"In meiner Ohnmacht auf den Heiligen Geist vertrauen"

Impuls für Montag, 4. Mai 2020

In der heutigen Lesung aus der Apostelgeschichte im 11. Kapitel die Verse 1-18 erfahren wir, wie Petrus den Judenchristen in Jerusalem erzählt, dass der Heilige Geist auf Heiden gekommen ist, ohne dass sie vorher Juden wurden.

In einem spannenden Bild berichtet er auch von seiner eigenen Bekehrung zu der Weisung Gottes, dass der Heilige Geist keinen Unterschied macht zwischen Juden und Nicht-Juden.

In diesem Beispiel geschieht die Sinneswandlung des Petrus im Gebet. Dort findet er wohl die Ruhe und Aufgeschlossenheit, Gottes Weisung wahr zu nehmen, auch wenn er noch nicht alles versteht. Aber erst durch die Begegnung mit den Heiden erlebt er, dass Gott seine Weisung durch den Heiligen Geist wahr macht.

Für mich ist das wieder die Einladung, Gottes Weisungen in meinem Suchen nach ihm nicht nur im Tun und Denken zu entdecken, sondern in meinem Versuch, leer zu werden und mich für Gott zu öffnen. Das kann auch bedeuten, warten zu müssen. Ich kann es nicht machen. Oft sind es dann auch nicht Weisungen, wie ich was machen soll, sondern die Begegnung mit ihm, die mich verwandelt.

 

Das Entscheidende für mein Tun ist dann, den Heiligen Geist wirken zu lassen. Er entlastet mich in meiner Ohnmacht und Sorge um unsere Zukunft weltweit. Die Sorge, ob es uns gelingen wird, alle Geschöpfe Gottes in Einklang leben zu lassen, alle Güter dieser Erde gerecht zu verteilen und alle Veränderungen und neuen Entwicklungen so zu gestalten, dass es dem Gemeinwohl dient.

 

Damit meine ich nicht, den Heiligen Geist mal schön machen lassen, aber dass er mich befähigt, zu diesen Veränderungen, zum Reich Gottes hin, bei zu tragen.

Letztlich spüre ich meine Sehnsucht nach Einheit und Gemeinschaft, die uns der Heilige Geist schenken will, und ohne die wir es allein nicht schaffen können.

 

So möchte ich mit dem Liedbeginn beten und singen: „Komm, Heilger Geist, der Leben schafft, erfülle uns mit Deiner Kraft.“

 

Markus Schütz, Pastoralreferent Markus.schuetz@kath-pforzheim.de
Tel.: 07231-4557868

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