Meiner Sehnsucht Ausdruck geben – ein moderner Psalm

Impuls für Montag, 6. April 2020

Viele Menschen beten in dieser Zeit zu Gott mit verschiedensten Anliegen, meistens sind es wohl Bitten, die wir Gott ans Herz legen. Auch das Lied „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“ aus dem Gotteslob unter der Nummer 846 formuliert viele Bitten, aber der Kehrvers spricht von einem tiefen Vertrauen in Gott, warum die Beterin oder der Beter sich an Gott wenden.

Für mich ist der Text, der von Anne Quigley verfasst und von dem Frankfurter Pfarrer Eugen Eckert übersetzt wurde, ein moderner Psalm.
Im Vordergrund steht Gott, nach dem sich viele Menschen sehnen, weil sie mit ihm vertraut sind, weil sie immer zu ihm kommen können, mit allen Anliegen. Menschen sehnen sich danach, Gemeinschaft mit ihm zu haben, ihm nah zu sein.


Für mich wird diese Erfahrung z.B. erlebbar, wenn ich bei mir bin, Gottes Präsenz in mir spüre, ja eine Einheit mit ihm spüren darf. Es ist ein großes Geschenk. Dann kann das im Lied beschriebene Glück und die Liebe erfahrbar werden.

 

Dieses Geschenk kann ich nicht festhalten, aber ich kann mich daran erinnern, davon zehren. Darum kann ich Gott alle meine Bitten konkret benennen oder einfach nur ihn bitten, in meinen Nöten mir nahe zu sein.

 

Dies gilt für die aktuelle schwere Zeit, die alle Menschen weltweit betrifft, aber auch für jede andere Situation, in der Menschen sich befinden.

 

Das Lied ist bewusst in Pluralform verfasst, wie viele Menschen wohl auch gemeinsam ihre Sehnsucht ausdrücken, aber nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Menschen. Menschen, die wir persönlich kennen oder von deren schwieriger Lebenssituation wir hören.

 

Die Bitten waren bei Ihrer Enstehung aktuell und werden auch nach der Coronakrise aktuell bleiben, Bitte und Auftrag für uns.

 

Markus Schütz, Pastoralreferent

markus.schuetz@kath-pforzheim.de
Tel.: 07231-4557868

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