Besinnungswochenende der Gemeindeteams von Pforzheim-West in St. Bernhard in Rastatt (06./07.03.2020)

„Verrückt vor Liebe nach Gott und den Menschen - Warum Christsein mit der Kirche so attraktiv ist“

Unter dieser Überschrift und mit diesen Sätzen hatte Bruder Paulus, Guardian im Kapuzinerkloster Liebfrauen in Franfurt am Main, sein Programm für das Besinnungswochenende präsentiert: „Nein, so hatte sich das keiner vorgestellt: Ein Messias aus einem Handwerkerbetrieb, einer, der nicht ohne fehlbare Menschen unterwegs sein wollte, einer, der Familien auseinanderriss und am Ende festgenagelt wurde von denen, denen die Bewegung zu viel wurde.

Der ‚Gottesbilddurcheinanderbringer’, der ‚Menschenbildaufbrecher’, der ‚LeidinLebenwandler’, der Verrückte, dem kein Standpunkt zu extrem war, um darin nicht nicht noch Reich Gottes am Werk zu sehen. Einer, der nicht aufgab. Und der nicht aufgibt. Niemanden. Dem zu folgen die Kirche nach sich zieht, und noch viel mehr.“

Pfarrer Bernhard Ihle, Pater Arokiadoss und Gemeindereferent Thomas Ruland, der für den Samstag das Morgenlob vorbereitet hatte, waren mit Mitgliedern der drei Gemeindeteams nach Rastatt gekommen und freuten sich auf Bruder Paulus und das, was man mit ihm erleben würde.

Der Kapuziner-Pater ging auf die Selbstvorstellung Gottes im brennenden Dornbusch auf dem Berg Horeb dem Mose gegenüber ein und zeigte mit unterschiedlichen Methoden, dass zu allen Zeiten Menschen für Jesus Christus brannten und brennen. Als Beispiele nannte er: Alexamenos, ein Soldat um 100 nach Christus in Rom, der auf einem Graffiti mit einem ‚Spottkreuz’ dargestellt ist, auf dem der Gekreuzigte einen Eselskopf hat, der hl. Franziskus von Assisi im 13. Jahrhundert, der Mathematiker Blaise Pascal im 17. Jahrhundert, der Franziskaner Maximilian Kolbe - ermordet im KZ Auschwitz, der UNO-Generalsekretär Dag Hammarskjöld und Mutter Theresa von Kalkutta im 20. Jahrhundert, die „koptischen Märtyrer Libyens“ im 21. Jahrhundert und Rimsha, die von fanatischen Muslimen in Pakistan mit dem Tod bedroht wird, in unseren Tagen.

Es war immer wieder offensichtlich und jeder konnte spüren und sich dem Eindruck nicht entziehen, wie sehr Bruder Paulus selbst für Christus brennt, ja geradezu lodert. Mancher Funke konnte da überspringen.

In guter Tradition saß man am Abend noch lange zusammen, um sich auszutauschen und ‚über Gott und die Welt’ zu reden.

Höhepunkt des Nachmittags war die Feier der Eucharistie in der wunderschön gestalteten Kapelle des Hauses.

Im Anschluss machte Frau Ihle von der kfd Bruchsal ein Gruppenfoto, und Martina Peter bedankte sich im Namen aller beim Referenten für dessen engagierten Einsatz für das gelungene Besinnungswochenende und überreichte ein Weinpräsent aus Keltern.

Nach dem Nachmittagskaffee verabschiedete man sich voneinander. Die Mehrzahl der Teilnehmer/innen fuhr nach Pforzheim-West zurück; eine Gruppe von Frauen verbrachte - in guter Tradition - eine weitere Nacht im gastfreundlichen Haus St. Bernhard.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner