Besinnungswochenende der Gemeindeteams des Pastoralen Raums Pforzheim-West im ‚Herz-Jesu-Kloster’ in Neustadt an der Weinstraße (15./16.03.2019).

Das Wochenende stand unter dem Thema „Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade (Ps 119, 105) – Leben mit der Bibel“. Referent war Dipl. Theol. Tobias Licht, Leiter des Bildungszentrums und des Roncalli-Forums Karlsruhe der Erzdiözese Freiburg.

Da Pfarrer Bernhard Ihle noch am Freitagabend nach Pforzheim zurückfahren musste, begann das Wochenende in diesem Jahr mit der Eucharistiefeier in der Krypta des Klosters. Pfarrer Ihle und Pfarrer Michael Dederichs konzelebrierten; Diakon Tobias Eckert verkündete das Evangelium; die heilige Kommunion konnte unter beiden Gestalten empfangen werden.

Im Anschluss stellte man sich zum obligatorischen Gruppenbild auf der Kirchentreppe auf.

Nach dem Abendessen traf man sich in der Aula zur ersten Einheit. Insgesamt waren für dieses Wochenende vier Arbeitsphasen geplant, an die sich jeweils 30 Minuten der Stille anschließen sollten. Nach dem einführenden Gebet „Wohin soll ich mich wenden“ aus der Deutschen Messe von Franz Schubert (1826 – Text von Johann Philipp Neumann) betrachtete man die beiden Schöpfungsberichte aus Genesis mit Blick auf den Menschen (Genesis 1,26ff und 2,7ff; ) und den Vers 6 aus Psalm Nr. 8. Der Referent entließ die Teilnehmer mit den Leitfragen: „Wo stehe ich in meiner eigenen Geschichte mit Gott?“ „Was hat(te) Gott mit mir vor?“ in die erste Schweigephase. Der Abend klang mit dem gemütlichen Beisammensein im Pfalzkeller aus.

Nach dem von Pfarrer Dederichs gestalteten Morgenlob und dem gemeinsamen Frühstück folgten am Samstag drei weitere thematische Einheiten, unterbrochen vom Mittagessen. Der Referent zeigte, wie die Texte der Bibel zu lesen sind. Hierzu verglich er beispielsweise den ‚Vater unser’ - Text im Lukasevangelium (11,2f) mit dem Text, den Matthäus in seinem Evangelium aufgeschrieben hat (6,9f). Das Hingabegebet aus den ‚Geistlichen Übungen’ des Ignatius von Loyola und von Karl Rahner ein Abschnitt aus der ‚Rede des Ignatius von Loyola an einen Jesuiten von heute’ (in ‚Schriften zur Theologie’ 1983) waren ebenfalls wichtige Elemente, oder auch „Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte lieben und achtsam mitgehen mit deinem Gott (Micha 6,8)“. Schließlich war auch der kompetente Umgang mir der Bibel Thema, zu dem die Beachtung geschichtlicher Zusammenhänge ebenso gehört wie die Anwendung grundlegender Erkenntnisse der Literaturwissenschaften, ebenso der Vergleich unterschiedlicher Bibelstellen, die über ein- und dasselbe Ereignis berichten, wie z.B. die Flucht des Paulus aus Damaskus in der Apostelgeschichte (9,19b-25) und im 2. Korintherbrief (11,30-33). Ein hervorragender Einstieg in die Lektüre der Bibel könnte sein, dass man sich die Schriftlesungen eines der Lesejahre A, B oder aktuell C vornimmt; hierzu teilte Herr Licht ein Verzeichnis aus.

Martina Peter bedankte sich im Namen aller beim Referenten für dessen kompetente und engagierte Begleitung und überreichte ein Weinpräsent aus Keltern. Alle Teilnehmer/innen waren sich einig, dass wir auch in diesem Jahr wieder zu einem gelungenen Besinnungswochenende in Neustadt waren!

Nach dem Nachmittagskaffee verabschiedete man sich voneinander. Die Mehrzahl der Teilnehmer/innen fuhr nach Pforzheim-West zurück.

Eine Gruppe von Frauen machte am Spätnachmittag eine Führung durchs Hambacher Schloss und verbrachte noch eine weitere Nacht im gastfreundlichen Haus der Herz-Jesu-Priester.

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Andreas Mautner und Karl-Heinz Renner