Frühlingswanderung des Kirchenchores St. Antonius (18.04.2015)

Bei herrlichem Frühlingswetter trafen sich am Wochenende insgesamt 20 Sängerinnen und Sänger mit ihren Familienmitgliedern und Freunden des Chores zur traditionellen Frühlingswanderung. Besonders freuten sich die Chormitglieder, dass Präses Pfarrer Dr. Johannes Mette Zeit hatte, mitzuwandern. Die Wanderstrecke führte durch das Biet, vorbei an der von den Gemmingern erbauten Magdalenen-Kirche. Berühmt ist die Kirche durch den 1431 von Lukas Moser erschaffenen Magdalenenaltar.

Vor dem Rathaus erfuhren die Wanderer vom bewährten Wanderführer Werner Deißler, dass Tiefenbronn 400 Jahre zum Herrschaftsgebiet der Gemminger gehörte, von dem die Bezeichnung „Biet“ abgeleitet ist. Oberhalb des Würmtals führte der Weg durch die kleine Schlucht des Stadelbaches nach Mühlhausen. Von einer Anhöhe aus bot sich ein wunderschöner Blick über das alte Mühlendorf hinunter zum Wasserschloss, das von 1551 bis 1553 durch Hans Dietrich von Gemmingen erbaut worden war. Über die Grundwiesen, mit einer tollen Sicht vom Heckengäu über den Silberberg hinüber zum Büchelberg, kam die Wanderschar ins Industriegebiet von Tiefenbronn. Von hier aus waren es nur noch wenige Schritte zum Gasthaus „Schwarzer Adler“, wo einige Nichtwanderer mit der Wandergruppe zusammentrafen. In geselliger Runde, bei leckerem Essen und erfrischenden Getränken ließen die Sängerinnen und Sänger gemeinsam den Tag ausklingen. Es war für alle interessant, einiges über das „Biet“ und die Freiherren von Gemmingen zu erfahren.


Text: Werner Deißler


Foto: Johannes Mette