Karfreitagsliturgie in St. Antonius (14.04.2017)

Nach einer kurzen Einführung in die Liturgie, der stillen Eröffnung und der Prostratio (lat. „Niederwerfen“) durch Pfarrer Michael Dederichs hörte die Gemeinde im Wortgottesdienst die Lesungen aus dem Propheten Jesaja (Jes 52, 13 - 53, 12) über den ‚Knecht Gottes' und aus dem Brief an die Hebräer (Hebr 4, 14-16; 5, 7-9) über den ‚erhabenen Hohenpriester Jesus'. Den Abschluss bildete ‚das Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach Johannes' (Joh 18, 1 - 19, 42).

In den ‚großen Fürbitten' beteten Priester und Gemeinde für die Kirche, für Papst Franziskus, für den emeritierten Papst Benedikt und Erzbischof Stephan, für alle Stände der Kirche, für die Katechumenen (Taufbewerber), für die Einheit der Christen, für die Juden, für alle, die nicht an Christus und die nicht an Gott glauben, für die Regierenden und für alle Not leidenden Menschen.

Es schloss sich die Kreuzverehrung an, bei der das Kreuz zunächst schrittweise enthüllt wurde: „Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen“! Danach verehrten Priester, Ministranten und Gläubige das vor dem Chorraum aufgerichtete Kreuz und schmückten es mit Blumen.

Mit der Kommunionfeier, für die Pfarrer Dederichs die bereits am Gründonnerstagabend konsekrierten Hostien aus dem Tabernakel in der Krypta holte, fand die Liturgie ihren Abschluss. Zur Entlassung betete der Priester über die Gottesdienstgemeinde: „Herr unser Gott, reicher Segen komme herab auf dein Volk, das den Tod deines Sohnes gefeiert hat und die Auferstehung erwartet. Schenke ihm Verzeihung und Trost, Wachstum im Glauben und die ewige Erlösung. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn."

Wie schon am Palmsonntag gestaltete der Kirchenchor unter Leitung von Carl Burger auch die Karfreitagsliturgie mit.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner