Patrozinium in St. Bernhard (19.07.2015)

Pfarrer Michael Dederichs zelebrierte diese festliche Eucharistiefeier und hielt die Predigt. Die biblische Botschaft der Offenbarung des Johannes (12,1.2) steht im Brennpunkt der Verkündigung: „Und es erschien ein großes Zeichen am bzw. im Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen.

Pfarrer Michael Dederichs zeichnete mit wenigen Strichen dieses Bild auf ein Banner und in seiner Predigt auszugsweise nach. Unverkennbar in der zeichenhaften Sprache tritt die Analogie zur Europaflagge überdeutlich hervor. Die drapierte Silhouette eines Tuches lässt den Kopf einer Frau erkennen, der mit einer „Sonne“, sprich einem Heiligenschein, umkleidet ist. Der Prediger deutet dieses Bild als eine Anfrage an die Christen in Europa und ihrer Verantwortung in Kirche und Welt. Er sieht ansatzweise in Bernhard von Baden (* 1428/1429 † 1458), den Schutzpatron der Kirche, jenen christlichen „Europäer“, der zurecht „selig zu preisen“ ist, auch wenn er bei seiner Mission, weltlich betrachtet, gescheitert ist. Zeichenhaft greifen auch die Ministranten aus St. Bernhard und aus Hl. Familie, die in stattlicher Zahl den Gottesdienst im Dienst am Altar und im Singen und Musizieren begleiten, das Sternenmotiv in auf. Sie nehmen kein Blatt vor dem Mund, sondern tragen unter der Regie von Bianca Flachenecker mit ihren Sternenbildern die Sorge, Ängste und Nöten der Menschen von heute im fürbittenden Gebet vor.


Text: Markus Clemens und Pfarrer Michael Dederichs

Fotos: Ruth Baumann und Markus Clemens