„Kurzfahrt des Pastoralen Raums Pforzheim-West" nach Thüringen (15. - 17.05. 2015)

Am Freitag nach Christi Himmelfahrt um 6.30 Uhr morgens startete in Ellmendingen der Bus. In Dietlingen und Brötzingen stiegen weitere Menschen zu, und um 7.00 Uhr machte man sich von St. Antonius aus bei Regenwetter auf den Weg in Richtung Thüringen. Pfarrer Dr. Johannes Mette hatte das Morgenlob vorbereitet und spendete der Gruppe den Reisesegen. 

Eine erste Pause mit einem kleinen Picknick wurde in der „Festung Marienberg“ eingelegt, von wo aus man einen herrlichen Blick über Würzburg genießen konnte, weil es inzwischen aufgehört hatte zu regnen. Weiter ging es auf der A 7 zwischen Rhön und Thüringer Wald nach Eisenach. Bereits unterwegs gab es eine Einführung in die Geschichte und in die Geographie Thüringens und auch über die heilige Elisabeth von Thüringen wurde informiert. Nach der Mittagspause, in der man eine „Thüringer Bratwurst“ essen und/oder die „Georgenkirche“ besuchen konnte, wo die hl. Elisabeth getraut worden war, wo Martin Luther gepredigt hatte und wo Johann Sebastian Bach getauft wurde, besichtigte man im Rahmen einer Führung die hoch über der Stadt gelegene Wartburg.  Im Anschluss bezog man für zwei Nächte Quartier in Eisenach. Für die Busfahrt am Samstagmorgen hatte eine der Teilnehmerinnen eine Andacht vorbereitet. Danach erkundeten die Besucher in geführten Gruppen die deutsche Klassikerstadt Weimar: das bekannte „Goethe-Schiller-Denkmal“ auf dem Theaterplatz, das „Goethe“- und das „Schillerhaus“, den „Park an der Ilm“, das Haus der Frau Charlotte von Stein. Das Kernensemble der Stadt gehört zum UNESCO-Welterbe! Goethe, Schiller, Herder, Liszt und Bach sind untrennbar mit der Stadt verbunden, und hier wurde im „Deutschen Nationaltheater“ die „Weimarer Verfassung“ ausgefertigt, beschlossen und am 14. August 1919 als erste demokratische Verfassung des Deutschen Reiches verkündet. Am Nachmittag standen Stadtführungen in der Landeshauptstadt Erfurt mit ihrer bekannten und sehenswerten „Krämerbrücke“ auf dem Programm. Interessierte konnten im Rahmen von Spezialführungen zur größten frei schwingenden Glocke der Welt auf einen der Türme des Doms steigen:  Die „Gloriosa“ erreicht in diesen Tagen das stolze Alter von 518 Jahren! Die Eucharistiefeier in der „St. Severikirche“, der Kirche, in der ein Großonkel von Pfarrer Mette mehr als 30 Jahre hindurch Pfarrer gewesen war, rundete den Tag ab.

Gemeinsam mit der dortigen Gemeinde wurde am Sonntag in St. Marien in Rudolstadt die heilige Messe gefeiert. Über der alten Residenzstadt mit ihren verwinkelten Gassen, ihren Kirchen und Bürgerhäusern thront die mächtige „Heidecksburg“, einst Sitz der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt. Bevor man sich auf den Heimweg machte, besichtigte man sie am Nachmittag in geführten Gruppen. Ein Aufenthalt in Coburg unterbrach die Fahrt. Eine Maiandacht, die von einer Teilnehmerin ausgearbeitet worden war, und gemeinsam gesungene Volkslieder machten die von Staus geprägte Rückfahrt erträglich. Für seinen Fahrstil und die gesunde Heimkehr wurde dem Fahrer gedankt, und alle Teilnehmer waren Pfarrer Dr. Johannes Mette gegenüber sehr dankbar für die gelungene Idee und Organisation dieser Kombination aus Wallfahrt und Bildungsreise. Man wird im Juli zu einem „Nachtreffen“ zusammenkommen und ist schon sehr gespannt, wohin die nächste Reise gehen wird.


Text: Karl-Heinz Renner

Fotos: Luis Beltran, Uwe Kern und Karl-Heinz Renner