Lesung des Tages: Numeri 21, 4-6

Die Israeliten brachen vom Berg Hor auf und schlugen die Richtung zum Roten Meer ein, um Edom zu umgehen.

Das Volk aber verlor auf dem Weg die Geduld,
es lehnte sich gegen Gott und gegen Mose auf und sagte: Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Etwa damit wir in der Wüste sterben? Es gibt weder Brot noch Wasser und es ekelt uns vor dieser elenden Nahrung.

Ja, es reicht. Kein Toilettenpapier, keine Hefe, kein Mehl. Noch nicht einmal zum Gottesdienst dürfen wir uns treffen. Wann wird es wieder normal?

Mit den „Menschen um Moses“ können wir in diesen Tagen gut klagen. Die Israeliten vor 3000 Jahren, denen man die Freiheit versprochen hatte. Und nun das: nur Wüste, nur Manna. Diese Art von Freiheit wollten sie nicht. Lieber zurück in die Sklaverei, zu den vollen Fleischtöpfen. Völlig verständlich, dass sie sich beklagen. Wohin wird das noch führen? Was müssen sie noch alles ertragen?

Und doch ist für die biblischen Erzählungen, der Weg immer das Ziel. Das Ziel ist nur so gut, wie die Erfahrungen, die man auf dem Weg macht. Hunger und Krankheit, Mutlosigkeit, Resignation. Aber, gerade wenn es am unerträglichsten war, hilft Gott und rettet. Der Weg trockenen Fußes durch das Schilfmeer, Manna in der großen Hungersnot, Regeln gegen Orientierungslosigkeit.

Am Ziel angekommen blickt man zurück. Und die Reisenden stellen fest: Gott war immer mit uns unterwegs. All das, was wir erlebt haben, hat uns „voran“ gebracht. Macht uns mutiger und stärker.

 

Was werden wir mitnehmen aus dieser Krise? Wenn wir zurückblicken, auf diese Zeit; was lernen wir aus diesen Erfahrungen? Spüren wir, dass Gott uns begleitet?

Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Durchhaltevermögen

Barbara Ulmer
Gemeindereferentin

 

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Impuls 31.03.2020
Barbara Ulmer
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