Feier des Patroziniums und Pfarrfest in St. Antonius (14.06.2015)

In guter Tradition sang die Gemeinde nach dem Einzug der Ministranten und des Priesters unter festlichem Orgelspiel das „Antoniuslied“. Danach übernahm der Kirchenchor unter Leitung von Carl Burger die musikalische Gestaltung. Als Solisten unterstützten Franziska Pflüger (Alt) und Carl Burger (Bass) selbst den Chor bei den Liedern zum Gloria, nach der Predigt, während und nach der Kommunion: „Lobet den Herrn des Himmels" – nach Psalm 148 (Chor und Orgel) von Nicolas J. Lemmens; „Meine Seele ist stille in dir“ – nach Psalm 62  und „Ich danke meinem Gott“ von Klaus Heizmann; sowie „Cantique de Jean Racine“ von Gabriel Fauré (1845-1924). Als Organisten begleiteten Thomas Habermaier und Petrit Hamiti den Chor und auch die Gemeindelieder.

Seine Predigt begann Pfarrer Dr. Johannes Mette mit einem Zitat aus dem Gedicht Erich Kästners ‚Alles bleibt beim Alten – Dem Revolutionär Jesus zum Geburtstag’: „... Du hattest sie vergeblich lieb. Du starbst umsonst. Und alles blieb beim Alten.“  Im heutigen Evangelium (Lk 10,1-12) sagt Jesus: „Das Reich Gottes ist nahe.“ ‚Natürlich gibt es Kriege, Spaltungen und Skandale in der Kirche’ stellt Pfarrer Mette fest und fragt dann ‚Ist also das Reich Gottes gescheitert, weil das alles passiert? - Was ist das Reich Gottes überhaupt?’ und gibt die Antwort: ‚Reich Gottes ist der Zustand, in dem Gott das Sagen hat, er der König ist.’ ‚Als es mir schlecht ging, hat mich meine Gruppe getröstet’ - über diese oder ähnliche Erfahrungen könnten viele berichten. ‚Das Reich Gottes ist da!’ An zwei Beispielen machte er das deutlich: Mutter Teresa von Kalkutta und ihre sich aus wenigen Frauen entwickelnde Schwesterngemeinschaft kümmern sich um die Ärmsten der Armen, und der hl. Antonius von Padua, dessen Patrozinium gefeiert wird, wird vom unbekannten, am Rande stehenden Franziskanerbruder zum wortgewaltigen Prediger. Bei beiden entwickelt sich aus kleinen Anfängen Großes. Pfarrer Mette schloss: ‚Vertrauen wir auf Gott, auf die Menschen, auf uns selbst! Hat Erich Kästner also Recht, wenn er sagt: ‚Alles bleibt beim Alten?’ – ‚Nein, so ist es nicht!’

Nach der Kommunion erzählten Kinder, dass sie in der Kinderkirche Samen in die Erde gesteckt hatten; natürlich zeigten sie dann auch ihre Töpfchen. Am Ende des festlichen Hochamts lud Karl-Heinz Renner für das Gemeindeteam ein, im und ums Gemeindezentrum weiter zu feiern. Von vielen wurde diese Einladung gerne angenommen. Die Plätze im Saal und auch die außen aufgestellten Tische und Bänke waren im Nu gut besetzt. Tombola-Lose wurden in zwei Runden verkauft, die Gewinne ausgegeben. Nach dem Mittagessen, zu dem auch eine Dame aus Kamerun mit ihren Grill-Spezialitäten beigetragen hatte, eröffnete der Chor das Programm im Saal, während das Außengelände des Kindergartens für die Kinder geöffnet wurde. Pfarrer Mette und Karl-Heinz Renner verabschiedeten Horst Rüter nach 25 Jahren als Baubeauftragter der Gemeinde aus diesem Dienst und bedankten sich für dieses langjährige Engagement mit  einem Präsent und einem Blumenstrauß für Frau Rüter, die ihren Mann in all den Jahren stets unterstützt hatte. Die ‚Montagstanzgruppe’ unter Leitung von Frau Anita Lui-Noll erfreute auch bei diesem Fest die Zuschauer durch verschiedene Tänze. Sabine-Franziska Fried und Luis Beltran-Ramos glänzten in einem Sketch , in dem sie ein sich streitendes Ehepaar gaben und die Ministranten waren mit ihrem musikalischen Beitrag, zu dem sie auf der Bühne in Mülltonnen gestiegen waren, nicht weniger erfolgreich. Schließlich informierte Luis Beltran-Ramos für die Peru-Gruppe mit aktuellen Fotos aus der Partnergemeinde San Andrés, wofür der Erlös dieses Pfarrfestes bestimmt ist. Karl-Heinz Renner gab schließlich zum Abschluss des Programms anhand einer Powerpoint-Präsentation einen Überblick über die Ereignisse seit dem Patrozinium und Pfarrfest des Jahres 2014 in St. Antonius. Am Ende des Nachmittags bedankte sich Pfarrer Dr. Johannes Mette – wie schon am Morgen nach dem Gottesdienst – bei allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten: bei der Kirchenmusik, bei den Ministranten, bei der Firmandengruppe, bei allen die die Kirche und den Saal geschmückt hatten – insbesondere bei der Bastelgruppe -, beim Küchenteam und den fleißigen Menschen am Grill, am Salat- und am Kuchenbuffet, bei allen, die Salate vorbereitet und Kuchen gebacken hatten, bei allen Spendern, bei allen, die an irgend einer Stelle zum Gelingen des Festes ihren Beitrag geleistet hatten – ob genannt oder nicht genannt und bei allen die da waren – denn, was wäre ein Fest ohne die Menschen, die mitfeiern!


Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Fabio Conceicao Da Silva, Cornelia Heber und Karl-Heinz Renner