Dem Papst ganz nah – mitten drin beim Weltjugendtag in Krakau! (24.07.-01.08.2016)

Sie waren dabei – 43 Jugendliche und junge Erwachsene aus den Gemeinden St. Antonius (Pforzheim-West), Heilige Familie (Keltern), Liebfrauen (Dillweißenstein), St. Josef (Eutingen) und Liebfrauen (Niefern). Begleitet von den Pfarrern Dr. Johannes Mette und Bernd Walter ging es – mit schulischer Ausnahmegenehmigung – am letzten Sonntag vor den Ferien in Richtung Krakau zum Weltjugendtag.

Erste sehr bewunderte Station war Dresden, von dort ging es über Görlitz durch Schlesien bis nach Krakau, das am Montagabend erreicht wurde. Dort erwartete die jungen Pilger eine große Gastfreundschaft: Eine knappe Woche lang fanden sie Unterkunft in verschiedenen Familien der Ortschaft Raciechowice, ca. 35 km südlich von Krakau in leicht ansteigendem Bergland gelegen. Der Dienstag stand im Zeichen der Ankunft: Die Stadt Krakau wurde ausführlich besichtigt, hunderttausende Jugendliche begrüßten sich und erkannten an den jeweiligen Fahnen die Herkunft anderer Gruppen. Die jungen Christen aus Pforzheim hatten neben der Deutschlandflagge auch die badische Fahne aktiviert, auch zur eigenen Orientierung aller Gruppenmitglieder, sodass alle auch im größten Trubel sehen konnten, wo die Gruppe ist. Am Dienstagabend war auf der Bloniawiese im Westen Krakaus die Eröffnungsmesse mit Kardinal Dziwisz mit ca. 600 000 Teilnehmern. Am Donnerstag fand am gleichen Ort die Begrüßung von Papst Franziskus statt, am Freitag der Kreuzweg, eindrucksvoll in Szene gesetzt und nachdenklich zugleich. An den Vormittagen waren die jungen Christen in der Nähe der Unterkunft zu Gottesdiensten und Katechesen in deutscher Sprache versammelt. U.a. der Augsburger Weihbischof Wörner und der Hamburger Erzbischof Heße sprachen zu den jungen Leuten über Themen wie Barmherzigkeit, Beichte und Glaubensfragen und feierten mit allen die Messe. Am Samstag hieß es dann Abschied nehmen von den Gastfamilien: Es wurde kurzfristig ein Morgenlob in der dortigen Ortskirche organisiert: Der Bürgermeister, der Pfarrer und alle Gastfamilien waren gekommen, um mit uns zu beten, zu singen und uns zu verabschieden. Es flossen viele Tränen der Freude, der Rührung und des Abschieds. In wenigen Tagen waren viele einander ans Herz gewachsen. Dann ging es auf den „Campus Misericordiae“: Dort versammelten sich von Samstag auf Sonntag bis zu ca. 2 Millionen Menschen. Eine eindrucksvolle Vigil am Samstagabend mit Tauferneuerung zog alle in ihren Bann, ebenso das anschließende Konzert christlicher Künstler. Am Sonntag war die großartige Abschlussmesse mit dem Papst. Auf dem Rückweg zum Bus gerieten alle in einen heftigen Gewitterschauer. Spätabends erreichte die Gruppe das Kloster Zeliv in Tschechien, von wo aus es am nächsten Tag zur letzten Station der Reise, nach Prag, ging. Eine Stadtführung bei herrlichem Wetter ließ allen die Schönheit der Metropole an der Moldau deutlich werden. Müde, aber erfüllt und glücklich war montagabends die Heimkehr in Niefern und Pforzheim. Die Teilnehmer kehrten mit sehr wertvollen und tiefgehenden Eindrücken und Impulsen in ihre Familien zurück und es wurde vielen bewusst: Wir waren bei etwas ganz Besonderem, ja Einmaligem dabei!

Text und Fotos: Pfarrer Dr. Johannes Mette