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Danke schön - Marlies Meier

– ich möchte nicht wissen, bei wem es bei diesem Namen nicht in den Ohren klingelt. Heerscharen von Kindern hat sie zusammen mit Pfarrer Bundschuh und Pfarrer Mette auf die Erstkommunion vorbereitet. Das verlangte sehr große Geduld, Einfühlungsvermögen und vor allem starke Nerven. Sei es bei den Elternabenden, wo sie auf Eltern traf, die ihre Kinder als Übersetzer mitbrachten, oder mit der kompletten Familie kamen, weil alleinerziehend. Oder weil sie es immer wieder auch mit Kindern zu tun bekam, die in der heutigen Begrifflichkeit als „verhaltenskreativ“ eingestuft wurden. Immer versuchte sie das Gute in den ihr anvertrauten Kindern zu entdecken. Neben der Erstkommunion bildete das Heim am Hachel einen weiteren Schwerpunkt in ihrem Engagement. Lange Jahre war sie dort angestellt, später war sie jeden Freitag im Heim, um den Gottesdienst, die Eucharistie mitzufeiern, um anschließend die Krankenkommunion zu denen zu bringen, die bettlägerig waren. War keine Eucharistiefeier möglich, so feierte sie einen Wortgottesdienst. Wer jemals in einem Alten- oder Pflegeheim war, weiß wie wichtig diese regelmäßigen Feiern und Besuche für die betagten Menschen sind. Spätestens seit Corona wissen wir, was fehlende Kontakte für negative Auswirkungen haben.

Ihre Arbeit im Besuchsdienst möchte ich als drittes nennen. Jahrelang leitete sie die Montagsgruppe und verteilte mit vielen anderen die Geburtstagsbriefe, den Weihnachts- und Osterpfarrbrief und die Briefe zur Caritas-Aktion und brachte so immer wieder die Gemeinde in das Bewusstsein der Öffentlichkeit.

Es gibt sicherlich noch viel mehr, was sie geleistet hat, aber es sei beispielhaft genannt.

 

All dies und noch viel mehr konnte sie leisten aus ihrem tiefen und in der täglichen Feier der Eucharistie verwurzeltem Glauben. Wer Marlies Meier kennt, der merkte schnell, dass es nichts Wichtigeres in ihrem Leben gab, als diese Feier, der sie fast alles unterordnete.

 

Nun hat sie sich, aus privaten Gründen, aus vielen Bereichen zurückziehen müssen. Deshalb sei an dieser Stelle ein großes „Danke schön, Marlies!“ geschrieben. Ebenso ein großes „Danke schön!“ an ihren Mann, der sie in ihrer Arbeit sicherlich unterstützte, sonst wäre dies nicht möglich gewesen.

Wir wünschen dir alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen für die Zukunft.

 

Thomas Ruland, Gemeindereferent Kirchengemeinde Pforzheim