„Die Welt steht Kopf in Pforzheim-West“ - Faschingsveranstaltung im Pastoralen Raum Pforzheim-West (22.02.2019)

Internationale Gäste und Narren aus allen Ländern dieser Welt’ trafen sich zur Faschingsveranstaltung im ‚Pastoralen Raum Pforzheim-West’, wo die Dekoration den Pfarrsaal von St. Antonius in ein Fahnenmeer verwandelt hatte und wo auf den Tischen ‚Papiermodelle’ bekannter Bauwerke aus aller Welt standen. Beatrice Fuhr-Herz und Andreas Renner schlüpften für ihre Moderation in diesem Jahr in die Rollen einer Flugbegleiterin und eines Flugkapitäns, die mit der Begrüßung an Bord des ‚Seelsorge-Alliance West Fluges SW 0815’ den Abend eröffneten. Sie machten die Gäste mit den Sicherheitsvorkehrungen in der Maschine vertraut und verwiesen auf die hochwertige Qualität aus der Bordküche und an der Bar. Nun war fast alles vorbereitet. Allerdings war man zum Start auf Unterstützung durch die Fluggäste angewiesen:

In Phase 1 sollten sie mit den Händen auf den Tisch klopfen, in Phase 2 zusätzlich mit den Beinen stampfen und in Phase 3 kurz aufstehen, die Arme nach oben bewegen und in Jubel ausbrechen! Endlich war man in der Luft, das Programm konnte mit den ‚Dance Kids’ von der Pforzheimer Faschingsgesellschaft beginnen, die – begleitet von ihren Trainerinnen Tanja Staffe und Justine Martin - mit einem tollen Showtanz auftraten – betreut wurde die Gruppe von Jana Scharnofske und Tanja Norta. Danach kommentierten „Ochs und Esel“ aus Heilige Familie in Keltern-Dietlingen (Annette Markowis und Martina Peter) in ihrem ‚Rückblick’ Ereignisse des vergangenen Jahres aus ‚tierischer’ Sicht direkt an der Krippe. Höhepunkte waren dabei die Investitur von Pfarrer Johannes Mette in Lahr, die Reise ins Heilige Land, Priesterweihe und Nachprimiz von Philipp Ostertag und Georg Henn, Diakonenweihe von Tobias Eckert und Stephan Rist, die Suche nach einem - durch den Weggang von Carl Burger notwendig gewordenen - neuen Chorleiter, die Würdigung von Bernhard Kaburek als Interimschorleiter, und zur Diskussion um die ‚Pastoral 2030’ war ihre Position klar, denn auf jeden Fall ‚täten sie die Kirch im Dorf belassen’! Begeisterter Beifall war die Antwort des Publikums.

Der Auftritt der beiden Tanzmariechen - ebenfalls von der Pforzheimer Faschingsgesellschaft - Mia Kapfer und Fabienne Pamer, die von Svea Allgeier betreut und von Timo Schenk und Nadima Jasarov trainiert werden, schloss sich an. Am Ende ihrer großartigen Vorführung wurden die beiden in gleicher Weise gefeiert und mit tosendem Beifall verabschiedet wie bereits zuvor die ‚Dance Kids’.

Um Thrombosen vorzubeugen, sollten sich die Passagiere nun von ihren Plätzen erheben und durch Kaplan Philipp Ostertag in einer Polonaise mehrfach durch den Saal führen lassen.

Nach dieser körperlichen Ertüchtigung begeisterte Dekan Bernhard Ihle das närrische Publikum mit Erfahrungen aus dem Alltag eines Pfarrers und riss es damit zu Beifallsstürmen hin. Die Ministranten aus Keltern-Dietlingen machten mit ihrem ‚Sockentheater’ - zum Vergnügen aller - eine musikalische Reise durch verschiedene Länder dieser Erde. Sabine Fried als Isolde Rübenacker kam als Leiterin der Putzkolonne an Bord und karikierte Geschehnisse in St. Antonius. Unter anderem erzählte sie: da man fürs Pfarrbüro eine neue Sekretärin brauche, habe sie sich beworben und sei zu einem Bewerbergespräch eingeladen worden, habe schließlich aber doch auf eine Anstellung verzichtet. Auch für diesen Beitrag gab es viel Applaus.

Pfarrer Thomas Müller von der benachbarten Christuskirche gestaltete als Zeitungsjunge auch in diesem Jahr eine abwechslungsreiche, mit Begeisterung quittierte Darbietung, an die sich eine Schunkelrunde anschloss.

Die Ministranten von St. Antonius rundeten das Programm ab, indem sie Ausschnitte aus unterschiedlichsten Liedern anspielten und Sätze projizierten, wie unser Gehirn die gehörten englisch-, aber auch deutschsprachigen ‚Songausschnitte’ gerne ‚falsch’ interpretiert. Auch hierfür bedankte sich das närrische Publikum mit viel Beifall.

Die Mitwirkenden wurden vom Moderatorenpaar eingeladen, noch einmal auf die Bühne zu kommen. Die Crew dankte allen Beteiligten für die Gestaltung des gelungenen Faschingsabends: dem Küchenteam - unter ihnen auch Pfarrer Michael Dederichs und Diakon Tobias Eckert - für die Bewirtung, den Pfadfindern für die Cocktailbar, den Menschen an der Kasse, Anita und Wolfgang Pehnelt, sowie dem Bastelkreis für die sehr gelungene Dekoration im Raum und auf den Tischen, dem Publikum des heutigen Abends: „Sie waren die besten Fluggäste, die wir heute Abend hatten!“. Ein großes Dankeschön galt schließlich all denen, die sie bei ihrer Aufzählung vergessen hatten, auch dem Alleinunterhalter Udo Pflästerer aus Weinheim, der den musikalischen Part übernommen hatte und nun zum Tanz aufspielte. Aus dem Kreis der Mitwirkenden wurden Flugbegleiterin und Pilot sehr gelobt für die sehr gelungene, mit Pointen und viel Witz gespickte Flugbegleitung ‚einmal rund um die Welt’.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner