Goldenes Priesterjubiläum von Monsignore Karl Binder in St. Antonius (30.09.2018)

Dass der Kontakt von Karl Binder zu seiner Heimatgemeinde lebendig ist, zeigte sich bei seinem Goldenen Priesterjubiläum, das der Pastorale Raum Pforzheim-West mit ihm feierte. Dabei sang der Kirchenchor unter Leitung von Carl Burger die ‚Messe Salve Regina’ von G. E. Stehle (1839-1915), wie er es bei der Priesterweihe am 29.09.1968 getan hatte. Petrit Hamiti spielte die Orgel. Mit Monsignore Binder konzelebrierten (von links:) der frühere Pfarrer der Gemeinde, Klaus Bundschuh, Pfarrer Michael Dederichs und Pfarrer Wolfgang Steinmetz aus Frankfurt/Main.

Zu Beginn hatte Pfarrer Dederichs den Jubilar begrüßt, der in seiner Predigt von den Aufgaben in Brasilien erzählte und Gott dankte, dass er ihn in all den Jahren so begleitet hat, dass er seinem Wahlspruch treu bleiben konnte: „Gehet hin in alle Welt und verkündet allen Menschen die frohe Botschaft!“ Kinder fertigten in der Kinderkirche unter Anleitung von Susanne Ernst, Gabriele Pfohl und Antje Schimke eine Stola, auf der sie in verschiedenen Farben ihre Handflächen abdrückten und die sie ihm am Ende des Festgottesdienstes überreichten, bevor Gemeinde und Chor das festliche „Großer Gott wir loben Dich“ sangen. Natürlich trug Karl Binder sichtlich bewegt die Stola der Kinderkirche beim feierlichen Auszug, den die Ministranten und Fahnenträger anführten.

Der Gemeindesaal reichte nicht aus, um die zahlreichen Gäste aufzunehmen. Des schönen Wetters wegen hatte man draußen Bänke und Tische aufgestellt, die im Nu besetzt waren. Nach dem gemeinsamen Mittagessen gratulierte ihm Karl-Heinz Renner als Sprecher des Gemeindeteams, würdigte in einer Ansprache den Jubilar und überreichte ein Bücherpaket zu Pforzheim als sichtbares Geschenk. Musikalische Beiträge von Beatrice Fuhr-Herz, Udo Huhn-Rohrbacher, Wilfried Hoffmann und der Schola unter Leitung von Gerhard Grimm, sowie Bilderserien von der Priesterweihe, der Primiz und aus Brasilien gehörten zum Programm des Nachmittags ebenso wie die Grußworte von Dekan Bernhard Ihle. Besonders bewegend für alle im Saal war das Heimatlied von Unter-Tannowitz, das von einem 92-jährigen Tannowitzer im Heimatdialekt gesungen wurde. Hierzu muss man wissen, dass Karl Binder am 30. Mai 1940 in Unter-Tannowitz bei Nikolsburg geboren wurde und in Folge der Vertreibung der Sudetendeutschen über Andersbach bei Sinsheim nach Pforzheim kam. Der Dank von Monsignore Karl Binder an alle, die den Tag vorbereitet und mitgestaltet hatten, die den Festtag mitfeierten, die in all den Jahren für ihn beten und die ihn finanziell unterstützen, rundete den Tag ab, zu dem auch Erzbischof Stephan Burger ein sehr persönlich gehaltenes Glückwunschschreiben schickte.

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Helmut Jahn und Karl-Heinz Renner