ERNTEDANK-Familien-Gottesdienst in Heilige Familie, Keltern-Dietlingen (01.10.2017)

Die zahlreichen Gottesdienstbesucher erwartete in diesem Jahr ein vom Mesner Thomas Huber traditionell gestalteter ‚Erntedankaltar’ neben den Stufen zum Altarraum.
Wie schon in den letzten Jahren umrahmte das junge Blockflötenensemble des Musikvereins Dietlingen unter der Leitung von Uta Schneider den Erntedank-Familien-Gottesdienst, erstmals mit den Solistinnen Carolina Greiner und zur Orgelbegleitung von Herrn Schneider Caitlyn Greiner am Waldhorn.

Nach der Segnung der Erntegaben durch Pfarrer Mette stellte das Familiengottesdienstteam mit Unterstützung von Kindern, welche sich auf den Weg zur Vorbereitung auf die Erstkommunion machen, Erntedank als ein Fest vor, welches in der ganzen Welt Raum findet. Der Dank der Menschen für Gaben, die sie von der Erde, von Gott erhalten, ist das älteste Fest der Welt.
Einige dieser Länder werden mit der entsprechenden Flagge und einem typischen Symbol für die jeweiligen Festtage vorgestellt: AMERIKA mit ‚Thanksgiving’, dem traditionellen Familienfest mit gebratenem Truthahn und einem Dankgebet für alles Gute und allen Erfolg. Bereits die RÖMER dankten im Herbst der Göttin des Ackerbaus (Ceres) für die Ernte.  Auf der KARIBIK-Insel Barbados feiern die Menschen im Juli das Ende der Zuckerrohr-Ernte mit Kostüm-Umzügen und viel Musik.
In GHANA und Nigeria feiert man das Yams-Fest nach dem Ende der Regenzeit im August, wobei um eine gute Ernte für das afrikanischen Grundnahrungsmittels Yams – eine Wurzel, im Geschmack Kartoffeln ähnlich – gebetet wird. In CHINA findet das Erntefest in der Vollmondnacht, die auf den 15. Tag des 8. Monats fällt, statt. Diesen Tag hält man für den Geburtstag des Mondes und es werden spezielle ‚Mondkekse’, die wie der Mond rund und gelb sind, gebacken. Man glaubte, dass während des dreitägigen Festes Blumen vom Mond fallen und dass mit Großem belohnt wird, wer diese Blumen fallen sieht. Die Flaggen und Symbole wurden um einen Globus vor den Stufen des Altars abgelegt.
Nach der Predigt fand die Neuaufnahme eines Ministranten durch Pfarrer Mette statt: Kilian Rupf vergrößert die Zahl der Ministranten. Ein Leiter der Minis, Christian Schifferle, bedankte sich für die Entscheidung zu diesem Dienst mit einem Präsent.
Die Fürbitten trugen sowohl der Lektor und erwachsene Mitglieder der Kirchengemeinde als auch Ministranten vor. Am Ende des Gottesdienstes teilte Pfarrer Mette das gesegnete Brot an Gottesdienstbesucher aus, von welchen etliche den Weg zum anschließenden gemeinsamen Frühstück ins Gemeindehaus fanden. Hier bereicherten erstmals Weißwürste und Brezeln (von regionalen Anbietern) das ansprechende und vielfältige Buffet. Gemeinsames Essen und Trinken mit regen Gesprächen zwischen jung und älter, sowie ‚konfessionsverschieden’ ließen die Eindrücke des Gottesdienstes nachwirken und gelebte Gemeinschaft erfahren.
Allen, die sowohl zum Gottesdienst als auch dem anschließenden Frühstück beigetragen haben, allen Helfern vor und hinter den Kulissen, allen Mitwirkenden ein Vergelt’s Gott!

Text: Martina Peter
Bilder: Ralf Peter