Mitarbeiterausflug des Pastoralen Raumes Pforzheim-West (28.09.2019)

In guter Tradition waren die Mitarbeiter/innen als Anerkennung und Wertschätzung für ihr Engagement auch in diesem Jahr zum Ausflug mit anschließendem Abendessen eingeladen.

Ziele waren das Kloster Maulbronn, eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen nördlich der Alpen, und das Faustmuseum in Knittlingen.

Da die Architektur und Kulturlandschaft der Zisterzienser nahezu unverfälscht erhalten ist, wurde das Kloster 1993 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. In einer interessanten Führung lernte man eine große Anzahl herausragender architektonischer Meisterstücke kennen: Das sogenannte Paradies, die Kirchenvorhalle, der Südflügel des Kreuzgangs und das Herrenrefektorium zeigen den Übergang von der Romanik zur Gotik und sind damit außerordentlich wichtig für die Verbreitung der Gotik im deutschsprachigen Raum. Natürlich erfuhr man auch, dass bedeutende Persönlichkeiten, von Johannes Kepler bis Hermann Hesse das evangelische Seminar besuchten, das in Folge der Reformation eingerichtet worden war und bis heute erhalten ist. Im ‚Faustturm’ des Klosters soll Faust 1516 gewohnt haben, um für den verschwenderischen Abt Johann Entenfuß, der zwei Jahre später wegen „üblen hausens“ abgesetzt wurde, Gold herzustellen. Im Faustmuseum hörte man, dass Georg Johann Faust um 1480 in Knittlingen geboren wurde und um 1540 unter mysteriösen Umständen in Staufen starb. Die Legendenbildung ließ nicht auf sich warten; Faust hielt Einzug in die Dichtung, die Kunst und die Musik. Das bekannteste Beispiel: Johann Wolfgang von Goethes „Faust. Eine Tragödie“ aus dem Jahr 1808.

Zum Abendessen traf man sich im Adler in Bauschlott, wo Dekan Bernhard Ihle zur Gruppe stieß, während Pater Arokiadoss und Gemeindereferent Thomas Ruland die Besichtigungen mitgemacht hatten. Dekan Ihle fand lobende Worte für den unermüdlichen Einsatz jedes Einzelnen und den Eifer der Gruppen im Pastoralen Raum Pforzheim-West mit ihren vielen ehrenamtlichen Kräften und bat darum, in diesem Eifer auch künftig nicht nachzulassen. Der Sprecher des Gemeindeteams von St. Antonius, Karl-Heinz Renner, erinnerte - auch im Namen von Martina Peter und Markus Clemens, den Sprechern der Gemeindeteams von Heilige Familie und St. Bernhard - daran, dass bei weitem nicht alle Mitarbeiter/innen am Ausflug teilnahmen und an die zahlreichen Ereignisse des vergangenen Jahres im Pastoralen Raum Pforzheim-West.

Er nannte beispielhaft den Neujahrs-Empfang, die Patrozinien und Gemeindefeste, die Faschingsveranstaltung, die ökumenischen Andachten und Gottesdienste, die Ausflüge, den Indischen Abend mit Pater Dennis und die Reihe theologischer Abende, die Vikar Daniel Johann im August gestaltet hatte. Schließlich verwies er auf die beiden neuen Kapläne in der Kirchengemeinde Pforzheim: Thomas Stricker und Pater Arokiadoss und die am 24. Juli 2020 bevorstehende Verabschiedung von Dekan Bernhard Ihle in den Ruhestand. Außerdem warb er darum, sich eine Kandidatur bei der Pfarrgemeinderatswahl am 22. März 2020 ernsthaft zu überlegen und andere von einer Kandidatur zu überzeugen!

Text: Karl-Heinz Renner, Fotos: Helmut Jahn und Karl-Heinz Renner