Diakonenweihe von Georg Seelmann im romanischen Münster St. Peter und Paul in Rheinmünster-Schwarzach (19. Juni 2016)

Begleitet von einer großen Ministrantenschar, von Priestern und Diakonen zogen die vier Weihekandidaten gemeinsam mit Erzbischof Stephan Burger in das Münster St. Peter und Paul in Rheinmünster-Schwarzach ein, wo sich schon eine große Gemeinde von Verwandten, Freunden, Vertretern der Heimat-Gemeinden, Studenten des Collegium Borraeum, die Chöre ‚Koinonia’ der Seelsorgeeinheit Rheinmünster-Lichtenau, der „Badische Chor Wintersdorf" mit ihren Chorleitern und weitere Priester versammelt hatten.

Zum Einzug sang die Gottesdienstgemeinde das Lied: „Herr, Du bist mein Leben, Herr du bist mein Weg. Du bist meine Wahrheit, die mich leben lässt. Du rufst mich beim Namen, sprichst zu mir dein Wort. Und ich gehe deinen Weg, du gibst mir deinen Sinn. Mit dir hab ich keine Angst, gibst du mir die Hand.“ Sätze, mit denen Erzbischof Stephan auch seine Predigt beendete, in der er zuvor das Amt und die Aufgaben des Diakons beschrieben hatte. Nach der Anrufung des Heiligen Geistes, dem „Hier bin ich!“ und dem Versprechen der Weihekandidaten, ihr ganzes Leben von Jesus Christus prägen zu lassen, versprachen sie dem Bischof und seinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam. Während der Allerheiligenlitanei lagen die Kandidaten ausgestreckt auf dem Boden, um so ihre Bereitschaft zu zeigen, sich Gott ganz zu übergeben. Nun folgte die eigentliche Weihe. Erzbischof Stephan legte jedem der vor ihm knienden Männer schweigend die Hände auf. Das sich anschließende Weihegebet bekräftigte die Gemeinde mit ihrem ‚Amen’. Es folgten das Anlegen von Stola und Dalmatik, der liturgischen Kleidung des Diakons und die Überreichung des Evangeliars, denn die Verkündigung des Evangeliums ist seine liturgische Aufgabe: „Empfange das Evangelium Christi: Zu seiner Verkündigung bist du bestellt. Was du liest, ergreife im Glauben; was du glaubst, das verkünde, und was du verkündest, erfülle im Leben.“ Zum Abschluss tauschte Erzbischof Burger als Zeichen der besonderen Verbundenheit und Gemeinschaft mit jedem neugeweihten Diakon den Friedensgruß.

Dankesworte sprach stellvertretend für alle Neugeweihten Diakon Frederik Reith in seiner Heimatkirche. Glückwünsche überbrachte der Bürgermeister. Das ‚Großer Gott wir loben dich!’ leitete zum Segen des Erzbischofs über. Nach dem Mariengruß und dem Auszug stellten sich Erzbischof Stephan Burger und die vier Diakone zum Gruppenbild auf. Im Klostergarten war ein Empfang vorbereitet. Alle waren zum Essen und zu Getränken eingeladen. Den Diakonen wurde von ihren Gästen sehr herzlich gratuliert und Geschenke übergeben. Pfarrer Dr. Johannes Mette überreichte das Geschenk der Heimatgemeinde „Heilige Familie“ Keltern-Dietlingen: eine Pyxis, das Gefäß, in dem konsekrierte Hostien zur Krankenkommunion mitgenommen werden. Gemeinsam mit seinem Vorgänger Klaus Bundschuh und Diakon Georg Seelmann ließ er sich zur Erinnerung fotografieren. Ein Foto zeigt den Diakon gemeinsam mit seinen Eltern und auf dem Abschlussbild ist die Gruppe zu sehen, die aus Keltern gekommen war, um diesen Festtag mitzufeiern – unter ihnen die Sprecherin des Gemeindeteams, Martina Peter, und ihr Vorgänger Herbert Böhm.

Text und Fotos. Karl-Heinz Renner