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Pfarrer Michael Dederichs geht zum 31. Oktober 2021 in den Ruhestand

Abschiedsgottesdienst am Sonntag, den 31.10.2021, um 18.00 Uhr in St. Antonius.

Pfarrer Michael Dederichs wurde am 18. Oktober 1956 in Stolberg in der nordrhein-westfälischen Städteregion Aachen geboren. Obwohl er als Vierjähriger auf jeden Fall Schneider werden wollte und – bedingt durch den frühen Tod seiner Mutter – zunächst bei Franziskanerinnen aufwuchs, wurde er auf seinem Lebensweg vor allem geprägt durch seine Ziehmutter und beeinflusst von seinem Pflegevater, dem Bildhauer Franz Kött, der Träger des Ehrenpreises des Bischofs von Münster war und zu dessen Kunden Bundespräsident Walter Scheel zählte. Auf Anraten seines Pflegevaters machte Michael Dederichs – wie sein älterer leiblicher Bruder - zunächst eine Lehre als Bau- und Möbelschreiner, die er als Geselle mit Auszeichnung abschloss.


Die Gymnasialzeit verbrachte er im ‚Collegium Marianum’ und am Abendgymnasium in Neuss und wechselte von dort ins ‚Spätberu- fenenseminar Studienhaus St. Lambert’, Burg Lantershofen im Bistum Trier. Das Theologiestudium absolvierte er in unserer Bischofsstadt Freiburg im Breisgau, in deren Münster er am 31. Mai 1987 vom damaligen Erzbischof Dr. Oskar Saier zum Priester geweiht wurde.

Sein Dienst als Priester führte ihn nach Sinzheim bei Baden- Baden, nach Löffingen im Dekanat Wutachtal, nach Freiburg-Munzingen mit der geistlichen Betreuung des ‚Christophorus- Jugendwerks Oberrimsingen’ und schließlich für zwei Jahre in die Seelsorgeeinheit Gernsbach, bevor er auf den 01. November 2002 als Kooperator mit dem Titel Pfarrer in die damalige Seelsorgeeinheit Pforzheim-West "angewiesen" wurde.

 

Auf den Tag 19 Jahre sind seither vergangen, in denen wir uns gegenseitig immer besser kennen lernen durften. In Michael Dederichs hatten wir einen geschäftigen Priester: Neben den Gottesdiensten, der Spendung der Sakramente und den Beerdi- gungen, hatte er seinen Schwerpunkt in der Alten– und Krankenpastoral. Ebenso erteilte er in den ersten Jahren seiner Pforzheimer Zeit Religionsunterricht an der Brötzinger Schule.

Seine stets frei gehaltenen Predigten und seine unkonventionelle Art machten ihn einmalig und unverwechselbar.

 

Immer wieder ließ er uns auch an seiner Kunst teilhaben. Ich denke an das Wappen des Pastoralen Raums Pforzheim-West und an die Wappen der einzelnen Gemeinden, die wir ihm verdanken, an die Konzelebrations-Messgewänder mit Stola, die er zu einem ‚Tag der Geistlichen Berufe’, entworfen und gemeinsam mit Frauen aus den Gemeinden auch selbst genäht hatte, an unterschiedliche Wandbehänge, an sein Mitwirken an der Schrift und dem Kalender zum 100jährigen Jubiläum von St. Antonius, an die Gebetsbildchen zu verschiedenen Anlässen, an die thematischen Bild-Entwürfe für die durch unsere Gemeinden gestalteten Fronleichnamsgottesdienste und –prozessionen, an Besinnungstage für den Pfarrgemeinderat und für die Männer von Pforzheim-West, an denen er als Referent beteiligt war, an das Wappen für den Pastoralen Raum Pforzheim-Innenstadt und an die regelmäßigen Eucharistiefeiern in den ande- ren Gemeinden der Kirchengemeinde Pforzheim.

 

Wir danken Herrn Pfarrer Dederichs für seine vielfältigen Dienste in Pforzheim-West und in der ganzen Kirchengemeinde Pforzheim und wünschen ihm in seinem Ruhestand Gesundheit und Gottes Segen für viele weitere Jahre in seiner rheinländischen Heimat, wo er nämlich bald merken wird, dass das „Pfarrer i.R.“ nicht „in Ruhe“, sondern in Wirklichkeit „Pfarrer in Rufweite“ bedeutet – in den ‚Weinberg des Herrn’!

Für die Kirchengemeinde Pforzheim:


Georg Lichtenberger, Leitender Pfarrer

Im Namen des Pfarrgemeinderates

und der Gemeindeteams von Pforzheim-West: Karl-Heinz Renner