Klosterwochenende bei den Herz–Jesu-Priestern in Neustadt an der Weinstraße (30.10. - 01. November 2015)    

Kloster – sehen, erleben, leben, so war das Motto des vergangenen Klosterwochenendes vom 30.10. bis zum 01.11.2015 in Neustadt an der Weinstraße, ein Wochenende, das wir Teilnehmer mit Sicherheit nicht so schnell vergessen werden.

Am Freitag kurz nach der Mittagsstunde machten wir uns mit dem Kirchenbus auf den Weg nach Neustadt. Auf halber Strecke verköstigte uns unser Fahrer Luis Beltran mit einem selbstgemachten und sehr leckeren Picknick. Gestärkt ging es dann weiter Richtung Kloster, wo wir gegen 14.30 Uhr ankamen.

Nachdem wir die Zimmer bezogen und uns mit Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, folgte eine Kennlern-Runde und eine kurze Einführung zum ‚Jahr der Orden’, das Papst Franziskus im Advent 2014 eröffnet hatte. Hier gab es auch schon die erste Möglichkeit, sich über das Wochenende auszutauschen: mit welchen Erwartungen kommt man z.B. in ein Kloster. Am Abend bekamen wir eine gründliche Führung durch die Klosterkirche und das Kloster selbst. Bruder Joseph erklärte uns sehr genau, wie das Kloster entstand und dass es in einem alten Steinbruch liegt, der seinerzeit zum Verkauf stand. Prächtig anzusehen war auch der durch Prof. Rumpf gestaltet Altarraum, gab es doch hier sehr viele schöne Details zu entdecken. Nach der Führung wartete unser Gastgeber, Pater Gerd Hemken SCJ im „Pfalzkeller“ auf uns, wo wir in geselliger Runde den Abend ausklingen ließen.

Am Samstag fuhren wir morgens nach Speyer. Unser erster Halt war das Kloster der Karmelitinnen, wo sich uns Pfarrer Mette und zwei weitere Personen aus Remchingen – Singen anschlossen. Dort stellte Schwester Katharina uns auf beeindruckende Weise ihren Orden vor: ein Orden der so gut wie nur hinter verschlossenen Türen lebt. Auf den minimalsten Kontakt zur Umwelt reduziert und doch mit einer faszinierenden Ausstrahlung begegnete uns Schwester Katharina. Im Anschluss ging es direkt weiter zu den Dominikanerinnen in Speyer, welche überwiegend als Schulschwestern tätig sind. Auch hier wurden wir herzlich Empfangen und erfuhren jede Menge über die Geschichte und Arbeiten der Schwestern in Speyer.

Der Samstagnachmittag lief nach den vielen Eindrücken des Vormittags etwas besinnlicher ab. Pater Hemken machte mit uns einen „Bibliolog“, eine neue Art des Bibelteilens, bei der man selbst in die Rolle einzelner Figuren aus der Bibel steigt. Auch dies war für viele eine neue und auch tolle Erfahrung. Am Abend, nach einem schönen Taizé – Gottesdienst in der Krypta des Klosters, gab es einen „heißen Stuhl“. Pater Hemken und Kaplan Navin standen uns Rede und Antwort. Man konnte alles fragen, was einem in den Sinn kam und man sich bisher vielleicht noch nicht getraut hatte zu fragen.

Am Sonntag gab es nach dem Gottesdienst zu Allerheiligen noch eine thematische Einheit über Heilige und wie wir selber zu Heiligen werden können. Nach dem Mittag verabschiedeten wir uns von unserem Gastgeber und traten die Heimreise an.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals ausdrücklich bei Luis Beltran für die gute und sichere Fahrt bedanken, bei unserem Gastgeber und Mitorganisator Pater G. Hemken SCJ und bei allen Teilnehmern, die ein solches Wochenende erst schön machen!

 

Text und Bilder: Roy Sommer