Serenadenkonzert in "Pfarrer Mettes Garten" - Eine musikalische Reise zur Nacht (25. Juli 2015)

Pfarrer Dr. Johannes Mette begrüßte die Gäste, die zum 5. Serenadenkonzert zugunsten bedürftiger Pforzheimerinnen und Pforzheimer in den Pfarrgarten gekommen waren. Alexandra-Tatjana Baur und Andreas Renner führten gekonnt durch den Abend, indem sie zwischen die interessanten Informationen immer wieder zum Schmunzeln animierende Pointen einstreuten. Sie bedauerten, dass in diesem Jahr mehrere Akteure kurzfristig absagen mussten und betonten, dass die anwesenden Künstler um so fleißiger geübt hatten, um dem Publikum trotzdem ein schönes und vor allem anspruchsvolles Programm bieten zu können.

Beatrice Fuhr-Herz (Sopran), die gleichzeitig die Initiatorin des Abends für Bedürftige in unserer Stadt war, sang bei dieser ‚musikalischen Reise zur Nacht’ eine Reihe von Liedern aus ihrem umfangreichen Repertoire. Am Piano wurde sie begleitet von Stefan Baur. Maria Schmalz spielte die Violine, und zwischen den Liedern und Musikstücken trug Gisela Grob von ihr selbst geschriebene und zum jeweils folgenden Stück passende Gedichte vor. Auf dem gekonnt zusammengestellten Programm stand eine bunte Mischung unterschiedlichster Lieder. Der Reigen wurde eröffnet mit Franz Schuberts ‚Du bist die Ruh’. Es folgte das Gedicht ‚Liebeslied’, bevor durch die schöne Sopranstimme von Beatrice Fuhr-Herz gesungen ‚Ich liebe dich’ von Edvard Krieg zu hören war. Die ‚Romanze’ aus dem Violinkonzert F-Dur von Ludwig van Beethoven schloss sich an. Zum nachfolgenden ‚Plaisir d’amour’ von Jean-Paul-Égide Martini erfuhr das Publikum, dass dieses Lied schon über 200 Jahre alt ist und von vielen zeitgenössischen Künstlern interpretiert wurde: von Fritz Wunderlich, Mireille Mathieu, Peter Alexander und sogar von Elvis Presley. Aus der Oper ‚La Traviata’ von Giuseppe Verdi kam dann genau die richtige Arie der Violetta, stellte die Moderatorin fest: ‚Addio del Passato’. Den Abschluss des ersten Konzertteils bildeten die Lieder ‚Mondnacht’ von Robert Schumann,‚Verborgenheit’ von Hugo Wolf und von Franz Schubert  eines seiner bekanntesten Lieder ‚An die Musik’ - unterbrochen durch die Gedichte ‚Was willst du Welt?’ und ‚Holde Muse’.

In der Pause boten - wie gewohnt - Mitglieder der Peru-Gruppe verschiedene Getränke an. Nach der Pause sang Beatrice Fuhr-Herz die Arie ‚Rusalkas Lied an den Mond’ von Antonin Dvorak; zuvor trug Gisela Grob ihr Gedicht ‚Mondgefährte’ vor. Nach der Arie und dem Gedicht ‚Sommertag’ war aus ‚Porgy and Bess’ von George Gershwin das Lied ‚Summertime’ und im Anschluss aus Leonard Bernsteins ‚West Side Story’ ‚I hav a love’ zu hören. Maria Schmalz spielte nun das Violinstück ‚Donauwellen’ von Josef Ivanovici. Zum Abschluss des Abends folgte dem Gedicht ‚Wie ist die Welt so schön’ das Lied von Franz Grothe ‚So schön wie heut’. Vom Publikum wurde natürlich noch die obligatorische Zugabe eingefordert: Frau Fuhr-Herz meinte zwar „mal sehen, was die Stimme noch hergibt“, sang dann aber doch problemlos „eine der schönsten Melodien, die jemals komponiert worden sind“, wie Alexandra-Tatjana Baur meinte, das ‚Ave Maria’ von Franz Schubert.

Am Ende des Abends bedankte sich Pfarrer Mette sehr herzlich bei den Mitwirkenden, die zu Gunsten in Not geratener Menschen aus unserer Stadt auf ihre Gage verzichtet hatten, bei Jürgen Herz, der wie gewohnt, auch in diesem Jahr für die Technik verantwortlich war, bei den Zuhörerinnen und Zuhörern, die trotz des kühlen und windigen Sommerabends auch in diesem Jahr zum sehr gelungenen Serenadenabend in den Pfarrgarten gekommen waren, und empfahl die Körbchen an der Gartentür der Aufmerksamkeit der Besucherinnen und Besucher.

Text und Fotos: Karl-Heinz Renner