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Osternacht (03.04.2021)

„Die Osternacht, in der Christus auferstanden ist, gilt als ‚Mutter aller Vigilien‘. In ihr erwartet die Kirche - nächtlich Wache haltend - die Auferstehung des Herrn und feiert sie in heiligen Zeichen.“


Dem entspricht der Aufbau der durch vier Teile geprägten Feier der Osternacht: Am Beginn dieser Vigil, also der Nachtwache, wird die brennende Osterkerze, in der Christus als das Licht („Lumen Christi“) angekündigt wird, in einer Prozession in die dunkle Kirche getragen. An ihr entzündet die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde ihre Kerzen, in deren Schein sie die Heilstaten Gottes in den Lesungen hört und sich in Gesang und Gebet zu eigen macht.

Im Exsultet, dem großen Danklied für das Licht der Osterkerze, das den Lesungen vorausgeht, heißt es, dass Jesus Christus das in seiner Auferstehung neu aufstrahlende Licht ist, der neue Morgenstern. Dort wird davon gesungen, dass die Gemeinde mit ihm, ihrem Herrn, gemeinsam aus Knechtschaft und Sklaverei in die Freiheit, vom Tod ins Leben, von der Nacht in den Tag, von der Finsternis ins Licht zieht.

Nach der sich anschließenden Predigt empfängt sie durch die Taufe neue Mitglieder, erneuert ihr eigenes Taufversprechen im Glaubensbekenntnis und betet Fürbitten.

Dieses mündet schließlich ein in die Mitte der Feier des Pascha-Mysteriums, in die Eucharistie.

Die vier Teile - Lichtfeier, Liturgie des Wortes, Tauffeier und Eucharistie - folgen so, aufeinander aufbauend, nacheinander. Sie markieren zugleich einen großen Spannungsbogen: von der Dunkelheit zum Licht, vom Tod zum Leben. In dieser Weise feiert die Kirche in der Liturgie der Osternacht Tod und Auferstehung Jesu Christi und verkündet seine Wiederkunft.

Mit dem feierlichen Ostersegen werden auch mitgebrachte Ostereier und Speisen gesegnet.

Pfarrer Michael Dederichs war Zelebrant, Prediger und konnte ein Kind taufen und so in die Gemeinde St. Antonius aufnehmen; Lektoren wirkten mit; Mitglieder der Schola mit ihrem Leiter Gerhard Grimm und dem Organisten Petrit Hamiti gestalteten die Liturgie musikalisch. Sie sangen unter anderem „Allein Gott in der Höh sei Ehr“(GL 170), das österliche Halleluja (GL 175, 2), „Das ist der Tag“ (GL 329) und „Gelobt sei Gott im höchsten Thron“ (GL 328).

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner