PFARRBRIEF Nr. 5 (04.04.-03.05.2020)

...eigenartiges Bild für einen Pfarrbrief zu Ostern. Jede Menge Hände. Alle in unterschiedlicher Pose. Alle scheinbar mitten in einem Fluss. Strom des Lebens? Eine Hand, die entgegengestreckt wird. Hände, die beten. Schwurhände. Hände, die sich gegenseitig halten. Hände ineinander gekrallt. Hand, die ins Leere greift...

Ich finde darum geht es in diesen Tagen auch: Hände, die verraten und ausliefern. Hände, die schlagen und quälen. Hände, in Unschuld gewaschen. Hände gefesselt und durchbohrt. Hände, die sich ins Leere strecken – und zuvor und danach: Die Hände, die teilen. Die Hände, die Brot brechen. Markenzeichen des Aufer- standenen.

Hände im Strom des Lebens. Ich kenne so manche. Hände, die mich halten und tragen. Aber auch hilflose Hände, ohnmächtig ins kalte Nichts gestreckt. Auferstehung: Hände, die mir auf die Füße helfen, die mich aufrichten. Auferstehung: Hände, die sich mir über die Abgründe meiner Verzweiflung, meiner Trauer, meiner Ohn- macht entgegenstrecken. Auferstehung: Hände, die teilen – im Brechen des Brotes haben sie ihn erkannt..

Übrigens: Ich hatte diese Plastik mit den Händen übersehen. Bin vorbeigelaufen auf unserer Gemeindefahrt im portugiesischen Braga. Ullrich Jungemann nicht. Mancherorts werden am Oster- morgen die Augen gewaschen. Vielleicht auch deswegen, dass wir jene Hände nicht übersehen, die sich uns entgegenstrecken, die uns halten und tragen und auf die Füße helfen... Hände, die mit uns das Brot des Lebens brechen, wünsche ich uns allen. In ihnen reicht uns Jesus die Hand – der Auferstandene.

Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Osterfest

Georg Lichtenberger

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Katholische Kirchengemeinde Pforzheim
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Pastoraler Raum Pforzheim-West
St. Antonius - St. Bernhard mit Hl. Familie (Keltern)
PF-Nr.5_2020-Osterbrief-Pforzheim-West-A
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