Seht, der Stein ist weggerückt

Im Gotteslob gibt es ein neugeistliches Osterlied: GL 800

Seht der Stein ist weggerückt
nicht mehr wo er war

nichts ist mehr am alten Platz
nichts ist wo es war.

Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja

Seht das Grab ist nicht mehr Grab
tot ist nicht mehr tot

Ende ist nicht Ende mehr

nichts ist wie es war.

Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja

Seht der Herr erstand vom Tod
sucht ihn nicht mehr hier

geht mit ihm in alle Welt

er geht euch voraus.

Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja

Lothar Zenetti (1926−2019)


Lothar Zenetti beschreibt das österliche Geschehen, ausgehend von den ersten Eindrücken der Frauen am Grab. „Nichts ist, wie es war“. Was für ein Schock.

Eigentlich freue ich mich immer auf das Osterfest. Nach der Fastenzeit – Verzicht auf manchen Genuss und auf das „Halleluja“ – endlich eine große Freude. Und unter normalen Umständen kann man sich auch auf diese Osterfreude verlassen. Sogar die Natur bricht auf und zeigt ihre Lebendigkeit.

Schauen wir noch einmal auf das Grab und auf die Frauen, die dort Jesus betrauern möchten. Doch wo ist er? Alles ist mit diesem Stein verrückt. Alles ist anders. „Nichts ist, wie es war“. Christus ist auferstanden. Das „Normale“ gibt es so nicht mehr. Christus zeigt uns: Da gibt es mehr bei Gott, da ist keine Grenze, kein aus. „Tot ist nicht mehr tot“.

Ostern stellt uns Christen vor eine große Aufgabe. Wir sind eingeladen in dieser Botschaft zu leben: Der Tod ist tot. In Christus haben wir das Leben in Fülle. Freut euch – genießt das Leben. Steckt andere an mit dieser Osterfreude (geht auch über das Telefon).

Das Halleluja wird in diesem Lied mit einer besonderen Dynamik gesungen. Ein wenig erinnert es an ein lautes Lachen.

Dieses Osterlachen und die Osterfreude wünsche ich Ihnen.
Barbara Ulmer

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Seht, der Stein ist weggerückt
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