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Pfarrbrief Nr.7 (29.05.- 27.06.2021)

Alle dürfen kommen

Letzen Herbst hat mir eine Bekannte aus einer anderen Stadt von der unerwarteten Erstkommunion ihres kleinen Sohnes erzählt: Es war ein schöner Oktobertag und die Familie ging am Sonntag bei herrlichem Wetter gemeinsam zu einem besonderen Gottesdienst: im Freien mit viel Abstand. Eine kleine Band spielte schöne Lieder und die Kleinen waren auf kindgerechte Weise in den Gottesdienst zum Thema Schöpfung einbezogen.

Dann kam die Kommunion.

Der Pfarrer sagte: „Nicht die Kirche lädt ein, nicht der Pfarrer lädt ein. Jesus selber lädt ein. Und er lädt alle ein.“ Julian, 7 Jahre alt, ließ die Hand seiner Mutter los und marschierte nach vorne. Die ahnte schon, was der Sohn vorhatte. Und obwohl es bis zu seiner Erstkommunion noch mehr als ein Jahr dauern sollte, erlebte Julian sie schon an diesem schönen Herbsttag. Denn er hat die Worte gehört: „Alle dürfen kommen.“

Ich finde, der kleine Julian hat etwas ganz Wichtiges verstanden. Die Kommunion ist kein exklusives Mahl für die besonders Frommen. Auch nicht für die Klugen und Gescheiten, die die Sache mit Jesus in dem Brot richtig theologisch erklären können. Kommunion verbindet uns mit Gott und miteinander. Und sie macht uns zu Schwestern und Brüdern am Tisch des Herrn, zu dem alle kommen dürfen.

Gerade in diesem Jahr der Pandemie gefällt mir die Geschichte von Julian richtig gut. Abstand und Distanz machte die Vorbereitungszeit nicht einfach. Vielleicht wurde nicht jedes Thema bis ins letzte Detail besprochen. Fröhliche und unbeschwerte Gruppentreffen haben allen gefehlt. Mit kreativen und neuen Methoden haben wir dennoch in den letzten Wochen gespürt, dass die Kinder mehr und mehr dabei sind. Und dass sie den Wunsch haben, Jesus selbst im Heiligen Brot zu empfangen. Und vor allem darauf kommt es doch an!

Schön, dass es jetzt bald soweit ist. Zwischen Juni und September feiern wir mit den Kindern in allen unseren Kirchen in kleinen Gruppen ihre Erstkommunion. Möglichst eingebettet in unsere Gemeindegottesdienste, denn Kommunion ist keine Veranstaltung für Einzelgänger, sondern ein Fest der Gemeinschaft.

Als Gemeinde heißen wir die Kommunionkinder willkommen und wünschen ihnen, dass sie immer wieder erfahren dürfen: das Brot der Liebe Jesu trägt und stärkt jeden einzelnen und verbindet uns miteinander. Wie schön, dass wir alle zu ihm kommen dürfen!

Margarete Hosbach, Gemeindereferentin

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Katholische Kirchengemeinde Pforzheim
Pfarrbrief Mantel
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Pastoraler Raum Pforzheim-West
St. Antonius - St. Bernhard - Hl. Familie, Keltern
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