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Palmsonntag in St. Antonius (28.03.2021)

Mit dem Palmsonntag begann bereits die zweite Karwoche in der Corona-Pandemie. Im Unterschied zur ersten finden jetzt allerdings Gottesdienste statt, bei denen Menschen eingeladen sind, diese mitzufeiern. Leider konnte keine Palmprozession vom Gemeindezentrum zur Kirche stattfinden und die Kirchenbesucher waren gebeten worden, in diesem Jahr ihre eigenen Palmsträuße mitzubringen und in den Händen zu halten.


Pfarrer Michael Dederichs war Zelebrant und Prediger. Wieder gestalteten Sängerinnen und Sänger aus dem Chor unter Leitung von Gwendolyn Phear, an der Orgel begleitet von Petrit Hamiti, den Gottesdienst musikalisch mit. Lektoren und der Priester trugen die Lesungstexte und die Passion vor; die Kantorin sang Psalmverse, unterbrochen von einem Kehrvers.

Wohl an keinem Tag im Kirchenjahr liegen Freud und Leid so nah beisammen wie am Palmsonntag. Beim triumphalen Einzug in Jerusalem wird Jesus gefeiert wie ein König. Der Evangelist Matthäus (21,7-11) beschreibt, wie die Jünger Jesus eine Eselin brachten und ihn daraufsetzten. „Sehr viele aus der Volksmenge aber breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg“, die Menschen, die ihm vorausgingen und die ihm folgten, riefen: „Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!“

Nach der Segnung der Zweige verkündet der Priester gemeinsam mit Lektoren erstmals in der Karwoche die Botschaft vom nahen Leiden und Sterben Jesu. „Die Freude, die wir beim Einzug Jesu in Jerusalem verspüren, schlägt um in Schmerz, wenn wir sehen, wie er zum Tode verurteilt und gekreuzigt wird“ (Papst Franziskus am 28.03.2021).

Nach dem Schlusssegen nehmen die Menschen ihre gesegneten Palmzweige mit nach Hause und stecken sie etwa hinter ein Kreuz oder an ein Heiligenbild – dies soll einen besonderen Schutz für das Haus und seine Bewohner bewirken.

 

Fotos: Helmut Jahn; Text: Karl-Heinz Renner