Rückblick auf die Tageswallfahrt nach Freiburg mit der "Katholischen Kirchengemeinde Pforzheim" (11.09.2016)

Im außerordentlich ausgerufenen ‚Heiligen Jahr der Barmherzigkeit’ folgten 60 Pilger aus der Kirchengemeinde dem Aufruf zur Wallfahrt nach Freiburg unter der Leitung von Dekan Ihle und Pfarrer Mette, mit einer großen Zahl Teilnehmer aus Pforzheim West.  Das Novum, eine Pforte der Barmherzigkeit außerhalb der Kirchen Roms durchschreiten zu können, lockte. Zu früher Stunde startete die Gemeinschaft – in gewohnt sicherem Transport durch die Firma Müller-Reisen. Nach einem gemeinsamen Morgenlob wurde die Fahrt für historische Hintergrundinformationen zum Jahr der Barmherzigkeit genutzt.

In der Münsterstadt angekommen, erschloss sich die Gruppe in einem Rundweg durch die Altstadt die sechs Situationen der „Werke der Barmherzigkeit“:  Hungrigen zu essen geben; Dürstenden zu trinken geben; Fremde aufnehmen; Nackte bekleiden; Kranke besuchen; Gefangene besuchen.   Erläuternde Worte zum gewählten Ort, seiner Geschichte/Funktion durch Pfarrer Mette eröffneten die jeweiligen Stationen;  gefolgt von den biblischen Texten und Impulsen, jeweils von einem Mitglied der Gruppe vorgetragen. Nach besinnlicher Stille und Raum für eigene Gedanken hierzu beschloss ein gemeinsames Lied die jeweilige Station. Start war hierbei der Stadtgarten, in welchem Begegnung stattfindet, sich jedoch auch oft Obdachlose aufhalten. Im Schatten eines Baumes gegenüber der neuen Synagoge, neben dem Caritas-Hauptgebäude mit der „Pflasterstube“ als Versorgungsstelle für Leib und Seele fand sich die Gruppe als nächstes ein, mit Blick darauf, dass viel Gutes im Verborgenen, abseits geschieht. Der weitere Weg führte zum Augustinerplatz neben dem Kloster und Museum; dann weiter zu Kaiser-Josef-Straße. Beim Rathausplatz entlang des ursprünglichen Kreuzgangs eines Franziskanerklosters rückten die klösterlichen Tugenden sich Bedürftiger anzunehmen in den Fokus. Letzte Station war die heilige Pforte des Freiburger Münsters, unterhalb des Barmherzigkeitsfensters, dessen Bilder den bisherigen Weg getragen haben, um dann diese Pforte zu durchschreiten.

Gemeinsam mit der Münstergemeinde wurde mit Pfarrer Mette als Konzelebrant die Heilige Messe gefeiert unter Leitung des Kooperators der Seelsorgeeinheit Freiburg-Mitte, Markus Obert.

Im Anschluss bestand die Möglichkeit, im zentral gelegenen Stadthotel Kolping gemeinsam zu essen und sich auszutauschen. Danach teilte sich die Gruppe:

Zum einen stand Dekan Ihle als Führer durch das Münster zur Verfügung.

Zum anderen erklomm man sich alternativ unter der Führung von Pfarrer Mette in einem Spaziergang (mit kurzer Zahnradbahnunterstützung für manche) einen Ausblick auf Münster,  Freiburg und das Umland vom „Kanonenplatz“ aus.

Die Wallfahrt, in einer ausgewogenen Mischung aus Gebet, Gesang, Gottesdienst, historischen Informationen und gelebter Gemeinschaft bei strahlendem Wetter, war eine Bereicherung für alle Teilnehmer, was mit großem Applaus als Anerkennung für die Organisatoren auf der Rückfahrt bekundet wurde.

Text: Martina Peter/ Fotos: Ralf Peter