Erzbischof Stephan Burger hat Diakon Manuel Gärtner zum Priester geweiht (12.05.2019)

Erzbischof Stephan Burger weihte am 4. Sonntag der Osterzeit, dem „Guten Hirten-Sonntag“ im Freiburger Münster sechs junge Männer zu Priestern - unter ihnen Manuel Gärtner (auf dem Gruppenfoto rechts neben dem Erzbischof), der von September 2014 bis Ostern 2015 als Praktikant in den Gemeinden St. Antonius und St. Bernhard mit Heilige Familie in der Seelsorge arbeitete.

In einem feierlichen Gottesdienst wurden die Weihekandidaten zunächst vorgestellt und aufgerufen. Sie traten einzeln vor den Bischof und sagten „ich bin bereit“. So bekundeten sie ihre Bereitschaft zur Übernahme des Priesteramtes. Der Bischof vergewisserte sich durch Nachfrage außerdem, ob die Kandidaten für würdig befunden werden und ob auch das Volk die Weihe wünscht.

In seiner Predigt sagte der Erzbischof an die Weihekandidaten gewandt: „Sie werden heute von Christus beim Wort genommen, ganz für ihn und seine Botschaft da zu sein. Diese Aufgabe wird bleiben. Dieser priesterliche Dienst wird auch in Zukunft unabdingbar sein für uns als Kirche, unabhängig aller räumlicher wie auch verwaltungstechnischer Strukturen und unabhängig davon, welchen gesellschaftsprägenden Einfluss wir in Zukunft haben werden oder auch nicht, unabhängig davon wie sich in unserem Land christliche Mehrheiten oder Minderheiten bilden.“ Erzbischof Stephan ging in seiner Predigt auch auf die „Aktion Maria 2.0“ ein. Unter diesem Titel begleiteten ca. 400 engagierte Christinnen und Christen den Weihegottesdienst vor dem Münster mit einer Demonstration für die Zulassung von Frauen zu den Weiheämtern. Er sagte, „Die lehramtlichen Aussagen hinsichtlich der Zulassung zu den Ämtern sind bislang von römischer Seite sehr eindeutig ausgefallen. Ich werde diese Spannung heute nicht lösen, lösen können. Ich werde diese Spannung heute mit Ihnen als Mitfeiernde oder nachher mit den Demonstrierenden aushalten müssen.“

Nach der Herabrufung des Heiligen Geistes bat die versammelte Gemeinde in der Allerheiligen-Litanei die Heiligen um Beistand für die ausgestreckt vor dem Altar liegenden Kandidaten.

Die Diakone versprachen dem Bischof und seinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam.

Schließlich vollzog der Erzbischof durch Handauflegung auf das Haupt der Kandidaten die eigentliche Weihe. Nach ihm legten alle anwesenden Priester den Kandidaten ebenfalls in Stille die Hände auf. Erzbischof Stephan sprach das Weihegebet und salbte die Hände der Männer mit Chrisam. Die Neupriester wurden mit dem Messgewand bekleidet. Danach überreichte der Erzbischof ihnen die Gaben des Volkes: Brot in der Hostienschale und Wein im Kelch als Zeichen für ihren Auftrag, die Eucharistie zu feiern.

Schließlich besiegelte der Bischof die Weihehandlung jeweils mit einer abschließenden Umarmung als Friedensgruß. Nach dem Weiheritus feierten die Neugeweihten als Konzelebranten mit dem Bischof die Messe am Altar.

Nach dem feierlichen Auszug vom Münster zum Collegium Borromaeum – begleitet von den Gesängen der Demonstrantinnen und Demonstranten - gab es im zugehörigen Park zu Ehren jedes Neupriesters einen Empfang für die Familie, die Heimatgemeinde, die Praktikums- und Diakonatsgemeinden und die Freunde.

In diesem Rahmen überreichten die Sprecher der Gemeindeteams von Heilige Familie und St. Antonius, Martina Peter und Karl-Heinz Renner, eine Pyxis (Gefäß zum Transport konsekrierter Hostien zur Krankenkommunion) als Geschenk von Pforzheim-West.

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Ralf Peter und Karl-Heinz Renner