am Nikolausabend für die Gemeinden von Pforzheim-West (06.12.2017)

Wieder waren die Kinder von Pforzheim-West am Nikolaustag zu einem besonderen Gottesdienst eingeladen, der mit "Wir sagen euch an den lieben Advent" eröffnet wurde. Pfarrer Dr. Johannes Mette gestaltete diese Feier in der St. Antonius-Kirche.

Anhand einer PowerPoint-Präsentation erzählte er Legenden aus dem Leben des Heiligen, die mit dem Lied "Es fährt ein Schiff nach Myra" einen passenden Abschluss fanden. Diakon Philipp Ostertag betete die Fürbitten, die in das gemeinsam gesprochene "Vater unser" mündeten. Nach dem Begrüßungslied "Willkommen lieber Nikolaus!" kam "Bischof Nikolaus" mit seinem schweren, mit vielen Päckchen beladenen Schlitten wirklich. Er sprach mit den Kindern und befragte sie. Ihre Antworten zeigten, dass die Mädchen und Buben sich auskannten bzw. Herrn Pfarrer Mette aufmerksam zugehört hatten. Schließlich segnete Pfarrer Mette die Kinder und ihre Angehörigen, bevor der Nikolaus die Geschenke austeilte. Jedes Kind bekam ein Päckchen, in dem ein richtiger Nikolaus aus Schokolade steckte.

Auf dem Kirchplatz boten die Erzieherinnen des Kindergartens St. Elisabeth Punsch und selbst gebackenen Kuchen an. So blieben viele noch gerne beisammen und freuten sich über den gelungenen Nikolausabend in Pforzheim-West. Ein herzliches Dankeschön gilt dem Bastelkreis fürs Packen der Geschenke, dem Kindergarten St. Elisabeth und dem Nikolaus!

 

Text und Bilder: Karl-Heinz Renner


St. Martin in Pforzheim-West (10.11.2017)

Am Vorabend des Gedenktags des heiligen Martin (11. November) versammelten sich viele Kinder mit ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern vor der St. Antoniuskirche.

Nachdem das erste Lied gesungen, die Martinswecken und Laternen gesegnet waren, formierte sich auf der Maximilianstraße ein beachtlicher Zug; vorbei an den Straßenbaustellen, an der Christuskirche und am ‚Brötzinger Martinimarkt’ gelangte der Martinszug in den Kastanienhof hinter der alten Martinskirche (heute ein Teil des Stadtmuseums), die den Namen des Heiligen trägt.

Weitere Martinslieder wurden gesungen und im Spiel natürlich auch an die ‚Martinslegende’ erinnert, in diesem Jahr allerdings in modernem ‚Gewand’: Ein ‚Obdachloser’, der auf der Straße lebt, war dort zusammengebrochen. Malteser-Rettungssanitäter kamen ihm zu Hilfe. Zum Schluss bekamen alle Kinder und auch die Erwachsenen von Pfarrer Dr. Johannes Mette oder vom Gemeindereferenten Thomas Ruland einen Martinsweck.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Dekanatssingen der Kirchenchöre in St. Antonius (05.11.2017)

Im Rahmen des Sonntagabendgottesdienstes in St. Antonius hatte das katholische Dekanat Pforzheim zum "Dekanatssingen der Kirchenchöre" eingeladen. Anlässlich seines 250. Todestages wurden Werke von Georg Philipp Telemann (1681-1767) aufgeführt.

Mitwirkende waren aus Pforzheim die Chöre von Liebfrauen, St. Antonius, St. Elisabeth und St. Franziskus, aus Ispringen/Bilfingen Maria Königin/Hl. Dreieinigkeit und aus Schellbronn St. Nikolaus. Außerdem musizierten fünf Bläser und ein kleines Kammerorchester. Als Solisten waren Katharina Dohmen (Sopran) und Carl Burger (Bass) zu hören. Carl Burger, Bernhard Kaburek und Bernhard Weichselmann dirigierten. Gesamtleitung und Continuo teilten sich Dekanatschorleiter Diethard Stephan Haupt, der auch die Orgel spielte, und sein Stellvertreter Bernhard Weichselmann. Natürlich waren auch die Gottesdienstbesucher zum Mitsingen von Liedern aus dem Gotteslob einbezogen. Vor dem Evangelium sang Bernhard Kaburek als Kantor im Wechsel mit der Gemeinde das Halleluja. Eingeladen hatten namens des Dekanatsvorstands der Kirchenchöre Erwin Kramer und Dietmar Jansen.

Dekanatspäses Pfarrer Klaus Bundschuh war Hauptzelebrant. Mit ihm zelebrierten Dekan Bernhard Ihle und Pfarrer Dr. Johannes Mette, der in seiner Predigt Leben und Werk Georg Philipp Telemanns vorstellte und es mit der Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher verknüpfte: „Es geht darum, die Welt ein Wenig heller zu machen. Es ist das Wort Gottes, das da erklingt und jetzt ist es in Euch, den Gläubigen, wirksam!“ Den Dienst des Diakons übernahm Philipp Ostertag. Dekan Bernhard Ihle bedankte sich am Ende des festlichen Gottesdienstes bei allen Mitwirkenden mit herzlichen Worten.

 

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Kirchenchor St. Antonius in Brackenheim (21.10.2017)

Vor Besuchern aus Brackenheim und der Ludwigsburger Umgebung sowie den aus Pforzheim angereisten Gästen boten der Kirchenchor St. Antonius und der Madrigalchor Vollmer in Begleitung des Kammerorchesters „Camerata Juvenalis“ aus Anlass des 30-jährigen Bestehens des Madrigalchors unter der Gesamtleitung des Dirigenten Carl Burger ein anspruchsvolles Konzert.

Werke u.a. aus der ‚Schöpfung‘ von Joseph Haydn, das ‚Gloria‘ aus der Krönungsmesse und das ‚Requiem‘ von W.A. Mozart, sowie die ‚Premiére Messe‘ von Charles René Bibard waren zu hören. Der Madrigalchor sowie das Orchester „Camerata Juvenalis“ haben auch schon öfters in Pforzheim gesungen und musiziert. So unterstützten sie unseren Kirchenchor bei den Orchestermessen zu Weihnachten 2016 und dieses Jahr (2018) zu Ostern sowie zuletzt am Ernte-Dank-Fest Anfang Oktober (2017) in der Antoniuskirche. Der Organist Thomas Habermaier, der dem Madrigalchor angehört und die Première Messe aufwändig für Chor, Solisten und Orchester restauriert hat, ist häufiger Orgelbegleiter unseres Kirchenchors bei seinen Auftritten. Es ist ein schönes und gegenseitiges Miteinander in der Unterstützung im Chorgesang und der Kirchenmusik.

Text und Fotos: Kirchenchor St. Antonius


Perugottesdienst in St. Antonius (29.10.2017)

Zu Beginn der Eucharistiefeier wies Luis Beltran für den Perukreis daraufhin, dass die Partnergemeinde San Andrés in ihrer Kirche bereits wieder Gottesdienste feiere, dass bis zur endgültigen Fertigstellung des Gotteshauses aber noch Zeit ins Land gehe. Hierfür habe man weitere Spendegelder zur Verfügung gestellt, und auch heute werde man vor der Kirche Gebäck zum Kauf anbieten. Der Erlös sei für Peru bestimmt! Herr Beltran dankte der Gottesdienstgemeinde für ihr finanzielles Engagement.

Zum Einzug hatte Petrit Hamiti die Orgel gespielt. Die Frauenschola unter Leitung von Gerhard Grimm gestaltete durch die ‚Missa mundi’ aus dem Gotteslob die Eucharistiefeier musikalisch mit. Die Lesung (1 Thess. 1,5c-10) wurde in deutscher und in spanischer Sprache vorgetragen. Diakon Philipp Ostertag verkündete das Evangelium (Mt 22,34-40) und deutete in seiner Predigt dessen Kernaussagen: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“
Die Fürbitten wurden von mehreren Lektoren gebetet. Das Schlusslied ‚Komm Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen’ leitete zu den Vermeldungen und zur Überreichung einer Urkunde des Erzbischofs über. Pfarrer Dr. Johannes Mette, der die hl. Messe zelebriert hatte, informierte die Gemeinde, dass Heribert Hoschek künftig dabei mitwirken werde, kranken Menschen die Kommunion nach Hause zu bringen. Er dankte Herrn Hoschek für die Bereitschaft und gratulierte zur Bestellung als Kommunionhelfer, was von den Kirchenbesuchern mit Beifall begleitet wurde. Dann dankte er allen, die den festlichen Gottesdienst mitgestaltet hatten. Den Ministranten wünschte er einen guten Verlauf ihres Herbstlagers, zu dem sie nach der Messe aufbrechen wollten.
Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


„BEGEISTERT FIRMUNG 2017“ – Firmgottesdienst für die Gemeinden St. Antonius, St. Bernhard und Heilige Familie

(Pastoraler Raum Pforzheim-West) in der St. Antoniuskirche (22.10.2017)

Unter dieses Thema hatte Gemeindereferent Thomas Ruland den Vorbereitungsweg zur Firmung gestellt. Gemeinsam mit den Ministranten zogen Domkapitular Dr. Peter Birkhofer, Pfarrer Dr. Johannes Mette und Diakon Philipp Ostertag feierlich durch den Mittelgang in den Chorraum.

Petrit Hamiti spielte die Orgel und die Band „Cantus firmus“ sang im Wechsel mit der Gemeinde: „Komm heiliger Geist, mit deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft.“ Pfarrer Mette begrüßte mit persönlichen Worten den Firmspender sehr herzlich. Domkapitular Bikhofer nahm Bezug auf den Song „Human“ von Rag’n’Bone Man und motivierte in seiner Predigt die 46 Firmanden, ihre Begabungen für sich und andere einzusetzen und sich hierzu vom Heiligen Geist stärken und bekräftigen zu lassen, zumal ‚Firmung’ ‚Bekräftigung’ bedeutet. Mit jedem Firmanden wechselte der Firmspender ein paar persönliche Worte und fragte, welches Element der Vorbereitung für die Einzelnen am eindrücklichsten war, bevor er ihnen das Sakrament der Firmung spendete. Unterdessen lasen Firmbegleiter erklärende Texte zur Firmung; es spielte und sang die Band, oder man hörte das Spiel der Orgel. Eine Neugefirmte, eine Mutter, eine Firmkatechetin und ein Gemeindemitglied beteten die Fürbitten. Vor der Gabenbereitung brachten Vertreter/innen der Firmanden Symbole für ihre Fahrten und Projekte zum Altar, erklärten sie kurz und legten sie auf einem Tisch ab. Nach dem Schlusssegen bedankte sich Karl-Heinz Renner im Namen der drei Gemeindeteams bei Domkapitular Birkhofer und lud zum Stehempfang in den Saal des Gemeindezentrums. Nach dem Schlusslied ‚Lobe den Herren’ zogen die Neugefirmten, ihre Paten, die Ministranten und die Zelebranten über die Maximilianstraße vor das Pfarrzentrum, wo sich alle zu einem Gruppenbild aufstellten. Viele Familien nahmen die Einladung zum Empfang gerne an und nutzten die Gelegenheit zum Gespräch mit dem Firmspender, zu Fotos mit ihm und zur Begegnung untereinander.
Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Mitarbeiterausflug des Pastoralen Raumes Pforzheim-West (14.10.2017)

In guter Tradition waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in diesem Jahr zu einem gemeinsamen Ausflug mit anschließendem Abendessen eingeladen - als Anerkennung und Wertschätzung für ihr Engagement.

Ziel war in diesem Jahr Weil der Stadt, wo die Teilnehmer die Sehenswürdigkeiten der Altstadt in drei Gruppen erkundeten: das Denkmal des berühmtesten Weil der Städters, des Astronomen und Mathematikers Johannes Kepler (1571-1630) und das Renaissance-Rathaus auf dem Marktplatz, die katholische Stadtkirche St. Peter und Paul, deren Osttürme aus dem 13. Jahrhundert stammen, mit bedeutender spätgotischer Kreuzigungsgruppe (1460/70), mit Renaissance-Sakramentshaus (1611), dem barocken Hochaltar (1700), der Rokokokanzel (1742) und dem Glasfenster von 1940 mit einem Abbild Hitlers als Satan. Weil der Stadt war nach der Reformation katholische Insel in evangelischem Umland geblieben. Weiter ging es zur historischen Stadtmauer und zu den ehemaligen Klöstern der Augustiner (gegründet 1294) und Kapuziner (17. Jahrhundert), zur evangelischen Brenzkirche - 1889 im neugotischen Stil als Gedächtniskirche für den in Weil der Stadt geborenen Reformator Johannes Brenz (1499-1570) erbaut - und zum  ehemaligen Spital aus dem 14. Jahrhundert mit der Kapelle ‚zu unserer lieben Frau’, die im Jahr 1364 geweiht wurde und in deren Innerem unter anderem ein Fresko mit den Passionswerkzeugen (14. Jahrhundert) und ein spätgotischer Schnitzaltar ‚Die Sippe Mariens’ (um 1480) zu sehen sind.
Nach dem traditionellen Gruppenbild auf den Stufen vor der Stadtkirche traf man sich zum Abendessen im ‚Schwarzen Adler’ in Tiefenbronn. Nach dem Hauptgang erinnerte der Sprecher des Gemeindeteams von St. Antonius, Karl-Heinz Renner - auch im Namen von Martina Peter und Markus Clemens, den Sprechern der Gemeindeteams von Heilige Familie und St. Bernhard – an die zahlreichen Ereignisse des vergangenen Jahres im Pastoralen Raum Pforzheim-West, unter anderem an den Neujahrs-Empfang in St. Bernhard, an die drei Patrozinien und die Gemeindefeste, an die Familiengottesdienste, die von den Kindergärten gestaltet wurden, an die Faschingsveranstaltungen, an die ökumenischen Andachten in der Fastenzeit, an die Treffen der Gemeindeteams mit den evangelischen Ältestenkreisen, an die Priesterweihe in Freiburg und die Primiz von Georg Seelmann in Dietlingen, an die Diakonenweihe von Philipp Ostertag in Walldürn, an die Ausflüge/Wallfahrten der Frauen nach Walldürn und der Männer nach Maria Laach und an die Dolomitenrundfahrt mit dem Fahrrad. Schließlich verwies er auf den Glaubenskurs ‚U-Klasse’ im November, der sich mit der ‚Unsichtbaren Welt des Glaubens’ auseinandersetzte. Er bedankte sich namens aller bei Pfarrer Dr. Johannes Mette für seinen Einsatz für die drei Gemeinden und auch dafür, dass der Ausflug und das gemeinsame Essen auch in diesem Jahr wieder in der gewohnten Form möglich waren. Gleichzeitig bedauerte er, dass dies der letzte Mitarbeiterausflug mit Pfarrer Mette war, da man ihn am 07. Januar 2018 in Richtung seiner künftigen Seelsorgeeinheit nach Lahr verabschieden müsse.
Pfarrer Mette dankte seinerseits für den unermüdlichen Einsatz und den Eifer der Gruppen im Pastoralen Raum Pforzheim-West mit ihren vielen ehren- und hauptamtlichen Kräften.
Text: Karl-Heinz Renner
Fotos: Martina Peter und Karl-Heinz Renner


Erntedank in St. Bernhard und in St. Antonius am 27. Sonntag im Jahreskreis (08.10.2017)

In beiden Kirchen hatten fleißige Menschen sehr schöne Erntedankaltäre aufgebaut, um uns zu erinnern und Gott zu danken, dass Bauern in der ganzen Welt dafür sorgen, dass unsere Tische reich gedeckt sind und wir nicht Hunger leiden müssen.

In St. Bernhard zelebrierte Pfarrer Michael Dederichs die Eucharistiefeier und kam in der Eröffnung mit den Kindern des Kindergartens St. Theresia ins Gespräch. Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr gestalteten nämlich die Erzieherinnen und Kinder einen Sonntagsgottesdienst mit. Bernhard Kaburek begleitete die Lieder an der Orgel, und Mitglieder des Gemeindeteams übernahmen Dienste im Gottesdienst und hatten im Foyer Stehtische vorbereitet, an denen die Gottesdienstbesucher verweilen und ins Gespräch kommen konnten.
In St. Antonius wirkte der Kirchenchor unter Leitung von Carl Burger bei der heiligen Messe mit. Als Organist begleitete Thomas Habermaier den Chor - Petrit Hamiti die Gemeindelieder. Pfarrer Dr. Johannes Mette segnete zu Beginn der Eucharistiefeier die Erntegaben, und nachdem Diakon Philipp Ostertag das Evangelium verkündet hatte, verknüpfte er in seiner Ansprache das Tagesevangelium (Mt 21,33-44) mit dem Erntedankfest. Zum ‚Vater unser’ durften alle Kinder mit den Geistlichen einen Kreis um den Altar bilden, und stellvertretend berichteten nach der Kommunion ein paar Buben und Mädchen aus ihrer Kinderkirche. Vor dem Segen bedankte sich Pfarrer Mette bei allen, die den Tag vorbereitet und gestaltet hatten, und zum Schluss verteilte er Brot vom Erntealtar an die Kirchenbesucher. Es ist schon eine kleine Tradition, dass auch in diesem Jahr das Gemeindeteam zur Begegnung in den Pfarrsaal einlud, wo Zwiebel- und Gemüsekuchen und neuer Wein vorbereitet waren.
Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Irene Stemmler seit 40 Jahren (1977-2017) Pfarrhaushälterin bei Pfarrer Klaus Bundschuh (03.10.2017)

Am Tag der Deutschen Einheit, am 3. Oktober 2017, feierte Frau Stemmler gemeinsam mit vielen Gästen aus Remchingen, aus Pforzheim-West und aus St. Bernhard in Mannheim dieses Ereignis.

In der Dietlinger Kirche zur ‚Heiligen Familie’ konzelebrierten Pfarrer Klaus Bundschuh, Pfarrer Dr. Johannes Mette und Pfarrer Jürgen Reuß, der 1989/90 Kaplan in Pforzheim-West war. Frau Stemmler, ihre Tochter, ihre Enkeltochter und weitere Wegbegleiterinnen lasen Texte zum Schuldbekenntnis, als Dank für die vier Jahrzehnte und trugen die Lesung und die Fürbitten vor. Diakon Philipp Ostertag verkündete das Evangelium, und Pfarrer Klaus Bundschuh hielt die Predigt. Bernhard Kaburek begleitete die Lieder an der Orgel. Nach dem festlichen Schlusssegen wurden alle Gottesdienstbesucher zu einem Sektempfang auf dem Kirchplatz und im Foyer des Gemeindehauses eingeladen.
Unter den Gästen waren auch eine Reihe von Pfarrhaushälterinnen, mit denen sich Frau Stemmler regelmäßig trifft, und die frühere Geschäftsführerin des Veronikawerkes zur Unterstützung der Haushälterinnen in der Erzdiözese Freiburg. Mit ihnen, mit ihrer Familie, mit den Geistlichen, zu denen sich auch Dekan Bernhard Ihle gesellte, und mit weiteren geladenen Gästen feierten Frau Stemmler und Pfarrer Bundschuh im Saal des Gemeindehauses die 40 Jahre, in denen Frau Stemmler nicht nur den Pfarrhaushalt führte und führt, sondern auch für viele Praktikanten, Diakone und Kapläne da war.
Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


ERNTEDANK-Familien-Gottesdienst in Heilige Familie, Keltern-Dietlingen (01.10.2017)

Die zahlreichen Gottesdienstbesucher erwartete in diesem Jahr ein vom Mesner Thomas Huber traditionell gestalteter ‚Erntedankaltar’ neben den Stufen zum Altarraum.
Wie schon in den letzten Jahren umrahmte das junge Blockflötenensemble des Musikvereins Dietlingen unter der Leitung von Uta Schneider den Erntedank-Familien-Gottesdienst, erstmals mit den Solistinnen Carolina Greiner und zur Orgelbegleitung von Herrn Schneider Caitlyn Greiner am Waldhorn.

Nach der Segnung der Erntegaben durch Pfarrer Mette stellte das Familiengottesdienstteam mit Unterstützung von Kindern, welche sich auf den Weg zur Vorbereitung auf die Erstkommunion machen, Erntedank als ein Fest vor, welches in der ganzen Welt Raum findet. Der Dank der Menschen für Gaben, die sie von der Erde, von Gott erhalten, ist das älteste Fest der Welt.
Einige dieser Länder werden mit der entsprechenden Flagge und einem typischen Symbol für die jeweiligen Festtage vorgestellt: AMERIKA mit ‚Thanksgiving’, dem traditionellen Familienfest mit gebratenem Truthahn und einem Dankgebet für alles Gute und allen Erfolg. Bereits die RÖMER dankten im Herbst der Göttin des Ackerbaus (Ceres) für die Ernte.  Auf der KARIBIK-Insel Barbados feiern die Menschen im Juli das Ende der Zuckerrohr-Ernte mit Kostüm-Umzügen und viel Musik.
In GHANA und Nigeria feiert man das Yams-Fest nach dem Ende der Regenzeit im August, wobei um eine gute Ernte für das afrikanischen Grundnahrungsmittels Yams – eine Wurzel, im Geschmack Kartoffeln ähnlich – gebetet wird. In CHINA findet das Erntefest in der Vollmondnacht, die auf den 15. Tag des 8. Monats fällt, statt. Diesen Tag hält man für den Geburtstag des Mondes und es werden spezielle ‚Mondkekse’, die wie der Mond rund und gelb sind, gebacken. Man glaubte, dass während des dreitägigen Festes Blumen vom Mond fallen und dass mit Großem belohnt wird, wer diese Blumen fallen sieht. Die Flaggen und Symbole wurden um einen Globus vor den Stufen des Altars abgelegt.
Nach der Predigt fand die Neuaufnahme eines Ministranten durch Pfarrer Mette statt: Kilian Rupf vergrößert die Zahl der Ministranten. Ein Leiter der Minis, Christian Schifferle, bedankte sich für die Entscheidung zu diesem Dienst mit einem Präsent.
Die Fürbitten trugen sowohl der Lektor und erwachsene Mitglieder der Kirchengemeinde als auch Ministranten vor. Am Ende des Gottesdienstes teilte Pfarrer Mette das gesegnete Brot an Gottesdienstbesucher aus, von welchen etliche den Weg zum anschließenden gemeinsamen Frühstück ins Gemeindehaus fanden. Hier bereicherten erstmals Weißwürste und Brezeln (von regionalen Anbietern) das ansprechende und vielfältige Buffet. Gemeinsames Essen und Trinken mit regen Gesprächen zwischen jung und älter, sowie ‚konfessionsverschieden’ ließen die Eindrücke des Gottesdienstes nachwirken und gelebte Gemeinschaft erfahren.
Allen, die sowohl zum Gottesdienst als auch dem anschließenden Frühstück beigetragen haben, allen Helfern vor und hinter den Kulissen, allen Mitwirkenden ein Vergelt’s Gott!

Text: Martina Peter
Bilder: Ralf Peter


Johannes Mette wird Leiter der Seelsorgeeinheit „An der Schutter“

Freiburg / Lahr / Pforzheim. Pfarrer Dr. Johannes Mette (47) übernimmt zum 2. Februar 2018 (Fest der Darstellung des Herrn / Mariä Lichtmess) die Leitung der Seelsorgeeinheit „An der Schutter“ im Dekanat Lahr. Der bisherige Pfarrer der Seelsorgeeinheit Pforzheim-West wird im Team mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Seelsorge der rund 17.600 Katholiken der Pfarreien St. Peter und Paul, Hl. Geist und St. Maria in Lahr, Mariä Heimsuchung in Kuhbach, St. Stephan in Reichenbach, St. Antonius in Schuttertal, St. Johannes in Dörlinbach, St. Roman in Schweighausen und St. Nikolausin Seelbach verantwortlich sein.

Wie das Erzbischöfliche Ordinariat in Freiburg dazu am Sonntag (24.9.) weiter mitteilte, wurde diese Personalentscheidung auch in den Gottesdiensten der Seelsorgeeinheiten bekannt gegeben.

Dr. Johannes Mette wurde 1970 in Tettnang geboren und ist in Konstanz aufgewachsen. Nach seinem Abitur 1989 leistete er zunächst seinen Grundwehrdienst in Sigmaringen und studierte dann von 1990 bis 1996 Theologie in Freiburg und München. Seine pastorale Ausbildung erhielt er in St. Peter und in Waldshut. Nach der Priesterweihe am 17. Mai 1998 durch Erzbischof Oskar Saier in Freiburg war er erst als Vikar in Engen tätig und dann ab 2001 Sekretär von Erzbischof Oskar Saier, Diözesanadministrator Weihbischof Paul Wehrle und Erzbischof Robert Zollitsch in Freiburg. 2004 wurde er zum Dompräbendar an der Metropolitankirche Freiburg ernannt. Seit 2008 ist er Pfarrer der Pfarreien St. Antonius und St. Bernhard in Pforzheim. Seit 2010 ist er zudem Mitglied der Ökumenekommission der Erzdiözese Freiburg.

(ga)

Quelle:


Klosterwochenende für Firmanden aus Pforzheim-West (08-10.09.2017)

Drei Tage in einem echten Kloster leben und arbeiten – dafür entschieden sich 14 Jugendliche aus dem pastoralen Raum Pforzheim-West im Rahmen ihrer Firmvorbereitung.

Begleitet von Fr. Manuela Toninger, Fr. Alexandra-Tatjana Baur, Herrn Tobias Eckert und Pfarrer Johannes Mette absolvierten sie kurz vor Schulbeginn ein dicht gefülltes Programm in der Benediktinerabtei Plankstetten im Herzen Bayerns. Auf der Agenda standen z.B. eine Klosterführung, eine Nachtwanderung zum Sonnengesang entlang des Benediktuswegs, die Teilnahme an den Gebetszeiten der Mönche, ein selbstgestalteter Gruppengottesdienst, das Spiel „Wer-wird-Millionär?“ mit Fragen rund um Kirche und Kloster, zwei gemeinsame Morgenlobe und eine besinnliche „Kapellenralley“. Ebenso dazu gehörte die Mitarbeit in den klostereigenen Betrieben: Nach einer Einführung durch H. Harry Joa, den Leiter der Klostergärtnerei, durften die Jugendlichen und ihre Begleiter bei der Tomatenernte helfen und einen Acker auflockern. Ein Mönch aus dem Konvent stand außerdem für eine Fragerunde zur Verfügung, die rege genutzt wurde. Die Abschlussreflexion bestätigte die vielen gewonnenen Erkenntnisse. Dass auch im Kloster mit Internet, Smartphones und Tablets gearbeitet wird, hat viele ebenso überrascht wie die Tatsache, dass nicht das gesamte Klosterareal durch Geheimgänge untertunnelt ist.

Text und Bilder: Pfarrer Johannes Mette


Familiengottesdienst in St. Antonius am 16. Sonntag im Jahreskreis: „Mutig das Neue wagen!“ (23.07.2017)

Diesen gut besuchten Familiengottesdienst gestalteten die Mädchen und Buben und die Erzieherinnen des Kindergartens St. Elisabeth mit.

Die hl. Messe zelebrierte Pfarrer Dr. Johannes Mette. Die Lesung, einen Meditationstext und die Fürbitten übernahm der Kindergarten, wobei für die baldigen Schulkinder um Glück, Zuversicht und Gottes Segen gebetet wurde. Ihre Beteiligung am Familiengottesdienst stellten die Erzieherinnen und die Kinder unter das Thema: „Mutig das Neue wagen“. Die Vorschulkinder hatten fleißig das kleine Theaterstück „Vom Löwen der nicht schreiben konnte“ eigeübt und zeigten es mutig allen Gottesdienstbesuchern. Die Kinder hatten tolle Tiermasken auf und konnten ihre Texte sehr gut sprechen. Das Lied „Vergiss es nie“, erzählte davon, dass jeder einzigartig und von Gott gewollt ist.

Das Tagesevangelium verkündete Diakon Philipp Ostertag. Seine Predigt hatte Pfarrer Mette als Zwiegespräch mit den Kindern angelegt. Zur Gabenbereitung durften Kinder Sonnenblumen und Kerzen zum Altar bringen und zum „Vater unser" versammelten sich Erzieherinnen und Kinder mit den Geistlichen in einem Kreis um den Altar. Am Ausgang der Kirche wurden den Besuchern selbstgebastelte Sonnen zum Mitnehmen angeboten.

Fotos: Helmut Jahn


Frauengemeinschaft und Senioren von St. Antonius in ‚Gehringers Garten’ (20. 07.2017)

Auch in diesem Jahr waren die Frauen und Senioren von St. Antonius wieder zum Sommerfest in ‚Gehringers Garten’ eingeladen.

Nach dem Gottesdienst machte man sich in Fahrgemeinschaften auf den Weg zum Garten, wo bereits ein ansehnliches und geschmackvolles Kuchenbuffet wartete. Pfarrer Dr. Johannes Mette und Diakon Philipp Ostertag begleiteten die Gruppe. Frau Barth und Frau Gehringer begrüßten die Gäste und wünschten allen einen schönen Nachmittag. Als der Kaffee getrunken, der Kuchen gegessen und die ersten Lieder in Begleitung einer ‚Band’ gesungen waren, stellte man sich zum traditionellen Gruppenbild auf. Bei wohltuenden Gesprächen verbrachte man in den gewohnt vertrauten Tischgemeinschaften den Nachmittag und freute sich auf die Leckereien vom Grill, die Herr Reinhardt zubereitete.
Alle Besucherinnen und Besucher dankten dem Ehepaar Gehringer mit seinen Töchtern und Enkelinnen sehr herzlich für den gelungenen Nachmittag und Abend. Obwohl die Wetteraussichten eher schlecht waren - das wollte man trotzdem nicht: ein Sommerfest im Saal! Man verließ sich auf den hl. Petrus und hatte Glück!
Man freut sich schon wieder auf das nächste Sommerfest in ‚Gehringers Garten’ im kommenden Jahr!
Text und Fotos: Karl-Heinz Renner


Serenadenkonzert in ‚Pfarrer Mettes Garten’ - Eine musikalische Reise zur Nacht (15.07.2017)

Pfarrer Dr. Johannes Mette begrüßte die Gäste, die zum 7. Serenadenkonzert zugunsten bedürftiger Pforzheimerinnen und Pforzheimer in den Pfarrgarten gekommen waren - unter ihnen auch Dekan Bernhard Ihle und Pfarrer Thomas Müller von der Gemeinde an der Christuskirche. Alexandra-Tatjana Baur und Andreas Renner führten wieder sehr versiert durch das anspruchsvolle Programm. Ganz nebenbei erfuhren die Besucherinnen und Besucher Interessantes über die Komponisten und ihre Werke.

Beatrice Fuhr-Herz (Sopran), die ‚Erfinderin’ der Serenadenkonzerte für Bedürftige in unserer Stadt, eröffnete mit einem ‚Ave Maria’ die ‚musikalischen Reise zur Nacht’. In bewährter Weise wurde sie von Stefan Baur am E-Piano begleitet. Er übernahm auch die Begleitung von Thomas Ruland (Bariton), der den Konzertabend erstmals mitgestaltete. Die klassischen Lieder ‚Wandrers Nachtlied’ und ‚An den Mond’ von Franz Schubert (1797-1828) durften bei dieser musikalischen Reise zur Nacht natürlich nicht fehlen. ‚Ich stand in dunklen Träumen’, von Heinrich Heine (1797-1856) verfasst und von Clara Schumann (1819-1896), der Ehefrau Robert Schumanns, vertont, war ein weiterer Klassiker des Abends. Auf dem Programm stand eine bunte Mischung: vom tristen und bleischweren Kunstlied bis zum Gute-Laune-Hit; so war wirklich für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Auch Maria Schmalz mit ihrer Violine und ihren Melodien bereicherte erneut den Konzertabend; sie wurde von Christopher Herz am E-Piano begleitet. Mikey Stevens sorgte mit seiner erfrischenden Art dafür, dass das Publikum ganz entspannt in die Pause gehen konnte, in der  - wie gewohnt - Mitglieder der Peru-Gruppe zugunsten der Partnergemeinde diverse Getränke anboten.
Nach der Pause sang Beatrice Fuhr-Herz das ‚Ave Maria’ aus der Oper ‚Cavalleria Rusticana’ von Pietro Mascagni (1863-1945). Eines der schönsten Duette ‚La ci darem la mano’ (‚Reich mir die Hand mein Leben’) aus der Oper ‚Don Giovanni’ von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) bot sie gemeinsam mit Thomas Ruland in der Originalsprache dar. Mit ‚Habanera’ aus der Oper ‚Carmen’ von Georges Bizet (1838-1875) beendete Frau Fuhr-Herz das Programm. Mit lang anhaltendem Beifall – vor und nach der Zugabe – bedankte sich das Publikum bei den Ausführenden für diesen wieder sehr gelungenen Serenadenabend. Pfarrer Mette dankte in seinem Schlusswort allen, die ihren Beitrag leisteten: bei den Mitwirkenden, die zu Gunsten in Not geratener Menschen aus unserer Stadt musizierten, bei Jürgen Herz, der, wie gewohnt, für die Technik verantwortlich war und dabei von Raffael Pfohl unterstützt wurde, beim Perukreis und bei den Zuhörerinnen und Zuhörern, die mit 482,60 € das Anliegen des Abends unterstützten.
Text und Fotos: Karl-Heinz Renner