Meine Schafe hören auf meine Stimme

Impuls - Barbara Ulmer

Joh 10, 22-30

Um diese Zeit fand in Jerusalem das Tempelweihfest statt. Es war Winter und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab. Da umringten ihn die Juden und fragten ihn: Wie lange hältst du uns noch hin? Wenn du der Christus bist, sag es uns offen! Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis für mich ab; ihr aber glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört. Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.

Ein eindrückliches Bild: Jesus Christus – der gute Hirte. Ich -ein Schaf, das sich auf seinen Hirten völlig verlassen kann, wenn ich seiner Stimme folge.

 

Schönes Bild! Aber kenne ich die Stimme meines Hirten? Er ruft so leise und in einer Art, die in dieser Welt unterzugehen droht. Da sind Stimmen, die mir empfehlen, viele Produkte zu kaufen, die mein Leben total verbessern. Da ruft es, dass ich mich finanziell auf meine Zukunft vorbereiten muss. Da flüstert es, dass ich doch Verantwortung in Staat und Gesellschaft habe. Da nagt eine Stimme zu gerechtem Umgang mit den Ressourcen ….

Oh, ein Lärm dass mir der Kopf dröhnt.

Ich glaube, worauf es ankommt ist, das „richtige Organ“ zu benutzen. Offensichtlich sind es nicht wirklich die Ohren, mit denen wir die Stimme Gottes „hören“. Es ist das Herz. Da wo unverzweckt und aufrichtig Liebe wirkt, da ist Gott zu finden.

Zum Beispiel: da, wo Menschen ihre Rechte und Gepflogenheiten einschränken, damit andere Menschen leben können.

Ich habe noch einen interessanten Bericht entdeckt:

Eine wahre Geschichte: 5000 Schafe unterwegs

Ein Schafhirte aus dem Raum Karlsruhe musste eines Tages entdecken, dass seine gesamte Herde mit insgesamt 111 Schafen gestohlen worden war. Er meldete dies der Polizei. Diese machte sich auf die Suche nach den Tieren. Wochen später erfuhren die Behörden, dass in Köln ein Großtransport von 5000 Schafen ins Ausland geplant war. Sie informierten den Hirten und schlugen ihm vor, zu jenem Bahnhof zu kommen und herauszufinden, ob sich auch seine Schafe in der Herde befänden.

Am entsprechenden Tag stand der Hirte mit den Polizisten auf dem Güterbahnhof Köln und eine riesige Herde Schafe zog an ihnen vorbei. In kurzen Abständen ließ nun der Hirte seinen Lockruf erschallen und siehe da – nach und nach löste sich ein Schaf nach dem anderen aus den fünftausend. Als alle Tiere verladen waren, zählte man die kleine Herde, die sich um den Hirten gesammelt hatte. Es waren zum Erstaunen aller genau 111 Schafe. Selbst die Polizisten waren überwältigt und davon überzeugt, dass diese Schafe das Eigentum des Hirten sein mussten.

(aus einer Schweizer Zeitung, abgeschrieben von Franziska Frank)

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