Besinnungswochenende der Gemeindeteams des Pastoralen Raums Pforzheim-West im "Herz-Jesu-Kloster" in Neustadt an der Weinstraße (27./28.04.2018).

Das Wochenende stand unter dem Thema „Heute Christ sein - heute Kirche sein“. Referent war Dipl. Theol. Tobias Licht, Leiter des Bildungszentrums Karlsruhe der Erzdiözese Freiburg.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und dem Gebet des Psalm 63 betrachtete man in der ersten Einheit am Freitagabend das geistliche Testament des am 11. März 2018 verstorbenen Mainzer Bischofs Karl Kardinal Lehmann: ‚Mein Testament als Bischof’ – mit dem Datum vom 15. März 2009. Der Abend klang mit dem gemütlichen Beisammensein im Pfalzkeller aus.

Nach dem vom Gemeindereferenten Thomas Ruland gestalteten Morgenlob, das mit dem Lied ‚Behutsam leise nimmst du fort die Dämmerung von der Erde’ eröffnet und mit ‚Da wohnt ein Sehnen tief in uns’ abgeschlossen wurde, und dem gemeinsamen Frühstück folgten am Samstag drei weitere thematische Einheiten, unterbrochen von der gemeinsamen Eucharistiefeier und dem Mittagessen. Der Referent zeigte, wie die Texte der Bibel zu lesen und wie aktuell sie sind. Hierzu verglich er beispielsweise Abschnitte des Lukasevangeliums mit Abschnitten der Apostelgeschichte des selben Verfassers. Dem biblischen Liebesgebot „Wie dich selbst“ (Mk 12,31) spürte man an unterschiedlichen Stellen des Alten und des Neuen Testaments nach. Im kürzlich von Papst Franziskus vorgelegten Apostolischen Schreiben ‚Gaudete et exultate’ über den Ruf zur Heiligkeit in der Welt von heute machte Herr Licht auf einzelne Abschnitte wie beispielsweise ‚Die Heiligen von nebenan’ aufmerksam, empfahl aber, auf jeden Fall dieses Schreiben zu Hause vollständig zu lesen. In der Diskussion zu jedem einzelnen Punkt konnte der Referent wertvolle Antworten und Anregungen geben: Zur Begründung sittlicher Normen hat das Prinzip Freiheit einen sehr hohen Stellenwert. Ein von Jorge Mario Bergoglio (Papst Franziskus) verfasstes, sehr persönliches ‚Glaubensbekenntnis’ rundete den sehr dichten dritten Vortrag des Tages ab.

Martina Peter bedankte sich im Namen aller beim Referenten für dessen kompetente und engagierte Begleitung und überreichte ein Weinpräsent aus Keltern. Alle Teilnehmer/innen waren sich einig, dass dieses Besinnungswochenende im kommenden Jahr unbedingt eine Fortsetzung – wiederum mit Herrn Licht – haben muss!

Da Pfarrer Bernhard Ihle und Pfarrer Michael Dederichs noch vor dem Mittagessen nach Pforzheim zurückfahren mussten, stellte man sich auf der Kirchentreppe zum obligatorischen Gruppenbild auf, bevor man in der Krypta Eucharistie feierte. Pfarrer Ihle war Zelebrant und griff in seiner Ansprache den einen oder anderen Punkt aus den Referaten und der Diskussion auf, Pfarrer Dederichs verkündete das Evangelium, die heilige Kommunion konnte unter beiden Gestalten empfangen werden. Karl-Heinz Renner dankte für die Feier der Eucharistie und wünschte eine gute Heimfahrt.

Nach dem Nachmittagskaffee verabschiedete man sich voneinander. Die Mehrzahl der Teilnehmer/innen fuhr nach Keltern und Pforzheim zurück.

Eine Gruppe von sieben Frauen aus den Gemeindeteams von St. Bernhard und Heilige Familie machten am Spätnachmittag einen geführten Stadtrundgang durch Neustadt mit seiner sehenswerten Simultankirche. Auf eigene Kosten verbrachten sie den Abend und die Nacht zum Sonntag im gastlichen Haus der Herz-Jesu-Priester. Dabei entwickelten sie Lösungsideen für Bauliches in St. Bernhard.

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Karl-Heinz Renner u.a.