Gemeindefahrt ins Piemont und ins Aostatal (06. – 11.06.2017)

Am ersten Tag fuhren wir nach Novara in der Poebene, wo wir das Hotel bezogen, von dem aus wir zu den Tagesfahrten aufbrachen. Schönes Wetter blieb dabei unser ständiger Reisebegleiter.

Bei der ersten Tagesfahrt stand die autonome französischsprachige Region Aosta mit ihrer Hauptstadt Aosta auf dem Programm, wo wir eine bemerkenswerte Führung - auch mit den sehr gut erhaltenen römischen Stadtanlagen - hatten und in der ‚Maria Assunta Kathedrale’ Eucharistie feierten. Am Spätnachmittag besuchten wir die Innenstadt von Novara mit der dortigen ‚Maria Assunta Kathedrale’, dem Baptisterium und den prächtigen Palazzi. Ziel der zweiten Tagesfahrt war zuerst Asti. Auch diese Stadt ist Bischofssitz mit einer Kathedrale, die den ‚Santi: Maria Assunta und Gottardo’ geweiht ist. Daneben ist auch die Kirche des Stadtpatrons ‚San Secondo’ sehenswert, wo die Fahnentücher des Palio (historisches Pferderennen) aufbewahrt werden. Der Nachmittag war reserviert für Crea, den ersten der ‚sacri monti’ (‚heilige Berge’), die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören, und für Casale Monferrato mit seiner romanischen Bischofskirche, die dem hl. Evasio geweiht ist. Die dritte Tagesfahrt führte zunächst nach Moncalieri, dem eigentlichen Wallfahrtsziel: Hier ruhen in der Kirche ‚Santa Maria della Scala’ in einem Schrein die Gebeine des seligen Bernhard von Baden, und hier feierten wir die heilige Messe. Aus Anlass des 500. Todestages (14.07.1458) war der Schrein im Jahr 1958 in verschiedenen Städten der Erzdiözese Freiburg, darunter in Pforzheim, wo er bei der Fronleichnamsprozession mitgetragen wurde. Nachdem wir zunächst von oben, vom ‚Castello’ aus, den Blick auf die Stadt, genießen durften, besuchten wir Turin mit seinem Dom, der dem hl. Johannes dem Täufer geweiht ist und in dem das Grabtuch ‚Santa Sindone’ aufbewahrt wird. Ziel der vierten Tagesfahrt war zunächst Varallo, wo wir über eine Seilbahn oder zu Fuß die Kapellen dieses ‚heiligen Berges’ erreichten. Am Nachmittag feierten wir in der Kirche der grandiosen Wallfahrtsanlage Oropa Eucharistie. Dieses Gotteshaus beherbergt eine ‚Schwarze Madonna’, die aus dem 13. Jahrhundert stammt. Die Ursprünge der Marienverehrung in Oropa sollen allerdings bereits auf das vierte Jahrhundert zurückgehen. Am Sonntag besichtigten wir auf der Rückfahrt den ‚Colosso di San Carlo’ in Arona am Lago Maggiore und feierten in der benachbarten, dem heiligen Karl Borromaeus geweihten Kirche die heilige Messe.
Voll Dankbarkeit für das Erlebte kehrten wir am Abend nach Pforzheim und nach Keltern zurück. Martina Peter, Sprecherin des Gemeindeteams von Heilige Familie, bedankte sich namens aller Teilnehmer/innen beim Fahrer für seine Fahrkünste und für seinen selbstverständlichen Einsatz und bei Pfarrer Dr. Johannes Mette, der die Fahrt vorbereitet und die Ziele - bei einer Radtour im vergangenen Jahr - sehr sorgfältig ausgesucht hatte, für die sehr gelungene Gemeindefahrt 2017 ins Piemont und ins Aostatal! Langanhaltender Beifall bekräftige die Dankesworte.
Text und Fotos: Karl-Heinz Renner