PFARRBRIEF Nr. 4 (07.03.-05.04.2020)


Liebe Schwestern und Brüder,

Ein Rabbi fragte einmal einen gläubigen Juden:

„Wann weicht die Nacht dem Tag? Woran erkennt man das?“ Der versuchte eine Antwort: „Vielleicht wenn man den ersten Lichtschimmer am Himmel sieht? Oder wenn man einen Busch schon von einem Menschen unterscheiden kann?“

„Nein“, sagte der Rabbi, „die Nacht weicht dem Tag, wenn der eine im Gesicht des anderen den Bruder und die Schwester erkennt. Solange das nicht der Fall ist, ist die Nacht noch in uns.“

Es wäre schön, wenn in der Fastenzeit die Nacht aus unseren Her- zen weichen würde. Wie macht man denn das? Muss ich hart an mir arbeiten, muss ich vieles weglassen, muss ich fasten? Das alles könnte ich machen, doch ich fürchte, das würde nicht funktionieren. Die Nacht aus dem Herzen kann nur Gott vertreiben, denn „Gott ist Licht und keine Finsternis ist in ihm“ (1 Joh 1,5). Was ich „machen“ kann, ist mich zu öffnen, dass Gottes Licht mich überfluten möge. Dann werde ich um mich herum bestimmt nicht mehr die Nacht ver- breiten. Ich hoffe, dann werde ich zum Licht für Andere, so dass sie im Angesicht des Anderen den Bruder und die Schwester zu erkennen vermögen.

Dazu möchte ich Sie auch im Namen des Pastoralteams herzlich einladen.

 

Dr. Josef Fodor, Pastoralreferent

 

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