Serenadenkonzert im "Pfarrgarten von St. Antonius" - Eine musikalische Reise zur Nacht (14.07.2018)

Karl-Heinz Renner, Sprecher des Gemeindeteams, begrüßte die Gäste, die zum 8. Serenadenkonzert zugunsten bedürftiger Pforzheimerinnen und Pforzheimer in den Pfarrgarten gekommen waren - unter ihnen auch in diesem Jahr Pfarrer Thomas Müller von der Gemeinde an der Christuskirche. Alexandra-Tatjana Baur und Andreas Renner führten in bewährter Weise durch das anspruchsvolle Programm. Ganz nebenbei erfuhren die Besucherinnen und Besucher Interessantes über die Komponisten und ihre Werke. Beatrice Fuhr-Herz (Sopran), die ‚Erfinderin’ der Serenadenkonzerte zugunsten Bedürftiger in unserer Stadt, eröffnete mit ‚l’heure exquise’ – ‚die besondere Stunde’ von Raynaldo Hahn (1875-1947) die ‚musikalischen Reise zur Nacht’. In bewährter Weise wurde sie von Stefan Baur am E-Piano begleitet. Als typisches Beispiel für Robert Schumanns (1810-1856) Stil folgte ‚Deine Stimme’. ‚Ich stand in dunklen Träumen’ von Schumanns Ehefrau Clara Schumann (1819-1896) schloss sich an.

Das Programm bot eine bunte Mischung vom Kunstlied bis zum Gute-Laune-Hit; so war wirklich für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Auch Maria Schmalz mit ihrer Violine bereicherte erneut den Konzertabend; mit ihr gemeinsam musizierte am E-Piano Adrian Herz. Die beiden hatten für das Konzert drei Musikstücke vorbereitet.

Fanny Hensel geborene Mendelssohn-Bartholdy (1805-1847) war von ihrer Familie strengstens untersagt worden, ihre Kompositionen zu veröffentlichen. Aus ihrem später dennoch publizierten Werk trug Beatrice Fuhr-Herz mit ihrer schönen Sopranstimme ‚Schwanenlied’ vor, dann von Franz Liszt (1811-1886) ‚Es muss ein Wunderbares sein’ und von Hugo Wolf (1860-1903) ‚Morgentau’.

Mikey Stevens sorgte - von Klaus Beffert am Akkordeon begleitet - mit seiner erfrischenden Art dafür, dass das Publikum ganz entspannt in die Pause gehen konnte, in der Mitglieder der Radfahrer-Gruppe zugunsten der Arbeit von Monsignore Karl Binder in Brasilien diverse Getränke anboten. Pfarrer Michael Dederichs hatte Brotkonfekt gebacken.

Nach der Pause sang Beatrice Fuhr-Herz zunächst ein Lied von dem Liedkomponisten schlechthin, nämlich von Franz Schubert (1797-1828), ‚Nacht und Träume’, dann von Richard Wagner (1813-1883) ‚Träume’ und von Eduard Künneke (1885-1953) aus der Operette ‚Der Vetter aus Dingsda’ das Lied ‚Strahlender Mond’. Damit leitete sie über zu gemeinsam mit Mikey gesungenen Liedern. Mit Chansons von Édith Piaf (1915-1963) beendete Frau Fuhr-Herz das Programm.

Lang anhaltender Beifall – vor und nach der Zugabe – und das Mitsingen des einen oder anderen Liedes waren Dank für diesen wieder sehr gelungenen Serenadenabend. In seinem Schlusswort dankte Karl-Heinz Renner den Mitwirkenden, Jürgen Herz, der, wie gewohnt, für die Technik verantwortlich war und dabei von Raffael Pfohl unterstützt wurde, der Radfahrer-Gruppe, den Moderatoren und Stefan Baur, der die Moderations-Texte geschrieben hatte, und dem Publikum, das mit 317 € das Anliegen des Abends unterstützte.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner