Impuls am Mittwoch, 17. Juni

von ANITA KETTERL

Im Tagesevangelium (Mk 6,1-6.16-18) geht es heute um die Frage, wie man seine Beziehung zu Gott angemessen gestaltet.

Dabei ist mir ein Halbsatz besonders aufgefallen - Jesus spricht dort von

Gott als

"Dein Vater, der auch das Verborgene sieht..."

 

Seit den biblischen Zeiten wurde unzähligen Menschen vom alles sehenden, alles kontrollierenden Gott erzählt. Mir selbst wurde das erspart - nur der Nikolaus mit seinem goldenen Buch hat mir etwas Bauchweh bereitet... Mit dem "Auge Gottes" verbinde ich daher folgendes:


Gott, der mein Innerstes kennt,

das mir selbst verborgen ist

Gott, lebendige Geistkraft, die mich liebevoll und

erwartungsvoll ansieht, nie zornig,

Gott, vor dem ich so echt und ehrlich sein kann,

wie sonst bei niemandem

Gott, lebendige Geistkraft, die sehen darf,

was ich vor der Welt verstecken will

- alle Schuld, alle Scham

Gott, der sich an alles Verborgene und Unverborgene

erinnern wird, wenn ich vergessen werde

Gott, lebendige Geistkraft,

die meinen guten Willen sieht

Gott - vielleicht kann ich mich nur durch deine Augen klar

sehen und erkennen, was in mir verborgen ist...

Anita Ketterl

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