· 

Pfarrbrief Nr. 2 (08.01.-06.02.2022)

Der Beginn der Zeit im Jahreskreis nach dem Fest der Taufe des Herrn am 9. Januar ist ein guter Anlass, noch einmal auf die Weihnachtszeit und ihre Botschaft zurückzublicken. Was uns der Evangelist Lukas erzählt vom Kind in der Krippe, von Maria und Josef, von den Hirten auf dem Feld und von den Engeln in der Höhe, die der Welt den Frieden verkünden, ist anschaulich und ergreifend zugleich.Viel nüchterner und vielleicht beim ersten Lesen oder Hören auch schwer verständlich ist die Weihnachtsbotschaft des Evangelisten Johannes:

Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. ... Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut (Joh 1,1+14).

Diese Worte sind dem Evangelium der Messe vom Weihnachtstag entnommen, das aber oft durch andere Texte ersetzt wird, weil es einfach nicht „weihnachtlich“ genug ist. Und trotzdem – das Titelbild verdeutlicht es – geht es dabei um Weihnachten, nämlich um die Ankunft Gottes in der Welt.

Der sogenannte Prolog des Johannesevangeliums verdeutlicht, dass Gott zuerst und vor allem durch sein Wort gewirkt hat:

Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht (Gen 1,3).

Der Beginn des Johannesevangeliums erinnert uns aber auch daran, dass Gott in seinem Wort immer gegenwärtig ist in der Welt. Er ist gegenwärtig in den Worten, die er durch die Propheten zum Volk Israel gesprochen hat, und in der frohen Botschaft, die durch seinen Sohn Jesus Christus zu uns gekommen ist.

Dieses Bewusstsein von der Gegenwart Gottes in seinem Wort kann nur dort wachsen, wo sich Menschen mit der Bibel beschäftigen. Um die Bereitschaft dafür zu wecken, hat Papst Franziskus im letzten Jahr den Sonntag des Wortes Gottes ausgerufen, den wir in Deutschland künftig immer am dritten Sonntag im Jahreskreis, dieses Jahr also am 23. Januar, begehen.

Noch hat der Sonntag des Wortes Gottes und sein Anliegen in unserer Seelsorgeeinheit keine besondere Resonanz gefunden, aber ich bin mir sicher, dass sich das noch ändern wird. Es würde mich interessieren, welche Erwartungen, Ideen und Wünsche Sie damit verbinden; sprechen Sie doch einfach die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seelsorgeteams darauf an.

Stephan Rist, Diakon

 

Download

Download
Katholische Kirchengemeinde Pforzheim
Pfarrbrief-Mantel-Nr.2-2022.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.3 MB
Download
Pastoraler Raum Pforzheim-West
St. Antonius-St. Bernhard - Hl. Familie
PF-Nr.2_2022-Pforzheim-West.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.0 MB