Osternacht in St. Antonius (04. April 2015)

Die St. Antonius- und die kroatische Gemeinde versammelten sich auf den Stufen und dem Platz vor der Kirche um das Osterfeuer. Nach der Segnung des Feuers und der Osterkerze zog man mit dem dreimaligen „Lumen Christi" in  die dunkle Kirche ein. Dabei trug Pfarrer Dr. Johannes Mette die Osterkerze. Nach und nach wurden alle Kerzen von der Osterkerze her entzündet. Pfarrer Mette sang den prächtigen Jubelgesang der Osternacht, das „Exsultet", den Lobpreis der Osterkerze – die ein Symbol für Christus ist. Auch in diesem Jahr hatten Frauen aus Keltern die Osterkerze - wie die beiden anderen Osterkerzen in St. Bernhard und in Heilige Familie, Dietlingen - wieder sehr schön gestaltet.

Lesungen aus dem Alten Testament, teils in kroatischer, teils in deutscher Sprache schlossen sich an, beispielsweise über die Erschaffung der Welt und den Durchzug durch das Schilfmeer beim Auszug aus Ägypten. Die Lesung aus dem Römerbrief wurde in kroatischer, das Osterevangelium in deutscher Sprache verkündet. Zum ersten Mal seit Gründonnerstag-Abend spielte auch wieder die Orgel zum Gloria, die Kirchenglocken läuteten, die Schellen der Ministranten ersetzten wieder die Klappern und endlich wurde vor dem Evangelium auch wieder das österliche Halleluja gesungen.

In der Ansprache machte Pfarrer Mette deutlich, dass mit der Auferstehung des Gekreuzigten neues Leben entstanden ist und uns mit der Taufe, an die wir uns in dieser Nacht erinnern, ewiges Leben zugesagt ist, auch wenn unser irdisches Leben endlich bleibt und wir sterben müssen, weil dagegen eben kein Kraut gewachsen ist. 

Nach der sich anschließenden Heiligenlitanei, der Segnung des Taufwassers und der Erneuerung des Taufversprechens besprengte der Priester die Gemeinde mit dem gesegneten Wasser. Pfarrer Mette und Pater Kraljevi (SDB), einer der Seelsorger der Kroatischen Mission, feierten die Eucharistiefeier in dieser besonderen Nacht in Konzelebration; die Schola und der kroatische Chor gestalteten die Messe musikalisch mit!

Am Ausgang der Kirche verteilten Ministranten beider Gemeinden die traditionellen Ostereier und alle Kirchenbesucher waren eingeladen, am Osterfeuer den zuvor gesegneten Hefezopf zu verzehren und Tee oder Glühwein zu trinken, jedenfalls noch beieinander zu bleiben in dieser hochheiligen Nacht, in der die Kirche feiert, dass Christus wahrhaft von den Toten erstanden ist. 


Text und Fotos: Karl-Heinz Renner