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Serenadenkonzert in St. Antonius - Eine musikalische Reise zur Nacht (24.07.2021)

Nachdem das traditionelle Serenadenkonzert im vergangenen Jahr Corona zum Opfer gefallen war, sollte das Konzert in diesem Jahr zum 10. Mal im Pfarrgarten stattfinden. Weil aber schwere Gewitter mit Starkregen und Hagel angekündigt waren und man im Jahr 2019 während der Pause vom Garten in die Kirche umziehen musste, entschied man sich, das Konzert gleich in die Kirche zu verlegen.


Zur Eröffnung spielten Antonia und Franziska Baur als Nachwuchspianistinnen am E-Piano die Klavierstücke ‚Trauriger Walzer‘ und ‚Rundtanz‘ von Anne Terzibaschitsch (*1955). Nachdem der Beifall verklungen war, begrüßte Karl-Heinz Renner, als Sprecher des Gemeindeteams, die Gäste, die zum Serenadenkonzert zugunsten bedürftiger Pforzheimerinnen und Pforzheimer gekommen waren - unter ihnen auch in diesem Jahr Pfarrer Thomas Müller von der Gemeinde an der evangelischen Christuskirche. Gleichzeitig kündigte er an, dass man sich entschieden habe, einen Teil der Spenden den Hochwasseropfern der vergangenen Tage zukommen zu lassen.

In diesem Jahr trugen die Künstlerinnen und Künstler ihre Moderation selbst vor, um den Kreis der Beteiligten klein zu halten: Beatrice Fuhr-Herz (Sopran), die Initiatorin der Konzertreihe, ist es wichtig, mit den Konzerten Gutes zu tun und ihr gelingt es auch immer wieder aufs Neue, Menschen für ihre Idee zu begeistern, so dass sie ihr Können gerne in die ‚musikalische Reise zur Nacht‘ einbringen. Lebhafter und unermüdlicher Beifall folgte auf jeden musikalischen Beitrag des Abends. Beatrice Fuhr-Herz, die von Stefan Baur am Piano begleitet wurde, sang zunächst das ‚Ave Maria‘ von Bach-Gounod (Charles Gounod 1818-1893; Johann Sebastian Bach 1685-1750), dann aus dem Liederzyklus ‚Myrthen‘ von Robert Schumann (1810-1856) die ‚Widmung‘. ‚Das Zauberlied‘ von Erik Meyer-Helmund (1861-1932) und ‚Verschwiegene Liebe‘ von Hugo Wolf (1860-1903) schlossen sich an. Dazwischen bereicherte Maria Schmalz den Konzertabend mit ihrer Violine durch das Stück ‚Andante Grazioso‘ von Gaston Dethier (1875-1958). Zofia Jadach spielte auf der Querflöte, begleitet von ihrem Mann Paul Jadach am Piano, von Georges Bizet (1838-1875) das ‚Menuett aus L’Arlésienne-Suite Nr. 2‘. Thomas Ruland (Tenor) sang ‚l’heure exquise‘ von Reynaldo Hahn (1874.1947). Beatrice Fuhr-Herz brachte im Anschluss ‚Nella Fantasia‘ von Ennio Moricone (1928-2020) zu Gehör. Maria Schmalz folgte mit ‚Chanson de Nuit’ von Edward Elgar (1857-1934). Dabei wurde sie von Stephan Baur am Piano begleitet. Wieder war Beatrce Fuhr-Herz an der Reihe mit ‘The Lord’s Prayer’, einer der schönsten Vertonungen des ‚Vater unser‘ von Albert Hay Malotte (1895-1964). Mikey Stevens (Bariton) folgte mit ‚La donna è mobile’ aus der Oper Rigoletto von Giuseppe Verdi (1813-1901): „Oft ist die Frau trügerisch, ein Narr, wer ihr vertraut.“ Auf diesen Ausspruch Franz I geht der Text zurück. ‘Nessun Dorma’ (‘niemand schlafe’) aus ‘Turandot’ von Giacomo Puccini (1858-1924) folgte auf ‚Addio del passato’ (‚alles aus und vorbei’) aus ‘la Traviata’ von Giuseppe Verdi (1813-1901) – vorgetragen von Beatrice Fuhr-Herz. Im Duett sangen die beiden dann ‚Barcarole aus Hoffmanns Erzählungen‘ von Jacques Offenbach (1819-1880). Ein Duett mit Thomas Ruland aus der ‚West-Side Story‘ von Leonard Bernstein (1918-1990) schloss sich an. Zofia Jadach spielte auf ihrer Querflöte ein Solo aus der Oper ‚Orpheus und Eurydike‘ Christoph Willibald Gluck (1714-1787). Dabei wurde sie von ihrem Mann Paul Jadach am Piano begleitet. Zum Abschluss des Programms sang Beatrice Fuhr-Herz eine der schönsten, wenn nicht die sogar die schönste und berühmteste Arie – ihre Lieblingsarie: ‚O mio babbino caro‘ (‚O mein lieber Papa‘) aus der Oper ‚Gianni Schicchi’ von Giacomo Puccini (1858-1924).

Lang anhaltender Beifall - vor und nach der Zugabe - waren Dank für diesen wieder sehr gelungenen und erfolgreichen Serenadenabend. In seinem Schlusswort dankte Karl-Heinz Renner den Mitwirkenden für das großartige Konzert und erinnerte an den Zweck des Abends und an die Körbchen am Ausgang der Kirche!

Jürgen Herz, war, wie gewohnt, für die Technik verantwortlich und wurde dabei von Raffael Pfohl unterstützt. Mitglieder der Radfahrer-Gruppe sorgten in der Pause für erfrischende Getränke.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner