Ökumenischer Gebetsweg in Dietlingen am 03. Oktober

Am Feiertag der deutschen Einheit fand in Dietlingen eine kirchliche Aktion gelebter Ökumene vor ort statt - anlässlich des 10jährigen Bestehens der „ökumenischen Rahmenvereinbarung“. In dieser sind etablierte gemeinsame Aktionen sowie die Verpflichtung zu regelmäßiger gegenseitiger Präsenz und einem stetigen Austausch festgeschrieben.

Es wurde zum“ Ökumenischen Gebetsweg“ eingeladen, iniziiert und geplant vom Gemeindeteam der katholischen Gemeinde Heilige Familie Keltern und dem evangelischen Kirchengemeinderat der Andreasgemeinde Dietlingen. Um 18.30 füllte sich der Ausgangspunkt katholische Kirche mit Christen beider Konfessionen. In der Begrüßung durch Pfarrer Dr. Mette wurde auf das Jubiläum der bilateral-ökumenischen Vereinbarung eingegangen. Der Pilgerstab und das Licht als Zeichen des Glaubens und Christus als Licht der Welt prägte diese erste Station. Sowohl im Pilgerstab als auch in einer Laterne wurde das Licht der Osterkerze aufgenommen und unter dem Liedruf „Mache dich auf und werde Licht“ – begleitet auf der Gitarre von Berhard Kaburek - auf den gemeinsamen Weg vorangeführt zur evangelischen Kirche. Der Kirchenraum erhellte sich, als zu Beginn der zweiten Station diese mitgeführte Flamme geteilt und weitergegeben wurde an Kerzen jedes Teilnehmers. Unter der liturgischen Leitung von Pfarrer Raupp stand dann das Wort im Mittelpunkt. Dieses wurde in Form der Bibel für den weiteren gemeinsamen Weg in einem Bollerwagen mitgeführt, nachdem dieser mit vereinten Kräften über die steilen Kirchenstufen hinabgetragen wurde. In der Dämmerung zog die Lichterprozession gegen Ortsrand zur dritten Station beim Haus der Familie Böhm. In der dortigen Ansprache von Herbert Böhm und der im Wechsel gesprochenen Andacht stand das Wasser als Zeichen der Taufe im Mittelpunkt. Ein Krug Wasser wurde symbolisch ab dann im Bollerwagen mitgeführt. Verbleibende 35 Wegbegleiter machten sich bei Dunkelheit unter dem Schein der Kerzen auf Richtung Weinberge vor das Vereinsheim des OGV. Dort versammelte man sich um eine weithin sichtbare Feuerschale. Vorgetragen von evangelischer Seite stand hier Feuer und Brot, welches in der Runde miteinander geteilt wurde, im Focus.

 

Die Teilnehmer konnten bei heißem Tee und Fingerfood den gemeinsamen Abend mit Raum für Gespräche, Besinnung und Kontakten ausklingen lassen.


Allen in konstruktivem Austausch bei der Idee, Planung und letztlich Umsetzung Beteiligten ein herzliches Dankeschön, auch dem Einsatz seitens der freiwilligen Feuerwehr zur Sicherung der Feuerstelle.


Text: Martina Peter

Bilder: Ralf Peter