„Zauberhaftes Märchenland“ - Faschingsveranstaltung im Pastoralen Raum Pforzheim-West (St. Antonius, St. Bernhard mit Heilige Familie, Keltern-D.) (17.02.2017)

Im ‚Zauberhaften Märchenland’ trafen sich Märchen- und Sagengestalten, aber auch weitere Narren aller Art zur Faschingsveranstaltung im ‚Pastoralen Raum Pforzheim-West’, wo die Dekoration den Pfarrsaal von St. Antonius in einen märchenhaften Platz im Wald verwandelt hatte.

Neben einem ‚Lebkuchenhexenhaus' konnte man da den Turm der Rapunzel und das Fenster von Frau Holle, aus dem Schnee rieselte, entdecken. Beatrice Fuhr-Herz und Andreas Renner hatten aus ihrer Moderation ein Märchen gemacht: Vor vielen Jahren war es einer bösen Zauberin gelungen, die schöne Königin in eine Stoffpuppe zu verwandeln und ihren Platz einzunehmen. Der Zauber sollte erst dann gebrochen sein, wenn sich zehn Personen oder Gruppen fänden, die irgend etwas besser machten als die böse Königin. Ein Zwerg, der ihr dienen musste, hatte den ganzen Abend über auf seinen Schultern einen Beamten zu schleppen, der nach jedem Beitrag entscheiden sollte, dass sie auch wirklich die beste und schönste in allem sei. Die Goldfunken der Pforzheimer Faschingsgesellschaft, unter Leitung von Carina Zachara und Chantal Wünsch, eröffneten mit einem Showtanz diesen Wettkampf. Mit anhaltendem Applaus wurden die Mädchen am Ende ihrer tollen Vorführung verabschiedet. Der Punkt ging ganz klar an die Gruppe und auch bei den weiteren Beiträgen hatte die böse Königin das Nachsehen. Auf der Bühne waren zwischenzeitlich die Ministranten aus Keltern-Dietlingen und Herr Ostertag in Märchenfiguren geschlüpft, die das Publikum mit einem astreinen Talk, einem munteren und flott vorgetragenen Gespräch unterhielten. Zur Abwechslung wurde nun wieder getanzt: Mia Kapferer, trainiert von Svea Allgeier und betreut von Heike Geißel war als Tanzmariechen zu erleben. Eine Polonaise durch den Saal leitete zur Pause über. Danach kommentierten die „Dietlinger Schutzengel Seraphina und Cherubina“ Annette Markowis und Martina Peter in ihrem ‚Rückblick’ wieder Ereignisse des vergangenen Jahres aus ‚himmlischer’ Sicht. Höhepunkt war dabei zweifelsohne der Ritterschlag, den Pfarrer Dr. Johannes Mette in Anlehnung an seine Aufnahme in den ‚Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem’ über sich ergehen lassen musste, bevor er, nach einer Schunkelrunde, als ‚Doktor Eisenbart’ auf die Bühne zurückkam: „..kurier die Leut’ nach meiner Art, ...kann machen, dass die Blinden ge’hn ... und die Lahmen wieder seh’n...“ Nach einer weiteren Polonaise schlüpfte Sabine-Franziska Fried alias ‚Isolde Rübenacker’ in diesem Jahr in die Rolle einer Ersatzhaushälterin für Pfarrer Mette und Pfarrer Dederichs. Die Zwergenschule der Familie Pehnelt, moderiert von Matthias Dahl, schloss sich an. Da solche Zwerge nur kleine Gehirne haben, können sie sich nur Satzfetzen merken, die sie nach jedem Klaps auf den Kopf in stets gleicher Weise wiederholen. Von Philipp Ostertag und Andreas Renner in die richtige Reihenfolge gebracht, ergab sich bei jedem ‚Durchlauf’ ein Schlüsselsatz aus einem Märchen. Nach dem abschließenden Beitrag des Abends, den Pfarrer Thomas Müller von der benachbarten Christuskirche als Zeitungsjunge mit einem tollen Auftritt gestaltete, bedankte sich das närrische Publikum mit viel Beifall, so dass es für den ‚Beamten’ ein Leichtes war, das Publikum mit einer ‚Rakete’ darüber entscheiden zu lassen, dass die böse Königin den Wettstreit verloren hat und so aus der Stoffpuppe wieder die echte Königin wird. Diese bedankte sich für die Unterstützung beim Publikum und allen Mitwirkenden, die von ihr eingeladen wurden, noch einmal auf die Bühne zu kommen. Dann dankte sie allen Beteiligten für die Gestaltung des gelungenen Faschingsabends: dem Küchenteam für die Bewirtung, den Pfadfindern für die Cocktailbar, den Menschen an der Kasse, Anita und Wolfgang Pehnelt, sowie dem Bastelkreis für die sehr gelungene Dekoration im Raum und auf den Tischen, den Moderatoren für ihre gekonnte Führung durch den Abend. Ein großes Dankeschön galt schließlich all denen, die sie bei ihrer Aufzählung vergessen hatten, auch dem Alleinunterhalter Udo Pflästerer aus Weinheim, der den musikalischen Part übernommen hatte und nun zum Tanz aufspielte.

Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Jürgen Herz und Karl-Heinz Renner