Ministrantenaufnahme in St. Antonius am 15. Sonntag im Jahreskreis (10. Juli 2016)

Der Ministrantentag im Sommer hat in St. Antonius Tradition. Nach dem ‚Antoniuslied’ zur Eröffnung stellte Oberministrant Patrick Klingel der Gemeinde die neu aufzunehmenden Ministranten vor. Die Lesung und die Fürbitten wurden von Ministranten vorgetragen. Pfarrer Dr. Johannes Mette legte seiner Predigt das Tagesevangelium (Lk 10, 25-37) zugrunde.

Ausgehend von der Beispielerzählung Jesu vom barmherzigen Samariter zeigte er: „Dein Nächster ist, wer deine Hilfe braucht. Ihm bist du der Nächste.“ Für den irischen Vatikangeistlichen Hugh O'Flaherty waren das mehr als 6.000 Menschen, die er von 1943 an in Rom vor den Nationalsozialisten versteckte. Für einen Autofahrer waren es drei Arbeiter aus Rumänien, deren Auto 2014 während der Heimreise auf der Autobahn liegengeblieben war. Ihnen lieh er das eigene Fahrzeug samt Kraftfahrzeugschein für die Weiterfahrt. Wie vereinbart, brachten die Männer zwei Wochen später das Auto wohlbehalten und vollgetankt wieder zurück.

Nach dem Glaubensbekenntnis wurden die Plaketten gesegnet und vom Pfarrer den neuen Ministranten umgehängt. Danach wurden ihnen von Ministranten der Leiterrunde die Ausweise, Heftchen, Minischals und Kissen überreicht. Im Anschluss an die Kommunionspendung las Patrick Klingel einen Text vor, in dem es um die Bedeutung des Ministrantendienstes ging und in dem auch Namen von Prominenten genannt wurden, die in ihrer Jugend selbst ministriert hatten, unter ihnen Papst Benedikt XVI, Frank Elstner, Thomas Gottschalk, Günter Jauch und Jogi Löw. Nach dem Gottesdienst stellten sich die Ministranten, Herr Ostertag und Pfarrer Mette zum traditionellen Gruppenbild auf die Altarstufen. Vor der Kirche warteten schon die Räder, mit denen es an diesem herrlichen Sommertag zum Weiterfeiern nach Dietlingen gehen sollte.

 

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner