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Wie Jesus uns zu beten gelehrt hat...

Impuls von anita Ketterl am Mittwoch, 22. Juli

In der Antike war es gar nicht üblich, dass man ein Gebet selbst formuliert hat. Deshalb ist es etwas Besonderes, dass Jesus mit seinen Jüngerinnen und Jüngern darüber gesprochen hat, wie man beten kann und soll. Es war ihm wohl ein Anliegen, dass wir uns an Gott wenden, wie an einen Vater, eine Mutter oder einen guten Freund - an jemanden, der sich für uns interessiert und Gutes für uns will. Als Beispiel dafür hier ein solches persönliches Gebet, das durch die Evangelien inspiriert ist:

 

 


Gott unser,

du bist uns Vater, Mutter, Elter im Himmel,

geheiligt werde dein Name durch uns,

wenn wir versuchen deine Liebe für andere spürbar zu machen.

Deine gerechte Welt komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf der Erde:


Nämlich dass die, die gefangen sind, frei werden,

dass den Entrechtenen Recht verschaffen wird,

dass den Kleingemachten Großes zugetraut wird.

Gib heute denen, die nichts haben, das Brot, das sie morgen brauchen.

Erlass, was wir dir und einander schuldig bleiben,

wie auch wir denen zu vergeben versuchen,

die uns etwas schuldig sind.

Lass uns der Versuchung widerstehen uns über andere zu erheben,

indem wir meinen, wir hätten die Wahrheit gepachtet und müssten sie den anderen bringen,

obwohl wir doch selbst im Trüben fischen.

Stattdessen löse uns aus den Unheilszusammenhängen,

aus den ohnmächtig machenden Netzen, in die wir verstrickt sind.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Macht, die befreit.

Jetzt und für immer.

Amen.

 

Raphaela Soden Erzbischöfl. Seelsorgeamt Freiburg

 

@feuerfunkenflug

 

 

Einen schönen Tag wünscht Ihnen Anita Ketterl

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