Pfarrer Dr. Johannes Mette in den „Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem“ aufgenommen! (24.09.2016)

Höhepunkt der dreitägigen Feiern zur „Herbstinvestitur 2016“ in Bonn war der Gottesdienst am Samstag, den 24. September 2016 in der evangelischen Kreuzkirche, die dem Orden – ein Zeichen gelebter Ökumene – zur Verfügung stand.

14 Männer wurden von Reinhard Kardinal Marx, dem Großprior der „Deutschen Stadthalterei“ des Ordens zu Rittern geschlagen und ihnen das Ordens-Kreuz umgelegt. Die Ritter tragen Mäntel aus elfenbeinweißem Tuch, die in Form eines Vollrads geschnitten sind; unterhalb der linken Schulter ist in Höhe von rund 25 Zentimetern ein in rot gehaltenes Jerusalemkreuz angebracht; den Kopf bedeckt ein Barett aus schwarzem Samt. Der Mantel der beiden aufgenommenen Damen ist schwarz, auch hier ist unterhalb der linken Schulter das rote Jerusalemkreuz angebracht. Dazu wird ein schwarzer Schleier getragen. Pfarrer Dr. Johannes Mette wurde – wie allen Priestern des Ordens – eine Mozetta angezogen. Dabei handelt es sich um einen elfenbeinweißen, bis zu den Ellenbogen reichenden, über dem Chorrock getragenen Schulterkragen mit kleiner Kapuze, den ebenfalls das rote Jerusalemkreuz schmückt.

Die Feiern hatten bereits am Freitag mit einem Vesper-Gottesdienst in der Stiftskirche ‚St. Johann Baptist und Petrus’ begonnen, den Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln, zelebrierte. Nach dem Begrüßungsabend im Brückenforum in Bonn-Beuel hatte es in Begleitung des „heiligen Martin auf seinem Pferd“ einen „Martinszug“ zur Kirche St. Josef gegeben, wo eine nächtliche Vigil-Feier zur Einstimmung auf die Investitur stattfand. Der hl. Martin ist nämlich Patron der ausrichtenden Komturei St. Martin in Bonn, die die Herbstinvestitur entsprechend den Aufgaben des Ordens („Für das Heilige Land sorgen - durch Gebet und finanzielle Unterstützung. Den Glauben bekennen. Gesellschaft und Kirche dienen“.)  unter das Motto nach dem ‚Lebensdreiklang’ des Heiligen gestellt hatte: „beten – lieben – teilen“. Ein Empfang und ein festlicher Abend auf dem Rheinschiff, von dem aus Papst Benedikt XVI beim Weltjugendtag 2005 die an den Ufern versammelten Teilnehmer gegrüßt hatte, rundeten den Festtag ab. Mit einem Pontifikalamt in der Stiftskirche am Sonntag, das der emeritierte lateinische Patriarch von Jerusalem, Seine Seligkeit Msgr. Fouad Twal zelebrierte und bei dem Pfarrer Mette konzelebrierte, endete die „Herbstinvestitur 2016“ des „Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem“.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner