Georg Seelmann aus Heilige Familie, Keltern-Dietlingen von Erzbischof Stephan Burger im Freiburger Münster zum Priester geweiht (14.05.2017)

Erzbischof Stephan Burger weihte am 5. Ostersonntag vier Diakone zu Priestern, unter ihnen Georg Seelmann aus Heilige Familie, Keltern-Dietlingen. Das Domkapitel, die Weihbischöfe und der Erzbischof holten die Weihenkandidaten im ‚Collegoum Borromaeum’ ab und zogen gemeinsam mit ihnen und weiteren Priestern, mit den Ministranten und zahlreichen Sängerinnen und Sängern ins Münster ein.

Gottesliebe und Nächstenliebe seien nicht voneinander zu trennen, sagte der Erzbischof in seiner Predigt. Gelebte Gottesliebe finde „in der Hinwendung zum Mitmenschen, zum Einsatz für andere ihre Entsprechung“, „deshalb werden Sie, liebe Weihekandidaten, auch zu den Menschen gesandt und für den Dienst an den Menschen bestellt.“ Wer seine Berufung leben wolle, dürfe sich nicht von äußeren Umständen durcheinander bringen lassen. „Nicht umsonst gilt auch Ihnen, liebe Weihekandidaten, der Hinweis Jesu: Eurer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Es geht um das Feststehen in dem, was Sie von Christus erhoffen; überzeugt sein von dem, was Sie zwar nicht sehen können, was aber deswegen nicht weniger real ist.“ Das gelte auch in einer Zeit, in der sich das Gemeindeleben vor Ort immer schwerer aufrechterhalten lasse, weil junge Leute fehlten und in der sich das gesellschaftsprägende Bild von Kirche immer mehr verändere. Es gebe nämlich nicht nur einen Mangel an Berufungen, es gebe auch einen Mangel an Gläubigen.

Nach dem Primizsegen, dem Tedeum und dem bischöflichen Segen zog der Zug mit den neugeweihten Priestern zurück zum ‚Collegium Borromaeum’, wo im Garten ein Empfang vorbereitet war, der aber schon bald aufgrund eines Gewitters ins Innere verlegt werden musste. Zahlreiche Mitfeiernde, vor allem aus Dietlingen, aus Baden-Baden und aus Mannheim bildeten eine lange Reihe von Gratulanten; unter ihnen waren Pfarrer Dr. Johannes Mette, Pfarrer Michael Dederichs, Pfarrer Klaus Bundschuh, die Vorsitzende des Diözesanrates, Martina Kastner, und die Sprecherin des Gemeindeteams von Heilige Familie, Martina Peter. Ein Teil der Gruppe aus Pforzheim-West war mit dem ‚BONI-BUS’ gekommen.

Nach dem Abitur 2007 hatte Georg Seelmann sein Theologiestudium begonnen und war ins Priesterseminar in Freiburg eingetreten. Die beiden Auslandssemester führten ihn nach Jerusalem und Straßburg. Nach Beendigung des Studiums blieb er noch einige Monate als Studienassistent an der ‚Dormitio’ in Jerusalem. Für ein Praxissemester war er in der Seelsorgeeinheit ‚Baden-Baden-Oos’, in seinem Diakonatsjahr in der Seelsorgeeinheit ‚Mannheim-Johannes XXIII’. Als Primizspruch hat sich Georg Seelmann ausgesucht: „Gesegnet sei Ägypten, mein Volk, und Assur, meiner Hände Werk, und Israel, mein Erbteil.“ (Jesaja 19,25b)

 

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Annette Markowis und Karl-Heinz Renner