Pfarrer Dr. Johannes Mette verabschiedet sich vom Pastoralen Raum Pforzheim-West, um die Seelsorgeeinheit Lahr zu übernehmen!

Uns würden bestimmt tausend Gründe einfallen, die ihn zum Bleiben überreden sollten, aber wir sehen ein, dass es richtig und wichtig ist, dem Wunsch unseres Erzbischofs zu entsprechen!

In seinem Gedicht „Stufen“ schreibt Hermann Hesse: „Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“

 

Dennoch werden Sie uns fehlen, wir werden Sie vermissen!

 

Mit einem ganz herzlichen Dank für neun wichtige, gute Jahre dürfen wir im Namen von St. Antonius, St. Bernhard und Heilige Familie in Pforzheim-West, aber auch ganz persönlich gute Wünsche übermitteln für Ihren weiteren Weg!

 

Sie sind an der Jahreswende 2008/2009 in die damalige Seelsorgeeinheit mit drei grundverschiedenen Gemeinden und ihren Gruppen gekommen und haben Menschen angetroffen, die hier seit Generationen zu Hause sind und Menschen, die erst kurz in Pforzheim-West leben. Sie haben mit diesen Menschen die Grenzen der Seelsorgeeinheit erwandert, und Sie haben ihnen auf dem starken Fundament Ihres Glaubens Antworten gegeben auf die Fragen in ihren unterschiedlichen Lebenslagen und dabei Seelsorge gelebt, den Glauben mit ihnen geteilt: in der Schule, in Glaubenskursen und in der ‚Werkstatt Bibel‘. Kinder und Erwachsene haben Sie auf den Empfang der Sakramente vorbereitet und die Sakramente mit ihnen gefeiert, Kranke besucht und die Toten auf ihrem letzten Weg begleitet.

 

Sie haben Eucharistie als die zentrale Mitte der Gemeinden verstanden, aber auch andere Gottesdienstformen nicht vernachlässigt. Kirchenchor, Schola, Chörle und Band bereicherten - von Ihnen unterstützt – diese Feiern. Die Jugendgruppen haben Sie gerne auf ihren Freizeiten besucht, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und Gottesdienst zu feiern. Sie gingen zu den Treffen der Senioren und zu ihren Ausflügen. Besuche in den Kindergärten und Familiengottesdienste mit den Kindern und ihren Erzieherinnen waren Ihnen wichtig, Besinnungstage für Frauen und Männer, Besinnungs-wochenenden für Pfarrgemeinderäte und Gemeindeteams wurden von Ihnen

 

gestaltet. Wallfahrten und Studienfahrten - eintägig oder mehrtägig - sahen Sie als Chance, dass Menschen besondere Orte unseres Glaubens erleben, die Teilnehmer/innen auf andere Menschen treffen, sie kennenlernen und ihren Weg dann gemeinsam weitergehen: Rom und Freiburg, Israel und Palästina, Piemont und Aostatal, Thüringen und Altötting, Walldürn und Konstanz, Reichenau und Maria Laach sind Beispiele. Im Sommer 2016 überquerten Sie gemeinsam mit einer Gruppe die Alpen auf dem Fahrrad. Offensichtlich war dieses neue Format so überzeugend, dass sich die Gruppe im vergangenen Sommer erneut auf den Weg machte, um dieses Mal die Dolomiten zu umrunden!

 

Regelmäßige Treffen mit den evangelischen und freikirchlichen Pfarrern und ihren Gemeinden sind für Sie selbstverständlich, Ökumenische Andachten, Gottesdienste und Begegnungen nicht wegzudenken. Der gemeinsame Beginn der Feier der Osternacht am Feuer vor der evangelischen Matthäuskirche betont beispielhaft das Gemeinsame unseres christlichen Glaubens.

Die Eucharistiefeier am Anfang des neuen Jahres mit dem anschließenden Empfang, die Patrozinien und Gemeindefeste, der Offene Nachmittag für Menschen am Rand der Gesellschaft, das Serenadenkonzert in ‚Pfarrer Mettes Garten’, Christi Himmelfahrt in Heilige Familie und der jährliche Ausflug der Mitarbeiter/innen mit dem abschließenden Abendessen sind wichtige Elemente im Jahresablauf von Pforzheim-West.

 

Investitionen zur Pflege und zum Erhalt der Kirchen, Gemeindehäuser, Kindergärten und als notwendige Voraussetzung für eine zeitgemäße Verwaltung wurden von Ihnen nie vernachlässigt.

Sie übernahmen selbstverständlich Verantwortung in der neuen Kirchengemeinde Pforzheim, indem Sie im Stiftungsrat Vorsitz führten.

 

Sie haben auch Ihren zutiefst menschlichen Sinn für Humor bewiesen als Reimprediger am Faschingssonntag, in der Bütt und immer wieder als Darsteller bei Sketchen oder mit gekonnten Stimmparodien.

Wir wünschen Ihnen zum Abschied für die Zukunft Freude, Erfüllung und Gottes Segen und hoffen dabei gleichzeitig auf manche Gelegenheit zur Begegnung. In diesem Sinn: Herzlichen Dank – und ‚Auf Wiedersehen’!

 

Für die Gemeindeteams

St. Antonius: St. Bernhard: Heilige Familie:

Karl-Heinz Renner Markus Clemens Martina Peter


Die Verabschiedung findet am Sonntag, den 07. Januar, um 10.00 Uhr mit einem Gottesdienst in St. Antonius statt. Anschließend Begegnung im Pfarrsaal von St. Antonius.