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4. Fastensonntag in St. Antonius – „Offener Nachmittag“ (14.03.2021)

Der vierte Fastensonntag trägt den lateinischen Namen „Laetare“, was „Freue dich“ bedeutet. Aus welchem Grund ist das so? Ganz einfach: Die Mitte der Fastenzeit ist überschritten, und Ostern kommt näher. Dieser Tag hat einen fröhlicheren Charakter als die vorangegangenen Fastentage und kündet von der Freude auf das kommende Osterfest.

Pater Arokiadoss war Zelebrant und Prediger. „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat (vgl. Joh 3,14–21)“, ist einer der Kernsätze des Tagesevangeliums.


Unter Leitung von Gerhard Grimm, der auch die Orgel spielte, gestalteten Mitglieder der Schola diese Eucharistiefeier mit. Zu Beginn sangen sie die ersten beiden Strophen des Liedes „Bekehre uns, vergib die Sünde, schenke, Herr, uns neu dein Erbarmen“ (GL 266). Das Ordinarium, also Kyrie, Credo, Sanctus und Agnus Dei, stammte aus der vierten Choralmesse (GL 117 ff), die speziell für die Fasten- und die Adventszeit vorgesehen ist. Während der Gabenbereitung und zur Kommunion erklang Orgelmusik und als Schlusslied sangen die Sängerinnen und Sänger stellvertretend für die Gemeinde „Aus Herzensgrund ruf ich zu dir“ (GL 780). Die dritte Strophe lautet: „Auf Gott, du meine Zuversicht, auf dich will ich vertrauen, vom Morgen bis die Nacht anbricht, auf deine Güte bauen. Denn du bist stets zur Gnad bereit, am Ende voll Barmherzigkeit lässt du dein Heil mich schauen.“

Nach dem für die Corona-Zeit recht gut besuchten Gottesdienst trafen sich Mitglieder des Gemeindeteams und weitere ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, um im Pfarrsaal die Vespertüten für die Gäste des „Offenen Nachmittags“ vorzubereiten. Nach 2020 war in diesem Jahr erneut kein Zusammensein möglich. Für viele Menschen wäre aber genau das der Höhepunkt der Woche, könnten sie doch mit Freundinnen und Freunden einen geselligen, kurzweiligen Nachmittag verbringen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Waren es früher immer zwischen 120 und 130 Gäste, die an den Sonntagnachmittagen in die Gemeindehäuser oder Pfarrsäle kamen, so pendelten sich die Zahlen im Corona-Winter auf maximal 70 Besucher/innen ein.

Für die Zeit zwischen 14.00 und 15.00 Uhr war die Möglichkeit gegeben, sich eine Tüte für Zuhause abzuholen. Bereits eine Stunde zuvor standen die Ersten vor der Tür und warteten. Um 15.00 Uhr waren gut 70 Tüten ausgegeben. Weitere 15 Tüten durften die Menschen mitnehmen, die bis zum Schluss geduldig in der Kälte gewartet hatten, denn vielleicht würde es für sie noch eine der Reservetüten geben. Man wusste ganz genau, dass es bei uns in Pforzheim-West immer genug für alle gab!

Wie im vergangenen Jahr bedankten sich viele und gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass man 2022 wieder als Gast, aber dann für ein paar Stunden in den Pfarrsaal kommen dürfe!

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner