Verabschiedungsgottesdienst für Herrn Diakon Philipp Ostertag in St. Antonius (14.01.2018)

Pfarrer Michael Dederichs zelebrierte diesen Gottesdienst, bei dem Diakon Philipp Ostertag assistierte. Nach der Begrüßung fand Pfarrer Dederichs sehr persönliche Worte der Würdigung und des Abschieds für Diakon Ostertag, der seit dem 21. April 2016 - zunächst als Praktikant - in Pforzheim-West war.

An Christi Himmelfahrt (25. Mai 2017) wurde er von Erzbischof Stephan Burger in Walldürn zum Diakon geweiht, und nun wird er nach dem Patrozinium und Gemeindefest in Heilige Familie, Keltern am kommenden Sonntag (21.01.2018) Pforzheim-West verlassen, um sich auf die Priesterweihe vorzubereiten. Diese wird Erzbischof Stephan am 13. Mai 2018 im Freiburger Münster vornehmen. Eine Woche später wird die Heimatprimiz sein und am 27. Mai 2018, am Dreifaltigkeitssonntag, wird der Neupriester hier in St. Antonius mit uns seine Nachprimiz feiern. Leider liegt der Termin mitten in den Pfingstferien.

 

Diakon Ostertag verkündete das Evangelium zum 2. Sonntag im Jahreskreis (Joh 1,35-42) und legte diesen Text seiner Predigt zugrunde: Der Evangelist Johannes erzählt von der Berufung der ersten Jesus-Jünger, die aus dem Jüngerkreis Johannes des Täufers stammen und von diesem selbst auf Jesus aufmerksam gemacht werden. Jesus fragte sie: „Was wollt ihr?“ Sie stellen die Gegenfrage: „Wo wohnst du?“ und er antwortet ihnen: „Kommt und seht“. Was will uns dieser Text heute sagen?  Nachfolge geht jeden an. Es braucht Menschen, die für den Glauben werben durch das Wort oder durch das Tun. Wir alle sind Werbeträger des Evangeliums.

 

Mit Worten aus Psalm 116 „Wie kann ich dem Herrn all das vergelten, was er mir Gutes getan hat“ bedankte sich Herr Ostertag am Ende der Predigt für die Zeit in Pforzheim-West und bat, ihn im Gebet auf seinem weiteren Weg zu begleiten. Dass er sich in Pforzheim wohlgefühlt hat, brachte er mit Goethes Worten aus Faust 1 zum Ausdruck: „Ach Augenblick verweile doch, du bist so schön.“, um mit einem weiteren Goethe-Wort zu schließen.: „Der Worte sind genug gewechselt.“

 

Nach der Kommunion stellte die Kinderkirche vor, was man sich zum Tagesevangelium und zum Abschied von Herrn Ostertag überlegt hatte.

 

Nach dem von Petrit Hamiti an der Orgel begleiteten Schlusslied „Gib Herr uns deinen Segen“ sprach Karl-Heinz Renner für das Gemeindeteam: Eigentlich hatte man einen kleinen Sektempfang vorbereiten wollen,  bei dem persönliche Abschiedsworte möglich gewesen wären. Da aber Herr Ostertag im Anschluss an diesen Gottesdienst in St. Bernhard das Sakrament der Taufe spenden werde, verschiebe man den Empfang auf die Nachprimiz. Als Erinnerung an Pforzheim-West überreichte er eine Festschrift, die Ende 2017 mit einem Grußwort des emeritierten Papstes Benedikt XVI. bei Herder erschienen war. Anlass war der 70. Geburtstag von Gerhard Kardinal Müller. Der Titel des Buches, in dem namhafte Theologen zu Wort kommen, ist: „Der dreifaltige Gott: Christlicher Glaube im säkularen Zeitalter“. Bis er dieses umfangreiche Werk gelesen habe, müsse er jedenfalls ziemlich lange an Pforzheim-West denken.

 

Am Ende des Gottesdienstes sprach Pfarrer Dederichs im Wechsel mit Herrn Renner ein Segensgebet und rief dann den Segen Gottes auf Diakon Philipp Ostertag und die ganze Gottesdienstgemeinde herab. Mit „Gehet hin in Frieden“ hatte der Diakon das letzte Wort in diesem Gottesdienst.

 

 

Text: Karl-Heinz Renner

 

Fotos: Ivica Pavlic und Karl-Heinz Renner